Rezension

hastuInteresse Heft Nr. 103 Online Exclusive

Mit den Narren auf der Bühne

In Marian Kindermanns Regiedebut „Die gan­ze Welt ist eine Bühne: Shakespeares Narren“ tref­fen nicht nur Komödie und Tragödie in einem gewag­ten Tempo auf­ein­an­der – auch tra­di­tio­nel­le, klar abge­steck­te Grenzen ver­wi­schen auf meh­re­ren Ebenen.

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Heldin der Gleichberechtigung

„Wir sind nach Harvard gekom­men, um Juristinnen zu wer­den. Warum sonst!“ sagt sie wild ges­ti­ku­lie­rend. Der zuge­hö­ri­ge Gedankengang müs­se etwa fol­gen­der gewe­sen sein: Da schafft man es als eine der weni­gen Frauen an eine renom­mier­te Einrichtung wie Harvard, in dem Glauben, die Gesellschaft und ihre zuge­hö­ri­gen Rollenbilder der Zeit ver­än­dern sich und begeg­net trotz­dem einer Vorherrschaft kon­ser­va­ti­ver Männer, die Frauen in der Küche sehen, aber bei wei­tem nicht im Gerichtssaal. 

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