Am vergangenen Montag kam der „alte“ Studierendenrat letztmalig zusammen. Bereits in zwei Wochen startet die Legislaturperiode des neugewählten Sturas. Ein vorerst letztes Mal ging es in dieser Runde um einen Antrag, Kommissionen und den studentischen Lehrpreis.
Die Vertretung des hallischen Ablegers des Debattenmagazins Platypus stellte einen Antrag auf Teilfinanzierung ihrer neuesten Ausgabe vor. Die „Platypus Review #39“ ist seit vergangener Woche online frei verfügbar. Für den Druck belaufen sich die Gesamtkosten auf etwa 600 Euro. Für die aktuelle Edition wird die Hälfte davon von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig mitfinanziert. Nun stimmte der Stura über die Bezuschussung der anderen Hälfte ab. Ohne längere Rückfragen wurde der Antrag in Höhe von 306,71 Euro mit 20 Ja-Stimmen, keiner Nein-Stimme und einer Enthaltung angenommen.
Des Weiteren blickte der Studierendenrat auf die Verleihung des studentischen Lehrpreises 2026 zurück. Dieser ging an den Physikprofessor Dr. Detlef Reichert. Einige Mitglieder waren Unzufrieden mit dem Vorgang, da der Professor von einem Mitglied des akademischen Senats mit Blick auf seinen baldigen Ruhestand vorgeschlagen wurde. Somit kam der Vorschlag nicht direkt von der Studierendenschaft. Prof. Dr. Detlef Reichert wurde für seine Forschung im Bereich der medizinischen Physik und seine kompetente Vermittlung auch gegenüber Studierenden fachfremder Studiengänge ausgezeichnet.
Die vom 35. Stura im März 2025 ins Leben gerufene Kommission „interne Transparenz“ musste aufgelöst werden, da in über einem Jahr kein:e Sprecher:in gewählt wurde. Die Kommission selbst sollte zum einen geplante und vergangene Aufwandsentschädigungen der studentischen Gruppe „NachHALLtig“ überprüfen und zum anderen allgemeine Richtlinien zum Umgang mit Aufwandsentschädigungen im Stura entwickeln. Schließlich bemerkte der Stura mit Beschluss der Auflösung, dass das Gremium im nächsten Jahr wieder eingesetzt werden könne, wenn dann eine Dringlichkeit dafür gesehen werde.
Die Arbeitsgruppe Machtmissbrauch der Uni, in der auch Referent:innen des Sturas vertreten sind, will im Oktober einen Flyer mit den Kontaktdaten von Anlaufstellen für Betroffene bereitstellen. Zusätzlich soll es auf der Website des Studierendenrates ein Angebot geben, wo man Fälle von Machtmissbrauch selbst melden kann.
