Auf der ersten Sitzung des 37. Studierendenrats wurde mehreren Förderanträgen zugestimmt und die Absetzung des Wahlausschusses thematisiert. Außerdem stellte der Stura zwei Delegation für dessen Vertretung auf Bundes- und Landesebene zusammen.
Schon auf der ersten Sitzung des neuen Sturas hatte dieser mit Anwesenheitsproblemen zu kämpfen. Nur knapp wurden die benötigten 19 Mitglieder mit moderater Verspätung erreicht – damit war das Gremium beschlussfähig. Nun lag es diesmal daran, dass parallel Konstitutionen von Fachschaftsräten (FSRs) stattfanden, mitorganisiert von Mitgliedern des Studierendenrates selbst. Eigentlich wäre dafür der Wahlausschuss zuständig gewesen. Den hatte das Sprecher:innenkollegium des Sturas jedoch zuvor abgesetzt, weil er seinen Aufgaben nicht konsequent nachgekommen sei. So wurden zum Beispiel Einladungen zu den konstituierenden Sitzungen der Fachschaftsräte nicht richtig verschickt, wie es aus den Reihen des Sturas hieß. Hinzu kommt, dass manche neben ihrem Mandat für den Stura auch in den ein oder anderen FSR gewählt wurden und die jeweiligen konstituierenden Sitzungen besuchten. Zur Terminüberschneidung kam es allerdings, weil die Stura-Mitglieder – verantwortlich für die Organisation der FSR-Sitzungen – vergessen hatten, dass auch an diesem Montag der Studierendenrat zusammenkommt.
An erster Stelle der Diskussion von Förderanträgen stand der Antrag des akademischen Reitclubs Halle. Diesem wurde mit 17 Ja‑, zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen zugestimmt. Die genehmigten 2000 Euro sollen für die Veranstaltung eines Turnierwochenendes genutzt werden. Ohne große Diskussion nahm der Stura auch den Antrag des Bündnispartners „Halle for Choice“ in Höhe von 800 Euro an. Dabei geht es um die Neuauflage eines Flyers, der die Bedeutung der Landtagswahl im September für das Recht auf Selbstbestimmung thematisiert und sich größerer Nachfrage erfreute. Zu guter Letzt beschloss der Stura einstimmig die Finanzierung der Kritischen Einführungswochen (KEW) mit 5000 Euro. Die KEW finden jedes Wintersemester statt und dienen der Vorstellung verschiedener politischer Initiativen und deren Angeboten, die im Uni-Alltag zu kurz kommen. In der Vergangenheit gab es ein externes Organisationsteam. Im letzten Jahr trat dieses allerdings nach Kontroversen um die Einladung von „Students for Palestine Halle“ (SfP Halle) zurück: Mehrere Gruppen kritisierten damals die Einladung und traten teils aus den KEW aus. Auch der Stura distanzierte sich von den Kritischen Einführungswochen. Am Ende einer Abstimmung der in den KEW verbleibenden Gruppen stand fest, dass SfP Halle – wie auch schon 2024 – von den Kritischen Einführungswochen ausgeschlossen war. Es folgte der Rücktritt des Organisationsteams. Schließlich übernahm der Stura als alleiniger Förderer die Organisation der KEW 2025. Dieses Jahr soll das ähnlich laufen: Der Studierendenrat wird die Schirmherrschaft übernehmen, einzelne Positionen werden aber ausgeschrieben. Konzepte dafür sollen noch im Detail ausgearbeitet und nachgereicht werden.
Die Delegation für den freien Zusammenschluss von Student:innenschaften (fzs), einen deutschlandweiten Dachverband, wurde mit fünf Mitgliedern besetzt. Auch fanden sich vier Interessent:innen für die Delegation zur Studierendenräte-Konferenz Sachsen-Anhalt (SRK), wobei alle Studierendenvertretungen der Unis und Hochschulen des Bundeslandes zusammenkommen. Der Referent für äußere Hochschulpolitik Lukas Pöhl merkte mit Blick auf die Landtagswahlen an: „wer sich für die SRK meldet, meldet sich für den antifaschistischen Kampf.“
