Stura-Sitzungsrückblick: 06.07.2026

Auf der ers­ten Sitzung des 37. Studierendenrats wur­de meh­re­ren Förderanträgen zuge­stimmt und die Absetzung des Wahlausschusses the­ma­ti­siert. Außerdem stell­te der Stura zwei Delegation für des­sen Vertretung auf Bundes- und Landesebene zusammen.

Schon auf der ers­ten Sitzung des neu­en Sturas hat­te die­ser mit Anwesenheitsproblemen zu kämp­fen. Nur knapp wur­den die benö­tig­ten 19 Mitglieder mit mode­ra­ter Verspätung erreicht – damit war das Gremium beschluss­fä­hig. Nun lag es dies­mal dar­an, dass par­al­lel Konstitutionen von Fachschaftsräten (FSRs) statt­fan­den, mit­or­ga­ni­siert von Mitgliedern des Studierendenrates selbst. Eigentlich wäre dafür der Wahlausschuss zustän­dig gewe­sen. Den hat­te das Sprecher:innenkollegium des Sturas jedoch zuvor abge­setzt, weil er sei­nen Aufgaben nicht kon­se­quent  nach­ge­kom­men sei. So wur­den zum Beispiel Einladungen zu den kon­sti­tu­ie­ren­den Sitzungen der Fachschaftsräte nicht rich­tig ver­schickt, wie es aus den Reihen des Sturas hieß. Hinzu kommt, dass man­che neben ihrem Mandat für den Stura auch in den ein oder ande­ren FSR gewählt wur­den und die jewei­li­gen kon­sti­tu­ie­ren­den Sitzungen besuch­ten. Zur Terminüberschneidung kam es aller­dings, weil die Stura-Mitglieder – ver­ant­wort­lich für die Organisation der FSR-Sitzungen – ver­ges­sen hat­ten, dass auch an die­sem Montag der Studierendenrat zusammenkommt.

An ers­ter Stelle der Diskussion von Förderanträgen stand der Antrag des aka­de­mi­schen Reitclubs Halle. Diesem wur­de mit 17 Ja‑, zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen zuge­stimmt. Die geneh­mig­ten 2000 Euro sol­len für die Veranstaltung eines Turnierwochenendes genutzt wer­den. Ohne gro­ße Diskussion nahm der Stura auch den Antrag des Bündnispartners „Halle for Choice“ in Höhe von 800 Euro an. Dabei geht es um die Neuauflage eines Flyers, der die Bedeutung der Landtagswahl im September für das Recht auf Selbstbestimmung the­ma­ti­siert und sich grö­ße­rer Nachfrage erfreu­te. Zu guter Letzt beschloss der Stura ein­stim­mig die Finanzierung der Kritischen Einführungswochen (KEW) mit 5000 Euro. Die KEW fin­den jedes Wintersemester statt und die­nen der Vorstellung ver­schie­de­ner poli­ti­scher Initiativen und deren Angeboten, die im Uni-Alltag zu kurz kom­men. In der Vergangenheit gab es ein exter­nes Organisationsteam. Im letz­ten Jahr trat die­ses aller­dings nach Kontroversen um die Einladung von „Students for Palestine Halle“ (SfP Halle) zurück: Mehrere Gruppen kri­ti­sier­ten damals die Einladung und tra­ten teils aus den KEW aus. Auch der Stura distan­zier­te sich von den Kritischen Einführungswochen.  Am Ende einer Abstimmung der in den KEW ver­blei­ben­den Gruppen stand fest, dass SfP Halle – wie auch schon 2024 – von den Kritischen Einführungswochen aus­ge­schlos­sen war. Es folg­te der Rücktritt des Organisationsteams. Schließlich über­nahm der Stura als allei­ni­ger Förderer die Organisation der KEW 2025. Dieses Jahr soll das ähn­lich lau­fen: Der Studierendenrat wird die Schirmherrschaft über­neh­men, ein­zel­ne Positionen wer­den aber aus­ge­schrie­ben. Konzepte dafür sol­len noch im Detail aus­ge­ar­bei­tet und nach­ge­reicht werden.

Die Delegation für den frei­en Zusammenschluss von Student:innenschaften (fzs), einen deutsch­land­wei­ten Dachverband, wur­de mit fünf Mitgliedern besetzt. Auch fan­den sich vier Interessent:innen für die Delegation zur Studierendenräte-Konferenz Sachsen-Anhalt (SRK), wobei alle Studierendenvertretungen der Unis und Hochschulen des Bundeslandes zusam­men­kom­men. Der Referent für äuße­re Hochschulpolitik Lukas Pöhl merk­te mit Blick auf die Landtagswahlen an: „wer sich für die SRK mel­det, mel­det sich für den anti­fa­schis­ti­schen Kampf.“

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