Reaktion auf sexuelle Belästigung? Erstmals Sicherung des Hufeisensees

Kurzgesagt: Nein. Die Sicherung des Hufeisen­sees steht nicht in expli­zi­ter Verbindung mit den sich häu­fen­den Fällen sexu­el­ler Belästigung. Trotzdem kann es für ein grö­ße­res Sicherheitsgefühl sor­gen. Hier erfahrt ihr, wann und wo der See dem­nächst gesi­chert wird und wo wei­ter­hin Vorsicht gebo­ten ist.

Der Hufeisensee ist trotz feh­len­der offi­zi­el­ler Freigabe einer der belieb­tes­ten Badespots, beson­ders unter Studierenden. Plantschen im „Hufi“ kann man laut der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuz (DRK) und Angaben der Stadt Halle an den meis­ten Tagen trotz­dem beden­ken­los, nur eine Aufsicht durch Rettungsschwimmer:innen konn­te bis­her nicht gewähr­leis­tet wer­den. Seit Samstag, den 11. Juli 2026, wird der See nun das ers­te Mal in sei­ner Geschichte bewacht. Laut Wasserwacht sind die Kosten für die Badesaison 2026 kom­plett abge­deckt, sodass der Hauptstrand des Hufis am Wochenende von 10 bis 18 Uhr und „bei Bedarf“ gesi­chert wer­den kann. Möglich gemacht wur­de dies durch eine Fundraising-Aktion der DRK-Wasserwacht und Julius Neumann, dem der­zei­ti­gen SPD-Landtagskandidaten für den sich in Halle befin­den­den Wahlkreis 38.

Auch auf ein höhe­res Sicherheitsgefühl am Ufer hof­fen beson­ders die Besucherinnen des Badesees. Lokale Medien berich­ten seit Jahren immer wie­der von Vorfällen sexu­el­ler Belästigung und Übergriffe. Auch in die­sem Sommer gab es bereits meh­re­re Vorfälle, von denen min­des­tens ein Spanner-Vorfall zur Anzeige gebracht wur­de. Der Hufeisensee liegt abge­le­gen vom Trubel der Hallischen Innenstadt und bie­tet so sei­nen Besucher:innen nicht nur einen Ort zum Durchatmen, son­dern auch fast per­fek­te Bedingungen für Täter:innen.

Das heißt nicht, dass man den Hufeisensee kom­plett von der Badeliste strei­chen muss. Wer den Hufeisensee wei­ter­hin außer­halb der Dienstzeiten der Rettungsschwimmer:innen genie­ßen möch­te, kann dies wei­ter­hin tun. Es emp­fiehlt sich aber, ins­be­son­de­re als weib­lich gele­se­ne Person, den See nicht allei­ne zu besu­chen und beson­ders bei klei­ne­ren und spär­li­cher besuch­ten Badestellen, wie zum Beispiel auf der Halbinsel hin­ter der Golfanlage, sei­ne Umgebung im Auge zu behalten.

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