Sie zähÂlen Zugvögel, sie teiÂlen Mittagessen aus, sie schneiÂden Radiosendungen – Freiwilligendienstleistende widÂmen ein Jahr ihres Lebens dem gesellÂschaftÂliÂchen Engagement. Doch welÂche Anerkennung finÂdet das? Ein Kommentar.

in soziaÂlen Tageseinrichtungen wie Jugendclubs oder Demenzbetreuungen, …
Zuallererst will ich mich outen: Ich bin Fan. Jugendfreiwilligendienst ist meiÂner Ansicht nach der absoÂluÂte Shit! Die Idee, dass junÂge Menschen ein Jahr lang in soziaÂlen, ökoÂloÂgiÂschen oder kulÂtuÂrelÂlen Einrichtungen mitÂarÂbeiÂten und dabei die einen von den andeÂren lerÂnen und umgeÂkehrt – wie geil ist das bitÂte? Ich will auch behaupÂten, etwas Ahnung zu haben. Neben der Erfahrung eines eigeÂnen FSJs nach dem Abitur in Jugendclub, Bibliothek und Touristinformation meiÂnes Heimatortes begleiÂte ich, als Nebenjob zum Studium, nun im fünfÂten Jahr Freiwillige aus dem Thüringer Kultur- und Politikbereich auf ihren Bildungsseminaren. Dabei habe ich Einblicke in die Perspektiven von Trägern, Einsatzstellen und einer dreiÂstelÂliÂgen Zahl Freiwilliger bekomÂmen und das hat mich zu meiÂner Überzeugung gebracht: Ja, Jugendfreiwilligendienst ist der absoÂluÂte Shit!
Meinem Eindruck nach teiÂlen dieÂse Ansicht jedoch nicht vieÂle. Gesellschaftliche Debatten um das Thema sind belaÂden mit vieÂlen Widersprüchen und Ignoranz, bei denen vor allem eine Instanz immer wieÂder verÂliert: die Gesellschaft selbst.
Zahlen bitte!

2023 wurÂde eine Petition einÂgeÂreicht: Über 100 000 Unterschriften konnÂten gesamÂmelt werÂden, um gegen die für 2024 geplanÂten Bundeshaushaltskürzungen im Bereich der Freiwilligendienste zu proÂtesÂtieÂren. Es gelang tatÂsächÂlich, die Kürzungen von 78 Millionen Euro wurÂden ausÂgeÂsetzt. Doch der Erfolg währÂte nur kurz. Der Kabinettsentwurf für den Bundeshaushalt 2025, der im darÂaufÂfolÂgenÂden Juli vorÂgeÂlegt wurÂde, sah nun eine finanÂziÂelÂle Einsparung von etwa 40 Millionen Euro vor – das sind Kürzungen um 12 Prozent. Für die Freiwilligendienste stellt dies eine Zäsur dar. Die Bundesfinanzierung war in den Jahrzehnten zuvor recht staÂbil geweÂsen. Die Ampel-Koalition hat wegen ihrer Auflösung keiÂnen Bundeshaushalt für 2025 beschlosÂsen, das wird verÂmutÂlich erst durch die neu gewählÂte Regierung erfolÂgen. Wie es mit den Freiwilligendiensten finanÂziÂell weiÂterÂgeht, ist daher unklar.
Doch dieÂse Ungewissheit ist eine groÂße Belastung für die Träger und die Einsatzstellen, da im Winter die Bewerbungsphase und Planung für den nächsÂten Jahrgang auf Hochtouren lauÂfen. Dass ein Freiwilligenjahrgang von zwei Haushalten abhänÂgig ist – er starÂtet im September des einen und endet im August des nächsÂten Jahres – erschwert die Sache zusätzÂlich. Ohnehin: Wie so vieÂles in Deutschland ist auch die Finanzierung von Freiwilligendiensten ein bissÂchen unüberÂsichtÂlich. Etwas Geld kommt vom Bund, der Föderalismus glänzt in seiÂnen 16 Facetten, von manÂchen Bundesländern werÂden EU-Gelder angeÂzapft – es ist ein wahÂres Fest. Gleiches gilt auch bei rechtÂliÂchen Fragen wie etwa der Unterscheidung in Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Unterm Strich lässt sich sagen: Derzeit absolÂvieÂren jährÂlich etwa 55 000 Menschen einen Jugendfreiwilligendienst innerÂhalb Deutschlands oder im Ausland. Mit den angeÂdachÂten Kürzungen würÂde sich dieÂse Zahl spürÂbar verÂrinÂgern. So wichÂtig scheint der Jugendfreiwilligendienst ja nicht zu sein.
Auf der andeÂren Seite gibt es immer wieÂder Diskussionen über einen verÂpflichÂtenÂden Dienst für junÂge Menschen. Vor allem der Ukrainekrieg und die aufÂflamÂmenÂde Debatte um die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht spieÂlen dabei eine Rolle. CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz verÂkünÂdeÂte im Rahmen seiÂnes Wahlkampfes, er wolÂle als Regierungschef ein „verÂpflichÂtenÂdes Gesellschaftsjahr“ einÂfühÂren; dieÂses Mal für Männer und Frauen – der Mann ist schließÂlich Feminist! Im Rahmen desÂsen soll der Grundwehrdienst und alterÂnaÂtiv eine Art Zivildienst obliÂgaÂtoÂrisch werden.
Doch nicht nur in rechts-konÂserÂvaÂtiÂven Kreisen finÂdet die Idee der Verpflichtung Anklang. Der SPD-Fraktionsvize des Bundestages Dirk Wiese forÂderÂte im Sommer 2023 einen soziaÂlen Pflichtdienst für junÂge Menschen von minÂdesÂtens drei Monaten. Der Rheinischen Post sagÂte er dazu: „Wir brauÂchen wieÂder mehr Respekt im Umgang und ein stärÂkeÂres Miteinander im Land.“ Auch Aminata Touré (Die Grünen), Sozialministerin Schleswig-Holsteins, sprach sich 2024 für eine Pflicht aus, nachÂdem sie sich zwei Jahre zuvor noch dageÂgen posiÂtioÂniert hatte.
Wie stellen Sie sich das vor, Herr Merz?
Touré selbst meint, sie wisÂse, dass die Thematik polaÂriÂsieÂre, da eine Pflicht einen Eingriff in die indiÂviÂduÂelÂle Freiheit darÂstelÂle. Tatsächlich hanÂdelt es sich dabei um das zenÂtraÂle Argument bei Debatten gegen ein Pflichtjahr. Und ja, das ist grundÂsätzÂlich ein Gegenstand, den es zu disÂkuÂtieÂren gilt, stellt dabei aber auch nur die Spitze des Eisberges an Problemen dar, die sich rund um eine mögÂliÂche Verpflichtung auftun.

Während immer wieÂder darÂüber gereÂdet wird, welÂche Bereicherung Freiwillige für die Einsatzstellen darÂstelÂlen, wird allÂzu gern der damit einÂherÂgeÂhenÂde Aufwand verÂgesÂsen. Jedes Jahr müsÂsen Einrichtungen aufs Neue Menschen einÂarÂbeiÂten und betreuÂen, deren Tätigkeit nach dem Prinzip der Arbeitsmarktneutralität keiÂne bezahlÂte Arbeit ersetÂzen darf. Wie hoch dürfÂte dieÂser Aufwand nun sein, wenn da ein junÂger Mensch vor einem steht, der schlichtÂweg keiÂne Lust hat? Wie viel ist ein Sozialdienst wert, der nicht aus freiÂwilÂliÂgem Geben und Lernen, sonÂdern verÂdonÂnerÂtem Sich-mitÂschleiÂfen-Lassen besteht?
Andererseits würÂden zahlÂloÂse Dienstleistende in Einrichtungen lanÂden, die den Job des Mentorings nicht ordentÂlich ausÂfülÂlen (könÂnen). Wie gesagt, die Anleitung und Förderung durch die Einsatzstelle ist auch mit Arbeit verÂbunÂden. Das will gelernt sein und muss wieÂderÂum auch angeÂleiÂtet und konÂtrolÂliert werÂden. Die Mitarbeitenden von Freiwilligendienstträgern begleiÂten die Dienstleistenden unabÂhänÂgig ihrer Einsatzstellen und agieÂren oft als Mediator:innen bei ProÂblemen, die zwiÂschen Freiwilligen und Einrichtung aufÂtreÂten. Sie haben ein lieÂbeÂvolÂles Auge darÂauf, ob das Jahr ohne Ausbeutung, Druck oder sysÂteÂmaÂtiÂsche Langeweile verÂläuft. Diese Aufgabe ist äußerst wichÂtig und gleichÂzeiÂtig würÂde eine groÂße Zahl neuÂer Einsatzstellen besonÂders viel Aufmerksamkeit verlangen.
Doch auch da ist es mit dem fehÂlenÂden Personal nicht vorÂbei. Es fehlt an pasÂsenÂden Strukturen in der Bundeswehr und es braucht neue Musterungseinrichtungen und Ministeriumsstellen, in denen Verweigerungsschreiben geprüft werÂden. All dieÂse Strukturen wurÂden mit dem Aussetzen der Wehrpflicht abgeÂbaut und müssÂten jetzt im dopÂpelÂten Maße wieÂder neu errichÂtet werÂden, da nun auch Frauen verÂpflichÂtet werÂden solÂlen. Friedrich Merz sprach von 700 000 Menschen pro Jahrgang.
Das liebe Geld
Grundsätzlich würÂde ich an dieÂser Stelle einÂmal die Frage in den Raum werÂfen, wer das alles bezahÂlen soll. Wenn in einem Bundeshaushalt nicht einÂmal 40 Millionen Euro für den Erhalt bestehenÂder Konzepte aufÂgeÂtrieÂben werÂden könÂnen, wo soll das Geld für einen verÂpflichÂtenÂden Dienst herÂkomÂmen? Zudem muss eine potenÂtiÂelÂle Pflicht all zu gerÂne als tolÂle Lösung für den krasÂsen Personalmangel im soziaÂlen Sektor herÂhalÂten. Da werÂden schöÂne Bilder gemalt von einer Oma im Pflegeheim, die endÂlich jemanÂden hat, mit dem sie Halma spieÂlen kann. Doch wieÂso nicht direkt das Geld in deutÂlich besÂseÂre Arbeitsbedingungen invesÂtieÂren, sodass endÂlich wieÂder mehr Menschen im soziaÂlen Sektor arbeiÂten könÂnen und wolÂlen? Oft wird dann auf die Tatsache verÂwieÂsen, dass 70 Prozent aller Freiwilligen, die einen soziaÂlen Jugenddienst ableisÂten, auch späÂter in der Branche arbeiÂten. Aber durch eine Pflicht werÂden doch nicht autoÂmaÂtisch mehr Menschen überÂzeugt. Und an den mieÂsen Arbeitsbedingungen ändert das auch nichts.
Tatsächlich ist es einÂfach so: Dienstleistende sind bilÂlig. Der Höchstbetrag für das Taschengeld im FSJ und BFD liegt 2025 bei 644 Euro für eine Vollzeitstelle. So viel Geld bekomÂmen die Wenigsten. In Thüringen, wo ich arbeiÂte, sind es im Kulturbereich momenÂtan 350 Euro monatÂlich; hier in Sachsen-Anhalt ganÂze 7,50 Euro mehr. Es ist einÂfaÂcher, jeden Jahrgang für zwölf Monate und kaum Geld in soziaÂle Einrichtungen zu steÂcken, statt Mittel in die Hand zu nehÂmen und langÂfrisÂtiÂge Lösungen zu schafÂfen. Nachhaltigkeit ist halt wirkÂlich keiÂne Stärke der Boomer:innen …

Das Taschengeld in dieÂser Form ist auch an sich ein Argument gegen eine Verpflichtung. Für ein Jahr mit so wenig Geld zu leben muss man sich leisÂten könÂnen. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres besteht zwar Anspruch auf Kindergeld und auch Wohngeld kann beanÂtragt werÂden, aber die Lebenserhaltungskosten deckt das kaum. Ohne finanÂziÂelÂle Unterstützung durch die Eltern ist ein Jugendfreiwilligendienst kaum stemmbar.
Nun Menschen jeder ökoÂnoÂmiÂschen Schicht in ein solÂches Lebensverhältnis zu zwinÂgen, wäre nichts weiÂter als klasÂsisÂtiÂscher Dreck – anders kann und will ich es gar nicht bezeichÂnen. Natürlich könnÂte man desÂhalb das Taschengeld erhöÂhen; was wieÂderÂum eine deutÂliÂche Mehrausgabe für einen Staat wäre, der ja jetzt schon kaum bereit ist, die bestehenÂde Taschengelder an die aktuÂelÂlen Lebenserhaltungskosten anzuÂpasÂsen. Aber klar: Wollen junÂge Menschen sich freiÂwilÂlig engaÂgieÂren, ist das nicht wichÂtig genug, um es ausÂreiÂchend zu finanÂzieÂren – doch eine Verpflichtung wäre so toll, dass man bereit wäre, dafür sehr groÂße Summen in die Hand zu nehmen.
Ausbaufähig
Wer möchÂte, dass sich mehr junÂge Leute gezielt ein Jahr lang gemeinÂnütÂzig engaÂgieÂren, sollÂte sie nicht zwinÂgen, sonÂdern das Engagement attrakÂtiÂver gestalÂten. Wenn ich sage, ich bin Fan vom Jugendfreiwilligendienst, dann heißt das nicht, dass ich komÂplett zufrieÂden mit desÂsen gesellÂschaftÂliÂcher Konzeption bin; im Gegenteil.

Oft wird Freiwilligendienst als eine Art Umweg im Lebenslauf angeÂseÂhen, ein „Ich wussÂte halt nicht, was ich nach dem Abi machen sollÂte“ – meiÂnes Erachtens nach eine vollÂkomÂmen legiÂtiÂme Situation –, das kaum Mehrwert für den weiÂteÂren Lebensweg besitzt. Erworbene Kompetenzen und inneÂres Wachstum werÂden späÂter kaum geseÂhen oder erfragt.
Des Weiteren sei auf die Frage hinÂgeÂwieÂsen, wer überÂhaupt Zugang zu einem Freiwilligendienst hat. Im Kulturbereich mit seiÂnen Einsatzstellen in Theatern und Museen fällt es besonÂders ins Auge: Hier sind kaum Freiwillige aus ärmeÂren Schichten verÂtreÂten. Das ergibt sich schlicht aus der klasÂsisÂtiÂschen Grundstruktur der deutÂschen Gesellschaft. Doch ebenÂfalls zu Einsatzstellen wie Sportvereinen oder Naturschutzgebieten haben armutsÂbeÂtrofÂfeÂne Kinder und Jugendliche zuvor oft keiÂne direkÂte Verbindung. Es ist nicht nur das gerinÂge Taschengeld, das ihnen dieÂse Form der Teilhabe verwehrt.
Die Freiheit der Träger kann ebenÂso proÂblematisch sein. Wie erwähnt ist ihr Job die Begleitung der Freiwilligen durch ihr Jahr. Dazu kommt die Gestaltung von sogeÂnannÂten Bildungstagen. Gesetzlich sind im zwölfÂmoÂnaÂtiÂgen Freiwilligendienst minÂdesÂtens 25 Bildungstage vorÂgeÂschrieÂben. Ein Großteil davon wird in Form von Seminarfahrten absolÂviert, wo Freiwilligendienstleistende in Gruppen gemeinÂsam mit Mitarbeitenden ihres Trägers für eine knapÂpe Woche gemeinÂsam verreisen.
Neben dem Austausch mit Mitfreiwilligen nehÂmen sie hier an Bildungsangeboten teil, die frei vom Träger gestalÂtet werÂden und deren Schwerpunkte sich an der Ausrichtung des Dienstes oriÂenÂtieÂren. Das schafft mehr Flexibilität in Struktur und Inhalt, als es das aktuÂelÂle Konzept staatÂliÂcher Schulen je könnÂte. Aber das wird nicht nenÂnensÂwert geprüft. Gleiches gilt für die Begleitung der Freiwilligen in ihrem Arbeitsalltag. Der Träger spielt eine wichÂtiÂge Rolle bei der Qualität des Freiwilligendienstes, seiÂne Mitarbeitenden solÂlen die Ansprechpersonen sein bei Problemen, die im Laufe des Jahres aufÂtreÂten – aber was tun, wenn tatÂsächÂlich der Träger das Problem ist? Diese Erfahrung müsÂsen Freiwillige jedes Jahr aufs Neue machen. Nicht alle fühÂlen sich bei ihrem Träger und mit desÂsen Arbeit wohl. Also, welÂche Möglichkeiten hat der:die Freiwilligendienstleistende bei starÂker Unzufriedenheit? Er:sie kann sich an offiÂziÂelÂle Vertreter:innen aus der Sozialpolitik wenÂden! Ich sage es mal so: Da ist noch viel Potenzial, das Ganze etwas niedÂrigÂschwelÂliÂger zu gestalÂten für die junÂgen Leute. Böse Zungen würÂden behaupÂten, eine so groÂße Hürde sei nur ein weiÂteÂrer Ausdruck poliÂtiÂscher Ignoranz.
Hallo? Hört uns jemand?
Überhaupt ist das mit der Interessenvertretung von Freiwilligendienstleistenden so eine Sache. Kinder und junÂge Menschen haben eh kaum poliÂtiÂsches und gesellÂschaftÂliÂches Mitsprache- und Gestaltungsrecht. Der Freiwilligendienst selbst fällt bei verÂantÂwortÂliÂchen Politiker:innen im Sozialbereich neben all den „gröÂßeÂren“ Themen wie Schule oft hinÂter die Bank.
Einige Träger wie etwa der Dachverband Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. und seiÂne Ableger in den einÂzelÂnen Bundesländern haben sich selbst zur Einrichtung einer Freiwilligenvertretung verÂpflichÂtet. Es ist ein Ehrenamt, das Freiwillige zusätzÂlich zu ihrer Arbeit in der Einsatzstelle annehÂmen könÂnen, um sich für die Belange von Jugendfreiwilligendienstleistenden einÂzuÂsetÂzen. Ein Beispiel dafür ist die Aktion #freiÂeÂfahrtÂfuÂerÂfreiÂwilÂliÂge, mit der eine kosÂtenÂloÂse Nutzung des ÖPNVs für Freiwillige geforÂdert wird. Die 58 Euro für das Deutschlandticket sind schlicht ein zu hoher Kostenpunkt im gerinÂgen Taschengeld, zumal vieÂle Freiwillige auf die Öffis angeÂwieÂsen sind, um zu ihrer Arbeit zu gelanÂgen. Die Freiwilligenvertretung ist der Versuch nachÂhalÂtiÂger Lobbyarbeit, die auch immer mal Früchte trägt, aber wie gesagt: Gehört wird die Gruppe der Freiwilligen selÂten und die zusätzÂliÂche Arbeit mit der Begleitung einer Freiwilligenvertretung machen sich auch nicht alle Träger.

Die immaÂnenÂte Fluktuation des Freiwilligendienstes ist auch ein Hindernis für ein konÂtiÂnuÂierÂliÂches Wirken auf die Politik. Wenn in jedem Jahr neue Menschen komÂmen – für die auch noch der Einstieg in den Freiwilligendienst und die neue Lebensphase mitÂunÂter recht stresÂsig und forÂdernd ist –, wird eine konÂstanÂte Arbeit zur nachÂhalÂtiÂgen Verbesserung deutÂlich erschwert. Träger engaÂgieÂren sich ebenÂfalls dahinÂgeÂhend, aber dies reicht nicht aus. Die Stimmen von „Betroffenen“, also von Freiwilligen, sind ein unabÂdingÂbaÂrer Aspekt der Arbeit.
Und: „Es ist nur für ein Jahr.“ – Ich verÂmuÂte, dass das auch vieÂle von einem stärÂkeÂren Engagement abhält. Wer sich wähÂrend seines:ihres Freiwilligendienstes für Veränderungen stark macht, arbeiÂtet dabei in ersÂter Linie für komÂmenÂde Jahrgänge, nicht für sich selbst.
Also alles recht hoffÂnungsÂlos? Nicht ganz! Im April 2023 rieÂfen Sprecher:innen verÂschieÂdeÂner Freiwilligenvertretungen die Kampagne „Freiwilligendienste stärÂken“ ins Leben. Mithilfe einer Petition wollÂten sie für Verbesserungen werÂben; genau im Petitionszeitraum wurÂde jener Bundeshaushaltsentwurf vorÂgeÂlegt, der für 2024 die Kürzungen in Höhe von 78 Millionen Euro vorÂsah. Ad hoc verÂlegÂten die Aktivist:innen den Schwerpunkt der Petition auf die finanÂziÂelÂle Sicherung des Freiwilligendienstes. Das Quorum lag bei 50 000 Unterschriften, am Ende konnÂten sie über 100 000 samÂmeln. Es war jene Petition, die die Kürzungen im Bundeshaushalt zunächst verhinderte.
Eine kurze Zeichenstunde
Veränderungen durch Engagement sind spürÂbar – und nichts zeigt das so schön wie der Jugendfreiwilligendienst. Ich habe am Anfang geschrieÂben, ich sei Fan, aber ich habe noch gar nicht erklärt, warÂum. Es liegt vor allem an dem inneÂren Wachstum, das in dieÂsem Jahr pasÂsiert; und das ist gewaltig.
Da sind erst einÂmal junÂge Leute, die bisÂher einen Großteil ihres Lebens in der Schule verÂbracht haben. Das Ziel dort: den Menschen, der vor der Klasse steht, zufrieÂdenÂstelÂlen. Du gibst wieÂder, was dieÂser Mensch hören will, und bekommst dafür eine Bewertung deiÂner Leistung. Was du erarÂbeiÂtest, wird dir vorÂgeÂgeÂben: die Form, der Inhalt, das Tempo, alles bestimmt durch ein Bildungsministerium, repräÂsenÂtiert durch die Lehrkraft. Am Ende bekommst du ein Blatt Papier, wo in Form von ein paar Ziffern zu lesen ist, wie gut du dieÂse Vorgaben in den letzÂten Monaten und Jahren erfülÂlen konnÂtest. Dabei hast du nur für dich selbst gearÂbeiÂtet, für dieÂses Blatt Papier. Es ist ein unperÂsönÂliÂches System, das allen gleiÂche Ergebnisse abverÂlangt, und parÂalÂlel dazu egoÂisÂtisch, weil es den Fokus allein auf die eigeÂnen Leistungen lenkt.
Dann sitÂzen dieÂse junÂgen Menschen plötzÂlich in ein Team. Hier hat jeder Mensch andeÂre Aufgaben, alle arbeiÂten speÂziaÂliÂsiert nach Fähigkeiten, aber auf ein gemeinÂsaÂmes Ziel hin. Für Freiwillige ist es eine Zeit, in der sie länÂgerÂfrisÂtig ihre Talente und Interessen erkunÂden, schuÂlen und ausÂleÂben könÂnen. Sie überÂnehÂmen Verantwortung – und zwar nicht für ihr Blatt Papier am Ende der Schullaufbahn, sonÂdern eben für Patient:innen oder die Theatervorführung. Viele machen hier die Erfahrung, wie es ist, an einem wirkÂlich fassÂbaÂren Ziel zu arbeiÂten. Sie werÂden Teamplayer:innen. Sie lerÂnen, wie die Branche funkÂtioÂniert, in der sie sich beweÂgen, und was Arbeit bedeuÂtet. Sie trefÂfen neue Menschen, vor allem auch einÂmal außerÂhalb ihrer Altersgruppe. Sie geben Input. Ihre Ideen und Fähigkeiten bewirÂken Veränderungen in der Einrichtung. Sie erleÂben das Gefühl von Selbstwirksamkeit – ich kann nicht genug betoÂnen, wie wichÂtig das für eine demoÂkraÂtiÂsche Gesellschaft ist.
Natürlich zeichÂne ich damit ein Idealbild. Nicht jede Einsatzstelle ist gleich, nicht jede:r Freiwillige macht dieÂse Erfahrungen. Aber ein Jugendfreiwilligendienst ist in seiÂner Struktur so anders als alles, was die meisÂten junÂgen Menschen kenÂnen, dass es naheÂzu unmögÂlich ist, dort keiÂne neuÂen Erfahrungswerte zu samÂmeln. Das sind Dinge, die ich an mir beobÂachÂten konnÂte und vor allem jetzt immer wieÂder an den Freiwilligen sehe, die ich begleiÂten darf.
Auf Augenhöhe
Sie komÂmen aus einer bewegÂten Phase in ihrem Leben. In der Pubertät pasÂsiert so vieÂles, das den Charakter eines Individuums prägt und formt. Der Freiwilligendienst ist eine Möglichkeit, als nun „halbÂwegs ferÂtiÂger“ und erwachÂseÂner Mensch in die Welt hinÂausÂzuÂtreÂten und zu schauÂen, wie dieÂse reagiert. Mehr als einÂmal schilÂderÂten mir Leute am Ende eines Jahrgangs, wie sehr sie in den letzÂten Monaten aufÂgeÂblüht seiÂen, nachÂdem sie in der Schule immer die schüchÂterÂne Maus waren. Selbst wenn sie schon in der Oberstufe das Gefühl hatÂten, dass dieÂse Rolle längst nicht mehr zu ihnen passÂte, wurÂden sie nach Jahren in den immer gleiÂchen Sozialstrukturen weiÂterÂhin entÂspreÂchend behandelt.

Der Freiwilligendienst ist eine tolÂle Chance, aus alten Mustern ausÂzuÂbreÂchen; nicht nur auf Arbeit, sonÂdern auch auf Seminaren. Das dorÂtiÂge Vernetzen mit Gleichaltrigen, die geraÂde ähnÂliÂche Erfahrungen machen, kann sehr nachÂhalÂtig sein. Neben Kooperationen zwiÂschen verÂschieÂdeÂnen Freiwilligen und ihren Einsatzstellen ergeÂben sich da nicht selÂten langÂjähÂriÂge Freundschaften oder Liebesbeziehungen.
Viele prägt auch die Erfahrung einer grundÂsätzÂlich andeÂren Pädagogik als die, die sie aus der Schule kenÂnen. Ich will hier nicht die Arbeit aller Lehrkräfte durch den Schmutz zieÂhen – im Gegenteil, ich zieÂhe meiÂnen Hut vor jedem Menschen, der sich in dieÂsem Bildungssystem vor eine Klasse stellt und den zerÂmürÂbenÂden Strukturen zum Trotz verÂsucht, empaÂthisch und pädÂagoÂgisch zu wirÂken. Doch eines der häuÂfigsÂten Feedbacks, das wir als Teamer:innen auf den Seminaren bekomÂmen, ist die Überraschung und Dankbarkeit ob der Tatsache, dass wir den Freiwilligen auf Augenhöhe begegÂnen. Meine beweÂgendsÂten Momente auf Arbeit waren alle in irgendÂeiÂner Weise darÂan geknüpft. Da sitzt eine 18-Jährige abends mit dir zusamÂmen und lässt quaÂsi am Rande falÂlen, dass deiÂne Kollegin heuÂte die ersÂte pädÂagoÂgiÂsche Instanz war, die sie je gefragt hatÂte, was sie eigentÂlich brauÂche. Alle vorÂher hatÂten sie schlicht als Störenfried abgeÂtan, der entÂweÂder die Klappe zu halÂten habe oder den Raum verÂlasÂsen solle.
Es macht etwas mit dieÂsen junÂgen Menschen, wenn man auf sie einÂgeht. Wenn man ihnen erklärt, warÂum man bestimmÂte Regeln aufÂstellt und welÂche Dinge man von ihnen einÂforÂdert, damit die gemeinÂsaÂme Zeit auch gut wird. Gerade was dieÂsen Aspekt angeht, kann ich in ersÂter Linie nur für den Träger spreÂchen, bei dem ich arbeiÂte und auch mein eigeÂnes FSJ gemacht habe, aber ich merÂke: Wir haben da eine Wirkung. Eine sehr posiÂtiÂve. Wie mein Kollege Norman es ausÂdrückÂte: „Das hören wir ja öfter: ‚Ihr begegÂnet uns hier auf Augenhöhe, das ist neu für uns und das finÂden wir gut.‘ Das sind dieÂse Kleinigkeiten, dieÂse gesellÂschaftÂliÂchen Stellschrauben, durch die man junÂgen Menschen begegÂnen kann und was sie stärÂker und selbstÂbeÂwussÂter macht.“
Ein bescheidener Vorschlag
„Also vielÂleicht doch eine Pflicht? Du sagst doch selbst, was für eine Bereicherung das Jahr für die junÂgen Menschen sei!“ Ja, aber ich will noch einÂmal betoÂnen: Der Wert des Ganzen liegt in der Freiwilligkeit.
Überhaupt, warÂum wird immer nur darÂüber gereÂdet, was für ein Erfahrungsgewinn es für die Dienstleistenden ist? Was ist mit den Kolleg:innen in den Einrichtungen? Was mit den Menschen, die von der Arbeit der Einsatzstellen proÂfiÂtieÂren wie Gedenkstättenbesucher:innen oder Kindergartenkinder? Der Diskussion um dieÂse Form des soziaÂlen Engagements – sei es nun freiÂwilÂlig oder verÂpflichÂtend – wohnt stets ein starÂker Adultismus inne. Ganz so, als hätÂten junÂge Menschen nichts zu geben außer ihrer Zeit. Da fehlt jede Wertschätzung für die Energie und Ideen, mit denen junÂge Leute dieÂse Gesellschaft posiÂtiv präÂgen könÂnen und wie es ja auch immer wieÂder geschieht. Zumal vieÂle Einsatzstellen, auch wenn das nicht so sein sollÂte, längst auf die Dienstleistenden angeÂwieÂsen sind, um über die Runden zu komÂmen. Die soziaÂle, kulÂtuÂrelÂle und auch ökoÂloÂgiÂsche Branche sind chroÂnisch unterÂfiÂnanÂziert. Machen wir uns nichts vor: Ohne das Engagement dieÂser junÂgen Leute würÂde da vieÂles zusammenbrechen.
Aber nein, die arbeitsÂfauÂle Gen Z kennt ja nur Smartphone und TikTok! Also ersÂtens ist Medienkompetenz eine äußerst wichÂtiÂge Fähigkeit in der heuÂtiÂgen Zeit, bezügÂlich derer sehr vieÂle Einrichtungen von ihren Freiwilligen lerÂnen könÂnen, und zweiÂtens ist das ein schlicht blödÂsinÂniÂges Klischee! Jungen Menschen wird nur viel zu wenig verÂtraut. Gerade eine Umgebung wie eine selbstÂgeÂwählÂte Einsatzstelle kann da großÂarÂtiÂge Dinge herÂausÂkitÂzeln. Ein soziaÂler Dienst ist keiÂne Einbahnstraße, die verÂschieÂdeÂnen Parteien befruchÂten sich hier gegenseitig.
Doch schwingt der Adultismus weiÂter mit in der Forderung, junÂge Leute sollÂten prinÂziÂpiÂell eine bestimmÂte Zeitspanne ihres Lebens „zum Dienste an der Gesellschaft“ herÂgeÂben. Es sind stets die Jungen, von denen so etwas verÂlangt wird; auch weil es die Leute, die es forÂdern, nicht mehr betrifft.

Gegenvorschlag: Soziales Übergangsjahr zwiÂschen Beruf und Rente! Wenn ihr glaubt, junÂge, unerÂfahÂreÂne Menschen seiÂen eine Hilfe, was meint ihr, wie großÂarÂtig es erst wird, wenn dieÂse Aufgabe Ältere mit Erfahrung überÂnehÂmen. Zumal es viel mehr von ihnen gibt! Die Boomer:innen-Generation hat die geburÂtenÂstärksÂten Jahrgänge und sie sind geraÂde auf dem Weg zum Renteneintritt. Da hat die Oma im Altersheim gleich zwei Halma-Partner:innen! Wäre das außerÂdem nicht ein guter Ansatz, um Einsamkeit im Alter entÂgeÂgenÂzuÂwirÂken? Ein groÂßes Problem, wie wir wisÂsen. Wir binÂden sysÂteÂmaÂtisch älteÂre Menschen noch einÂmal aktiv in die Gesellschaft ein und wer weiß – vielÂleicht gefällt es ja dem eheÂmaÂliÂgen Bauleiter Jürgen in der Stadtbibliothek so sehr, dass er auch als Rentner weiÂterÂhin mittÂwochs die KinderleseÂrunde anbietet.
Warte – nicht so cool? Beträfe dann ja plötzÂlich viel mehr Leute, dieÂses „geklauÂte Jahr“; auch die Entscheidungsträger:innen dieÂses Landes. Zugleich lässt es sich nicht so hübsch mit unseÂrem Militarismus verÂeinÂbaÂren. Mit 67 dauÂert es ziemÂlich lanÂge, ehe man die Tarnfarbe aus allen Falten geschrubbt hat.
Eine Frage der Schuld(en)
Außerdem könnÂte man sich dann nicht mehr auf mein Lieblingsargument für einen Pflichtdienst stütÂzen: Die junÂgen Leute solÂlen der Gesellschaft etwas zurückÂgeÂben! Im Wesentlichen heißt das: Alle Menschen sind nach Schulaustritt erst einÂmal Schuldner und haben jetzt dieÂse Schuld ihrem Gläubiger gegenÂüber – der Gesellschaft – abzuÂtraÂgen. Ich perÂsönÂlich kann mich nicht erinÂnern, einen solÂchen Vertrag unterÂschrieÂben zu haben. Auch ist das der gleiÂche Vater des Gedankens, aus dem herÂaus Verachtung für Gruppen wie etwa Erwerbslose, Schwerbehinderte oder Asylbewerber:innen ohne Arbeitserlaubnis gedeiht. Die leben „auf Kosten andeÂrer“ und „traÂgen selbst nichts bei“. Sie gelÂten als Belastung. Solche Denk- und Handlungsstrukturen sind sehr weit weg von der Solidargemeinschaft, die ich mir wünsche.
Zudem fraÂge ich mich, welÂche Schulden wir Jungen denn nun genau bei den Älteren haben solÂlen. Ihr zwingt uns durch ein Schulsystem, von dem Expert:innen verÂschieÂdensÂter Fachrichtungen seit Jahrzehnten forÂdern, es von Grund auf zu reforÂmieÂren, weil es junÂge Menschen mehr kaputtÂmacht als beflüÂgelt. Dafür sitÂzen wir in viel zu groÂßen Klassen in renoÂvieÂrungsÂbeÂdürfÂtiÂgen Gebäuden vor einer Lehrkraft, die völÂlig ausÂgeÂbrannt ist, weil sie alle Physikstunden einer gesamÂten Schule abdeÂcken muss. Es fehlt an Kolleg:innen. An Schulsozialarbeiter:innen und ‑psycholog:innen sowieÂso. Nebenbei wächst jede:r Fünfte von uns armutsÂgeÂfährÂdet auf. Die werÂden dann in der Regel nach der vierÂten Klasse schön segreÂgiert, damit sie ja keiÂne Aufstiegschancen bekomÂmen. Ohne Abi wird man ja nichts. Wer von uns Abi machen darf, weiß aber jetzt schon, dass es immer weniÂger Unistädte gibt, wo er:sie sich überÂhaupt ein WG-Zimmer leisÂten könnÂte. Unsere Generation ist so queer und migranÂtisch geprägt wie keiÂne zuvor und wir müsÂsen uns anhöÂren, wie angebÂliÂche Mitte-Politiker:innen – und mit ihnen eine ganÂze Gesellschaft – immer aggresÂsiÂver und empaÂthieÂbeÂfreiÂter darÂüber disÂkuÂtieÂren, welÂche Existenzberechtigung wir überÂhaupt noch haben. Quasi nebenÂher zerÂleÂgen sie dabei konÂtiÂnuÂierÂlich und effekÂtiv unseÂre Demokratie, von der sie selbst so lanÂge proÂfiÂtieÂren durfÂten. Was in Anbetracht der herÂanÂraÂsenÂden Klimakatastrophe inzwiÂschen ein fast zu verÂnachÂläsÂsiÂgenÂdes Problem ist. Alt werÂden wir eh nicht. Und um nichts davon haben wir gebeten.
Es sind die Älteren, die uns etwas schulÂden – nämÂlich uns ernst zu nehÂmen. Wir sind nicht euer Wundermittel, um verÂzweiÂfelt die rieÂsiÂgen Lücken zu stopÂfen, die eine jahrÂzehnÂteÂlanÂge Vernachlässigung der Sozialpolitik hinÂterÂlasÂsen hat. Wir sind nicht euer Sündenbock, um die Schuld an fehÂlenÂdem soziaÂlen Zusammenhalt zu buckeln. Ihr weiÂgert euch, Geld in die Hand zu nehÂmen, um Kultur, Nachhaltigkeit und soziaÂle Netze – die wichÂtigsÂten Grundpfeiler für eine gesunÂde Demokratie und Gemeinschaft – zu förÂdern und zu schütÂzen. Ihr wollt die FSJ-Stelle in dem kleiÂnen Kunstverein auf dem Dorf nicht weiÂter finanÂzieÂren, aber ihr wollt auch, dass … ihr jemanÂden von uns zwinÂgen könnt, dort zu arbeiten?
Wie viel Wert hat gesellÂschaftÂliÂches Engagement noch mal genau?
Text und Illustrationen: Ronja Hähnlein
