Am dieswöchigen Dienstagabend haben die Bühnen Halle ihr Programm für die neue Spielzeit 2026/27 vorgestellt. Die kommende Saison ist geprägt von Neuerungen, regionalen Bezügen und dem Jubiläum der Staatskapelle.
Unter dem Motto „Worauf stehst du?” setzt das Schauspiel in der kommenden Spielzeit einen Schwerpunkt auf weibliche Perspektiven. Gezeigt wird unter anderem „Hedda Gabler”, ein Schauspiel des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen, das den großen Themen Freiheit und Selbstbehauptung nachgeht. Inszeniert wird das Stück von Mille Maria Dalsgaard. In „Vergiss dein nicht! Erinnern ist Heimat: Kapitel III” rücken eine Schauspielerin des nt-Ensembles und Bürger:innen der Stadt Halle Großmütter sowie die Macht des Erinnerns in das Bühnenlicht. Entwickelt wird das Stück unter der Leitung von Katrin Maiwald. Regional bleibt es auch beim Stück „Erdfall” von Dirk Laucke, das einen Umweltschaden in Teutschenthal auf die Bühne holt. Regie führt Naemi Friedmann.
Die Staatskapelle feiert ihr 20-jähriges Bestehen und hält für den runden Geburtstag einige Veranstaltungen bereit. Neben einer Ausstellung sind auch Pop-Up-Konzerte im Stadtgebiet geplant. In Kooperation mit der Abteilung Musikwissenschaft der MLU konnten Studierende im vergangenen Wintersemester eigene Konzertformate entwickeln. Das Gewinnerkonzept „Aurora Borealis” wird im Oktober im Volkspark gespielt. In Kooperation mit Musikland Sachsen-Anhalt soll im Mai 2027 der Fokus auf die musikalische Gegenwart Sachsen-Anhalts gelegt werden. Als krönender Abschluss der Spielzeit ist im Juli 2027 ein eigenes Festival in Querfurt geplant.
Das Puppentheater widmet sich ganz dem Motto „Dran glauben”. Passend dazu spielt das Ensemble ab Oktober 2026 „Der Namen der Rose“ unter der Regie von Christoph Werner. Ab September erschließt sich das Puppentheater auch ein neues Publikum. Mit „Nashorn und Giraffe — eine Liebeskomödie” wird es ein Stück für Kinder ab fünf Jahren geben. Bisher richten sich die Vorstellungen des Puppentheaters primär an Erwachsene und Heranwachsende. Regie führt hier Ralf Meyer.
Wer keinen Platz im Puppentheater gefunden hat, kann sich stattdessen vom Ballett verzaubern lassen. Neben dem neuen Stück des Ballettintendanten Michal Sedláček namens „Infinity”, zeigt das Opernhaus auch „Upside Down” von Václav Kuneš. Die Musik stammt von DJ Exhausted Modern. Für die Produktion “Im weißen Rössel” stehen Ballett und Oper dann auch gemeinsam auf der Bühne. Der kleine Einblick in das Stück während des Spielzeitausblicks fand im anwesenden Publikum so viel Resonanz, dass Gesang von Parkett und Rang erklang.
