Hackerangriff: 51 000 Datensätze gestohlen

Unbefugte haben Zugriff auf rund 51 000 Studienbewerbungen für das Sommersemester 2026 und das Wintersemester 26/27 erlangt. Davon geht die Martin-Luther-Universität mit Stand 13.00 Uhr am Freitag, den 16. Oktober 2026 aus.

In der Datenbank waren die fol­gen­den Informationen gespei­chert: Bewerbernummer, Name, Adresse, Telefonnummer, E‑Mail-Adresse, Geschlecht, Geburtsdatum und ‑ort, Zulassungsstatus, Studiengang und ange­streb­ter Abschluss, Fachsemester, Bewerbungssemester (Sommer/Winter), Verfahrensschritt, Quote. Hinzu kom­men Dokumente, die von den Studienbewerbern hoch­ge­la­den wurden.

Nach eige­nen Angaben hat die Universität bereits am Mittwoch, den 14. Oktober einen Krisenstab gebil­det und infor­miert die Betroffenen lau­fend. Zudem habe sie die zustän­di­gen Behörden in Kenntnis gesetzt und Strafanzeige erstat­tet. Auf ihrer Website stellt sie unter https://www.uni-halle.de/datenschutzvorfall/ aktu­el­le Informationen bereit. Am Freitag gegen 16.30 Uhr erreich­te eine Rundmail die Studierenden der Universität. Zeitgleich erhiel­ten Betroffene die E‑Mail auch auf ihre im Bewerbungsprozess ange­ge­be­ne Mailadresse. Ein mut­maß­lich betrof­fe­ner Redakteur der has­tu­zeit wur­de zuvor nicht geson­dert benachrichtigt.

Erst am Freitagvormittag mel­de­te das IT-Servicezentrum der Uni, dass poten­zi­ell kom­pro­mit­tier­te Datenbankserver „mit sofor­ti­ger Wirkung“ abge­schal­tet wür­den. Zu die­sen Umständen konn­te die Pressestelle der Universität auf Anfrage kei­ne wei­te­ren Angaben machen. Auf der ein­ge­rich­te­ten Informationsseite gab sie an, dass die „Untersuchungen zum genau­en Umfang des Vorfalls“ noch andauerten.

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