Mai 2010 hastuUNI 0

Die Hochschulgruppen

Über unterschiedliche hochschulpolitische Gruppierungen mit zum Teil doch sehr ähnlichen Wahlprogrammen

Wie Du bei den Kandidatenvorstellungen sehen kannst, gibt es an unserer Universität einige Hochschulgruppen, deren Mitglieder sich in Form einer Liste zur Wahl haben aufstellen lassen. Jede Gruppierung verfolgt dabei gesonderte Interessen, setzt sich für verschiedene studentische Belange ein. Hier findest Du Informationen und weiterführende Links zu allen Hochschulgruppen an der MLU.

Grüne Hochschulgruppe (GHG)

Wie man auf der Website der GHG lesen kann, steht die Hochschulgruppe der Partei BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN nahe, agiert aber nach eigenen Angaben unabhängig von der Partei. Sie treten für das „verantwortungsvolle und selbstständige Handeln von Individuen und eine offene, tolerante, plurale, nachhaltige und solidarische Gesellschaft ein». Ihre wichtigsten Ziele sind:

  • die Schaffung von Zugangsgerechtigkeit (Ablehnung von Studiengebühren, Plädoyer für Studienfinanzierung auf Basis einer elternunabhängigen Unterhaltsfinanzierung, Garantie von Masterplätzen für jeden Bachelorabsolventen)
  • die Integration ausländischer Studierender und Wissenschaftler (durch stärkere Einbindung des Landesstudienkollegs)
  • die Entwicklung eines Bewusstseins für Nachhaltigkeit und Umweltschutz an der Universität (durch Einsatz umweltfreundlicher Verbrauchsmaterialien, Reduzierung des Verbrauchs von Strom und Heizenergie, Angebot von ökologisch angebauten, fair-trade-Lebensmitteln in den Mensen)
  • die Sicherstellung der Lehrqualität (Überdenken der Finanzierungsmodelle, Bachelor-Master-Verteilung und einstiger Bildungsideale)
  • die Schaffung von Hochschuldemokratie (Teilnahme an der studentischen Interessenvertretung, Schaffung von Hochschulgremien, die zu gleichen Teilen durch die Statusgruppen Studenten, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professoren und sonstige Mitarbeiter besetzt sind)
  • die Begleitung von Hochschulabsolventen auf ihren Karrierewegen (Entlohnung von Praktika, Verbesserung der Einstiegschancen für Berufsanfänger)

Weitere Einzelheiten zu den Forderungen und Zielen im Rahmen der Hochschulwahlen 2010 sind unter dem Menüpunkt „Positionen» auf der Website der GHG zu finden. Auf der Liste der GHG treten zur Wahl an:

  • für den Senat: Florian Aurich, Jan Peters, Joachim Langner, John Dauert, Judith Sonnenberg, Katharina Braune, Nomayy Oweidi, Paula Schiefer, Sebastian Lüdecke, Umair Bin Anwaar
  • für den Studierendenrat: Benjamin Greiner, Florian Aurich, Jan Peters, Joachim Langner, Judith Sonnenberg, Lisa Maiwald, Paula Schiefer, Sebastian Lüdecke
  • für die Fakultätsräte:  Joachim Langner, John Dauert, Paula Schiefer
  • für die Fachschaftsräte: John Dauert, Sebastian Lüdecke

Sozialdemokratische Hochschulgruppe (SHG)

Auch die SHG ist parteinah ausgerichtet, auch wenn eine Mitgliedschaft in der SPD keine Voraussetzung ist. Mit ihren Zielen und Vorstellungen einer Gesellschaft sollten Interessierte aber schon sympathisieren. Die SHG hat ihr Wahlprogramm für 2010 leider nicht auf ihrer Website für alle zugänglich publiziert (Lediglich das Wahlprogramm von 2009 ist dort veröffentlicht). Es folgt nun eine Aufzählung der Schwerpunkt-Themen der SHG für 2010:

  • Verbesserung der momentanen Bibliothekssituation (hinsichtlich der Ausstattung und der Öffnungszeiten)
  • Qualitätssicherung des Studiums (durch vernünftige Evaluationsordnung)
  • Einsatz für studiengebührenfreies Angebot von Masterstudienplätzen
  • Verbesserung des Angebots beliebter Sprachkurse
  • Abschaffung der (auf keinem Gesetz basierenden) Anwesenheitspflicht in Vorlesungen
  • Einsatz für mehr Wahlmöglichkeiten im Studium (durch breites Angebot an Wahlfächern)

Auf der Liste der SHG treten zu den Wahlen 2010 an:

  • für den Senat: Alexander Lubenow, Anika Knüppel, Cédric Didier, Daniela Heimpel, Danny Schindler, Felix Peter, Jens Häsing, Jonas Dabelow, Julia Schaarschmidt, Justus Kormann, Kai Hennig, Kaloyan Dimitrov Halachev, Lisa Wartala, Lydia Beck, Marcel Thau, Marijah Ljahhova, Martin Bischof, Onno Eckert,René Zahl, Tina Fuhrmann
  • für den Studierendenrat: Jonas Dabelow
  • für die Fakultätsräte: Alexander Lubenow, Lydia Beck
  • für die Fachschaftsräte: Jonas Dabelow, Lydia Beck, René Zahl, Tina Fuhrmann

Linksalternative Hochschulgruppe (SDS)

Der SDS.DieLinke der MLU ist wohl die jüngste parteinahe Hochschulgruppe unserer Universität. Erst im Juni letzten Jahres gegründet, zählt sie derzeit etwa zwölf Mitglieder. Diese setzen sich zusammen aus Parteimitgliedern, Angehörigen der Linksjugend ’solid und parteilosen, unabhängigen Studenten. Auf der Website des SDS erfährt man, für welche Ziele sich die Gruppe stark macht:

  • Schaffung von Hochschuldemokratie
  • Sicherung der Lehrqualität (selbstbestimmtes Lernen und Lehren, unabhängige Forschung, kritisches Denken)
  • Einsatz für pazifistische, ökologische und  progressive Hochschulpolitik (Forderung studiengebühren- und zulassungsfreier Masterstudiengänge für alle Bachelorabsolventen, Beteiligung und Mitbestimmung der Studenten in den Hochschulgremien)
  • Verlängerung der Bibliotheksöffnungszeiten bei gleichzeitiger Verbesserung der Bezahlung der Bibliotheks-Angestellten
  • Unterbindung der Privatisierung des Universitätsbetriebes
  • Wahrung spezieller Arbeitnehmer-Interessen (Mindestlohn, Ausschluss von Leiharbeitsfirmen, Schaffung von Dauerstellen, Gewährleistung der Einheit von Forschung und Lehre)
  • Gleichstellung aller am Universitätsbetrieb Beteiligten
  • Wahrung eines antifaschistischen und antirassistischen Grundkonsens‘
  • Integration ausländischer Studierender, Förderung internationaler Beziehungen

Detaillierte Informationen zu den von dem SDS vertretenen Interessen sind zu finden im Wahlprogramm der Linksalternativen Hochschulgruppe.

Auf der Liste der Linksalternativen Hochschulgruppe stellen sich zur Wahl:

  • für den Senat: Anne Geschonneck, Christian Randel, Dirk Gernhard, Eva Tichatschke, Ferdinand Lorenz, Franziska Scholl, Jan Wagner, Josephine Jahn, Martin Schröder, Stefan Dorl, Stefan Wallaschek, Sten Meerheim, Thomas Möller
  • für den Studierendenrat: Stefan Dorl
  • für die Fakultätsräte: Christian Randel, Martin Schröder
  • für die Fachschaftsräte: Anne Geschonneck, Christian Randel, Stefan Dorl, Stefan Wallaschek

Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS)

Das Wahlprogramm dieser Hochschulgruppe für die Hochschulwahl 2010 ist kurz und bündig auf der Website des RCDS zusammengefasst. Unter dem Motto „Projekt Zukunft» stehen die Mitglieder ein für:

  • Verbot von Hörsaalbesetzungen
  • Effizienzsteigerung bei der Mittelverwendung
  • Verbesserung der Zusammenarbeit der einzelnen Institute
  • Verlängerung der Bibliotheksöffnungszeiten
  • Widerstand gegen jegliche Art von Extremismus
  • Förderung studentischen Engagements (durch Vergabe von Credit Points)

Auf der Liste des RCDS treten zu den Hochschulwahlen 2010 an:

  • für den Senat: Alexander Hannemann, Alexander Senkpiel, Marcus Gedai, Markus Jahnke, Michael Weidnitzer, Michel Kleinhans, Norman Michael Philipp, Raik Fischer, Tim Rautenberg, Tobias Schulze
  • für den Studierendenrat: Alexander Hannemann, Alexander Senkpiel, Lars Burkard, Marcus Gedai, Markus Jahnke, Michael Weidnitzer, Michel Kleinhans, Norman Philipp, Raik Fischer, Tim Rautenberg, Tobias Schulze
  • für die Fakultätsräte: –
  • für die Fachschaftsräte: –

Die Liberale Hochschulgruppe (LHG)

Eine letzte parteinahe Hochschulgruppe an der MLU ist die Liberale Hochschulgruppe. Wie auf der Website der LHG zu lesen ist, steht die Gruppe „allen Studierenden und Mitarbeitern offen, die sich zu einer liberalen und toleranten Gesellschaft bekennen.» Die derzeit über 40 Mitglieder vertreten dabei folgende Interessen:

  • Durchsetzung verkürzter Studienzeiten (Einführung des Trimester-Modells in einigen Studiengängen, Reduzierung der Studieninhalte, Nutzen der universitären Ressourcen)
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (vor allem des weiblichen Nachwuchses)
  • Neudenken der Studienfinanzierung (Modellentwicklung auf Basis von Elternunabhängigkeit, Bedarfsdeckung, Flexibilisierung der finanzielle Unterstützung, Verringerung des Verwaltungsaufwandes, Ausbau der Hochbegabtenförderung)
  • Verzahnung von Wissenschaft und Praxis (Angebot und Förderung von Schlüsselqualifikationen und Methodik, flexible und individuelle Gestaltung der Studienabläufe)

Detaillierte Informationen zu den von dieser Hochschulgruppe vertretenen Positionen sind auf der Website der LHG zu finden.

Auf der Liste der LHG haben sich folgende Kandidaten für die Wahl aufstellen lassen:

  • für den Senat: –
  • für den Studierendenrat: Clemens Fuhrmeister, Florian Endt, Karsten Gröger, Sören Kohse, Vera Kopsch
  • für die Fakultätsräte: –
  • für die Fachschaftsräte: Clemens Fuhrmeister, Florian Endt, Karsten Gröger, Martin Hoffmann, Peer Hoffmann, Sören Kohse, Vera Kopsch

Die ahoi studiosi

Diese Hochschulgruppe beschreibt sich selbst als unabhängig, überparteilich und problemorientiert. Auf der Website der ahoi studiosi finden sich allgemeine Grundsätze genauso wie ein explizites Wahlprogramm für die Hochschulwahl 2010. Sind die Wahlkampfthemen für 2010 vor allem auf den Fachschaftsrat Jura und den Senat ausgerichtet, werden in den allgemeinen Grundsätzen Themen und Forderungen formuliert, die alle Studierenden angehen:

  • Verbesserung der Zusammenarbeit der einzelnen Fakultäten
  • Stärkung des hochschulpolitischen Interesses der Studenten
  • Ausgleich des Ungleichgewichts an Forschungs- und Lehrkräften
  • Setzen von Forschungsschwerpunkten (um vom Land gezielt Fördergelder zu erhalten)
  • Verzahnung von Universitätsbetrieb und Wirtschaft (Eintreiben von Geldern durch Firmenpartnerschaften etc.)
  • Verbesserung der Organisation der Studienrahmenbedingungen (einheitliche Nutzung der angebotenen Plattformen, Digitalisierung aller Prüfungsleistungen und Lehrmaterialien)
  • Förderung des dialogischen Austauschs zwischen Studenten und Dozenten, Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls
  • Widerstand gegen Studiengebühren
  • Ausbau der aktuellen Bibliothekssituation
  • Pflege von Universitätspartnerschaften
  • Förderung und Ausbau des Unimarketings

Auf der Liste der ahoi studiosi treten an:

  • für den Senat: Ann Brandt, Anne Teichmann, Claudia Hölbing, Daniel Möller, Dominique Massinger, Dustin Heße, Erik Hofmeier, Gesa-Louise Dreß, Heinrich-Alexander Graf von Moltke, Julia Werner, Karl-Friedrich Ballendat, Lars Raabe, Lydia Becher, Luisa Lettrari, Mareike Zedler, Marlen Schrimpf, Nancy Troll, Nicole Kopanka, Ottmar Rensch, Paul Uhlig, Peter Heilmann, René Preißler, Silvana Behrens, Stefanie Schönfeld, Steven Leonhardt, Steven Mansour
  • für den Studierendenrat: Daniel Möller, Marlen Schrimpf, René Preißler
  • für die Fakultätsräte: Dustin Heße, Lars Raabe, Paul Uhlig
  • für die Fachschaftsräte: Daniel Möller, Dustin Heße, Erik Hofmeier, Karl Ballendat, Lars Raabe, Luisa Lettrari, Nancy Troll, Ottmar Rensch, Peter Heilmann, Steven Mansour

Nasenbären 2010

Die Hochschulgruppe mit dem ungewöhnlichen Namen entstand im Jahr 2009. Hintergrund für die Gründung der „Initiative» war die Wahlniederlage eines naturwissenschaftlichen Studenten im Jahr zuvor. Er hatte als Unabhängiger, keiner Hochschulgruppe Angehöriger versucht, in den Senat gewählt zu werden. Obwohl er die meisten Stimmen verbuchen konnte, wurden die Plätze an die „Listen» vergeben, die insgesamt die meisten Stimmen auf sich vereinen konnten. Um auch parteilosen Studenten die Möglichkeit auf einen Senatssitz zu geben, wurden im letzten Jahr sehr viele Namen unter der Gruppe der Nasenbären aufgeführt. An den Erfolg soll auch 2010 wieder angeknüpft werden. Da alle Nasenbären-Mitglieder unabhängig und parteilos sind, gibt es kein spezielles Wahlprogramm. Außerdem stellt die Gruppe nur Mitglieder für die Senatswahlen auf. Diese sind:

Alexander Driemer, Alexander Ganß, Alexander Schindler, André Hoppe, André Schmidt, Andreas Reichert, Beatrice Lange, Christin Ketter, Daniel Müller, Dorit Bennmann, Fabian Bull, Franziska Ketter, Guntram Schmidt, Isabel Wollert, Malte Berthold, Marcel Brautzsch, Sebastian Handrich, Sören Krawczyk, Thomas Beer, Thomas Kopilow

Hochschulwahl 2010

Mehr zur Hochschulwahl 2010 an der MLU findet ihr auf der Info-Seite des StuRa unter hochschulwahl.info sowie auf den Seiten des Wahlamts der Uni. Auf hochschulwahl.info erfahrt ihr auch in welchem Wahllokal ihr eure Stimme abgebt.

Über Stefanie Sachsenröder

Stefanie Sachsenröder
Stefanie Sachsenröder hat Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Drei Jahre lang war sie als Redakteurin in der hastuzeit aktiv, 2010 war sie Chefredakteurin.

Erstellt: 17.05. 2010 | Bearbeitet: 02.06. 2017 13:46