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Ausgabe Nr. 31 vom Januar 2010 – Schwerpunkt: Frohe Zukunft

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Privatdozenten ziehen blank

Wir schreiben das Jahr 2020. Im neuen Hochschulgesetz steht, dass Privatdozenten nicht mehr bezahlt werden dürfen. Zeit für »alternative Geschäftsmodelle«.

Durch eine Reihe tragischer Wendungen bricht die ohnehin schon wackelige Hochschulfinanzierung völlig zusammen – die einzige Lösung: Privatdozenten werden nicht mehr bezahlt. Da jene quasi freie Mitarbeiter seien, so heißt es im Gesetzestext, könnten sie auch auf anderen Wegen Geld verdienen. Mehr, mehr, mehr

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213 – Handgemacht

Design-Studenten basteln an der dritten Ausgabe ihres Illustrationsmagazins. hastuzeit besuchte sie in ihrem Arbeitsraum.

Einige Eindrücke aus der zweiten Ausgabe, »The Wooden House«

Auf der Suche nach den Erschaffern des 213-Magazins führt uns unser Weg vor den Raum 213 im Goldbau am Neuwerk. Hier ist die Geburtsstätte des Kunstmagazins, die ihm auch seinen Namen verleiht. Dass hinter diesem simplen Namen kreative Köpfe stecken, wird uns schon beim Betreten des Raumes klar. Bunte Bilder an den Wänden, Künstlerutensilien und natürlich Farbe, Farbe, Farbe. Mittendrin treffen wir auf Stefanie Leinhos, Hannes Hirche, Tobias Jacob und Tim Romanowsky. Sie alle studieren Kommunikationsdesign und sind in der Illustrationsklasse. Ebenfalls bilden sie einen Teil der siebenköpfigen Hauptorganisationsgruppe des Magazins. Mehr, mehr, mehr

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Der Wert des Bachelors

Eine halbe Million Menschen studiert derzeit in Deutschland auf ihren Bachelor-Abschluss hin – derweil streiten Wissenschaftler, was das ihnen bringen wird. Aber muss uns das wirklich kümmern?

Wer als Bachelor-Absolvent oder -Student Stellenanzeigen überfliegt, dürfte stutzig werden, denn da findet er sich nicht. Geht es nach den Jobangeboten, könnte man meinen, dass Bologna nur eine Stadt in Italien sei, so verschwindend gering wird nach Bachelor- oder Masterabschlüssen gefragt. Diplomierte und Magister dominieren die »Wunschprofile«. Was bedeutet das für die halbe Million Studierender, die zur Zeit auf die neuen Abschlüsse hinarbeitet? Mehr, mehr, mehr

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Höher, schneller, weiter

2009 ist vorbei, 2010 beginnt – es wird einige Höhen und viele Tiefen geben. Ein sybillinischer Abgesang auf diese nun anbrechende, neue Dekade.

Neues Jahr, neues Glück? Von wegen, auch dieses Jahr wird es wieder heißen: höher, schneller, weiter – höhere Arbeitslosenquoten, schnellere Staatsverschuldung und weitere Einsparungen an den Hochschulen. Das ist aber noch lange nicht alles: Wer die ritalingeladene Prüfungszeit hinter sich und den Urlaub vor sich hat, der wird spätestens am Flughafen feststellen, dass der orwellsche Überwachungsstaat aus Angst vor apokalyptischen Cyber-Jihadisten neben dem Pass und der Flugnummer vor allen Dingen eines von ihm will: seinen Körper. Mehr, mehr, mehr

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Minarette sehen wie Raketen aus

Am Ende des vergangenen Jahres hat man in der Schweiz im Zuge einer Volksabstimmung den Bau weiterer Minarette verboten. Was dies für drei muslimische Studenten der Martin-Luther-Universität bedeutet, erzählten sie der hastuzeit.

Mit diesem Plakat wurde in der Schweiz zum Minarettverbot aufgerufen.

Zu viert sitzen wir in der Küche: Adnan, Maythem, Murad und ich. Ich biete Tee an, und noch führen wir Smalltalk. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, und wir haben uns soeben erst kennen gelernt. Ich habe die drei eingeladen, um mit ihnen über das Votum in der Schweiz für ein Minarettverbot zu sprechen. Die Nachricht hatte im Dezember große Wellen in der europäischen Medienlandschaft geschlagen. Politiker und Experten diskutierten über die Gründe der Geschehnisse in der Schweiz, und auch die deutsche Bevölkerung wurde in Umfragen mit der Frage nach einem Minarettverbot konfrontiert. Mehr, mehr, mehr

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Die abnehmende Qualität der Sprachpraxis

Einige Hintergründe und warum Studenten sich dagegen wehren.

Der Student, der eine Kultur zum Studienobjekt hat, wie zum Beispiel der Anglist/Amerikanist, hat sich zum Ziel gesetzt, alles Mögliche über diese zu lernen. Dabei behilflich sind ihm unterschiedliche Bereiche der Wissenschaft, als da wären die Geschichte, die Literatur sowie die Linguistik. Es gibt noch einen weiteren Teilbereich, in dem er unterrichtet wird: die Sprachpraxis. Doch deren Qualität an der Martin-Luther-Universität ist nun bedroht. Mehr, mehr, mehr

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»Die Zukunft sah früher auch mal besser aus«

Zumindest tat sie das in den Augen Karl Valentins. Betrachtet man heute die Utopien vergangener Zeiten, kann man mit Recht sagen, dass wir nicht so weit gekommen sind, wie wir uns vorgenommen haben.

Und dabei begann alles so hoffnungsvoll: Thomas Morus schrieb 1516 einen revolutionären Roman namens »Utopia«. In ihm beschreibt er ein zukünftiges Ideal menschlichen Zusammenlebens. Seine Theorie von einer klassenlosen Gesellschaft, die auf dem Gemeinschaftsprinzip basiert, war Nährboden für eine Reihe von Sozialutopien. Karl Marx und Friedrich Engels überschritten die Grenze der Fiktion, indem sie mit ihrem Kommunistischen Manifest das Streben nach einer idealen Gesellschaft in der Art eines politischen Programms ausformulierten.

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