Künstliche Intelligenz ist ein ebenÂso fasÂziÂnieÂrenÂdes wie schwieÂriÂges Problem der Philosophie. Der polÂniÂsche Science-Fiction-Autor und Philosoph StanisÅ‚aw Lem beschäfÂtigÂte sich schon in den 60er Jahren mit der Frage, wie der Mensch mit denÂkenÂden Maschinen umgeÂhen soll. Doch wie aktuÂell sind seiÂne Überlegungen noch? Eine Analyse.

„Was ist er schon? Ein Stromkreis in einem eiserÂnen Kasten, weiÂter nichts … Ein lebenÂdes Wesen wäre doch damals in dem finsÂteÂren, zerÂstörÂten Raumschiff zugrunÂde geganÂgen … Bestimmt, ganz bestimmt …“
Schon seit der Herstellung des ersÂten Faustkeils schuf der Mensch Werkzeuge und Hilfsmittel, um sich das Leben zu erleichÂtern. Der Philosoph Gotthard Günther nannÂte dieÂse Art von Objekten, welÂche die Funktion des menschÂliÂchen Körpers nachÂahÂmen, die „ersÂte Maschine“. Vom Schmiedehammer zum Verbrennungsmotor folgÂten alle menschÂliÂchen Konstruktionen dieÂsem Prinzip. Nun, im Zeitalter des Transistors, eröffÂnet sich jedoch eine neue Möglichkeit: Die Konstruktion der „zweiÂten Maschine“, eines Objekts, das menschÂliÂche Gedanken zu reproÂduÂzieÂren imstanÂde ist. Der Höhepunkt dieÂser Entwicklung wäre sicherÂlich die Erschaffung einer künstÂliÂchen Intelligenz (KI) – die Erfüllung eines der ältesÂten Träume der Menschheitsgeschichte. Beginnend mit den altÂgrieÂchiÂschen Mythen von Pandora und Talos über Goethes Beschreibung des Homunculus in „Faust“ bis hin zu den Robotergeschichten Isaac Asimovs: Der Mensch war schon immer von der Erschaffung eines künstÂliÂchen Wesens „nach seiÂnem Bilde“ fasÂziÂniert. In gewisÂser Weise würÂde die Schöpfung einer KI das Ende der Entwicklung vom Homo Sapiens zum Homo Deus, dem „göttÂliÂchen Menschen“ marÂkieÂren – denn nur ein Gott hat Macht, denÂkenÂde und sich selbst bewussÂte Lebewesen zu erschaffen.
Die ungeÂklärÂten Fragen und phiÂloÂsoÂphiÂschen Abgründe der Beziehung von Mensch und „zweiÂter Maschine“ spieÂlen in StanisÅ‚aw Lems 1968 erschieÂneÂner Kurzgeschichtensammlung „Pilot Pirx“ eine wichÂtiÂge Rolle. Die namensÂgeÂbenÂde Hauptfigur ist ein Raumschiffpilot, der in nicht allÂzu ferÂner Zukunft seiÂnen Dienst in den Weiten des Sonnensystems verÂrichÂtet und dabei immer wieÂder in haarÂsträuÂbenÂde, rätÂselÂhafÂte und gefährÂliÂche Situationen gerät.
Echo einer Katastrophe
Eines Tages bekommt Pirx den Auftrag, ein altes Frachtraumschiff zum Mars zu flieÂgen – im Grunde eine etwas undankÂbaÂre Routineaufgabe. Neben der angeÂheuÂerÂten Mannschaft befinÂdet sich auch ein Roboter mit der Bezeichnung „Terminus“ an Bord, der für schweÂre Arbeiten am Reaktor einÂgeÂsetzt wird. Pirx ist weder von dem stark ramÂpoÂnierÂten Raumschiff noch vom langÂsaÂmen und verÂalÂteÂten Maschinenhelfer sonÂderÂlich begeisÂtert. Zu allem Überfluss stellt sich auch noch herÂaus, dass der Frachter schon bereits eine Havarie hinÂter sich hat und nach der Beschädigung durch Meteoriten 16 Jahre lang im All trieb, bevor er wieÂderÂgeÂfunÂden und repaÂriert wurÂde. Die damaÂliÂge Besatzung war, durch Trümmer vonÂeinÂanÂder abgeÂschnitÂten, langÂsam zugrunÂde geganÂgen, bis der Sauerstoff aufÂgeÂbraucht war. Überstanden hatÂte dieÂses Unglück nur der Arbeitsroboter – Terminus.
Trotz dieÂser wenig erheÂbenÂden Vorgeschichte macht sich Pirx auf den Weg zum roten Planeten; zunächst verÂläuft der Flug recht ereigÂnisÂlos, nur unterÂbroÂchen von Routinearbeiten und geleÂgentÂliÂchen Reparaturen der altersÂschwaÂchen Maschinen. Eines Nachts jedoch wird Pirx von unheimÂliÂchen Geräuschen aus dem Schlaf gerisÂsen: Es sind Morse-Klopfzeichen, die durch Rohrleitungen im ganÂzen Schiff zu hören sind. Beunruhigend ist, dass dieÂse Signale offenÂbar von den havaÂrierÂten, nun jedoch schon lanÂge toten Besatzungsmitgliedern zu stamÂmen scheiÂnen – verÂzweiÂfelt um Antwort bitÂtend, um Hilfe und Sauerstoff fleÂhend. Nach lanÂger Suche stellt Pirx fest, dass die Klopfzeichen von Terminus stamÂmen, der mit Ausbesserungen am Reaktor beschäfÂtigt ist und dabei anscheiÂnend unterÂbeÂwusst die letzÂten Signale der toten Mannschaft wieÂderÂgibt. Darauf angeÂsproÂchen reagiert der Roboter (ohneÂhin nur zu rudiÂmenÂtäÂrer Kommunikation fähig) völÂlig verÂständÂnisÂlos; er scheint nicht zu begreiÂfen, was er tut.
In den folÂgenÂden Nächten setzt sich die Klopfkaskade fort; abgeÂseÂhen von einer irraÂtioÂnaÂlen Suche nach der Schiffskatze zeigt Terminus sonst aber kein abnorÂmes Verhalten. Als Pirx schließÂlich mit seiÂner Geduld (und den Nerven) am Ende ist, beschließt er, Terminus seiÂnerÂseits mit Klopfzeichen zu antÂworÂten. Auf dieÂse Veränderung reagiert der Roboter jedoch unerÂwarÂtet: Anstatt mit den Signalen fortÂzuÂfahÂren oder aufÂzuÂhöÂren, kommt die Frage „W‑e-r-s-p-r-i-c-h-t-w-e-r-s-p-r-i-c-h‑t“ zurück – Pirx sieht sich den hekÂtiÂschen, verÂzweiÂfelt fraÂgenÂden Stimmen von seit 19 Jahren toten Raumfahrern gegenÂüber. Verstört bricht er den Versuch ab; Terminus fährt äußerÂlich ungeÂrührt mit seiÂnen proÂgrammÂgeÂmäÂßen Wartungsarbeiten fort.
Wieder in seiÂner Kabine grüÂbelt Pirx über das Erlebte nach. Terminus ist nicht darÂauf proÂgramÂmiert, Geräusche aufÂzuÂzeichÂnen und wieÂderÂzuÂgeÂben, reproÂduÂziert jedoch immer wieÂder die letzÂten Tage der sterÂbenÂden Besatzung, antÂworÂtet sogar auf Input von außen. Hat der Roboter die Persönlichkeiten der Toten irgendÂwie in sich aufÂgeÂnomÂmen, könnÂte Pirx sich mit ihnen sogar unterÂhalÂten? Oder hat Terminus in all den Jahren, einÂgeÂklemmt zwiÂschen Trümmern in einem umherÂtreiÂbenÂden Raumschiffwrack, eine Art rudiÂmenÂtäÂrer Persönlichkeit entÂwiÂckelt, die nun unterÂbeÂwusst zum Vorschein kommt? Ist der Schrecken, das Flehen nach Hilfe, das Pirx’ Einmischung herÂvorÂgeÂruÂfen hat, nur eine Imitation oder der Ausdruck eines Bewusstseins? Am Ende beschließt der Pilot, dieÂsen Fragen nicht weiÂter auf den Grund zu gehen; er ist sich sicher, nie befrieÂdiÂgenÂde Antworten darÂauf finÂden zu könÂnen. Terminus, so seiÂne Anordnung, soll indes bei nächsÂter Gelegenheit verÂschrotÂtet werden.
Zauberlehrlinge der Zukunft?

Die Frage nach der Natur des Bewusstseins ist nicht erst von der moderÂnen Forschung aufÂgeÂworÂfen worÂden. Bereits im antiÂken Griechenland beschäfÂtigÂten sich groÂße Denker mit den Worten, die über dem Eingang des Orakels von Delphi zu lesen waren: „Erkenne dich selbst!“ Im 20. und 21. Jahrhundert bezieht sich dies nicht mehr nur auf den Menschen, sonÂdern auch auf die von ihm geschafÂfeÂnen künstÂliÂchen Intelligenzen. Kann die „zweiÂte Maschine“ ein Bewusstsein haben? StanisÅ‚aw Lem ist dieÂser Frage wohl am präÂgnanÂtesÂten nachÂgeÂganÂgen; die Kurzgeschichte „Terminus“ rührt an den Grundfesten des menschÂliÂchen Geistes. Was macht eine Person eigentÂlich aus? Inwiefern unterÂscheiÂdet sie sich von einem ledigÂlich proÂgramÂmierÂten Automaten? Der Roboter Terminus ist eigentÂlich nur zum Ausführen proÂgramÂmierÂter Befehle konÂstruÂiert; denÂnoch reagiert er aktiv auf Pirx’ Klopfen und forÂmuÂliert eigenÂstänÂdiÂge eine Frage. Solch ein unabÂhänÂgiÂges Handeln deuÂtet norÂmaÂlerÂweiÂse auf die Existenz eines Bewusstseins hin.
Hier kommt erschweÂrend dazu, dass es dem Menschen grundÂsätzÂlich unmögÂlich ist, Bewusstsein zu proÂgramÂmieÂren. Das Problem: Die verÂwenÂdeÂte Programmiersprache muss komÂpleÂxer sein als die Sprache, in der der Roboter dann tatÂsächÂlich „denkt“. Für ein zur Selbstreflexion fähiÂges Bewusstsein notÂwenÂdiÂge Begriffe wie „Ich“ oder „Selbst“ sind allerÂdings paraÂdox – es gibt keiÂne noch komÂpleÂxeÂre Sprachebene, auf die sie sich bezieÂhen könnÂten. Das bedeuÂtet konÂkret: Wenn ein Roboter in einer Sprache denÂken soll, die Begriffe wie „Ich“ oder „Selbst“ als logisch releÂvanÂte Elemente betrachÂtet, gibt es keiÂne höheÂre Metasprache mehr, in der man die Software des Roboters selbst schreiÂben könnte.
Zur Lösung dieÂses funÂdaÂmenÂtaÂlen Problems hat sich die kyberÂneÂtiÂsche Forschung in den letzÂten Jahren verÂstärkt selbstÂlerÂnenÂden Programmen zugeÂwandt. Die Fähigkeit, die eigeÂne Programmierung verÂänÂdern zu könÂnen, ist die Grundbedingung für die Entwicklung eines Bewusstseins; auch unseÂre Gehirne – gewisÂserÂmaÂßen bioÂloÂgiÂsche Computer – funkÂtioÂnieÂren im Grunde nicht anders. Diesen Pfad der Selbst-Veränderung einÂzuÂschlaÂgen könnÂte völÂlig ungeÂahnÂte Folgen haben. Die Erschaffung einer wahÂren „zweiÂten Maschine“ käme dann für uns selbst unerÂwarÂtet, nicht konÂtrolÂliert durch eine vorÂgeÂferÂtigÂte Programmierung. Lem stellt mitÂhilÂfe des Klopfsignale proÂduÂzieÂrenÂden Terminus die entÂscheiÂdenÂde Frage: Sind wir auf alles vorÂbeÂreiÂtet, zu dem sich unseÂre Maschinenschöpfung entwickelt?
Allzu menschlich

Vor eine ähnÂliÂche Frage sieht sich Pirx bei einer andeÂren Mission gestellt: Zusammen mit zwei Wissenschaftlern und einem fortÂschrittÂliÂchen, „nichtÂliÂneaÂren“ Roboter namens Aniel soll er einen fremÂden Gesteinsplaneten erkunÂden. Die geoÂloÂgiÂsche Routinemission ist fast beenÂdet, und der Tag der Abreise rückt näher, als Aniel von einem Auftrag nicht mehr zurückÂkehrt. Die drei Menschen begeÂben sich auf die Suche nach dem Roboter und finÂden seiÂne wisÂsenÂschaftÂliÂche Ausrüstung am Fuß einer Felswand. Von der Maschine selbst ist keiÂne Spur zu sehen. Völlig ratÂlos will man die Suche schon aufÂgeÂben, als Pirx mitÂhilÂfe eines Messgerätes Aniels schwaÂche Spur ortet – an der Felswand. Offenbar ist der Roboter nach Erledigung seiÂnes Auftrags nicht direkt zum Lager zurückÂgeÂkehrt, sonÂdern die Wand hinÂaufÂgeÂkletÂtert. Pirx und einer seiÂner Kollegen folÂgen der Spur mitÂhilÂfe ihrer Bergsteigerausrüstung. Nach einer äußerst gefährÂliÂchen Kletterpartie endet die Spur an einem Felsspalt; in der Tiefe unter sich entÂdeckt Pirx einiÂge Metallteile. Wieder unten angeÂkomÂmen finÂden die Menschen nur noch zerÂstörÂte Überreste vor; der Roboter war anscheiÂnend nach dem missÂlunÂgeÂnen Sprung über die Spalte hinuntergestürzt.
Was die Maschine zu dieÂsem offenÂbar völÂlig irraÂtioÂnaÂlen Verhalten verÂanÂlasst hat, bleibt ein Rätsel. Pirx’ Kollegen sind fest davon überÂzeugt, dass der Roboter eine Fehlfunktion hatÂte; Pirx selbst jedoch ist andeÂrer Meinung. Er glaubt, dass Aniel die Herausforderung einer Kletterpartie gereizt hat, ein Gefühl, das auch er beim Anblick des Felsmassivs verÂspürÂte. Zwar würÂden Kybernetiker kateÂgoÂrisch das Vorhandensein von Emotionen ausÂschlieÂßen und ledigÂlich von proÂbaÂbiÂlisÂtiÂschen Prozessen spreÂchen, von einer gewisÂsen „Spontanität“ nichtÂliÂneaÂrer Roboter. Doch beweist Aniels Verhalten für Pirx, dass man die Sache nicht so einÂfach betrachÂten kann: „Hatte er selbst, Pirx, vielÂleicht einen Defekt gehabt, als er unbeÂdingt die Wand bezwinÂgen wollÂte? Aniel war seiÂnen Konstrukteuren ganz einÂfach ähnÂliÂcher geweÂsen, als dieÂse zuzuÂgeÂben bereit waren.“
Der Roboter, unser Mitmensch?
Die von Lem hier aufÂgeÂworÂfeÂne Frage ist äußerst proÂbleÂmaÂtisch: Wie menschÂlich darf eine KI werÂden, bevor ihr menschÂliÂcher Schöpfer ihre Entwicklung hemmt? Seine nichtÂliÂneaÂren Roboter haben eine menÂschenÂähnÂliÂche Form, weiÂsen zuweiÂlen Anzeichen unbeÂreÂchenÂbaÂren Verhaltens auf oder entÂwiÂckeln kleiÂne Marotten und Eigenheiten. Setzt man die techÂniÂsche Entwicklung und die Experimente mit selbstÂlerÂnenÂden Maschinen vorÂaus, ist eine solÂche Entwicklungsstufe keiÂne reiÂne Utopie mehr. Doch ab einem gewisÂsen Punkt hört ein Roboter (tscheÂchisch: Arbeiter) auf, ein einÂfaÂcher Roboter zu sein. Diesen Punkt zu bestimÂmen ist schwieÂrig, doch ist er einÂmal erreicht, ergeÂben sich darÂaus graÂvieÂrenÂde ethiÂsche Konsequenzen. Sind Reflexionsfähigkeit und Selbstbewusstsein (und sei es auch nur in Ansätzen) vorÂhanÂden, darf eine Maschine nicht mehr wie eine Sache behanÂdelt werÂden – sie wird, ethisch geseÂhen, zum Menschen. Vergleichbar ist dieÂses Problem mit der Diskussion um die Entwicklung des Bewusstseins von Embryonen im Zuge der Abtreibungsdebatte.
Doch vielÂleicht ist die Sache noch viel komÂpliÂzierÂter. Was ist davon zu halÂten, wenn der Schöpfer der KI sie geraÂde unterÂhalb der Grenze zum Bewusstsein, zur Individualität hält? Eine Maschine erschafft, die zwar denÂken, lerÂnen, sponÂtan oder sogar menÂschenÂähnÂlich reagieÂren kann, aber keiÂnen Zugang zu höheÂrer Erkenntnis oder Selbstreflexion hat? Auch die Figur Pirx fühlt bei dieÂsem Gedanken eine leichÂte Beklemmung: „Es lag eine perÂverÂse Raffinesse in jener maßÂvolÂlen Vernunft, mit der der Mensch das über sich selbst erworÂbeÂne Wissen den kalÂten Maschinen einÂhauchÂte und dabei aufÂpassÂte, dass sie nur geraÂde so viel Bewusstheit bekaÂmen wie erforÂderÂlich, ohne Aussicht darÂauf, ihrem Schöpfer jemals die Herrlichkeiten der Welt streiÂtig machen zu könÂnen.“ Ist es also unethisch, einer KI die Möglichkeit zum „Erkenne dich selbst!“ zu verÂwehÂren? Auch ein menschÂliÂcher Säugling besitzt dieÂse Fähigkeit nicht, doch besorgt das natürÂliÂche Wachstum die entÂspreÂchenÂde Entwicklung von ganz allein. Eine Maschine jedoch ist dem Willen ihres Schöpfers ausÂgeÂlieÂfert – daher hat dieÂser auch eine besonÂdeÂre Verantwortung ihr gegenÂüber. Offen bleibt, wie genau dieÂse Verantwortung ausÂseÂhen soll und wie weit ein Eingriff in die Entwicklung einer KI gehen darf. Pirx bemerkt dazu: „Die Automaten wurÂden in ihrer Existenz nicht benachÂteiÂligt oder ausÂgeÂbeuÂtet – die Sache war einÂfaÂcher, moraÂlisch schweÂrer anfechtÂbar und schlimÂmer zugleich.“
Wie man sieht, sind die von StanisÅ‚aw Lem vor über 50 Jahren angeÂschnitÂteÂnen Themen noch immer aktuÂell, wie man auch an der aktuÂelÂlen Debatte zu selbstÂfahÂrenÂden Autos sehen kann. Mit der mögÂliÂchen Konstruktion einer „zweiÂten Maschine“ stößt der Mensch das Tor zu großÂarÂtiÂgen Potenzialen auf; gleichÂzeiÂtig ergeÂben sich jedoch neue, exisÂtenÂziÂelÂle Probleme, die unser Selbstbild, unseÂren Begriff des „Menschlichen“ tief erschütÂtern könnÂten. Mag sein, dass Homo Sapiens, der „verÂstänÂdiÂge Mensch“, dadurch zum Homo Deus wird – doch weiß er auch, was er tut?
- Stanisław Lem: Pilot Pirx. Aus dem Polnischen von Roswitha Buschmann, Kurt Kelm, Caesar Rymarowicz und Barbara Sparing. Berlin: Suhrkamp-Verlag 2003. 548 Seiten, 12,99 Euro.
- Ein Blick in die Maschinenseele? Die Illustrationen zu dieÂsem Artikel wurÂden nicht von einem Menschen, sonÂdern von einer KI angeÂferÂtigt. Die Applikation „NightCafé Creator“ kann zwar nicht wirkÂlich denÂken, aber immerÂhin anhand vorÂgeÂgeÂbeÂner Begriffe und Stilrichtungen einÂzigÂarÂtiÂge Bilder kreieren.
