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Jul 2017 hastuUNI Online 0

Volle Plätze bei trübem Wetter

Es begann harmonisch mit einer Diskussion über das Campusfest und endete im Streit um das liebe Geld. Die hastuzeit besuchte am 26. Juni eine abwechslungsreiche Stura-Sitzung, die vom Bericht des Kassenprüfungsausschusses auf den Kopf gestellt wurde.

Foto: Silvia Claus

Die Sitzung am 26. Juni beginnt um 19:06 Uhr mit Freude sowie leichter Verwunderung über die hohe Mitgliederzahl. Von einem Anwesenheitsproblem kann hier und heute jedenfalls nicht die Rede sein. Nachdem wie gewöhnlich Elke Lopens, die Büroleiterin des Sturas, ihre Anliegen und Wünsche vorträgt, wird der Tagesordnungspunkt 5 vorgezogen: Das Campusfest, welches zwei Wochen zuvor stattfand. Bei der Besprechung der Veranstaltung zeigt sich bei allen Parteien große Einigkeit: Im Großen und Ganzen sei die Stimmung sehr gut gewesen, auch die Auswahl der Bands wird lobend hervorgehoben, ebenso die Lösung der Toilettensituation. Besonders die Seifenblasen wären bei den Studierenden gut angekommen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2017 hastuUNI Heft Nr. 73 Online 0

Anwesenheitsproblem im Stura? – Die Fortsetzung

Panisches Zählen, angespanntes Lachen, unterdrückte Aufregung: Die Stura-Sitzung am 12. Juni startet alles andere als reibungslos. Für ungefähr zehn Minuten steht nicht einmal fest, ob die Sitzung überhaupt stattfinden kann – für die Beschlussfähigkeit fehlt genau ein Mitglied.

Ein Bild von der vorletzten Sitzung am 29. Mai. Foto: Alexander Kullick

Hektisch werden die Anwesenden wieder und wieder gezählt und durch den Raum ruft Kai Krause (LHG) von der Sitzungsleitung: »Habt ihr euch auch alle in die Liste eingetragen?« Handys werden gezückt, verzweifelt nicht-anwesenden Mitgliedern hinterhertelefoniert. Anscheinend sind die Abmeldungen zu kurzfristig und nicht gesammelt eingegangen, so dass auch keine Stellvertreter ernannt wurden. Mehr, mehr, mehr

Jun 2017 hastuINTERESSE Online Pinnwand 0

Blumen für die Universität

Vor 200 Jahren wurden die Universitäten Halle und Wittenberg vereint. Die Universität feiert das mit einer Festwoche. Zu diesem Anlass werden dem Hauptcampus ein großes Blumenbeet und vier Buchsbäume spendiert.

Im Auftrag der MLU legen zwei Mitarbeiterinnen der Alpina AG ein 8m² großes Beet mit gelb-orange leuchtenden Studentenblumen an. Die Blumen formen die Jahreszahlen 1817 und 2017. Im April 1817, kurz nach den Napoleonischen Kriegen, wurden die Universitäten Halle und Wittenberg vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm III vereint. »Wir pflanzen noch zwei zusammenlaufende Linien aus roten Eisbegonien«, sagt eine der Gärtnerinnen, »Die sollen die Vereinigung der Unis darstellen. Das Beet wird dann noch mit Rindenmulch aufgefüllt«.
Auch der Wiese vor dem Löwengebäude wurden neue Pflanzen spendiert. Die Rasenecken wurden immer wieder plattgetreten, vier Buchsbäume sollen das jetzt verhindern.

Anlass für die Festwoche ist der 21. Juni 1817. An dem Tag wurden die Wittenberger Professoren Mitglieder im Senat der neuen Universität. Die Festwoche findet vom 18. bis 23. Juni statt. Ein Festgottesdienst, viele Vorträge und Preisverleihungen stehen auf dem Programm. Den Abschluss bildet die »16. Lange Nacht der Wissenschaften«.

  • Weitere Infos zur Festwoche gibt es hier

Foto: Henrik Merker

 

Jun 2017 hastuUNI Online 0

So lasset sie wählen

Man kann sich Schöneres vorstellen, als bei knapp 30 Grad auf eine Stura-Sitzung zu gehen. Das dachten sich am 29. Mai vermutlich auch die Mitglieder, zumindest sollte die Sitzung an diesem Tag zu einer der kürzesten des Jahres werden. Trotzdem gab es genug zu diskutieren: Dieses Mal zum Beispiel über die AfD, Madrid und leere Trinkflaschen. Und was ist eigentlich ein Awareness-Team?

Tagesordnung aus der Tischvorlage

Tagesordnung aus der Tischvorlage

So leidenschaftlich wie an dieser Stelle sollte es an diesem Abend nicht mehr werden. Um kurz nach 19 Uhr erhebt sie sich aus ihrem Stuhl und setzt an zu einem leidenschaftlichen Plädoyer. Es war kein gewähltes Stura-Mitglied, das sich zu diesem Schritt gedrängt fühlt – es ist Büroleiterin Elke Lopens, die der Sitzung wie immer für einige Zeit beiwohnt. Sie sieht sich genötigt, eine fast schon als banal anmutende Praxis seitens des Sturas öffentlich zu machen: Viel zu wenige Sturamitglieder brächten die von ihnen genutzten Getränkeflaschen, die allen offen zugänglich sind, wieder leer zurück – so entstehen mancherorts Haushaltsdefizite. Aus einigen Gesichtern der zunächst 19 stimmberechtigten Anwesenden sprechen eine Mischung aus Scham und peinlicher Betroffenheit, anschließend kann die Versammlung aber ihren gewohnten Gang gehen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2017 hastuINTERESSE Online 0

Am besten testen

Schwanger – und dann auch noch vegan? Wie das für Mutter und Kind gut gehen kann, erzählte die Ökotrophologin Laura Gerhardt im Anschluss an den veganen Kaffeeklatsch zwischen Kindergebrabbel und Kuchenduft in der Goldenen Rose.

Foto: Sophie Ritter

Foto: Sophie Ritter

Beinahe alle Plätze im Spiegelsaal in der Goldenen Rose sind am Sonntag, dem 14. Mai, besetzt. Der ein oder andere Zuschauer hat noch ein Stück Kuchen oder Torte auf seinem Teller – das Besondere hierbei: Es handelt sich um veganes Backwerk. Genau darum geht es in dem Vortrag, den die Ökotrophologin Laura Gerhardt hält: Um vegane Ernährung, allerdings mit dem Fokus auf Schwangerschaft, Stillzeit und Kinderernährung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass überwiegend junge Familien im Publikum sitzen und konzentriert zuhören, während draußen ab und zu die Straßenbahn vorbei fährt oder einer der Knirpse vor sich hin brabbelt. Mehr, mehr, mehr

Jun 2017 hastuUNI Online 2

Von sinkenden Schiffen und überraschenden Wendungen

Am Mittwochvormittag trafen sich einige Studierende beim Löwengebäude, um vor und während der Personalversammlung der MLU gegen die Personalsituation am Germanistischen Institut zu demonstrieren. Die Überraschung kam in Form des Vorsitzenden vom Personalrat, der kurzerhand die Studierenden in die Aula zur Personalversammlung bat.

Foto: Paula Götze

Foto: Paula Götze

Gestern riefen der Fachschaftsrat der Neuphilologien und die IG Germanistik zum »Protest gegen die Personalsituation am Germanistischen Institut« auf. Auch der Stura veröffentlichte vorgestern den Appell: »Für eine gute Lehre! Solidarität mit den Germanist*innen!«.

Anlass des Protests war das Ablaufen der befristeten Arbeitsverträge einiger Lehrkräfte des Germanistischen Instituts, was zu essenziellen Problemen bei der Lehre in den jeweiligen Bereichen führen könnte (genauere Informationen dazu in der Veranstaltung, im Stura-Text und auf noch folgenden PowerPoint-Folien). Man protestierte aber auch ganz allgemein gegen die vielen Kürzungen, welche die Lehre an den Universitäten bedrohen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuUNI Online 0

Anwesenheitsproblem

Wieder einmal Sturasitzung und dieses Mal mit AK-Sprechstunde, also müssten neben den Antragstellern auch AK-Vertreter in den Zuschauerreihen sitzen. Abwarten.

Tagesordnung aus der Tischvorlage

Tagesordnung aus der Tischvorlage

Bevor die Sitzung am 15. Mai startete, machte die Sitzungsleitung, Kai Krause (LHG), darauf aufmerksam, dass Sturamitglieder die nicht mehr regelmäßig zu den Sitzungen kommen können, doch bitte ihren Platz abgeben sollen, damit die Nachrücker aufsteigen können.

Die Sitzung wurde eröffnet, alle 27 anwesenden Sturamitglieder wirkten konzentriert und die Büroleiterin des Sturas, Elke Lopens, legt im ersten Tagesordnungspunkt (TOP) mit den Angestelltenbelangen los. Die Videokamera, über die der Stura verfügt, sei nicht mehr vermietbar, da sie rund 10 Jahre alt sei. »Die Wiedergabetechnik ist mit neuen Geräten nicht kompatibel.« Weiterhin bat sie den Stura für den neuen gewählten Stura eine Klausurtagung zu planen und ihm die Möglichkeit einer Probesitzung zu geben. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuPAUSE Online 0

Der gehobene Zeigefinger

Bunt und quirlig wie ein gut gepflegter Gemischtwarenladen legt sich diese Kolumne ihrem erprobten Leserauge zu Füßen. Frei von den zwängenden Fesseln einer thematischen Beständigkeit, eines übergeordneten Gesamtkonzepts, wird hier nüchtern allerhand Gedachtes geteilt. Thema heute: Klimaschutz.

United Nations Development Programme, Mr. Rohan Chakravarty (CC BY-NC-ND 2.0) https://www.flickr.com/photos/unitednationsdevelopmentprogramme/7090419453/

United Nations Development Programme, Mr. Rohan Chakravarty (CC BY-NC-ND 2.0) https://www.flickr.com/photos/unitednationsdevelopmentprogramme/7090419453/

Vor einigen Tagen, liebe Leserinnen und Leser, da stieg mir Zornesröte ins Gesicht. Genau vor mir lief eine Frau mit brauner Papiertüte an der Hand über die Straße. »Der Natur zuliebe«, stand da drauf. Der Natur zuliebe. Das ich nicht lache!
Niemand tut freiwillig irgendwem irgendwas zuliebe. – Ich übertreibe: So ist der Mensch. Erst recht tut keiner nix für die Natur oder »zukünftige Generationen«. Diese blumige Zwei-Wort Phrase ist schon der nächste Grund laut loszulachen. »zukünftige Generationen«, Ha! An der Kasse gab’s keine Plastetüten mehr. So sieht’s doch aus. Diese Frau wurde zum Rechten gezwungen. Mehr, mehr, mehr