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Artikel aus dem Heft

Jul 2018 hastuUNI Heft Nr. 79 1

Die Gesichter des Stura

Sie steigert den Altersdurchschnitt im Haus des Studierendenrates zwar enorm, ist aber dennoch oder gerade deshalb dessen Gedächtnis. Elke, die Büroleiterin und gute Seele des Hauses, spricht über das Leben mit und ohne Stura.

Foto: Jonas Leonhardt

Wer bist du?
Ich bin Elke Lopens und im Juni 1954 in Leipzig geboren. Meine Mutter studierte Lehramt für Grundschulen und mein Vater technisches Zeichnen. Wir sind dann in den Norden zu meinen Großeltern gezogen, an die Elbe, wo ich auch aufgewachsen bin.

Was hast du vor deiner Zeit im Stura gemacht?
Ich habe im Bezirk Schwerin bis zur 8. Klasse eine polytechnische Oberschule besucht und habe dann alles darangesetzt, um aus diesem Kaff wegzukommen. Ich wollte unbedingt auf eine erweiterte Oberschule, was heutzutage Gymnasium heißt. Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuUNI Heft Nr. 79 0

Kratzer an der »linken Dominanz«

So wertet die Campus-Alternative Halle ihren Einzug in den Stura. Die rote Vorherrschaft etabliert sich derweil in Form der Jusos, die GHG schrumpft beträchtlich, und die OLLi bleibt stärkste Kraft im Stura. Eine kommentierte Zusammenfassung der diesjährigen Hochschulwahl.

Illustration: Sophie Ritter

Lag es an der Abwesenheit in der Löwenrunde? Sind den hallischen Studierenden Themen wie Umweltschutz einfach nicht mehr so wichtig? Oder waren alle potentiellen Wähler der Grünen Hochschulgruppe (GHG) im Bio-Supermarkt, als sie am dringendsten gebraucht wurden? Man weiß es nicht. Fest steht jedenfalls: Die vorrangig an grünen, nachhaltigen Themen interessierte Liste ist nicht länger zweitstärkste Kraft im Stura. Statt der im Vorjahr errungenen acht Sitze wird die GHG ab Oktober mit fünf Sitzen weniger vertreten sein. Gewinner sind hingegen die Jusos, welche nun den bisherigen Rang der GHG einnehmen. Während im Februar die Mutter-Partei SPD in bundesweiten Umfragen erstmals hinter die AfD rutschte, scheinen die hallischen Studierenden sich durchaus noch mit Themen wie »Freiheit, Feminismus, Solidarität« identifizieren zu können. Grund für die Jusos, ihre fünf neu errungenen Sitze zu feiern; mit insgesamt sieben Sitzen proben sie nun – frei nach Kevin Kühnert – den Zwergenaufstand im neuen Stura. Vielleicht gegen die Campus-Alternative? Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

#youtoo?

#metoo? … Da war doch was. Seit Oktober 2017 haben 1,7 Millionen Menschen in 85 Nationen unter dem #metoo ihre Geschichte von sexueller Belästigung geteilt. Alyssa Milano, US-Schauspielerin, rief über Twitter alle Frauen, die sich angesprochen fühlten, dazu auf, den Hashtag zu posten. Damit machte sie auf das Ausmaß von sexuellen Übergriffen und Missbräuchen auf der ganzen Welt aufmerksam. Die Resonanz war beeindruckend: Von den Hollywood-Skandalen um Harvey Weinstein und Kevin Spacey bis zu Dieter Wedel in Deutschland. Doch auch fernab vom Showbusiness ist die Debatte ein Thema, das viele betrifft.

Illustration: Emilia Peters

Wie denken die Studierenden darüber? Welchen Einfluss hat #metoo auf unseren Alltag oder unser Denken? Wo fängt sexuelle Belästigung an? Wo hört sie auf? Was hat sich verändert? Wir haben Euch gefragt und viele spannende Statements aufgeschnappt, aber auch noch einige Fragezeichen über den Köpfen entdeckt. Bei den einen gibt es noch viel Redebedarf, für andere war #metoo nur ein Hype, und bei manchen scheint die Debatte gar nicht angekommen zu sein. In Spanien wurde das Thema in den vergangenen Wochen wieder aktuell: Nach der Vergewaltigung einer jungen Frau stufte das Gericht die Tat als sexuellen Missbrauch ein. Gegen das zu milde Urteil demonstrieren seit dem Tausende unter dem Hashtag #cuentalo (»Erzähl es«).

Liegt die Debatte jetzt, nach fast 7 Monaten, hinter uns oder fängt sie gerade erst an? Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Distanz auf engem Raum

In dem Film »Kriegerin« stellte Regisseur und Drehbuchautor David Wnendt im Jahr 2011 Rechtsradikale als saufende und »Heil Hitler« brüllende Prolls dar, die nichts mit der bürgerlichen Mitte zu tun haben. Nun hat Intendant Matthias Brenner den Stoff für das Thalia-Theater in Halle inszeniert – mit einigen neuen Ideen.

Foto: Anna Kolata/ Theater, Oper und Orchester GmbH Halle

»Demokratie ist das Beste, was wir je auf deutschem Boden hatten. In einer Demokratie kann jeder mitbestimmen. Du, ich, Alkoholiker, Junkies, Kinderschänder, Neger, Leute, die zu blöd sind, ihren Hauptschulabschluss zu schaffen, Leute, denen ihr Land einfach scheißegal ist, denen egal ist, ob hier alles den Bach runtergeht. Aber mir ist es nicht egal. Ich liebe mein Land.« Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Nicht nur die eigenen Rechte zählen

»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.« So heißt es bei den Vereinten Nationen. Für die weltweite Einhaltung der Menschenrechte tritt Amnesty International ein. Ein Besuch bei der lokalen Hochschulgruppe.

Foto: Bastian Raabe

Als ich an dem lauen Dienstagabend die Treppe des Reformhauses in der Großen Klausstraße, auf halber Strecke zwischen Hallmarkt und dem hallischen Dom, emporsteige, bin ich schon gespannt, was mich heute hier erwartet. Im dritten Stock angekommen, prangt an der Tür die Aufschrift »Versammlungsraum Reformhaus e. V.«, mehrere kleine Plakate kleben daneben, unter anderem eines der Amnesty-International-Hochschulgruppe Halle. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Ballett – nein, danke?

Seit Jahren altert das Publikum in diversen Kulturbereichen – in Museen, Theater- und Opernhäusern bleiben immer häufiger die jungen Zuschauer aus. Mit dieser Problematik kämpft auch das von Ralf Rossa geleitete Ballett-Ensemble in Halle. Auf der Suche nach den Ursachen hat die hastuzeit mit dem stellvertretenden Ballettdirektor Michal Sedláček und dem vermissten Publikum gesprochen: mit Euch!

Foto: Anna Kolata/ Theater, Oper und Orchester GmbH Halle

Es ist Samstagabend. Die heutige Vorstellung von »Groovin« Bodies« ist nahezu ausverkauft, und das Haus voll. Im Foyer wird vereinzelt noch das Programmheft studiert, an der Garderobenabgabe gewartet oder ein letzter Drink genommen. Doch anstelle der erwarteten Ansammlung von älteren Herrschaften wimmelt es nur so von Turnschuhen, Stoffbeuteln und Club-Mate. Natürlich entdeckt man hier und da zurecht gemachte ältere Damen, Ehepaare und Familien mit Kindern, doch die Mehrzahl der Besucher sind junge Paare und vor allem kleinere und größere Freundesgruppen, die sich auf die bald beginnende Inszenierung einstimmen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Nimm doch mal dein Rad mit

Das MDV-Gebiet ist mehr als Leipzig und Halle. Denn was vielen unbekannt ist: das Fahrrad darf mit. Dieses Mal stellen wir Euch eine Radtour vor, die von Naumburg aus nach Bad Kösen und wieder zurück führt. Über Weinberge, an der Saale entlang und hin zu einem Hauch von Meer.

Illustration: Emilie Peters

Sobald die Sonne wieder ihre wärmenden Strahlen in die Welt schickt, wird es Zeit, den alten Drahtesel aus dem Keller zu holen, die Kette zu ölen und hinaus ins Grüne zu fahren. Wen es über die Stadtgrenze hinaus zieht, der sollte die Möglichkeit nutzen, das Fahrrad kostenlos in die Nahverkehrszüge des MDV-Gebiets mitzunehmen. Denn nur 30 Minuten Zugfahrt entfernt locken viele Radwege durch naturnahe Gebiete. In diesem Artikel führt die Reise entlang der Weinberge im Saale-Unstrut-Gebiet. Mehr, mehr, mehr