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Artikel aus dem Heft

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Den Füßen folgen

Stress und Trott bestimmen oft unseren Alltag. Die Wege, die man Tag für Tag zurücklegt, sind fast immer die gleichen. Wer mal frei hat, fährt meist weg – in der Regel so weit, wie Zeit und Geld es zulassen. Dabei verpasst man so viel in der eigenen Stadt.

Foto: Alexander Kullick

Dieser Artikel wird nicht mit bahnbrechenden Erkenntnissen aufwarten. Doch wird er auf etwas hinweisen, das von den meisten Menschen schlichtweg ignoriert wird: die Schönheit des Banalen, der Reiz des Alltäglichen. Die meisten Leute, die in Halle wohnen, werden sich darauf einigen können, dass die Saalestadt schön ist – aber worauf beziehen sie sich? Auf das Paulusviertel? Auf den Marktplatz? Auf die Raben- oder die Peißnitzinsel? Ohne Frage, die genannten Orte verdienen es alle für sich, als »Sehenswürdigkeit« Halles aufgeführt zu werden. Doch bilden sie nur einen mikroskopisch kleinen Teil von der Schönheit ab, die Halle insgesamt zu bieten hat. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Heft Nr. 78 0

Abenteuer Ausland

Besonders für Studierende bietet es sich an, für einen längeren Zeitraum ins Ausland zu gehen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Angeboten von Organisationen, mit denen Ihr preisgünstig ins Ausland reisen und vor Ort sogar weiterhin beraten und unterstützt werden könnt. Aber welche gibt es, wie unterscheiden sie sich, und welche passt am besten zu Euch? Wir haben einige davon etwas genauer unter die Lupe genommen:

Grafik: DAAD (CC BY-NC-ND 4.0) https://www.daad.de/medien/der-daad/medien-publikationen/publikationen-pdfs/wiwe_2016.pdf

Neues Land, neue Kultur, neue Herausforderungen – Impulse gibt es viele, die das Fernweh in uns hervorrufen und uns dazu veranlassen, ins Ausland gehen zu wollen. Es ist immer ein aufregendes Erlebnis, ein komplett neues Land mit seinen Einwohnern kennen und vielleicht sogar lieben zu lernen. Doch auch wenn man in einigen Situationen mal auf sich allein gestellt sein sollte, erhält man gerade so die Möglichkeit, sich selber besser kennenzulernen. Mithilfe der verschiedenen Organisationen kann man die Gelegenheit nutzen, sich neuen Abenteuern zu stellen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Heft Nr. 78 0

Die Gesichter des Stura

Imke Maaß, Sitzungsleitende Sprecherin des Sturas, möchte eines Tages gerne einen Tukan klauen. Ihre Hochschulgruppe Die LISTE wäre ihr bestimmt dankbar, auf diesem Weg die vom Stura adoptierte Ente als Beta-Version des angestrebten Tukans endlich gegen diesen austauschen zu können. Bis es soweit ist, spielt Imke im Sommer Beachvolleyball und im Winter Theater. Nicht jahreszeitenabhängig ist ihr Studium

Foto: Sophie Ritter

Vielleicht könntest du dich erst einmal kurz und knackig vorstellen!
Ich bin Imke Maaß und studiere im vorangeschrittenen Fachsemester Englisch und Evangelische Religion auf Lehramt für Sekundarschule, bin im Stura, spiele Theater und Volleyball, dit war«s.

Wie lange bist du schon im Stura?
Erst seit dieser Wahlperiode, also Oktober 2017. Mehr, mehr, mehr

Mai 2018 hastuUNI Heft Nr. 78 0

Von der Saale an den East River

Vergangenes Semester entsandte der Lehrstuhl für internationale Beziehungen und europäische Politik zum ersten Mal eine Delegation nach New York zur weltweit größten Simulation der Vereinten Nationen, dem National Model United Nations, kurz NMUN. Insgesamt 12 Studierende aus den verschiedensten Studiengängen reisten für die fünftägige Konferenz nach New York und machten beeindruckende Erfahrungen.

Katharina und Pia in der UN General Assembly Hall
Foto: Katharina Müller

Die NMUN ist eine Nonprofit-Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Studierende aus aller Welt durch die Teilnahme am gleichnamigen Planspiel für globale Probleme zu sensibilisieren. Das geht natürlich mit dem Verständnis der Funktionsweise der Vereinten Nationen einher. Auch die zwischenmenschliche Kooperation und Zusammenarbeit soll ausgeprägt werden. Die Simulation findet in diesem Format bereits mehr als vierzig Jahre statt. Genau wie bei den Vereinten Nationen selbst, findet auch hier die Arbeit in verschiedenen Gruppen, sogenannten Komitees, statt, sodass sich nicht jeder mit allem befassen muss und die Arbeit effizienter durchgeführt werden kann. Mehr, mehr, mehr

Apr 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 77 0

Alles eine Frage der Zeit…

Es ist wieder Zeit. Semesteranfang. Sommerzeit. Eine neue hastuzeit und ein paar neue Fragen zur Zeit. Zeitmanagement, Zeitstress, Zeiteinteilung, Zeitlosigkeit, Zeitgefühl, Zeitbegrenzung, Zeitempfinden …

Okay, wann sind wir denn nun diese ganze Diskussion um die Zeit los? Es ist doch offensichtlich: Wir haben nicht genug Zeit, brauchen mehr Zeit, wollen mehr Zeit. Aber was fangen wir mit der gewonnenen Zeit an? Mehr Lernen, mehr Freunde treffen, mehr … Also das, was wir jetzt schon machen. Aber was hält uns jetzt davon ab?! Gleichzeitig scheint die Zeit uns in manchen Momenten nur so durch die Finger zu rinnen, während uns dagegen in anderen Situationen nichts übrig bleiben mag, als sie tot zu schlagen. Die Zeit gibt den Takt für unseren Alltag vor und scheint so fast schwebend auf unser universelles Dasein einzuwirken. Wir drehen uns immerzu im Kreise und bleiben schließlich still stehen, wie gefangen, zwischen Stunden, Minuten, Sekunden … Mehr, mehr, mehr

Apr 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 77 0

Epilog des Todes

Der Verlust einer nahestehenden Person ist wohl eine der gravierendsten und prägendsten Situationen, die ein Mensch erleben kann. Nach einer solchen Hiobsbotschaft stehen bürokratische Verpflichtungen nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Einige Bemerkungen zum Umgang mit der schlimmsten aller Erfahrungen.

Illustration: Gregor Borkowski

Ob man sich lang darauf vorbereiten konnte, beispielsweise durch eine andauernde Pflegephase, oder aber unerwartet von diesem Schicksalsschlag getroffen wird – Trauer, Verlust und seelischer Schmerz sind niemals ohne Weiteres zu verkraften. Denn obwohl der Tod zum Leben gehört und man sich dessen normalerweise auch bewusst ist, scheint dieser Gedanke eine völlig neue Bedeutung zu gewinnen, sobald man persönlich von der Erfahrung betroffen ist und sich mit den Konsequenzen auseinandersetzen muss. Für diese Art von Schmerz ist man vermutlich niemals bereit.

Nach dem ersten Schock und Tagen in vollkommener Lethargie, in denen man das Gefühl hat, sich selbst zu verlieren, und sich um einen Teil der eigenen Biografie betrogen fühlt, hört das Leid nicht auf; eher nimmt es fast schon groteske Formen an: Die Bürokratie verlangt Aufmerksamkeit, und man kommt nicht umhin, sich mit den organisatorischen Aspekten eines Todesfalles zu befassen. Mehr, mehr, mehr

Apr 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 77 0

Das Wort zum Wort

Eine vielleicht etwas ambivalente Kolumne über Kommunikation zwischen und mit Menschen. Sie beobachtet und kommentiert. Und vielleicht will sie auch manchmal irgendwie eingreifen. Diesmal heißt es Abschied nehmen.

Illustration: Gregor Borkowski

»Time to say Goodbye« – ich verfluche mein Autoradio und ein kleines bisschen den Menschen, der sich diesen Klassiker von Andrea Bocelli und Sarah Brightman gerade in der Sendung mit den Hörerwünschen gewünscht hat. Ich muss an das nahende Ende meines Studiums denken und werde sentimentaler, als ich eigentlich möchte. Dann drehe ich das Radio doch lauter und lasse meine Gedanken kreisen.

Abschied scheint zunehmend negativ konnotiert. (Außer vielleicht für Politiker, für die die Verabschiedung eines Gesetzes bedeutet, dass sie sich damit erst mal nicht mehr befassen müssen. Das müssen dann eben andere tun.) Das hat sicher auch seine Berechtigung; dennoch finde ich, dass es nicht ganz so einfach ist. Abschiede sind vielfältig und irgendwie auch etwas ganz Natürliches.

Das Leben ist geprägt durch stetigen Wandel und Veränderungen; da bleiben auch Abschiede nicht aus. Mehr, mehr, mehr