Heft

Artikel aus dem Heft

Jan 2015 hastuUNI Nr. 58 1

Das Rätsel in Rosa

Polnische und deutsche Studierende entdecken auf einer Exkursion, wie Architektur die Identität einer Stadt bestimmt

Foto: Patrick Ulm

Foto: Patrick Ulm

Ein Schloss wird gebaut, hoch über der Stadt, mit Wehrtürmen und Zinnen, Schlosstor und Balustraden. Im 21. Jahrhundert. Die Farbe: Bonbonrosa. Wer macht denn so was? Und vor allem: Warum bloß? Zwanzig Studierende aus Halle begeben sich auf die Suche nach Antworten und reisen in die westpolnische Stadt Posen.

Karsten Holste steht auf dem Marktplatz von Posen und spricht gegen den Wind an, der durch die Stadt pfeift. Er zeigt auf die schmalen, hohen Häuser, die den Platz umschließen. Hübsch sind sie, mit ihren farbigen Fassaden, den Giebel­dächern und Holzfenstern. In den Erdgeschossen der Häuser befinden sich kleine Läden und Cafés, Piroggen-Bars und Kneipen, darüber Privatwohnungen und Büros. Auf den ersten Blick stehen hier renovierte Krämerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. »Aber«, sagt Holste und hält inne. Die Studierenden aus Halle halten die Luft an. Sie wissen: Jetzt kommt der Holste-Tricoire-Moment. Mehr, mehr, mehr

Jan 2015 hastuUNI Nr. 58 0

Stressfrei lernen

In sechs Punkten die Aufregung vor der Prüfung reduzieren

Illustration: Katja Karras

Illustration: Katja Karras

Bald geht die Prüfungszeit wieder los. Dies führt bei vielen Studenten zu Stress. Bei manchen ist es nur eine leichte Anspannung, direkt vor der Prüfung, die vielleicht sogar antreibt und motiviert. Aber manch einer bricht schon lange vorher in Panik aus, den Stoff nicht rechtzeitig lernen zu können und somit auf jeden Fall durchzufallen. Ein Gedanke, der dem Lernen und dem Seelenfrieden nicht gerade förderlich ist. Es gibt jedoch ein paar Methoden, mit denen man ohne großen Aufwand die Nervosität bekämpfen kann. Mehr, mehr, mehr

Dez 2014 hastuUNI Nr. 57 1

Wissen auf neuen Wegen

Wie das Semesterticket dein Studium bereichern kann. Ein Aufruf zum Mitmischen in Leipzig und ganz Mitteldeutschland.

Illustration: Robert May

Illustration: Robert May

Das neue Semesterticket wurde unter den hallischen Studierenden bereits kontrovers diskutiert. Neben den begeisterten Pendlern gab es selbstverständlich auch Kritik: Nun kommt jedes Semester aufs Neue eine Horrorrechnung auf alle zu. Rund um die Weihnachtszeit, mit der die erste Erinnerung hereinflattert, macht sich so was gar nicht gut im studentischen Geldbeutel. Doch hier lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen und aufmerksam zu lesen: Es bilden sich allein schon im universitären Bereich große Chancen, ja sogar Möglichkeiten an Stellen zu sparen, die man sonst nie wahrgenommen hätte. Mehr, mehr, mehr

Dez 2014 hastuPAUSE Nr. 57 0

Studiengeflüster

263 Studiengänge bietet die MLU an zehn Fakultäten an, eine beinahe unübersichtliche Anzahl. In unserer Rubrik »Studiengeflüster« stellen unsere Autoren kurz und knapp interessante Aspekte ihres eigenen Studiums vor. Teil 6: Alarmierender Medikamentenkonsum unter StudentInnen

Illustration: Anne Walther

Illustration: Anne Walther

Schätzungen zufolge gibt es rund 1,9 Millionen Menschen mit Medikamentenabhängigkeit in Deutschland. Das sind vergleichsweise so viele wie Alkoholabhängige.

Aktuelle Studienlage

Zurzeit zählen Schmerzmittel (Analgetika) mit Abstand zu den am meisten verordneten und gekauften Medikamenten. Sie werden deutlich öfter von Frauen als von Männern konsumiert. Im Alter zwischen 25 und 39 Jahren werden Schmerzmittel laut Statistik am häufigsten eingenommen. Damit lässt sich bei StudentInnen, aufgrund ihres jungen Alters, eine erhöhte Analgetika-Einnahme vermuten. Im deutschsprachigen Raum ist im Moment nur eine Studie über den Medikamentenkonsum von Studierenden verfügbar. Sie berücksichtigt nur verordnete Medikamente und gibt keinerlei Auskunft über die hohe Zahl an Selbstmedikation, besonders in Bezug auf Schmerzmittel. Mehr, mehr, mehr

Dez 2014 hastuUNI Nr. 57 0

Wenn das Studium krank macht

Der Leistungsdruck an Universitäten setzt immer mehr Studenten zu.

Illustration: Katja Karras

Illustration: Katja Karras

Ein voller Stundenplan, Prüfungsstress, Nebenjob und Praktika: Das Leben als Student kann ganz schön stressig sein. Seit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge und der damit verkürzten Studienzeit wächst der Druck auf die Studierenden. Auch dass nicht jeder Bachelor-Student später einen Platz im Masterstudiengang bekommt, belastet so manchen. »Ich weiß, dass ich meinen Master nur machen kann, wenn ich meinen Bachelor mit 2,0 abschließe. Und da fast jeder seinen Master machen möchte, ist der Leistungsdruck schon recht hoch«, erklärt eine Studentin.

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft haben viele Studierende große Zukunftsängste, denn spätere Arbeitgeber erwarten oftmals nicht mehr nur den Abschluss in der Regelstudienzeit, sondern auch gute Noten und Praktika. Zeit für Pausen gibt es kaum, da in der vorlesungsfreien Zeit Hausarbeiten geschrieben werden müssen und die eben genannten Praktika zu absolvieren sind. Mehr, mehr, mehr

Dez 2014 hastuPAUSE Nr. 57 0

Spießige Alternativität?!

Schrebergärten als neues Hobby für Studierende? Was Alternativität für sie konkret bedeuten kann

Illustration: Anne Walther

Illustration: Anne Walther

Ein ganz normaler Tag für Studierende in Halle: Am Uniplatz vor dem Melanchthonianum tummeln sie sich, von unterschiedlichstem Aussehen und (fast) jeder Fachrichtung, reden miteinander, scherzen, lachen, diskutieren vielleicht auch. Sie kommen gerade von einer Veranstaltung oder warten auf die nächste und vertreiben sich die Zeit mit Freunden. Der ein oder andere trägt seine Haare in Dreads, einige Studenten haben lange Haare, die sie vielleicht noch zu einem Dutt hochbinden, am besten noch einen buschigen Bart; man sieht Studentinnen in bunten Haremshosen.

So haben vielleicht mehrere zu Beginn ihres Studiums den Eindruck: Boah, die wirken ja alle so alternativ, das ist ja voll cool! Das galt besonders für jemanden wie mich zu Beginn des Studiums, die ich von einem winzig kleinen Dorf komme, wo es schon eine Normverletzung ist, wenn der Rasen höher als zwei Zentimeter steht. Man hat im Alltag folglich auf einmal Menschen um sich, bei denen man das Gefühl hat, dass sie sehr offen sind und zu denselben Themen ähnliche Meinungen haben, wie man selbst oder besser noch, einen zum Nachdenken anregen. Aber was versteckt sich eigentlich hinter dem großen Wort »Alternativität« und was hat es damit genau auf sich? Mehr, mehr, mehr

Dez 2014 hastuPAUSE Nr. 57 0

Techno, Drogen und Paradiesvögel

Wer geht denn da hin? Woher kommt das, und warum machen die das? Und wie sieht's damit eigentlich in Halle aus?

Foto: Geoffrey de Kleijn (CC BY-NC 2.0) Quelle unter dem Text

Foto: Geoffrey de Kleijn (CC BY-NC 2.0)
Quelle unter dem Text

Diese Raver. Die meisten von ihnen sind unter der Woche im Alltag eingebunden. Wenn sie dann am Freitagabend über die Türschwelle des Clubs getreten sind, fühlen sie sich, als hätten sie die Cherubinen überlistet und wären ins Paradies gekommen. Sobald sie die wummernden Bässe in ihren Eingeweiden spüren, sind sie der Gesellschaft entkommen, können ein weiteres Abenteuer erleben, ohne weit weg zu müssen.

Der Club ist eine Insel der Freien. Im Laufe des Abends bildet sich ein fröhlicher Haufen verschiedenster Gestalten. Unter ihnen finden sich glitzernde, bunt Geschminkte und eigenartige verkleidete Geschöpfe in einer Häufung, sodass Anderssein zur Normalität wird. Mehr, mehr, mehr