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Artikel aus dem Heft

Dez 2013 hastuPAUSE Nr. 51 0

King of Stud.IP

Vom Sinn oder Unsinn des exzessiven Gebrauchs unseres Uni-Netzwerks – Gespräch mit einem der »Könige des Stud.IP«

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Wir alle arbeiten meist täglich mit Stud.IP, ohne welches unsere Studienorganisation mittlerweile ebenso undenkbar wäre wie Tim ohne Struppi. Für einige ist Stud.IP offenbar sogar weit mehr als ein reines Organisationsmedium, sie nutzen das Netzwerk sehr aktiv und haben so bereits eine gewisse Bekanntheit erlangt. Besonders im Kampf um eine möglichst hohe Platzierung in der Rangliste maximieren sie ihre Aktivität, um möglichst viele Punkte zu erlangen. Zu diesen Stud.IP-Koryphäen gehört auch Marco Kühne, mittlerweile ist er vor allem durch seine mannigfaltigen Umfragen bekannt wie ein bunter Hund, ziemlich viele Neugierige landen wöchentlich auf seiner Seite. Er hat sich netterweise bereiterklärt zu erzählen, was für ihn den Reiz von Stud.IP ausmacht.

Weißt du deinen momentanen Rang und deine Punktzahl aus dem Stegreif?

Ja, ziemlich genau. Gut 230 000 Punkte und Rang 10, aber das unterliegt ja auch Schwankungen. (Anm. der Red.: Marco möchte an dieser Stelle seinem Mitbewohner, Christian »dem Nachbarn« M., Henrike H., Jens S. und den vielen anderen Stud.IP-Verrückten danken. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses war Marco bereits bis auf Platz 6 der Rangliste vorgerückt.)

Würdest du Stud.IP als ein Hobby von dir bezeichnen? Und wie viel Zeit verbringst du täglich damit?

Meine anderen Hobbies sind normalerweise viel zeitintensiver, also ist Stud.IP mit circa einer Stunde täglich vielleicht ein kleines Hobby von mir. Ich nutze es aber natürlich vor allem fürs Studium und um mit Leuten in Kontakt zu treten, denen ich Mathe-Nachhilfe gebe.

Wenn man sich dein Profil ansieht, ist man erst einmal überrascht über deine rege Aktivität. Da drängt sich bei den meisten die Frage auf: Warum machst du das, und woher kommt deine Motivation?

Ich verstehe, wenn das einige etwas nerdig finden, aber ich war einfach neugierig, was man mit Stud.IP noch so machen kann, abgesehen von der Organisation des Studiums, was ja wirklich praktisch ist. Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuINTERESSE Nr. 51 1

Zyankali

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Es ist Mittag, das erste Seminar des Tages beginnt gleich. Zunächst jedoch verbringe ich noch ein wenig Zeit auf den Treppen des Löwengebäudes und beobachte das Treiben auf dem Campus.

Ich habe mir in der Mensa einen Kaffee gekauft, welcher geschmackstechnisch auf einer Skala von −10 bis 0 nicht einzuordnen ist. Jedoch ist er flüssig und versorgt mich mit aufputschenden Inhaltsstoffen.

Offensichtlich hat die Erstizeit wieder angefangen. Dies macht sich folgendermaßen auf dem Campus bemerkbar: Mädchen, welche scheinbar vor zwei Monaten noch mit Polly Pocket und ihrem Barbie-Traumhaus im Kinderzimmer gespielt haben, legen nun in mehr oder weniger geschmacklosen Miniröcken und überteuerten Hosenanzügen ihre ersten Gehversuche in Stöckelschuhen auf dem Unigelände hin. Kleiner Tip: Kopfsteinpflaster eignet sich nicht für Probeläufe mit Highheels! Die männlichen Artgenossen verhalten sich aber keineswegs besser, sondern versuchen, sich kurz nach Beginn des Studiums anzuziehen wie ihre eigenen Großväter in den 60ern. Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuINTERESSE Nr. 51 0

Marke Eigenbau

Drei Läden in Halle bieten die einzigartige Möglichkeit, sich auf verschiedenen Feldern mit professioneller Unterstützung und zu erschwinglichen Preisen auszuprobieren, egal ob beim Nähen, beim Schrauben am eigenen Rad oder beim kreativen Basteln und Bauen.

Fahrräder

Foto: Christian Schoen


Rad + Tat

In diesem Jahr wurde mir die Dynamostrippe rund acht Mal durchgeschnitten, da hilft so langsam auch das Flicken mit dem Isolierband nicht mehr. Eine neue Strippe muss her. Doch wo ist es günstig für uns Studenten? Im »Rad + Tat« begrüßt mich der Inhaber Sebastian Pohlig und werkelt gerade an einer Felge herum. Ich erkläre ihm das Problem, und er meint, für drei Euro zeigt er mir, wie man die Dynamostrippe austauscht und eine neue einsetzt. Momentan sind dort zwei Schüler für ihr FÖJ und der Inhaber, samt Kollegen, die mir dann helfen würden, tätig. Außerdem erzählt er mir, dass es den Laden schon seit 15 Jahren gibt. Drei Jahre davon stand der Laden »unter der Herrschaft des Fahrradies«, danach übernahm 12 Jahre lang die Jugendwerkstatt vom Bauhaus. Da diese aber zwei Mal in Insolvenz gingen, wurde Sebastian der Inhaber. Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuINTERESSE Nr. 51 0

Halle, je t’aime

Wie es zwei französischen Studentinnen in Halle geht und was sie von Stadt, Hallensern und Uni denken

Foto: Alida Sauer

Die zwei Französinnen Adèle und Delphine studieren im fünften Semester Interkulturelle Europa- und Amerikastudien/Langues étrangères appliquées (IKEAS/LEA). Dieser binationale Studiengang verbindet die MLU mit der Université Paris X La Défense in Nanterre (Paris). Und so ist es Teil des Studienprogramms, dass die Franzosen für die letzten beiden Semester des Bachelors nach Halle kommen und die deutschen Studenten das dritte und vierte Semester in Paris verbringen.

Halle entschleunigt

Auf die Frage, ob sich die beiden schon in Halle eingewöhnt haben, folgt heftiges Kopfnicken und ein »Ja, logisch«. Delphine ist sehr von der Stadt begeistert und meint, dass sie gleich von Anfang an ein echtes »Zuhausegefühl« verspürt hat. Die Größe dieser doch so kleinen Stadt gibt ihr dieses Gefühl. Bei Adèle dagegen brauchte es ein Weilchen länger, bis sie sich ein richtiges Bild von Halle machen konnte. »Zunächst war ich geschockt«, sagt sie. Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuINTERESSE Nr. 51 0

Auf jeden Fall Großstadt

Studium, Uni, Stadt, Partys, Wohnung – alles neu. Was ist der erste Eindruck der »Erstis« von ihrer neuen Heimat? Und was erwarten sie sich vom Turm? Carola und Tobias haben sich vor der Stura-Ersti-Party im Turm auf Stimmenfang begeben.

Christoph, 25, Nino, 23 (beide keine Erstis), Tim, 18, Philip, 18 (beide Lehramt): »Drei Partys in drei Tagen!«


Vladimir, 21, und Caroline, 19, BWL
Vladimir: »Alles elektronisch, und alles muss man selbst organisieren. Es nervt, dass es mit Löwenportal, Stud.IP und Studmail so viele Portale gibt.«
Caroline zum Thema Unisport: »Warum bekommt man nach fünf Minuten schon keinen Platz mehr?!«

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Dez 2013 hastuUNI Nr. 51 0

Hoffnungszeichen am Martinstag

Kommentar zum »Laternenumzug« am 11. November

Foto: gynti_46 (Flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Link unter dem Artikel)

Foto: gynti_46 (Flickr, CC BY-NC-SA 2.0; Link unter dem Artikel)

Vor dem Bauernfasching im Studentenclub der Agrarwissenschaftler und dem Medifasching der Mediziner im Volkspark wurde, zahlenmäßig breit von Studierenden unterstützt, dann also doch noch ein hoffnungsvolles Zeichen gesetzt. Zu dem zeitlich relativ knapp organisierten Protestzug kamen über 2000 Hallenser und Sachsen-Anhalter aus Bildung, Kultur und Erziehung zusammen, um gemeinsam zu zeigen, dass die Pläne der Landesregierung auch nach einer Sommerpause nicht vergessen sind.

Trotz frostiger Temperaturen wärmten sich also viele Studenten an den zahlreich mitgebrachten Laternen. Es stimmt hoffnungsvoll für die weiteren Entwicklungen, dass der Wille und die Wut offenbar nicht nachlassen. Man kann nur hoffen, dass auch in Magdeburg dieser Protest gehört wurde. Überhaupt war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Eine nicht zu lange und doch an wichtigen Knotenpunkten vorbeigehende Route, ein kurzes, nicht durch allzu viele lange Reden unnötig gestrecktes Zusammenkommen auf dem Marktplatz, garniert mit anschließender symbolhafter Lichtlöschung. Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuUNI Nr. 51 0

Zu viel Information

Das Phänomen der Hochsensibilität betrifft bis zu 20 Prozent der Bevölkerung und ist in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend in den gesellschaftlichen Fokus gerückt.

Illustration: Marcel Wiessler

Illustration: Marcel Wiessler

Auf dem Marktplatz zwischen Ratshof und Marienkirche drängeln sich viele Menschen aneinander vorbei. So schnell einige im Blickfeld auftauchen, so schnell sind sie kurz darauf schon wieder verschwunden. Stimmengewirr mischt sich mit dem quietschenden Geräusch der haltenden Straßenbahn, der Glockenmelodie des Roten Turms, dazu das penetrante Parfum einer vorbeihuschenden Dame und dann ein kaum definierbarer Gestank aus dem Mülleimer nebenan. Mitten dort steht Maria Schubert im Frühjahr 2013, und all diese Eindrücke strömen mit einem Mal auf sie ein. Für sie zu viele Reize, zu viel Information, aber keine Möglichkeit auszublenden, abzuschalten.

Sensibel zu sein ist in unserer Gesellschaft negativ konnotiert. Wer sensibel ist, gilt als schwach, hält angeblich nichts aus, so die landläufige Meinung. Die Annahme, dass eine besonders stark ausgeprägte Sensibilität ein angeborenes Phänomen sein könnte, gibt es erst seit knapp zwei Jahrzehnten. Auslöser für ein Umdenken war der erste wissenschaftliche Artikel der Amerikanerin Elaine Aron zum Thema, der 1997 im Journal of Personality and Social Psychology erschien, gefolgt von ihrem Buch »The Highly Sensitive Person«, das zwei Jahre später zum Bestseller wurde. Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuUNI Nr. 51 0

Vollprogramm mit Abstrichen

Das Career Center der Universität darf aufatmen. Auch im neuen Jahr wird es als Bindeglied zwischen Studierenden, Unternehmen und Arbeitsmarkt vermitteln und beraten.

Lange war die Zukunft des Career Centers unklar, da ab Januar 2014 die finanzielle Förderung durch den Europäischen Sozialfonds ausläuft. Nun wird es im nächsten Jahr aber doch weitergehen, zwar mit nur einer unbefristeten und zwei befristeten Arbeitsstellen, jedoch sollen die Beratungsgebiete nicht eingeschränkt und weiterhin Seminare und Workshops organisiert werden. »Das breite Spektrum der sich daraus ergebenden Synergieeffekte der verschiedenen Dienstleistungen macht den Erfolg aus«, erklärt Tino Schlögl, Berater beim Career Center. Mehr, mehr, mehr