Heft

Artikel aus dem Heft

Okt 2014 hastuINTERESSE Nr. 56 0

Oh, Romeo aus Schweiß und Papier!

Im Oktober beginnen an der MLU jedes Jahr tausende Liebesgeschichten. Ihre ganz persönliche hat hastuzeit-Redakteurin Julia Plagentz aufgeschrieben. Wem wohl gelten diese süßen Worte?

Foto: Silke Gerstenkorn (CC BY-NC 2.0)  www.flickr.com/photos/silkegb/3507441358

Foto: Silke Gerstenkorn (CC BY-NC 2.0)
www.flickr.com/photos/silkegb/3507441358

Du und ich. Seit fast drei Jahren sind wir nun ein Paar. Kein akademisches Viertel davon möchte ich missen. Wir sind kein Paar, das Händchen haltend liebestrunken über eine Blumenwiese taumelt. Auch brauchen wir keinen Kai Pflaume (übrigens geborener Hallenser), der mit seiner schleimig-kitschigen und mittlerweile abgesetzten Show unsere Liebe erneuert. Immerhin habe ich auch schon viele erlebt, deren Zusammensein nach nur wenigen Monaten ein tragisches und endgültiges Ende fand. Unüberbrückbare Differenzen. Uns wird das nicht passieren.

Wir verbringen unsere Zeit in Vorlesungssälen, Seminarräumen und auf den engen Gängen meiner Institute. Unsere Beziehung ist rational und säuselt nur manchmal Liebesschwüre in zweierlei Sprachen. My love, mon amour … Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuPAUSE Nr. 56 0

Vom Suchen und Finden eines Mitbewohners

Eine Zweier-WG sucht den Dritten im Bunde und findet die Richtige.

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Wir befinden uns in Halle in einem relativ großen, aber bald leeren WG-Zimmer. Die Mutter tapst leicht nervös aufs eine und dann aufs andere Bein. Ihre Arme sind verschränkt, als sie ein paar Fragen über das Zimmer, die Miete und unsere WG-Aktivitäten stellt. Ich versuche, bei der Beantwortung ihre Tochter mit ins Gespräch einzubinden, die jedoch eher schweigsam danebensteht und nur dann und wann zustimmend nickt. Während meine Mitbewohnerin die nächsten Fragen übernimmt, versuche ich, mich wieder Lena* zu widmen. Es fällt mir schwer, denn ich bin mir nicht sicher, wer hier von wem begutachtet wird. Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuINTERESSE Nr. 56 0

Mein Studium – Erwartungen und Wendung

Vor kurzem schnappte ich im Flur einen Gesprächsfetzen auf: »Nur ein Drittel aller Studierenden sind an der Universität auch tatsächlich richtig.« Der Mann, der dies bemerkte, zuckte mit den Schultern und wirkte ernüchtert über seine eigene Aussage. Ich ging Richtung Bibliothek weiter, hing aber dem Gesagten nach. Unwillkürlich stellte ich mir die Frage, ob ich zum besagten Drittel oder dem Rest gehörte. Zu Beginn meines Studiums kam es mir nicht mal in den Sinn, diese Frage in Betracht zu ziehen. Von Anfang an hielt ich mich an meinen Plan. Nach meiner Vorstellung warteten sechs Semester Bachelor auf mich, dann noch vier Semester Master und pünktlich zum 23. Lebensjahr der Sprung auf den Arbeitsmarkt. Mit diesem Ablaufplan richtete ich mich auf mein Geschichtsstudium ein.
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Okt 2014 hastuINTERESSE Nr. 56 0

Brief an die neuen Erstsemester

Nützliche Hinweise für den Sprung ins kalte Wasser

Foto: Thomas Hoffmann

Schwimmen in der Saale.

Foto: Thomas Hoffmann


Hallo und herzlich willkommen in Halle, bestimmt habt Ihr diese Worte zuletzt recht häufig gehört: im Ratshof beim Ummelden, von älteren Semestern, vielleicht von Eurem Vermieter und natürlich vom geschätzten Herrn Rektor, wenn ihr denn an der Immatrikulationsfeier teilgenommen habt.

Letztes Jahr hatten wir in der hastuzeit einen Text mit dem Titel »Warum Halle richtig ist«, um die neuen Studierenden zu begrüßen. Wir haben damals viele Gründe, mal ernsthaft, mal scherzhaft, gefunden.

Sicherlich ist auch dieses Jahr nicht jeder von Euch sicher, ob er oder sie die richtige Wahl getroffen hat. Die Universitätsumgebung ist neu, die Stadt möglicherweise völlig unbekannt, und ob das Studium wirklich zusagt, kann man auch noch nicht wissen.

Ich persönlich glaube, Ihr habt eine gute Wahl getroffen. Für mich sind die ersten vier Jahre sehr schnell vergangen. Nach dem Bachelor hatte ich nicht das Gefühl, von Halle bereits alles gesehen zu haben. Nicht zuletzt darum bin ich noch hier. Euch erwartet also einiges. Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuUNI Nr. 56 0

»Profilierungen haben sich gelohnt«

Am 1. September begann die zweite Amtszeit unseres Rektors Udo Sträter. Anlass für ein Gespräch über seine Pläne mit der Uni – und die der Landesregierung.

Foto: Uni Halle

Foto: Uni Halle

Herr Professor Sträter, Sie sind am 2. Juli als Rektor der Uni Halle wiedergewählt worden. Was war Ihr erster Gedanke, als das Ergebnis feststand?

Dass ich mich jetzt darauf einstellen muss, dass ich die nächsten vier Jahre Rektor bin. Und dann auch, was biographisch nicht unwichtig ist, als Rektor pensioniert werde und nicht mehr zurückkehre in meine Fakultät. Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuUNI Nr. 56 0

Selten gestellte Fragen

Nicht nur für unsere Erstis, auch für alle anderen MLU-Studierenden ist das MDV-weite Semesterticket eine Premiere. Dieser Artikel soll Fragen beantworten, die Ihr Euch vielleicht noch gar nicht gestellt habt.

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Wann und wo kann ich mit dem Semesterticket fahren?

Rund um die Uhr während des gesamten Semesters (also genau sechs Monate lang) im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV). Dieser umfasst fünf Landkreise in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie die Städte Halle und Leipzig. Hier könnt Ihr fast alle öffentlichen Nahverkehrsmittel (Regionalzüge und S-Bahnen, Straßenbahnen und Busse) benutzen, nicht jedoch den Fernverkehr (ICE, IC). Solltet Ihr mal einen Anrufbus bestellen, wird nach den üblichen MDV-Regelungen eventuell ein Zuschlag fällig.

Das Gebiet des ehemaligen Landkreises Döbeln gehört zwar zum benachbarten Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS), aber Euer Ticket ist auch dort gültig, wenn Ihr aus dem MDV-Gebiet kommt oder dorthin zurückfahrt. Auf dem Tarifzonenplan des MDV liegen diese Zonen im Südosten und sind besonders markiert.

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Jun 2014 hastuUNI Nr. 55 0

Wer ist eigentlich betroffen? – Studienkolleg

Eine kleine Vorstellung der von den Kürzungen betroffenen Institute und Studienfächer. Die hastuzeit hat alle besucht und stellt hier in regelmäßigen Abständen jeweils die Situation an einem Institut da.

Foto: Markus Kowalski

Foto: Markus Kowalski

Was droht dem Studienkolleg?

Dem Studienkolleg droht die Komplettschließung bzw. die Integration in das – ursprünglich auf FH-Studierende spezialisierte – Studienkolleg Köthen. Dies käme aber im Prinzip der Schließung gleich. Das Studienkolleg, das ausländische Studienbewerber auf das Studium in Deutschland vorbereiten und auch die Eignung prüfen soll, stand schon häufiger zur Disposition, so massiv laut Leiterin Angelika Wolter jedoch bisher noch nicht.

Warum soll gekürzt werden?

Eventuell erwarte man hier wenig Widerstand, liegt das Institut doch weit ab der anderen Uni-Gebäude in Neustadt. Zudem hat man keinen Vertreter in universitären Institutionen und kann sich so schlechter wehren. Vom Rektorat höre man kaum etwas. Wolter deutet auch an, dass teure Renovierungs- und Haltungskosten ihren Beitrag leisten, doch Heizkosten ließen sich bei schlechten Fenstern eben nicht senken. Mehr, mehr, mehr