Heft

Artikel aus dem Heft

Feb 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Die Wiege des Plastiks

Ein Konzept zur umweltschonenden Kreislaufwirtschaft nennt sich »Cradle to Cradle«.

Foto: Kulturlabor Trial u. Error

Foto: Kulturlabor Trial u. Error Flickr CC BY-NC-SA 2.0

Plastikkügelchen in der Zahnpasta, Weichmacher im Shampoo und Aluminium im Deospray. Klingt befremdlich, doch das sind nur ein paar der giftigen Stoffe, mit denen unser Körper tagtäglich in Kontakt kommt. Viele der Inhaltsstoffe in unseren Kosmetika und Lebensmitteln kennen wir noch nicht einmal. Zwar gibt es noch keine Langzeitstudien zu den körperlichen Folgen des Gebrauchs solcher Artikel, doch das Gerücht, dass aluminiumhaltige Deos Brustkrebs erregen und sich das Plastik der Verpackungen auf unsere Lebensmittel übertragen soll, hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Wenn wir den Kunststoff nicht mehr brauchen, landet er schließlich in Müllverbrennungsanlagen, durch die er wieder in den ursprünglichen Kreislauf gelangt. Um diesen schädlichen Kreislauf zu durchbrechen, hat Professor Dr. Michael Braungart, wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts, das sogenannte »Cradle-to-Cradle«-Konzept (C2C) entwickelt. Mehr, mehr, mehr

Feb 2014 hastuPAUSE Nr. 53 0

Verzweifelte Schicksale und ein Kind

Im Neuen Theater läuft zurzeit „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann. In dieser Tragikomödie sind zwei Handlungsstränge vereint, im ersten die Tragödie um die Arbeiterin Frau John und im zweiten die Komödie um Theaterdirektor Hassenreuther.

Im Neuen Theater läuft zurzeit »Die Ratten« von Gerhart Hauptmann. In dieser Tragikomödie sind zwei Handlungsstränge vereint, im ersten die Tragödie um die Arbeiterin Frau John und im zweiten die Komödie um Theaterdirektor Hassenreuther. Diese Doppelrezension betrachtet jeweils einen Handlungsstrang der neuen Inszenierung.

Fotos: Pressebilder Neues Theater

Fotos: Neues Theater

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Feb 2014 hastuUNI Nr. 52 0

Mit Rasseln und Kerzen

Kurz vor der Verabschiedung des Haushalts wurde vor dem Landtag in Magdeburg noch einmal demonstriert.

Foto: Johannes Filter, Stura OvGU Magdeburg

Foto: Johannes Filter, Stura OvGU Magdeburg

Am 11. Dezember 2013 wurde endlich der Landeshaushaltsplan für 2014 in Magdeburg beschlossen. Ursprünglich war die Sitzung für den 12. Dezember 2013 geplant gewesen, doch wurde sie um einen Tag vorverlegt. Auf viele Demonstranten wirkte dies wie eine Flucht vor der geplanten Protestaktion.

Tatsächlich hatte der Stura der MLU Busse und Plakate für den späteren Termin vorbereitet. Trotzdem fanden mehrere hundert Demonstranten aus Kultur, Sozialeinrichtungen und Bildung ihren Weg zum Landtag. Doch waren von den Veranstaltern viel mehr Menschen erwartet worden. Die Gründe dürften vielfältig sein. So konnte jener Bus, der Demonstranten aus Halle und Merseburg abholen sollte, in Merseburg keine Leute auffinden. Aus Halle waren keine Kulturschaffenden dabei, weil sie an einer 48-stündigen »Besetzung« der Kulturinsel teilnahmen. So kamen nur eine Handvoll Studenten und Mitarbeiter der Uni Halle mit nach Magdeburg. Mehr, mehr, mehr

Feb 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Bauer sucht Party

Der Bauernclub ist der letzte Studentenclub der Stadt und schließt nun nach über 40 Jahren seine Pforten am Steintor. Doch an einer anderen Stelle soll es weitergehen.

Foto: Tobias Leithold

Foto: Tobias Leithold

Es ist ein Mittwoch, mitten im Dezember, als ich die Tür zum Bauernclub passiere. Heute ist die Weihnachtsfeier der Ernährungswissenschaftler, eine der letzten Feiern des Bauernclubs in den alten Räumlichkeiten gegenüber dem alten agrarwissenschaftlichen Institut am Steintor. Auf der anderen Straßenseite entsteht der neue geisteswissenschaftliche Campus, und auch das Gebäude des Bauernclubs wird aufgrund der Umgestaltungen am Steintor weichen müssen. Während man sich gegenüber über einen neuen Straßennamen streitet, wird hier der letzte Studentenclub Halles vorerst geschlossen und mit ihm auch ein Stück Geschichte. Weitergehen wird es möglichst in der Nähe. Doch dazu später mehr. Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuPAUSE Nr. 51 0

Verzauberte Welt, optimierte Wälder

»Der seltsamste Fall des Doktor E. T. A. Hoffmann« konfrontiert die Zuschauer mit der eigenen Identität

Eigentlich wissen wir es ja: Die Puppen handeln nicht selber, sie werden nur gesteuert.

Foto: Falk Wenzel

In einem leeren, kahlen Arbeitszimmer beginnt es. Zwischen den Büchern und dem wuchtigen Schreibtisch und der eigenen Selbstverliebtheit schwadroniert der Rechtsanwalt Theo H. über das herrliche Anwaltsleben. Plötzlich kommt eine neue Mandantin herein und verwickelt ihn in eine Geschichte zwischen Zauber und Wirklichkeit. Sein neuester ist zugleich sein seltsamster Fall.

Denn seine Mandantin ist eigentlich die Fee Rosalverde, die ihn auf eine Reise in die Zeit der Aufklärung entführt. Dort, in dieser wundersamen Welt, ist Studiosus Balthasar in die hübsche Tochter des Hofes Candida verliebt, doch das ist eigentlich Nebensache. Denn der Staatssekretär Dollinger will unbedingt zum neuen »Generaloptimierer« ernannt werden, um die fürstlichen Wälder zu optimieren. Klingt verrückt? Noch bizarrer wird es, als der Rechtsanwalt Theo H. plötzlich von allen Beteiligten für Herrn Zinnober gehalten und heldenhaft verehrt wird. Kurz darauf verliebt er sich dann noch in Candida. Und schon ist das Chaos vorprogrammiert: Theo H., der absolut rationale Rechtsanwalt, der nie heiraten wollte, plant plötzlich seine Hochzeit.

Zunächst kommt man wegen den Rechtsanwalts-Witzen, den lakonischen Bemerkungen und der grotesken Situation nicht aus dem Lachen heraus. Doch dann wird klar, dass bei diesem Feen-Zauber nur der Schein zählt, denn: »Wahr ist, was alle glauben.« Denn auf einmal wird Theo H. auch noch vom Fürsten zum Intendanten des neuen fürstlichen Theaters ernannt, ohne das überhaupt zu wollen. Er protestiert: »Ich bin doch gar kein Künstler!« – »Das ist doch egal, solange es alle denken.« Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuPAUSE Nr. 51 0

»Sehr vielfältige Gegenwart«

Vom 30. September bis zum 10. Oktober 2013 fanden die ersten »Hallenser Jüdischen Kulturtage« statt. Eine Fortsetzung ist bereits geplant.

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Anlass der Kulturtage war der 60. Jahrestag der Einweihung der hallischen Synagoge in der Humboldtstraße und der Einzug der neuen Tora-Rolle, die erste seit vor dem Zweiten Weltkrieg. Den Besuchern der Woche wurde ein buntes und sehr vielfältiges Programm aus Konzerten, Vorträgen, Rundgängen, einem Workshop und einem Tanzabend mit Künstlern aus den USA, Israel, Deutschland und der Ukraine an verschiedenen Veranstaltungsorten in Halle geboten.

Bereits im April dieses Jahres hatte der Musiker und Kulturmanager Andreas Schmidtges die Idee, beide Ereignisse mit einem umfangreichen Begleitprogramm zu würdigen. Im Juni legten sich dann der Freundeskreis Leopold-Zunz-Zentrum e. V., die Jüdische Gemeinde zu Halle und das Seminar für Judaistik / Jüdische Studien der MLU fest, den Schritt »zu wagen« und die Kulturtage zu organisieren. Von Juni bis zum Beginn der jüdischen Kulturtage war die komplette Verwaltung, Finanzierung und Konzipierung abgeschlossen, verriet uns Dr. Anton Hieke, Mitorganisator und Redner. »Für eine Veranstaltung dieser Größe war es blitzschnell«. Seine persönliche Motivation war »die Aufgabe, eine neue Tradition zu schaffen« und »den Hallensern zu zeigen, dass sie eine jüdische Gemeinde, eine sehr vielfältige jüdische Geschichte, aber auch eine sehr vielfältige jüdische Gegenwart haben«. Mehr, mehr, mehr

Dez 2013 hastuPAUSE Nr. 51 0

King of Stud.IP

Vom Sinn oder Unsinn des exzessiven Gebrauchs unseres Uni-Netzwerks – Gespräch mit einem der »Könige des Stud.IP«

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Wir alle arbeiten meist täglich mit Stud.IP, ohne welches unsere Studienorganisation mittlerweile ebenso undenkbar wäre wie Tim ohne Struppi. Für einige ist Stud.IP offenbar sogar weit mehr als ein reines Organisationsmedium, sie nutzen das Netzwerk sehr aktiv und haben so bereits eine gewisse Bekanntheit erlangt. Besonders im Kampf um eine möglichst hohe Platzierung in der Rangliste maximieren sie ihre Aktivität, um möglichst viele Punkte zu erlangen. Zu diesen Stud.IP-Koryphäen gehört auch Marco Kühne, mittlerweile ist er vor allem durch seine mannigfaltigen Umfragen bekannt wie ein bunter Hund, ziemlich viele Neugierige landen wöchentlich auf seiner Seite. Er hat sich netterweise bereiterklärt zu erzählen, was für ihn den Reiz von Stud.IP ausmacht.

Weißt du deinen momentanen Rang und deine Punktzahl aus dem Stegreif?

Ja, ziemlich genau. Gut 230 000 Punkte und Rang 10, aber das unterliegt ja auch Schwankungen. (Anm. der Red.: Marco möchte an dieser Stelle seinem Mitbewohner, Christian »dem Nachbarn« M., Henrike H., Jens S. und den vielen anderen Stud.IP-Verrückten danken. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses war Marco bereits bis auf Platz 6 der Rangliste vorgerückt.)

Würdest du Stud.IP als ein Hobby von dir bezeichnen? Und wie viel Zeit verbringst du täglich damit?

Meine anderen Hobbies sind normalerweise viel zeitintensiver, also ist Stud.IP mit circa einer Stunde täglich vielleicht ein kleines Hobby von mir. Ich nutze es aber natürlich vor allem fürs Studium und um mit Leuten in Kontakt zu treten, denen ich Mathe-Nachhilfe gebe.

Wenn man sich dein Profil ansieht, ist man erst einmal überrascht über deine rege Aktivität. Da drängt sich bei den meisten die Frage auf: Warum machst du das, und woher kommt deine Motivation?

Ich verstehe, wenn das einige etwas nerdig finden, aber ich war einfach neugierig, was man mit Stud.IP noch so machen kann, abgesehen von der Organisation des Studiums, was ja wirklich praktisch ist. Mehr, mehr, mehr