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Artikel aus dem Heft

Dez 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 81 0

Das Kaffeebechermassaker

Wenn die Pause zwischen zwei Seminaren nur dreißig Minuten beträgt, reicht die Zeit oftmals nur aus, um sich ein Heißgetränk im Café zu kaufen. Das ist bequem, geht schnell und lässt sich auch noch während des nächsten Seminars genießen. Einziges Manko: Der Pappbecher.

Foto: Lisa Kollien

Mittwochs in der Cafébar Steintor-Campus zwischen 11.45 und 13.15 Uhr: Die Schlange an der Kasse reicht bis hinaus auf die Terrasse. Schnell etwas für zwischendurch kaufen, bevor der nächste Kurs beginnt. Ein Baguette und einen Kaffee »To Go«. Ungefähr drei Euro wechseln den Besitzer für den schnellen Genuss zwischendurch. Zurück bleiben Papiertüten, die schon außerhalb des Cafés wieder weggeworfen werden, und Pappbecher, die im Idealfall (aber selten) in der Mülltonne landen. Und wenn, dann leider nicht fachgerecht getrennt, da in den öffentlichen Entsorgungsmöglichkeiten leider alles zusammenkommt. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 81 0

Zero Waste – geht das überhaupt?

Dieser Artikel will nicht mit Bildern von riesigen Plastikstrudeln im Meer oder toten Vögeln mit Strohhalm im Hals schockieren, um ein schlechtes Gewissen hervorzurufen. Plastik ist schlecht für die Umwelt, das ist mittlerweile allgemein bekannt. Stattdessen wird dieser Artikel aufzeigen, wie ein Leben ohne Plastik möglich wird.

Foto: Johanna Schultheiß

Morgens beginne ich den Tag mit einer erfrischenden Dusche. Dabei begegnet mir schon im Bad eine Menge Plastik, auf das ich leicht verzichten kann. Handseife, Shampoo und Duschgel können statt in Flüssigform einfach als Seifenstück gekauft werden, dieses wird in einer Papierverpackung aufbewahrt. Ihre Verwendung ist zu Beginn sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig: die erste Shampoo-Seife, die ich ausprobiere, schäumt nur wenig. Doch nach mehreren Probepackungen finde ich die passende Version für mich. Alternativen sind beim Kauf erst einmal etwas teurer als die herkömmliche Variante. Da das Produkt jedoch viel länger hält, ist es am Ende sogar effizienter. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 81 0

Taste the Waste

Nahrungsknappheit wird im Zusammenhang mit Überbevölkerung immer wieder als eines der großen Probleme unserer Zeit erkannt. Um dem entgegenzuwirken, kann jeder von uns ganz einfach seinen Teil tun. Zum Beispiel durch bewussteren Umgang mit Lebensmitteln.

Foto: Jonas Krause

Ein einzelner Supermarkt in Deutschland vernichtet pro Jahr rund 500 Tonnen Lebensmittel. Grund dafür sind allerdings keine technischen Probleme oder Gesundheitsbedenken, sondern eine Kombination aus Marketing und Kundenerwartung. Die meisten Lebensmittel sind ohne Probleme genießbar, sie werden lediglich aufgrund von kosmetischen Mängeln aussortiert. Einer WWF-Studie zufolge könnten sich bis zu 90 Prozent der Verluste auf dieser Ebene vermeiden lassen. Genau dazu will das Crumme Eck seinen Beitrag leisten. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 81 0

Studis, wohin man sieht?

Hin und wieder liest man von »Halle, der Studentenstadt«. Spätestens fünf Gehminuten vom Campus entfernt entstehen erste Zweifel an der Richtigkeit dieser Aussage. Wir leben in einer Stadt, die Studenten fantastische Möglichkeiten bietet – aber sicher nicht in einer Studentenstadt. Warum das vielleicht auch gar nicht so schlecht ist. Eine Betrachtung.

Foto: Catatine (CC BY-SA 4.0), https://commons.wikimedia.org/wiki/file:HAL-Steintorcampus2b_Fahrr%C3%A4der.JPG

Wie jede große Kultur- und Bildungseinrichtung liebt es die Martin-Luther-Universität, Pressemitteilungen in bewundernswerter Regelmäßigkeit in die große, weite Welt hinauszuschicken. Die kurzen und manchmal nicht ganz so kurzen Texte widmen sich den unterschiedlichsten Themen, die für Beobachter einer Uni irgendwie von Interesse sein könnten. Gelegentlich wohnt dem Klang mancher Formulierungen ein nicht zu überlesender Stolz über das Verkündete bei; man will es der MLU nicht verdenken. Wenn die Uni schon einmal gemeinsam mit der Weinbruderschaft Saale-Unstrut e.V. eine Ausstellung über den Gott des Weines konzipiert, kann man dieses alkoholische Genussmittel und dessen Anbau durchaus als »die wesentlichen anthropologischen Grundzüge des Menschen berührend« rühmen. Anlass genug, dass neben einzelnen regionalen Seiten sogar rtl.de seinen Leserinnen und Lesern diese Neuigkeit nicht vorenthalten wollte. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 81 0

Zwischen Couch und Campingplatz

Mit der Isomatte im Zelt oder bei Gastgebern auf der Couch: für einen kurzen Urlaub mag das sicher reizvoll klingen. Doch tatsächlich sieht so für manche die erste Studentenbude aus. Bezahlbarer Wohnraum wird für Studierende immer knapper. Selbst in Halle kann es mit dem BAföG-Satz eng werden.

Illustration: Emilia Peters

Seit knapp zwei Monaten läuft nun schon das Semester, und viele Studierende in Deutschland dürften mit ihrer Wohnsituation immer noch unzufrieden sein, denn der ohnehin angespannte Wohnungsmarkt hat sich 2018 für sie besonders verschlechtert. Zu diesem Schluss kommt auch das Moses-Mendelssohn-Institut Berlin (MMI) in einer neuen Studie. Im Auftrag des Immobilienentwicklers GBI wurden 96 Standorte mit mehr als 5000 Studierenden untersucht. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuUNI Heft Nr. 81 0

Vom Hörsaal ins Radio

Nach heftigen Debatten ist dieses Semester das Studierendenradio bei Radio Corax gestartet. Nun soll sich dort ein neues Programm etablieren, für das noch RedakteurInnen gesucht werden, die mit viel inhaltlicher Selbstbestimmung noch mehr Publikum erreichen könnten. Wir haben beim Sender vorbeigeschaut.

Corax Logo

Die Fassade im Unterberg 11, zwischen Hauptcampus und Steintor gelegen, wirkt unscheinbar. Auch die eher kuscheligen Platzverhältnisse des Büros im Erdgeschoss und in der Redaktion eine Etage darüber lassen nicht darauf schließen, dass sich hier die Schaltzentrale eines der traditionsreichsten freien Radios in ganz Deutschland befindet. Radio Corax sendet seit mittlerweile 18 Jahren auf der UKW-Frequenz 95,9 in Halle und Umgebung ein Programm, das zugleich lokal und weltoffen sein will. »Für uns ist die lokale Anbindung seit jeher sehr wichtig, aber wir suchen schon immer den Austausch über den Stadtrand hinaus«, sagt Lukas, der zusammen mit Philline und Alex auf zwei durchgesessenen schwarzen Sofas in einem kleinen Raum vor den Studios sitzt. Das Trio ist schon länger in der Redaktion des Senders aktiv und kümmert sich nun auch um das Studierendenradio.

Die Wände im Aufenthaltsraum sind voll mit Plakaten und aus dem Studio klingen Fauch- und Kratzgeräusche unterbrochen von verzerrten Stimmen und hohen Tönen. Katzenmusik ist das Ganze keineswegs, sondern die Impro-Performance einer französischen Radiokünstlerin, die gerade eine 30-minütige Sendung gestaltet. Ein Beispiel für das alternative Programm, welches das freie Radio anbietet. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 81 0

Nachhaltigkeit. Zwischen Hoffnung und Realität

Die Evangelische Akademie der Lutherstadt Wittenberg rief zu einem Erfahrungsaustausch nach dem Motto »Nachhaltige Hochschule. Auf dem Weg zu einer transformativen Wissenschaft?« auf. Die hastuzeit war dabei.

Foto: Raphael Strauch

»Mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht!« (Genesis 1,28) Auch wenn die Kirche in heutiger Zeit weitgehend nur noch auf kultureller Ebene eine Rolle in der Gesellschaft spielt, ist die Aussage noch aktuell. In diesem Sinn nahm sich die evangelische Kirche der Verantwortung, die wir als Bewohner unserer Erde gegenüber der Natur haben, an.

Die Veranstaltung verlief in einer Kooperation mit den Organisationen »Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften« (SFI e.V.), der »Regionalen Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien – Mitte« (RENN.mitte) und dem »Netzwerk n«. Der Einladung folgten Studierende der Martin-Luther-Universität Halle und anderer Universitäten. Mehr, mehr, mehr

Dez 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 81 0

Geschichten aus dem HAVAG-Land

Schienengebunden, mit elektrischer Energie betrieben, dient als öffentliches Personennahverkehrsmittel – die Rede ist von der Straßenbahn. In Halle gestalten sich Fahrten mit dieser regelmäßig als modernes Reiseabenteuer. Eine Kolumne über Fahrten rot-weiß. Diesmal geht es um die akustische Beschallung in Halles Straßenbahnen.

Illustration: Sophie Ritter

Halle – die Stadt, in der Straßenbahndurchsagen gesprächiger sind als die Kassierer im 24-Stunden-Edeka. Für Letztere hat man im besten Fall Verständnis übrig, im nicht so optimalen Fall nur das gesammelte Kleingeld der letzten drei Monate. Verständnis und Kleingeld; beides Dinge, die – besonders in Kombination – auch das Straßenbahnfahren erleichtern können. Studierende profitieren insofern vom Semesterticket, dass sie ihr Kleingeld sämtlich für Kassierer sparen können, statt es an Ticketautomaten im ansässigen ÖPNV verpulvern zu müssen. Studieren heißt allerdings auch in den meisten Fällen, dass man Zugezogener ist – und somit am Anfang vom Studium viele neue Erfahrungen auf einen warten. Mehr, mehr, mehr