Nr. 42

Ausgabe Nr. 42 vom Mai 2012

12

Jun 2012 hastuUNI Nr. 42 0

Der Neue an der MLU

Voraussichtlich im kommenden Wintersemester 2012/13 soll er eingeführt werden: der Masterstudiengang »Erneuerbare Energien«. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung muss nur noch seinen abschließenden Segen geben, dann darf sich die MLU eines weiteren Wettbewerbsvorteils als Lehr- und Forschungsanstalt erfreuen.

Foto: Carstic Productions

»Ein solches Angebot ist in Anbetracht der politischen Entscheidung der Bundesrepublik zur Energiewende unbedingt erforderlich«, erklärt Roland Scheer, Professor am Institut für Physik und Leiter der Photovoltaik-Gruppe der MLU. Er und einige Kollegen der Naturwissenschaftlichen Fakultät II hatten die Idee zur Initiierung des neuen Masters.

»Wenn wir davon ausgehen, dass wir bis zum Jahr 2050 unseren Primärenergieverbrauch um 50 Prozent reduzieren wollen, dann geht das nur durch Nutzung regenerativer Energieträger. Weltweit ein großes Feld, das sehr viele Arbeitsplätze bietet.« Mehr, mehr, mehr

Jun 2012 hastuUNI Nr. 42 0

»Faires Miteinander und Shakehands«

Vinzenz Sacher studiert im vierten Semester Jura an der MLU. Mit Anaïs Böhmer und Lisa Wendrich hat er im Mai in Maastricht bei einer europäischen Regionalrunde des ELSA-Wettbewerbs im Welthandelsrecht den zweiten Platz erreicht.

Vinzenz erhielt die Auszeichnung für das beste Plädoyer in der Vorrunde, im Halb- und Finale der Regionalrunde. Das Team errang bei der Weltmeisterschaft vom 5. bis 13. Mai in Montpellier den fünften Platz und wurde als beliebteste Mannschaft des Wettbewerbs ausgezeichnet. Mehr, mehr, mehr

Jun 2012 hastuUNI Nr. 42 0

Ein weites Feld

Obwohl in den letzten Jahrzehnten schon viel in Sachen Gleichberechtigung von Männern und Frauen erreicht wurde, gibt es noch immer einiges zu tun. Auch hier an der Uni.

Foto: privat

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, gibt es an der Uni sogenannte Gleichstellungsbeauftragte. Ihre Funktion wird laut Hochschulgesetz wie folgt beschrieben: »Die Gleichstellungsbeauftragten wirken auf die Herstellung der Chancengleichheit für Frauen und Männer und auf die Vermeidung von Nachteilen für weibliche Angehörige der Hochschule hin.« Des Weiteren werden auch »Projekte und Maßnahmen gefördert, welche Nachwuchswissenschaftlerinnen helfen sollen, eine Karriere im Wissenschaftssystem anzustreben bzw. nach dem Studium die gleichen Berufschancen zu haben wie ihre männlichen Kommilitonen«, erklärt die amtierende Gleichstellungsbeauftragte der MLU, Dr. Kathrin Hirschinger. Mehr, mehr, mehr

Jun 2012 hastuUNI Nr. 42 0

Hier kommt die Queen – und die Eierstöcke sind ausgeschaltet

Bienen sind selbst bei der Fortpflanzung genetisch gesteuert. Das konnten Molekularbiologen der MLU durch den Vergleich der europäischen Honigbiene mit südafrikanischen Kap-Bienen nachweisen.

Illustration: Susanne Wohlfahrt

Bei der europäischen Honigbiene ist alles in bester Ordnung: Die Königin paart sich und legt Eier, die Arbeiterbienen sammeln Nektar, schützen das Nest, pflegen die Brut, und die Drohnen befruchten die Königin.

»Im Bienenstaat bilden sich soziale Hierarchien automatisch, die Selbstorganisation ist unausweichlich«, erklärt Prof. Robin F. A. Moritz, der seit 30 Jahren die Eigenarten der Honigbienen erforscht. Die Aufgabenverteilung folge bestimmten Mustern, die durch die Vielfalt der Bienen mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften geprägt sei. »Jede Biene hat unterschiedliche Schwellen, eine Aufgabe zu übernehmen. Das liegt an den verschiedenen Gen-Pools. Eine Späherbiene hat zum Beispiel eine sehr niedrige Schwelle auszufliegen. Andere Bienen dagegen fliegen erst aus, wenn sie das Signal bekommen: Es gibt was. Es besteht sozusagen eine Stimulus-Rekrutierung.«

Bei den Kap-Bienen allerdings sind einige Arbeiterinnen in der Lage, sich durch selbstbefruchtete Eier fortzupflanzen und sich zu Pseudoköniginnen aufzuschwingen. Diese parasitären Königinnen legen ihre selbstlose Strebsamkeit ab und übernehmen fremde Stämme. Mehr, mehr, mehr

Mai 2012 hastuINTERESSE Nr. 42 0

Wo sich Springer und Schwein die Hand reichen

Dunkle Wälder, alte Schlösser, unbewohnte Landschaften: Solche Schauplätze sind der Nährboden für die Entstehung von Sagen. Aber auch an anderen, eher unscheinbaren Orten kann man auf sie stoßen, so auch in Halle.

Das Rezept für eine gute Sage besteht aus drei Dingen: einem Schwein, dem Sohn von Karl dem Großen, Karl dem Jüngeren, und den Salzsiedern. Zumindest wenn es um die Entstehung der Stadt Halle geht. Denn schließlich sollen alle drei auf ihre eigene Weise einen Teil dazu beigetragen haben. Das Schwein ermöglichte mit seinem ungeheuren Spürsinn die Entdeckung der Salzquellen. Einfache Arbeiter schürften an diesen das Salz und konnten dadurch ihren Lebensunterhalt bestreiten. Doch mussten sie noch mit einer kleinen Siedlung auskommen. Anfangs genügte es. Wie der Zufall es aber wollte, kam eines Tages Karl der Jüngere bei ihnen vorbei. Mehr, mehr, mehr

Mai 2012 hastuINTERESSE Nr. 42 0

Schnitzeljagd für die Großen

Noch ein Grund mehr, in die Natur zu gehen und wieder einmal richtig Kind sein zu dürfen!

hastuzeit-Autorin Jennifer (mitte) mit Frank (links) und Tina (rechts) beim Geocaching (Foto: Tom Leonhardt)

»Genau das ist das Tolle am Cachen, man geht in die Natur! Aber nicht einfach nur zum Spazieren, sondern man sucht und beschäftigt sich auf eine ganz neue Art und Weise. So kam ich in Halle in Ecken, die ich sonst nie beachtet hätte«, sagt Tina über das Geocaching. Mehr, mehr, mehr

Mai 2012 hastuINTERESSE Nr. 42 1

Put the needle to the streets

Einfarbig, bunt, gemustert, mit Bild, figürlich, einfach irgendwie – der Vielfalt scheint kein Ende gesetzt zu sein, wenn es um Urban Knitting geht. Urban Knitting?

Foto: Christian Schön

Der eine oder andere mag bei diesem Begriff noch stutzen, doch daran vorbeigelaufen ist sicherlich fast jeder schon einmal, ohne es zu merken. Es geht zunächst – ganz einfach – ums Stricken. Socken und Pullis waren jedoch gestern. Urban Knitters suchen sich Ampeln, Straßenlaternen, Zäune und alle anderen möglichen Gegenstände einer Stadt, um sie mit ihren Stricknadeln in bunte Blickfänge zu verwandeln. Und warum das Ganze? Mehr, mehr, mehr

12