Nr. 30

Ausgabe Nr. 30 vom Dezember 2009 – Schwerpunkt: Grund, zu feiern?

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Dez 2009 hastuUNI Nr. 30 0

Vorlesungen à la carte

Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole hat die Archive durchforstet und stellt in einer Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Teil 3: Die Wirtschaftswissenschaften

Ansicht von Nordosten, um 1855

Ansicht von Nordosten, um 1855

Wenn du nach Halle gehst,
Dann geh nach Hamburg,
Wenn du von gutem Leben was verstehst.

So beginnt das Gedicht »Brief auf Hotelpapier« von Joachim Ringelnatz, der mit bürgerlichem Namen Hans Bötticher hieß. Er war deutscher Schriftsteller, Kabarettist sowie Maler und verfasste mehrere Gedichtbände, Romane, Bühnenstücke, Erzählungen und Märchen für Kinder. Seine größten Erfolge waren die »Turngedichte« und die Lieder vom Seemann »Kuttel Daddeldu«. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuPAUSE Nr. 30 0

Warum schämen wir uns fremd?

Fremdschämen ist ein psychologisches Phänomen, unter dem wir alle leiden. Woran das liegt und was man dagegen machen kann, erforscht Psychologiestudentin Lea.

26_Pause_Fremdschaemen_MiaEwaldDein Kommilitone äußert sich im Seminar sehr selbstbewusst, doch leider unpassend und beschämt senkst Du den Kopf? Dein Professor lacht über seinen eigenen Witz, doch keiner lacht mit ihm und Du verziehst vor Scham dein Gesicht? Es ist verrückt. In all diesen Situationen haben nicht wir, sondern die anderen sich nicht adäquat verhalten. Und während sie es scheinbar nicht einmal bemerken, wollen wir im Boden versinken. Wir schämen uns fremd und können scheinbar nichts dagegen tun. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuPAUSE Nr. 30 0

Von der Leinwand auf die Bühne

Letzten Winter kam »Novemberkind« in die deutschen Kinos. Jetzt wird die Geschichte als Theaterstück im Neuen Theater aufgeführt.

Eine Reise beginnt

Foto: Gert Kiermeyer

Foto: Gert Kiermeyer

DDR-Filme sind meist ein einziges Klischee. Wiederkehrende Probleme, die mit der gleichen Komik transportiert werden, und irgendwie gibt es immer ein Happy-End. Aber »Novemberkind« ist anders. Erzählt wird eine kleine Geschichte von Inga, einer jungen Frau, die mit dem Gedanken aufwächst, dass ihre Mutter Anna ertrunken ist. Ihren Vater kennt sie nicht, wohl eine »schnelle Nummer hinter der Disco«. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuINTERESSE Nr. 30 0

»Warum etwas Wertvolles verschwenden?«

Richard Herrick erhielt am 23. Dezember 1954 ein besonderes Weihnachtsgeschenk – die Niere seines Zwillingsbruders Ronald. Dank dieser Nierentransplantation konnte Richard noch weitere acht Jahre leben.

Illustration: Oliver Thie

Illustration: Oliver Thie

Oft ist die Transplantation eines Spenderorgans die einzige Chance für Menschen, dem Tod zu entgehen oder ein gewisses Maß an Lebensqualität zu erreichen. Dank dem Engagement von Ärzten und der Entwicklung moderner Medizin ist es heute möglich, Organe wie Herz, Lunge, Leber und Niere zu transplantieren. Ebenso ist es gängig, Gefäße, Knochen und Augenhornhäute problemlos zu übertragen. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuPAUSE Nr. 30 0

Wortgewalt

1986 hat der amerikanische Bau­arbeiter Marc Kelly Smith Poetry Slams ins Leben gerufen. Dank HALternativ e. V. gibt es sie seit zwei Jahren auch in Halle.

Foto: Sven Dressler

Foto: Sven Dressler

Traditionelle Lesungen erschienen Marc Smith zu langweilig. Literatur sollte seiner Meinung nach nicht ausschließlich in dieser aktionsarmen Form mit Tisch, Stuhl und einem Glas Wasser vermittelt werden. Er brach mit dieser Konvention, indem er in wöchentlichen Literaturshows seine Texte in einer kunstvolleren Form vortrug. Das Besondere war eine Performance mit einem speziellen Sprachrhythmus, deren Stil an musikalische Vortragsweisen wie den Rap erinnerte. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuINTERESSE Nr. 30 2

»Es ist Krieg im Weihnachtsland«

»Passport«, ruft gelangweilt eine Stimme aus einem Glaskasten, und Weihnachten ist auf einmal sehr weit weg. »Warten«, bellt dieselbe Stimme, dann öffnet sich das Drehkreuz. »Bescheuert«, sagt Pascal lakonisch.

16_17_Bethlehem_DominikNicolasPetersDer 20-Jährige arbeitet seit einem halben Jahr als Zivi in Nazareth. Wie Maria und Joseph, nur ohne Esel, ist er aus Galiläa nach Bethlehem gekommen. Den grauen israelischen Betonbunker mit dem sterilen Neonlicht mittlerweile hinter sich, geht der rothaarige Zwei-Meter-Hüne durch einen langen, engen Gang. Dann öffnet sich auch die letzte Tür, und der Weg ist frei nach Bethlehem. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuPAUSE Nr. 30 0

Künstlerischer Mikrokosmos »ufo«

Seit zwei Jahren eine Bereicherung für die hallische Atmosphäre: eine Galerie, die über den Konventionen schwebt.

Foto: Thilo Steinert

Foto: Thilo Steinert

Die ufo Galerie in der Adam-Kuckhoff-Straße 30 zeigt, wie Kunst sich über den herkömmlichen Rahmen hinausbewegen kann. Ihr Betreiber Holger Neumaier beschreibt die etablierte hallische Szene als eine eher traditionelle, die sich auf klassische Kunstformen wie Malerei konzentriert. Viele junge Künstler können sich darin nicht wiederfinden. Zudem müssen unkonventionellere Formen wie Medienkunst auch anders in Szene gesetzt werden und dienen selten dem Verkauf. Mehr, mehr, mehr

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