Nr. 30
Ausgabe Nr. 30 vom Dezember 2009 – Schwerpunkt: Grund, zu feiern?
Vorlesungen à la carte
Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole hat die Archive durchforstet und stellt in einer Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Teil 3: Die Wirtschaftswissenschaften
Wenn du nach Halle gehst,
Dann geh nach Hamburg,
Wenn du von gutem Leben was verstehst.
So beginnt das Gedicht »Brief auf Hotelpapier« von Joachim Ringelnatz, der mit bürgerlichem Namen Hans Bötticher hieß. Er war deutscher Schriftsteller, Kabarettist sowie Maler und verfasste mehrere Gedichtbände, Romane, Bühnenstücke, Erzählungen und Märchen für Kinder. Seine größten Erfolge waren die »Turngedichte« und die Lieder vom Seemann »Kuttel Daddeldu«. Mehr, mehr, mehr
Warum schämen wir uns fremd?
Fremdschämen ist ein psychologisches Phänomen, unter dem wir alle leiden. Woran das liegt und was man dagegen machen kann, erforscht Psychologiestudentin Lea.
Dein Kommilitone äußert sich im Seminar sehr selbstbewusst, doch leider unpassend und beschämt senkst Du den Kopf? Dein Professor lacht über seinen eigenen Witz, doch keiner lacht mit ihm und Du verziehst vor Scham dein Gesicht? Es ist verrückt. In all diesen Situationen haben nicht wir, sondern die anderen sich nicht adäquat verhalten. Und während sie es scheinbar nicht einmal bemerken, wollen wir im Boden versinken. Wir schämen uns fremd und können scheinbar nichts dagegen tun. Mehr, mehr, mehr
Von der Leinwand auf die Bühne
Letzten Winter kam »Novemberkind« in die deutschen Kinos. Jetzt wird die Geschichte als Theaterstück im Neuen Theater aufgeführt.
Eine Reise beginnt
DDR-Filme sind meist ein einziges Klischee. Wiederkehrende Probleme, die mit der gleichen Komik transportiert werden, und irgendwie gibt es immer ein Happy-End. Aber »Novemberkind« ist anders. Erzählt wird eine kleine Geschichte von Inga, einer jungen Frau, die mit dem Gedanken aufwächst, dass ihre Mutter Anna ertrunken ist. Ihren Vater kennt sie nicht, wohl eine »schnelle Nummer hinter der Disco«. Mehr, mehr, mehr»Warum etwas Wertvolles verschwenden?«
Richard Herrick erhielt am 23. Dezember 1954 ein besonderes Weihnachtsgeschenk – die Niere seines Zwillingsbruders Ronald. Dank dieser Nierentransplantation konnte Richard noch weitere acht Jahre leben.
Oft ist die Transplantation eines Spenderorgans die einzige Chance für Menschen, dem Tod zu entgehen oder ein gewisses Maß an Lebensqualität zu erreichen. Dank dem Engagement von Ärzten und der Entwicklung moderner Medizin ist es heute möglich, Organe wie Herz, Lunge, Leber und Niere zu transplantieren. Ebenso ist es gängig, Gefäße, Knochen und Augenhornhäute problemlos zu übertragen. Mehr, mehr, mehr
Wortgewalt
1986 hat der amerikanische Bauarbeiter Marc Kelly Smith Poetry Slams ins Leben gerufen. Dank HALternativ e. V. gibt es sie seit zwei Jahren auch in Halle.
Traditionelle Lesungen erschienen Marc Smith zu langweilig. Literatur sollte seiner Meinung nach nicht ausschließlich in dieser aktionsarmen Form mit Tisch, Stuhl und einem Glas Wasser vermittelt werden. Er brach mit dieser Konvention, indem er in wöchentlichen Literaturshows seine Texte in einer kunstvolleren Form vortrug. Das Besondere war eine Performance mit einem speziellen Sprachrhythmus, deren Stil an musikalische Vortragsweisen wie den Rap erinnerte. Mehr, mehr, mehr
»Es ist Krieg im Weihnachtsland«
»Passport«, ruft gelangweilt eine Stimme aus einem Glaskasten, und Weihnachten ist auf einmal sehr weit weg. »Warten«, bellt dieselbe Stimme, dann öffnet sich das Drehkreuz. »Bescheuert«, sagt Pascal lakonisch.
Der 20-Jährige arbeitet seit einem halben Jahr als Zivi in Nazareth. Wie Maria und Joseph, nur ohne Esel, ist er aus Galiläa nach Bethlehem gekommen. Den grauen israelischen Betonbunker mit dem sterilen Neonlicht mittlerweile hinter sich, geht der rothaarige Zwei-Meter-Hüne durch einen langen, engen Gang. Dann öffnet sich auch die letzte Tür, und der Weg ist frei nach Bethlehem. Mehr, mehr, mehr





Fantasie als Lernmethode
Offen für Neues
Das Gedächtnis als Fotoalbum
Zum Lernen gemacht
Erinnerungskulturen
Anterograde Amnesie – ein Leben ohne Zukunft
Vom Leerstand zum Wohlstand
Literaturrecherche auf dem Laufband
Der virtuelle Kampf gegen die Angst
Königsdisziplinen des Studierens
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