Grüner Tee, Schwarzer Tee, Weißer Tee, Kamille, Pfefferminz, Anis, Fenchel, Ingwer, Salbei … Das beliebÂte heiÂße Aufgussgetränk im Winter erzeugt nicht nur ein wohÂliÂges Gefühl, es kann auch eine heiÂlenÂde Wirkung besitzen
Es ist Winter, es ist kalt – da macht man für einen Tee gern halt. Die Erkältung sucht im Winter so einiÂge Menschen heim. Die Nase läuft, der Hals kratzt, der Schädel brummt. Man möchÂte am liebsÂten im Bett lieÂgen bleiÂben und Basketball mit den vollÂgeÂschniefÂten Taschentüchern und dem Papierkorb spieÂlen. Meistens schleppt man sich doch zur Uni, weil man auf Nacharbeiten keiÂne Lust hat oder sich vielÂleicht eine Krankschreibung besorÂgen müssÂte. Doch geht man wegen einer kleiÂnen Erkältung gleich zum Arzt? Eher nicht. Zuerst wird verÂsucht, viel zu schlaÂfen und viel zu trinÂken, zum Beispiel Tee. Doch welÂcher Tee hilft wirklich?
Wenn der Hals kratzt

Kräutertees bewähÂren sich an dieÂser Stelle immer. Ingwer, Thymian, Salbei und Spitzwegerich sind in ihrer Wirkung besonÂders zuverÂläsÂsig. Bei Teekultur Halle erklärt man, es komÂme vor allem auf die Zubereitung und Anwendung an. Bei einer Erkältung empÂfiehlt es sich, eine Kur zu machen, bei der man beiÂspielsÂweiÂse eine 100g Packung eines „Halswohltees“, eine Mischung aus Thymian, Salbei und Spitzwegerich, innerÂhalb einiÂger Wochen trinkt. Nachdem die Packung leer ist und der Hals hofÂfentÂlich auch nicht mehr schmerzt, sollÂte man dann jedoch die Teesorte wechÂseln. Gewöhnt sich der Körper nämÂlich zu sehr an eine Sorte, kann es sein, dass dieÂse an Wirkung verÂliert und bei der nächsÂten Erkältung weniÂger hilfÂreich sein wird. Falls das Teetrinken doch nicht zur Genesung führt, bleibt der Gang zum Arzt wohl nicht aus.
Tee als Präventivmaßnahme
Ingwer ist nicht nur lecker als Sushi-Beilage, denn ein richÂtiÂger Ingwertee wirkt antiÂbakÂteÂriÂell und ist ebenÂfalls ein gutes Mittel, um einer Erkältung mit einem gestärkÂten Immunsystem entÂgeÂgenÂzuÂtreÂten. Die Knolle ist reich an Vitamin C, Eisen, Kalzium und ätheÂriÂschen Ölen. Da die wichÂtigsÂten Stoffe in der Schale entÂhalÂten sind, braucht man die Wurzel für die Zubereitung des Tees nicht einÂmal schäÂlen. Einfach dünÂne Scheiben schneiÂden oder reiÂben, heiÂßes Wasser darÂauf gieÂßen, einen Löffel Honig hinÂzuÂfüÂgen – und ferÂtig ist das wohlÂschmeÂckenÂde Getränk.
Um einer Erkältung vorÂzuÂbeuÂgen, schlägt man bei Teekultur Halle das Cistrosen- und Tulsikraut vor. Beide sind beiÂspielsÂweiÂse reich an Vitamin C, aber auch Polyphenolen, die es Viren schweÂrer machen, sich ausÂzuÂbreiÂten. Außerdem regen sie den Stoffwechsel an und haben eine beruÂhiÂgenÂde Wirkung, was das Immunsystem wieÂder stärkt. Auch hier empÂfiehlt sich wieÂder eine Kur, wenn sich der Herbst dem Ende neigt, um sich gegen die husÂtenÂden und nieÂsenÂden Menschen im Winter in der Straßenbahn so gut es geht zu wappnen.
Lust auf Tee?
Tee muss man nicht ausÂschließÂlich bei Krankheit trinÂken. Auch um die Finger und den Körper nach einem kalÂten Tag volÂler Aufgaben zu wärÂmen, wird sich gern ein Tee gekocht. Vielleicht braucht man am Abend noch etwas Energie, weil ein Treffen mit Freunden oder aber das Beenden einer Hausarbeit ansteht, deren Abgabetermin schon morÂgen ist. Besonders beliebt sind hier Sorten des Mate-Tees. Die AndenÂkräuter haben sich als Muntermacher ebenÂfalls beweiÂsen können.
Alles in allem ist Tee gut für Gesundheit und Seele. Achten sollÂte man auf ausÂreiÂchend Abwechslung und die richÂtiÂge Zubereitung. Kocht man zum Beispiel mit losem Tee, empÂfiehlt es sich, ein richÂtiÂges Teesieb und keiÂne Teezange für die Kräuter zu nutÂzen, da dieÂse in der Zange keiÂnen Platz haben, um komÂplett aufÂzuÂgeÂhen. So könÂnen sie nicht ihre volÂle Wirkung entÂfalÂten. Bei losem Tee ist die Weisheit „Viel hilft nicht immer viel“ gut anwendÂbar. Bevor das Teesieb randÂvoll gefüllt wird also lieÂber nochÂmal einen Blick auf die Packung werÂfen, die verÂrät, wie wenig nur notÂwenÂdig ist.
Warten wir nun auf den Schnee – mit einer Tasse voll Tee!
