Frische Ausgabe Nr. 31 / Jan 10

Cover Nr. 31 Januar 2010

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Die nächste Ausgabe Nr. 32 der hastuzeit erscheint im Sommersemester 2010.

Gezwitscher

Jan 2010 Nr. 31 hastuUNI 0

Privatdozenten ziehen blank

Wir schreiben das Jahr 2020. Im neuen Hochschulgesetz steht, dass Privatdozenten nicht mehr bezahlt werden dürfen. Zeit für »alternative Geschäftsmodelle«.

Durch eine Reihe tragischer Wendungen bricht die ohnehin schon wackelige Hochschulfinanzierung völlig zusammen – die einzige Lösung: Privatdozenten werden nicht mehr bezahlt. Da jene quasi freie Mitarbeiter seien, so heißt es im Gesetzestext, könnten sie auch auf anderen Wegen Geld verdienen. Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 Nr. 31 hastuUNI 0

213 – Handgemacht

Design-Studenten basteln an der dritten Ausgabe ihres Illustrationsmagazins. hastuzeit besuchte sie in ihrem Arbeitsraum.

Einige Eindrücke aus der zweiten Ausgabe, »The Wooden House«

Auf der Suche nach den Erschaffern des 213-Magazins führt uns unser Weg vor den Raum 213 im Goldbau am Neuwerk. Hier ist die Geburtsstätte des Kunstmagazins, die ihm auch seinen Namen verleiht. Dass hinter diesem simplen Namen kreative Köpfe stecken, wird uns schon beim Betreten des Raumes klar. Bunte Bilder an den Wänden, Künstlerutensilien und natürlich Farbe, Farbe, Farbe. Mittendrin treffen wir auf Stefanie Leinhos, Hannes Hirche, Tobias Jacob und Tim Romanowsky. Sie alle studieren Kommunikationsdesign und sind in der Illustrationsklasse. Ebenfalls bilden sie einen Teil der siebenköpfigen Hauptorganisationsgruppe des Magazins. Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 Nr. 31 hastuUNI 0

Der Wert des Bachelors

Eine halbe Million Menschen studiert derzeit in Deutschland auf ihren Bachelor-Abschluss hin – derweil streiten Wissenschaftler, was das ihnen bringen wird. Aber muss uns das wirklich kümmern?

Wer als Bachelor-Absolvent oder -Student Stellenanzeigen überfliegt, dürfte stutzig werden, denn da findet er sich nicht. Geht es nach den Jobangeboten, könnte man meinen, dass Bologna nur eine Stadt in Italien sei, so verschwindend gering wird nach Bachelor- oder Masterabschlüssen gefragt. Diplomierte und Magister dominieren die »Wunschprofile«. Was bedeutet das für die halbe Million Studierender, die zur Zeit auf die neuen Abschlüsse hinarbeitet? Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 Nr. 31 hastuINTERESSE 0

Höher, schneller, weiter

2009 ist vorbei, 2010 beginnt – es wird einige Höhen und viele Tiefen geben. Ein sybillinischer Abgesang auf diese nun anbrechende, neue Dekade.

Neues Jahr, neues Glück? Von wegen, auch dieses Jahr wird es wieder heißen: höher, schneller, weiter – höhere Arbeitslosenquoten, schnellere Staatsverschuldung und weitere Einsparungen an den Hochschulen. Das ist aber noch lange nicht alles: Wer die ritalingeladene Prüfungszeit hinter sich und den Urlaub vor sich hat, der wird spätestens am Flughafen feststellen, dass der orwellsche Überwachungsstaat aus Angst vor apokalyptischen Cyber-Jihadisten neben dem Pass und der Flugnummer vor allen Dingen eines von ihm will: seinen Körper. Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 Nr. 31 hastuINTERESSE 4

Minarette sehen wie Raketen aus

Am Ende des vergangenen Jahres hat man in der Schweiz im Zuge einer Volksabstimmung den Bau weiterer Minarette verboten. Was dies für drei muslimische Studenten der Martin-Luther-Universität bedeutet, erzählten sie der hastuzeit.

Mit diesem Plakat wurde in der Schweiz zum Minarettverbot aufgerufen.

Zu viert sitzen wir in der Küche: Adnan, Maythem, Murad und ich. Ich biete Tee an, und noch führen wir Smalltalk. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, und wir haben uns soeben erst kennen gelernt. Ich habe die drei eingeladen, um mit ihnen über das Votum in der Schweiz für ein Minarettverbot zu sprechen. Die Nachricht hatte im Dezember große Wellen in der europäischen Medienlandschaft geschlagen. Politiker und Experten diskutierten über die Gründe der Geschehnisse in der Schweiz, und auch die deutsche Bevölkerung wurde in Umfragen mit der Frage nach einem Minarettverbot konfrontiert. Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 Nr. 31 hastuPAUSE 0

E-Mail aus Neu Delhi

Wie oft sehnt man sich danach, mal »raus zu kommen« und Neues zu erleben. Was man während eines Auslandssemesters Witziges, Skurriles, Trauriges – kurz: großartig Anderes erleben kann.

Foto: Emanuel-Philipp Kleine

Wer sich denkt, nichts leichter als das, wird in Indien eines besseren belehrt. Denn um beispielsweise ein Ticket am Bahnhof zu ergattern, muss man sich durch eine Ansammlung von indischen Mitkäufern, unter Zuhilfenahme jeglicher Gliedmaßen, zum Schalter durchkämpfen. Zählt man sich zu einem der Glücklichen und hält ein Ticket oder besser ein Stück Papier in der Hand, kann man sich dann weiter zum »ticket inspector« durchschlagen. Dabei wird man die ganze Zeit von herumstreifenden Dealern, die einem ein Monate zuvor reserviertes Ticket zu Wucherpreisen andrehen wollen, belästigt. Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 Nr. 31 hastuUNI 0

Die unendliche Geschichte?

Nach den anhaltenden Protestwellen im letzten Jahr lassen sich endlich Erfolge in der Bildungspolitik verzeichnen. Doch die sind nicht neu. Ein Blick in alte hallische Studentenzeitungen zeigt, wogegen Studenten damals gestreikt und was sie erreicht haben.

»Wissen wo’s langgeht«

Karzer – Januar 1993

In den Zeiten der Abwicklungen des Juristischen Fachbereiches konnten die Studierenden mit Händen und Füßen gerade noch einen Handstreich verhindern. Inzwischen ist es unter den Juristen ruhiger geworden, so daß er, ein Prof. alter Prägung, nun doch noch die Leitung der Fakultät übertragen bekam.

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Jan 2010 Nr. 31 hastuINTERESSE 0

Die Umwelt hat keine Flat

Wie grüne Hochschulpolitik & studentisches Engagement zum Klimaschutz beitragen

Bäume vor dem Robertinum – Beitrag für eine grünere Hochschule?

Grün ist nicht nur eine Farbe, sondern steht für viel mehr. In Zeiten von Klimaerwärmung, Umweltkatastrophen und schmelzenden Polkappen wird grüne Politik immer wichtiger. Auf der Klimakonferenz in Kopenhagen wurden jedoch kaum die notwendigen Maßnahmen beschlossen – lediglich das Zwei-Grad-Ziel festgehalten. Doch nicht nur die Politik kann ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern auch Studenten. Mehr, mehr, mehr