Wegwerfen kommt nicht in Frage. Freudlos run­ter­wür­gen aber auch nicht.

Es ist der Morgen nach der Weihnachtsparty. Die Überbleibsel des gekauf­ten Gebäcks lösen kei­ne Begeisterung aus, und den ver­koch­ten Glühwein kann man eigent­lich nur noch weg­schüt­ten – oder? Hier kommt ein Rezept zur Resteverwertung – das schont die Ressourcen und auch Euren Geldbeutel.

Zutaten

300 ml ver­koch­ter Glühwein, abge­kühlt. Nicht genug übrig? Mit Limo aus der ange­bro­che­nen Flasche auffüllen.

600 g Mischung aus Lebkuchen (ger­ne 
 mit Schokoüberzug) und Spekulatius. Wenn Ihr expe­ri­men­tier­freu­dig seid, darf auch etwas Laugengebäck, zum Beispiel Salzstangen, in die Mischung.

4 Eier oder 2 gründ­lich zu Mus zer­drück­te Bananen. Je nach Vorrat auch 
 2 Eier plus 1 Banane.

200 ml Raps- oder Sonnenblumenöl

50 g Weizenmehl

1 Päckchen Backpulver

Butter oder Margarine für die Backform

Ergibt Rührteig für eine run­de oder läng­li­che Kuchenform. 

Die hal­be Menge reicht für etwa 12 Muffins, die andert­halb­fa­che Menge für ein gro­ßes Back-
 blech.

Hinweis Beim Kochen und Backen ver­dampft der Alkohol aus den Zutaten nicht voll­stän­dig. Ein Stück Kuchen ver­ur­sacht zwar kei­nen Schwips, ist aber den­noch für Kinder, Schwangere und Suchtkranke nicht geeignet.

Zubereitung

Die Gebäckmischung in klei­ne Stücke schnei­den, in einem Rührgefäß mit dem Glühweinrest ver­men­gen und eine Stunde lang ein­wei­chen las­sen. Zwischendurch umrüh­ren. Ofen auf 180 Grad (160 Grad Umluft) vor­hei­zen. Die Backform einfetten. 

Eier oder Bananenmus und Öl zur ein­ge­weich­ten Gebäckmischung geben und mit dem Handrührgerät und Schneebesen zu einer cre­mi­gen Masse ver­ar­bei­ten. Mehl und Back­pulver in eine Schüssel sie­ben und als letz­tes unterrühren.

Masse in die Kuchenform ein­fül­len und im Ofen auf mitt­le­rer Schiene cir­ca 40 Minuten 
 backen. 

Muffins: cir­ca 20 Minuten, Backblech: cir­ca 25 Minuten

Mindestens zehn Minuten abküh­len las­sen, weil der Kuchen leicht reißt, wenn Ihr ihn noch heiß aus der Form stürzt.

Frisch aus der has­tu­zeit-Versuchsküche (Stura-Wohnzimmer)
Zusätze

Mit gehack­ten Nüssen und zer­klei­ner­tem Trockenobst im Teig peppt Ihr den Kuchen auf. Am bes­ten die Nüsse in einer Pfanne unter Rühren anrös­ten, bis sie duf­ten, und dann gleich aus der hei­ßen Pfanne neh­men. Das Trockenobst in übrig­ge­blie­be­nem Glühwein einweichen. 

Je nach Vorliebe und Vorrat könnt Ihr den Geschmack dann noch mit einer der fol­gen­den Zutaten im Teig abwan­deln. Kombinationen meh­re­rer Aromen auf eige­ne Gefahr.

1 Päckchen Vanillezucker

 1/2 Fläschchen Backaroma

2 Esslöffel einer aro­ma­ti­schen Spirituose wie zum Beispiel Rum, Obstbrand oder Orangenlikör

1 gestri­che­ner Teelöffel Zimt (mit Mehl und Backpulver sieben)

2 Esslöffel Backkakao (mit Mehl und Backpulver sieben)

abge­rie­be­ne Schale einer Bio-Zitrone oder ‑Orange

Zuckerguss

In 4 Esslöffel ver­koch­ten Glühwein etwa 200 Gramm Puderzucker ein­rüh­ren, bis die Konsistenz einem glatt­ge­rühr­ten Quark ähnelt.

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