Texte mit Tags ‘Wort zum Wort’

Jul 2017 hastuPAUSE Heft Nr. 73 0

Das Wort zum Wort

Eine vielleicht etwas ambivalente Kolumne über Kommunikation und den Eindruck, dass Gesagtes und Gemeintes nicht immer dasselbe sind. Sie beobachtet und kommentiert. Und vielleicht will sie auch manchmal irgendwie eingreifen. Diesmal geht es um eine vielgestellte Frage, die oft mit geringem Interesse an der Antwort einherzugehen scheint.

Illustration: Katja Elena Karrass

Kürzlich überraschte mich in der Oldie-Show im Radio die Originalversion eines Liedes der »Windows«, das ich bisher nur als englischsprachiges Cover von »Mouth & MacNeil« gekannt hatte. Auf etwas schnulzige Weise erzählt das Lied »How do you do« eine Liebesgeschichte, die mit ebendieser Frage beginnt. Ich fand es irgendwie sehr erfrischend, eine Frage nach jemandes Befinden mal wieder in einem Kontext, der ihrer eigentlichen Ersthaftigkeit gerecht wird, zu hören. Heutzutage scheinen solche Fragen allzu oft nur noch Floskeln zu sein, auf die allenfalls eine möglichst einsilbige positive oder allenfalls noch neutrale Antwort gegeben werden sollte, die keiner weiteren
Reaktion des Fragestellers bedarf. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuPAUSE Heft Nr. 72 0

Das Wort zum Wort

Eine vielleicht etwas ambivalente Kolumne über Kommunikation und den Eindruck, dass Gesagtes und Gemeintes nicht immer dasselbe sind. Sie beobachtet und kommentiert. Und vielleicht will sie auch manchmal irgendwie eingreifen. Diesmal wird geflucht.

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Illustration: Katja Elena Karras

Das Radio ist unschuldig; eine hitzige, aber dennoch sachliche Diskussion während einer Redaktionssitzung endete mit dem Vorschlag, mal übers Fluchen zu schreiben. Nun sitze ich hier und lasse mich von einem Lied inspirieren, das ich tatsächlich schon sehr lange nicht mehr im Radio gehört und auch nicht wirklich vermisst habe: Mitte der 1990er hatte es das Rap-Trio Tic Tac Toe mit dem Lied »Ich find dich scheiße«, dessen Refrain aus wenig anderem als ebendiesem »bösen sch-Wort« bestand, in die Charts geschafft. Ältere Kinder liefen singend – oder schreiend – durch die Straßen, während andere Generationen dieses Lied skandalös fanden und meine Eltern mir vermittelten, dass dieses sch-Wort zu vermeiden sei. Mehr, mehr, mehr

Apr 2017 hastuPAUSE Heft Nr. 71 0

Das Wort zum Wort

Eine vielleicht etwas ambivalente Kolumne über Kommunikation und den Eindruck, dass Gesagtes und Gemeintes nicht immer dasselbe sind. Sie beobachtet und kommentiert. Und vielleicht will sie auch manchmal irgendwie eingreifen. Diesmal geht es um ein kleines Wort mit großer Bedeutung.

Foto(collage): Katja Elena Karras

Foto(collage): Katja Elena Karras

»Always« hallt es noch lange in meinen Ohren nach, auch als das Lied im Radio längst verstummt ist, und dieses eine Wort bleibt in meinem Kopf hängen. 1994 haben Bon Jovi das Lied veröffentlicht, und das Wort »always« klingt in meinen Ohren so viel schöner und kraftvoller als das heute inflationär gebrauchte »forever«. Mehr, mehr, mehr

Jan 2017 hastuPAUSE Nr. 70 0

Das Wort zum Wort

Eine vielleicht etwas ambivalente Kolumne über Kommunikation und den Eindruck, dass Menschen immer weniger miteinander reden. Sie beobachtet und kommentiert. Und vielleicht will sie auch manchmal irgendwie eingreifen. Dieses Mal geht es um die Wichtigkeit von Namen.

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Foto: Caroline Bünning

»Would you know my name, if I saw you in heaven?«, fragt aus dem Radio Eric Clapton. Das Lied »Tears in Heaven« schrieb er 1991 für seinen mit nur vier Jahren verstorbenen Sohn Conor. Und während Clapton fragt, ob Conor seinen Namen wüsste, frage ich mich, warum gerade der Name so wichtig wäre. Warum nicht »Would you know who I am?« oder »Do you remember our visit to the circus?« Warum wäre es wichtiger, ob Conor Eric Clapton, den Sänger, erkennen würde als seinen Papa, mit dem er am Abend, bevor er aus dem Fenster im 53. Stock fiel und starb, im Zirkus war? Mehr, mehr, mehr