Texte mit Tags ‘Uni’

Jan 2017 hastuUNI Heft Nr. 70 0

Hallische Köpfe

In dieser Reihe stellt unser Redakteur Paul regelmäßig Persönlichkeiten vor, die Universität und Stadt geprägt haben. Diesmal steht Christian Thomasius im Mittelpunkt, ein genialer Denker und Querkopf, der nicht nur die deutsche Philosophie entscheidend beeinflusste, sondern auch maßgeblich zur Gründung der hallischen Friedrichs-Universität beitrug.

Foto: Paul Thiemicke

Foto: Paul Thiemicke

Wenn die ersten Studierenden des Tages müde oder verkatert mit einem großen Kaffeebecher in der Hand die Treppen des Löwengebäudes erklimmen, werden sie schon erwartet. Mit halb strengem, halb belustigtem Blick sieht er auf sie hinab, wie sie sich die Stufen heraufschleppen. Kaum jemand beachtet ihn, Aufmerksamkeit bekommt er höchstens von kleinen Touristengruppen und den Reinigungskräften. Doch das scheint ihn nicht besonders zu stören, den Mann, der da in Bronze auf dem Treppenabsatz im Herzen des Löwengebäudes steht, in seiner Universität. Doch wer ist dieser Christian Thomasius, dessen Büste noch vor der Luthers und Melanchthons, vor Schleiermachers und Philippis Abbild diesen Ehrenplatz erhält? Mehr, mehr, mehr

Jan 2016 hastuUNI Heft Nr. 63 0

Freundschaft im Hörsaal

Seit diesem Wintersemester können Flüchtlinge an der MLU als Gasthörer Veranstaltungen besuchen. Als Tandempartner helfen Studierende ihnen nicht nur durch den Uni-Alltag.

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Illustration: Katja Elena Karras

Die beiden Löwen auf dem Uniplatz sind in Sonnenlicht getaucht. Es ist vielleicht der letzte lauwarme Spätsommertag, ziemlich erstaunlich im November. Eine kleine Menschentraube hat sich vor dem Löwengebäude gebildet. Auf den Treppenstufen sitzen eine Frau und ein Mann, ihre Köpfe auf die Beine gelegt und die Augen geschlossen. Der 20-jährige Khaled stammt aus Syrien. Er ist einer von 51 Flüchtlingen, die sich dieses Wintersemester als Gasthörer an der Uni eingeschrieben haben. Neben ihm sitzt die Geographiestudentin Isabell Klipper, die Khaleds Tandempartnerin ist und ihn durch den Unialltag begleitet. Khaled, der vor dem Krieg in Syrien geflohen ist, hat durch einen Freund von dem Projekt erfahren und besucht jetzt Kurse in Wirtschaftsgeschichte und Medienwissenschaften.

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Jan 2016 hastuPAUSE Heft Nr. 63 0

Von Träumern und Machern

Die Kinder der 80er und 90er Jahre – die sogenannte Generation Y – werden von den Medien oftmals als selbstverliebt und größenwahnsinnig bezeichnet. Haben sich die Prävalenzen gewandelt? Verfolgen die derzeitigen Studierenden in Halle (Saale) Kindheitsträume oder werden ein sicherer Arbeitsplatz und ein ordentliches Gehalt vorgezogen?

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Foto: Anne Beyer

Nicht wenige Studierende überdenken und wechseln ihr Studienfach. Etwas einmal Ausgesuchtes möchte einfach nicht so richtig passen. Laura kennt dieses Unbehagen. In jungen Jahren will sie Floristin werden. Dieser Impuls will nur leider nicht gedeihen. Andere Talente werden abgewägt: In der Schule kann sie in Informatik gute Noten einheimsen, und da die IT-Branche gut bezahlt und viele Stellen bietet, entscheidet sich Laura, Softwarelokalisierung zu studieren. Alles gut und zukunftsorientiert gedacht, doch Freude kommt dabei nicht auf. Um die akademische Laufbahn nicht verlassen zu müssen, sucht sie nach einer doppelt gehaltvollen Alternative: Der Verdienst muss zum Leben reichen, und der Spaß an der Arbeit darf nicht zu kurz kommen. Laura ist den Weg zur Blumenflüsterin zwar nicht gegangen, indes ist es aber beim kreativen Gestalten geblieben. Trotz Zeitverlust bereut sie die Entscheidung nicht und blüht nun als MuK- und Germanistikstudentin auf.

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Jan 2016 hastuUNI Heft Nr. 63 0

Wie schreibe ich meine erste Hausarbeit?

Eine wissenschaftliche Hausarbeit bildet im Studium oftmals eine eigenständige Prüfungsleistung. Viele Studierende wissen jedoch nicht, wie sie am besten an das Schreiben herangehen sollen. Dabei kann das sehr schnell gelingen und auch Spaß machen, befolgt man einige wichtige Grundschritte.

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Illustration: Tetyana Gryniva

Stephan Porombka, Autor und Professor für Texttheorie und Textgestaltung an der UdK Berlin, hatte in der Zeit einige spannende Ideen, wie Studenten Spaß an Hausarbeiten haben können: »Lies deine Seminararbeit als Hörbuch ein. Gib es zusammen mit der Druckversion ab.« Oder: »Lass deine Oma deine Seminararbeit als Hörbuch einlesen. Gib es ohne Druckversion ab.« In der Hausarbeit, die im Bachelorstudium zumeist 10 bis 15 Seiten umfasst, untersucht Ihr ein bestimmtes Thema, das ihr durch Literatur unterstützt und welches Ihr durch die eigene Argumentation bereichert. Die Richtlinien für das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten sind von Fach zu Fach unterschiedlich. Dieser Artikel wendet sich in erster Linie an Studierende der Geisteswissenschaften.

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Nov 2011 hastuINTERESSE Nr. 38 0

Mehr internationales Flair

Als ausländischer Student kann man sich an der neuen Uni im fremden Land leicht überfordert fühlen. hastuzeit zeigt, wie man den Durchblick behält.

© Vlad Gerasimov

Gerade einmal jeder zehnte Student an der Uni Halle kommt aus dem Ausland. Das ist sogar im sachsen-anhaltischen Vergleich ziemlich wenig. Die Hochschule Anhalt konnte im letzten Wintersemester prozentual mehr als doppelt so viele ausländische Studierende begrüßen. In Halle soll sich etwas ändern. »Bedenken wir die demografische Entwicklung, können wir im Jahr 2030 mit circa 20 bis 30 Prozent weniger Studierenden deutscher Nationalität rechnen«, meint der Auslandsbeauftragte der MLU, Prof. Dr. Jörg Kreßler. Mehr, mehr, mehr

Mai 2011 hastuUNI Nr. 36 2

Warten auf Frau König

Studentenausweis kaputt, und nur eine Frau kann helfen … doch die ist nicht da.

Ein kurzes Flackern auf dem kleinen Display, dann schnellt mein Studentenausweis wieder nach draußen. Der Aufdruck ist noch immer der alte: »gültig bis: 31.03.2011«. Vielleicht habe ich die Karte nur falsch in den Validierungsautomaten geschoben. Ich probiere alle möglichen Positionen aus. Kurzes Flackern. Karte raus. Nichts passiert. Mehr, mehr, mehr

Okt 2010 hastuUNI Nr. 34 1

Studium auf Zeit

Eine neue Erhebung hat ergeben: BA-Studierende arbeiten zu wenig für ihr Studium

Foto: Laura Billings, flickr

Mit dem Projekt »ZEITLast« wollten die Forscher des Hamburger Zentrums für Hochschul- und Bildungsforschung ermitteln, inwiefern die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge studierbar sind. Dabei sind sie davon ausgegangen, dass es durch das bloße Schätzen von Work-loads – also Arbeitsaufwand – seitens der Studiengangsplaner zu einer extrem hohen Belastung für die neuen Studierenden gekommen sei. Bei der Analyse ging es vor allem darum, den tatsächlichen Workload zu ermitteln. In den Vereinbarungen zu Bologna wird dieser pro Woche mit 40 Stunden (also Kontaktzeit sowie Vor- und Nachbereitungszeit) festgelegt. Nach einer ersten Stichprobe mit 121 Teilnehmern aus sechs verschiedenen Fächern (unter anderem Erziehungswissenschaften oder Mechatronik) kamen die Forscher zu einem unerwarteten Ergebnis: Die meisten BA-Studenten bringen bedeutend weniger als 40 Stunden pro Woche für ihr Studium auf – im Schnitt zwischen 20 und 27 Stunden. Mehr, mehr, mehr