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Die Frage nach dem Ich
Nur wenige würden von sich behaupten zu wissen, wer sie sind. Für den Großteil scheint das Problem der Selbsterkenntnis unlösbar.
»Erkenne dich selbst«, forderte bereits der Gott Apollon die Menschen zur Vergegenwärtigung der eigenen Person auf. Die Frage nach dem Ich scheint einen festen Platz in der Geschichte der Menschheit einzunehmen. Eine befriedigende und vor allem einheitliche Antwort gibt es allerdings bis heute nicht. Wer bin ich? Der deutsche Soziologe Heinz Abels differenzierte die Frage in »Wie bin ich geworden, was ich bin?«, »Wer will ich sein?«, »Was tue ich?« und »Wie sehen mich die anderen?«. Mehr, mehr, mehr
»Die Zukunft sah früher auch mal besser aus«
Zumindest tat sie das in den Augen Karl Valentins. Betrachtet man heute die Utopien vergangener Zeiten, kann man mit Recht sagen, dass wir nicht so weit gekommen sind, wie wir uns vorgenommen haben.
Und dabei begann alles so hoffnungsvoll: Thomas Morus schrieb 1516 einen revolutionären Roman namens »Utopia«. In ihm beschreibt er ein zukünftiges Ideal menschlichen Zusammenlebens. Seine Theorie von einer klassenlosen Gesellschaft, die auf dem Gemeinschaftsprinzip basiert, war Nährboden für eine Reihe von Sozialutopien. Karl Marx und Friedrich Engels überschritten die Grenze der Fiktion, indem sie mit ihrem Kommunistischen Manifest das Streben nach einer idealen Gesellschaft in der Art eines politischen Programms ausformulierten.

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