Texte mit Tags ‘studentisches Engagement’

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Nicht nur die eigenen Rechte zählen

»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.« So heißt es bei den Vereinten Nationen. Für die weltweite Einhaltung der Menschenrechte tritt Amnesty International ein. Ein Besuch bei der lokalen Hochschulgruppe.

Foto: Bastian Raabe

Als ich an dem lauen Dienstagabend die Treppe des Reformhauses in der Großen Klausstraße, auf halber Strecke zwischen Hallmarkt und dem hallischen Dom, emporsteige, bin ich schon gespannt, was mich heute hier erwartet. Im dritten Stock angekommen, prangt an der Tür die Aufschrift »Versammlungsraum Reformhaus e. V.«, mehrere kleine Plakate kleben daneben, unter anderem eines der Amnesty-International-Hochschulgruppe Halle. Mehr, mehr, mehr

Okt 2015 hastuUNI Heft Nr. 62 Rubrik 0

Rock Your Life!

Ein Verein setzt sich für Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und Integration ein.

Klara Stock, Mentorin und Organisatorin bei "Rock your life! Halle e.V." Foto: Jule Szymanowski

Klara Stock, Mentorin und Organisatorin bei „Rock your life! Halle e.V.»
Foto: Jule Szymanowski

Kinder aus bildungsfernen Schichten haben in Deutschland deutlich schlechtere Aufstiegschancen. Deshalb gibt es den Verein »Rock your life!«, der sich für eben diese Kinder einsetzt, seit März 2015 auch in Halle – einem von über 40 Standorten. In diesem Verein wollen Studenten Schülern aus benachteiligten Schichten helfen, ihre Zukunftschancen zu verbessern. Sie möchten die Schüler zwei Jahre lang bei ihrem Abschluss und dem Einstieg in die Berufswelt begleiten und unterstützen.

Einem Mentee helfen

In den Sekundarschulen – bisher der Heinrich-Heine-Schule, ab diesem Semester auch in der August-Hermann-Francke-Schule – möchte der Verein Schüler aus »sozial, wirtschaftlich oder familiär benachteiligten Verhältnissen«, die sogenannten Mentees, unterstützen. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuPAUSE Nr. 59 0

Mit Händen, Füßen und viel Herz

Das studentische Projekt »Willkommen in Halle« unterstützt Kinder und Jugendliche einer hallischen Integrationsklasse mit verschiedenen Schul-und Freizeitangeboten

Foto: Walter Schiefer

Foto: Walter Schiefer

Internationale Klassen haben sich in Deutschland noch nicht etabliert, stattdessen ist noch starkes individuelles Engagement gefragt. An der Sekundarschule Kastanienallee in Halle-Neustadt lernen 27 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren gemeinsam in einer sogenannten Integrationsklasse. Die Schüler kommen unter anderem aus Syrien, Indien, dem Iran, Afghanistan, Rumänien und Bulgarien. Meist haben sie zu Anfang noch sehr geringe Deutschkenntnisse und ganz unterschiedliche Leistungsniveaus. Der Unterricht findet auf Deutsch statt, mit dem Ziel, die Schüler später ihren Schulweg in einer Klasse mit deutschen Schülern fortführen lassen zu können.

Als im Jahr 2013 die Zahl der Flüchtlinge, insbesondere aus Syrien, schnell zunahm, improvisierte Lehrer Uwe Böge zunächst eine Übergangslösung, bis eine reguläre Integrationsklasse eingerichtet werden konnte. Er wandte sich an die MLU um studentische Unterstützung mit einschlägigen Sprach- und Lehrkenntnissen für den »Notunterricht« zu gewinnen. Studierende der Fächer Deutsch als Fremdsprache, Nahoststudien und Arabistik wurden hierbei von Dozenten des Orientalischen Instituts betreut. Mehr, mehr, mehr

Apr 2015 hastuUNI Nr. 59 0

Abschlussarbeit reloaded

Jeder von uns wird sich eines Tages seiner Bachelor-, Diplom-, Master- oder Staatsexamensarbeit zuwenden. Das Thema wirft oft genug Fragen auf, die nur schwer selbst zu beantworten sind. Aus diesen Gedanken heraus haben Studierende der Anglistik und Germanistik das GraduMeeting geschaffen. hastuzeit hat mit der Koorganisatorin Jenna gesprochen.

Foto: Jenna Gittermann

Foto: Jenna Gittermann

Was genau kann man sich unter dem GraduMeeting vorstellen?

Das GraduMeeting ist ein von Studierenden für Studierende organisiertes Treffen, bei dem Abschlussarbeiten aus der Germanistik und Anglistik/Amerikanistik vorgestellt werden. Dabei kann eine fachliche Diskussion entstehen und man hat die Möglichkeit, ein Feedback zu seiner Arbeit von Dozenten und Kommilitonen zu bekommen. Außerdem können die Referenten über den Schreibprozess und Probleme beim Schreiben berichten. Zuhörer, die das Schreiben einer Abschlussarbeit noch vor sich haben, bekommen also wertvolle Tipps und Anregungen – vielleicht auch für die eigene Themenfindung. Das alles passiert in ganz lockerer, entspannter Atmosphäre – von Studis für Studis eben. Mehr, mehr, mehr

Jan 2015 hastuUNI Nr. 58 0

»Die Systemfrage stellen«

Andreas Petrik, Professor für Politikdidaktik, plädiert dafür, nicht nur aus persönlicher Motivation für gute Bildungspolitik auf die Straße zu gehen, sondern langfristig zu denken.

Andreas Petrik als Student im Jahr 1990 – damals demonstrierte er gegen Rassismus. Foto: Andreas Petrik

Andreas Petrik als Student im Jahr 1990 – damals demonstrierte er gegen Rassismus.
Foto: Andreas Petrik

Anfang Dezember gingen wieder einmal Tausende Studierende auf die Straße, um gegen die geplanten Kürzungsmaßnahmen der Landesregierung zu protestieren. Trotz klirrender Kälte hat es das Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten geschafft, die Massen zu mobilisieren. Die inhaltlichen Forderungen des Bündnisses waren dabei sehr konkret: Es ging unter anderem um die Verhinderung von Institutsschließungen und die Ausfinanzierung der Bildungslandschaft. Man kann aber auch noch weitergehen und zum Beispiel den Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Blick nehmen.

Andreas Petrik wurde 1968 in Aachen geboren. Er studierte 1990 bis 1997 Politikwissenschaften, Germanistik und Pädagogik an der Universität Marburg. Nach dem Referendariat arbeitete er als Lehrer und wissenschaftlicher Mitarbeiter in Hamburg. Seit 2008 ist er Professor für Didaktik der Sozialkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Sie waren als Student selbst politisch aktiv und auch an einer Hörsaal-Besetzung beteiligt. Wie lief das damals ab?

Das war Anfang der 90er-Jahre in Marburg. Es ging damals nicht um Studiengebühren, die gab es noch gar nicht. Es ging neben Studienbedingungen primär um eine antirassistische Initiative anlässlich der rassistischen Übergriffe von Hoyerswerda und Rostock 1991. Wir waren eine breite Bewegung, die sich einen Spaß daraus machte, tatsächlich auch in den Hörsälen zu übernachten. Mehr, mehr, mehr

Jan 2015 hastuPAUSE Nr. 58 0

Nase voll?!

»Checkpoint C« bietet Crystal-Konsumenten eine anonyme Sprechstunde in Halle

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Das Projekt »Checkpoint C« ist eine von Studenten der Medizin und der sozialen Arbeit ehrenamtlich geleitete Sprechstunde für Crystal-Konsumenten und deren Angehörige. Hier kann man sich nicht nur anonym beraten lassen, sondern auch einen kostenlosen Gesundheitscheck bekommen. Um mehr zu erfahren, haben wir uns mit Julia Walta unterhalten; sie studiert soziale Arbeit und arbeitet an dem Projekt mit.

Wer ist an dem Projekt Checkpoint C beteiligt?

Wir sind Studenten der Medizin und der sozialen Arbeit. Wir sind für dieses Projekt alle speziell ausgebildet worden – die Mediziner bei einem Suchtmediziner und wir Studenten für soziale Arbeit im Drogenhilfesystem in Halle und Umgebung. Wenn wir unsere Sprechstunde anbieten, haben wir unten aber auch Senior-Experten sitzen, auf die wir zurückgreifen können, wenn wir nicht weiterkommen. Aber in der Sprechstunde selbst sind nur wir. Mehr, mehr, mehr

Jan 2015 hastuPAUSE 0

Erste Eindrücke von Halle

Kurz vor der Haltestelle »Hermannstraße« befindet sich der Laden »Rauminhalt«. Dort werden in zwei kleinen Räumen die ersten fotografischen Eindrücke von Halle der zwei Flüchtlinge Samihulla und Ehsan, der Migrantin Holland und des Erasmus-Studenten Francisco präsentiert.

Rauminhalt4

Fotos: Johanna Sommer

Friederike und Laura haben ein Projekt namens „Aufreißer» umgesetzt, welches in der Geiststraße 43 zu finden ist. Sie haben den Kontakt zu den Fotografen gesucht, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die finanzielle Unterstützung für die Ausstellung ermöglicht, und die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. hat den beiden geholfen.

Warum sie gerade diesen Ort ausgesucht haben, begründet Laura damit, dass hier die Leute »oft vorbeikommen« und der »Raum ist von innen und außen sehr schön«. Friederike bezeichnet es als »zentrales Podium für verschiedene Künstler«. Mit der Ausstellung sind die beiden sehr zufrieden und sind froh, dass sie ihre »Ideen auch umsetzen konnten«.

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Jan 2015 hastuUNI 0

»Gegen rassistische Hetze«

Unter diesem Motto wurde auf Facebook von ver.di-Studis Halle/Saale eine Veranstaltung erstellt, die zu einem kleinen Flashmob am 7. Januar um 11.40 Uhr vor der Tulpe am Uniplatz führte. Hintergrund ist die geplante Demo in Leipzig gegen die »Islamisierung des Abendlandes«.

Flashmob 7.1.

Fotos: Johanna Sommer.

Studierende versammelten sich vor Ort und als Zeichen des Protestes gegen Pegida. Denn am 12. Januar werden sich Anhänger der Pegida in Leipzig zusammenfinden. Marco Pellegrino hat in seiner Rede klar Stellung zu Pegida bezogen: »Sie ist das Produkt einer Gesellschaft, welche in ihrem Kern ein enormes Problem mit Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung hat. Es liegt an uns, die wir diese Menschenverachtung zutiefst verabscheuen, einen grundlegenden Wandel in der Gesellschaft herbeizuführen. Dies kann und wird nicht von heute auf morgen passieren, aber wir können einen ersten entscheidenden Schritt gehen, indem wir sagen: Der PEGIDA keinen Fußbreit – Weder in Dresden, noch in Leipzig – Nirgendwo!« Deswegen ruft er dazu auf am 12. Januar gegen Legida zu demonstrieren. Wer dann vor Ort auf seinem Smartphone bei Facebook eine Demo gegen Legida suchte, stieß auf die Seite »Hallesche Bürgerinnen gegen LEGIDA«, welche die zwei Studenten Stefan Krabbes und Oliver Jähnichen ins Leben gerufen haben. Dort schreiben sie, dass der Treffpunkt am 12.1. um 16 Uhr am Hauptbahnhof in Halle ist. Mehr, mehr, mehr