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Mai 2012 hastuINTERESSE Nr. 42 0

Wo sich Springer und Schwein die Hand reichen

Dunkle Wälder, alte Schlösser, unbewohnte Landschaften: Solche Schauplätze sind der Nährboden für die Entstehung von Sagen. Aber auch an anderen, eher unscheinbaren Orten kann man auf sie stoßen, so auch in Halle.

Das Rezept für eine gute Sage besteht aus drei Dingen: einem Schwein, dem Sohn von Karl dem Großen, Karl dem Jüngeren, und den Salzsiedern. Zumindest wenn es um die Entstehung der Stadt Halle geht. Denn schließlich sollen alle drei auf ihre eigene Weise einen Teil dazu beigetragen haben. Das Schwein ermöglichte mit seinem ungeheuren Spürsinn die Entdeckung der Salzquellen. Einfache Arbeiter schürften an diesen das Salz und konnten dadurch ihren Lebensunterhalt bestreiten. Doch mussten sie noch mit einer kleinen Siedlung auskommen. Anfangs genügte es. Wie der Zufall es aber wollte, kam eines Tages Karl der Jüngere bei ihnen vorbei. Mehr, mehr, mehr