Texte mit Tags ‘Politik’

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Okt 2017 hastuUNI Heft Nr. 74 0

Fiktionale Realität

261 Studiengänge an 10 Fakultäten bietet die MLU, eine beinahe unübersichtliche Anzahl. In unserer Rubrik »Studiengeflüster« stellen unsere Autoren kurz und knapp interessante Aspekte ihres eigenen Studiums vor. Teil 12: Wie man sich durch Serienschauen zehn Leistungspunkte verdienen kann.

Illustrastion: Katja Elena Karras

Mitten in der Prüfungsphase eine Folge nach der anderen schauen: Binge-Watching nennt man das neudeutsch, eine Bezeichnung für ebenjenes Seriengucken in der Endlosschleife. Dazu eine Packung Chips, vielleicht auch zwei, und am besten noch ein gekühltes zuckerhaltiges Getränk – schon steht dem Fernsehabend, der auch gerne in Form einer Fernsehnacht daherkommt, nichts mehr im Wege. Schlechtes Gewissen inklusive, denn eigentlich sollte man ja lernen oder an der Hausarbeit schreiben. Kann man schließlich auch später noch machen. Wer an der MLU Politikwissenschaft studiert, kann all das sogar ohne diesen negativen Beigeschmack der Pflichtvernachlässigung haben. Seit dem Sommersemester 2016 bietet der Lehrstuhl »Regierungslehre und Policyforschung« das Seminar »Politserien« an, bei dem Fernsehserien nach ihrem Bezug zur Realität untersucht werden. Die Wissenschaftlichkeit kommt hierbei nicht zu kurz, immerhin muss am Ende noch eine Hausarbeit über das Thema geschrieben werden. Mehr, mehr, mehr

Okt 2016 hastuINTERESSE Heft Nr. 67 0

»Ich bin schon ein Politik-Junkie«

Dr. Michael Kolkmann ist Dozent der Politikwissenschaft. Als Lehrkraft für besondere Aufgaben hält er Vorlesungen und bietet Übungen und Seminare in den Lehrbereichen »Regierungslehre und Policyforschung« und »Systemanalyse und vergleichende Politikwissenschaften« an. Von vielen Studierenden wird er wegen seines erfrischenden Lehrstils geschätzt.

Illustration: Katja Elena Karras

Illustration: Katja Elena Karras

Als Student der Politikwissenschaft kommt man an Kolkmann nicht vorbei. Die meisten Politikstudierenden sehen ihn das erste Mal im Wintersemester zu den Vorlesungen der Regierungslehre und Policy-forschung. Diese beginnen für Studierende zur unangenehmsten Zeit, Freitagvormittag, und werden auch noch auf Video aufgezeichnet. Sind Studierende da noch motiviert zu kommen? »Die Vorlesungen werden, glaube ich, schon ganz gut besucht. Der Raum wird schon seit Jahren für diese Vorlesung um dieselbe Zeit reserviert, und die Videoaufzeichnung soll als Service für die Studierenden dienen, was meinem Gefühl nach auch gut angenommen wird.« entgegnet Kolkmann. Die Teilnehmerzahlen sprechen für ihn.
Kolkmann kommt ohne großes Fachkauderwelsch aus und bringt gerne auch mal ein paar humorvolle Folien in die Vorlesung hinein, wie beispielsweise kurios platzierte Wahlwerbung von Parteien. Ebenso wird es von vielen Studierenden geschätzt, dass sie nicht nur reine Zuhörer sind, sondern jederzeit Fragen stellen können und interaktiv eingebunden werden. Beispielsweise durften sich einmal alle während einer Vorlesung über eine Online-Umfrage in das politische Links-Rechts-Schema einordnen. Mehr, mehr, mehr

Aug 2016 hastuPAUSE Heft Nr. 65 0

In der Blase

Die vergangene Legislaturperiode und die aktuelle Landtagswahl zeigen vor allem eines: Studierende sind in Sachsen-Anhalt eine Minderheit und ihre Themen und Ideen auf Halle und Magdeburg beschränkt. Für Sachsen-Anhalt könnte das fatal enden.

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Illustration: Katja Elena Karras

Wer zur Landtagswahl 2011 nach Sachsen-Anhalt kam, konnte durchaus überrascht sein. Gängige Mehrheitsverhältnisse unterschieden und unterscheiden sich hier stets von denen anderer Bundesländer. Was unter Politikstudierenden für zahlreiche und spannende Hausarbeiten taugt, macht die Realpolitik zuweilen kompliziert und schwer vorhersehbar. Bei der Wahl 2011 hätte es für eine rot-rot-grüne Mehrheit gereicht. Es wäre damals ein bundesweit neues Experiment gewesen, doch die SPD zog eine große Koalition vor. Man entschied sich für Bekanntes und gegen das Experiment. Eine unfassbare Sparwut und scharfe finanzielle Kürzungen für die Hochschulen waren die Folge. Der große Protest und auch koalitions- und vor allem SPD-interne Streitereien wendeten die schlimmsten Kürzungen jedoch noch ab. Bis zur aktuellen Landtagswahl wurde dann eine Art Burgfrieden vereinbart (in landestypisch überhöhter Manier »Bernburger Frieden« genannt). Wer wollte, konnte das als Erfolg des Widerstands und Protests begreifen. Gegen die sich wieder politisierten Studierenden ließ sich vermeintlich keine Landespolitik machen.

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Jan 2015 hastuUNI Nr. 58 1

Das Rätsel in Rosa

Polnische und deutsche Studierende entdecken auf einer Exkursion, wie Architektur die Identität einer Stadt bestimmt

Foto: Patrick Ulm

Foto: Patrick Ulm

Ein Schloss wird gebaut, hoch über der Stadt, mit Wehrtürmen und Zinnen, Schlosstor und Balustraden. Im 21. Jahrhundert. Die Farbe: Bonbonrosa. Wer macht denn so was? Und vor allem: Warum bloß? Zwanzig Studierende aus Halle begeben sich auf die Suche nach Antworten und reisen in die westpolnische Stadt Posen.

Karsten Holste steht auf dem Marktplatz von Posen und spricht gegen den Wind an, der durch die Stadt pfeift. Er zeigt auf die schmalen, hohen Häuser, die den Platz umschließen. Hübsch sind sie, mit ihren farbigen Fassaden, den Giebel­dächern und Holzfenstern. In den Erdgeschossen der Häuser befinden sich kleine Läden und Cafés, Piroggen-Bars und Kneipen, darüber Privatwohnungen und Büros. Auf den ersten Blick stehen hier renovierte Krämerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. »Aber«, sagt Holste und hält inne. Die Studierenden aus Halle halten die Luft an. Sie wissen: Jetzt kommt der Holste-Tricoire-Moment. Mehr, mehr, mehr

Jul 2014 hastuUNI Pinnwand 1

Wird der Politik-Lehrstuhl „militarisiert»?

Die SDS-Hochschulgruppe entfacht Debatte um "Militarisierung" des Lehrstuhls für Internationale Politik

Mit einem Offenen Brief fordert sie SDS-Hochschulgruppe eine wissenschaftlich ausgeglichene Lehre.

Mit einem Offenen Brief fordert sie SDS-Hochschulgruppe eine wissenschaftlich ausgeglichene Lehre.

Mit einem offenen Brief an Professor Johannes Varwick hat die SDS-Hochschulgruppe die Lehre des Professors kritisiert. Sie befürchtet eine »Militarisierung des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen und europäische Politik«, welchen Varwick innehat. Mehr, mehr, mehr

Mai 2014 hastuINTERESSE Nr. 54 0

»Ach du Schreck – Schon wieder Wahl?«

Studiengeflüster 263 Studiengänge bietet die MLU an 10 Fakultäten an, eine beinahe unübersichtliche Anzahl. In unserer Rubrik »Studiengeflüster« stellen unsere Autoren kurz und knapp interessante Aspekte ihres eigenen Studiums vor. Teil 3: »Ach du Schreck – Schon wieder Wahl?«

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le


Europa geht zur Wahlurne. Schon im Mai wird das Europäische Parlament neu gewählt. Aber was passiert da genau? Und welche Auswirkungen hat meine Stimme am 25. Mai auf die Politik von morgen? Hier kommen die wichtigsten Fakten zur Europawahl 2014.

Wer wird gewählt?

Es werden die 751 Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt. Jedes EU-Mitgliedsland besetzt je nach Einwohnerzahl zwischen 6 und 96 Sitzen, somit wählt jedes Land ausschließlich die eigenen Abgeordneten. Für Deutschland werden 96 Personen im Parlament sitzen. Auf unserem Wahlzettel stehen aber wie gewohnt die deutschen Parteien.

Wann wird gewählt?

Das Parlament wird alle fünf Jahre gewählt. In diesem Jahr wählen die Bürger der EU-Mitgliedsländer im Zeitraum vom 22. bis 25. Mai, da in jedem Land die nationalen Wahlgesetze gelten. In Deutschland findet die Wahl wie immer am Sonntag statt, also am 25. Mai. Mehr, mehr, mehr

Apr 2011 hastuINTERESSE Nr. 36 0

Wirtschaftspolitiker denken anders

In Sachsen-Anhalt gibt es seit April ein neues Ministerium. In ihm sind die Ressorts für Wissenschaft und Wirtschaft vereint. Die neue Ministerin will das als Chance begreifen. Kritiker warnen vor einer Ökonomisierung der Wissenschaft.

Stephan Dorger­loh, Bir­git­ta Wolff, Ar­min Wil­ling­mann und Udo Strä­ter (v. l. n. r.) vor der Dis­kus­sion im Ge­spräch (Foto: En­ri­co Sep­pelt, halleforum.de)

Am Morgen des 13. April war es dann klar. In den Koa­li­tions­ver­hand­lun­gen zwi­schen CDU und SPD wur­de auch das Kul­tus­mi­nis­te­rium neu zu­ge­schnit­ten und hat den Be­reich „Wis­sen­schaft» an das Wirt­schafts­mi­nis­te­rium ab­ge­geben. Die Podiums­dis­kus­sion am sel­ben Abend, zu der das Spre­cher­kol­le­gium des Stu­die­ren­den­ra­tes der Martin-Luther-Uni­ver­si­tät Halle-Wit­ten­berg (MLU) und der Ar­beits­kreis Bil­dungs­poli­tik des Stu­die­ren­den­ra­tes der MLU ein­ge­la­den hat­ten, kam al­so ge­nau rich­tig. Doch auf dem Po­dium wuss­te auch nie­mand wirk­lich ge­nau, wie es zu dieser Ent­schei­dung kam, da­bei wa­ren wich­ti­ge Ak­teu­re an­we­send. Mehr, mehr, mehr

Apr 2011 hastuUNI 0

Wissenschaft ist Sache der Wirtschaft

KuMi_wolff

Bald Wirtschafts- und Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff?

Zumindest klingt es derzeit danach, wenn man sich die vereinzelten Informationen zu den Koalitionsverhandlungen in Sachsen-Anhalt anschaut: Es ist offenbar geplant, das Ressort Wissenschaft aus dem Kultusministerium herauszugliedern und ins Wirtschaftsministerium zu verlegen. Neue Wirtschaftsministerin soll diesem Plan zufolge Prof. Dr. Birgitta Wolff (CDU) werden, derzeit noch die Kultusministerin des Landes Sachsen-Anhalt. Für oder wider das Vorhaben gibt es viele mehr oder weniger gute Argumente, die bisher vor allem im stillen Kämmerlein ausgetauscht worden sind. Mehr, mehr, mehr

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