Texte mit Tags ‘Polen’

Okt 2017 hastuPAUSE Nr. 74 0

Back to the (Polish) roots

In einem Auslandssemester in Krakau kann man junge Studierende aus der ganzen Welt kennenlernen. Viele davon sind in das Land gekommen, aus dem ihre Vorfahren vor vielen Jahren ausgewandert oder geflohen sind. Für diese galt Amerika als Land der Zukunft, für sie selbst nun ist Europa »the place to be«.

Foto: Lena Schraml

Man schreibt das Jahr 1913, kurz vor dem ersten großen, weltverändernden Krieg. Polen ist zu dieser Zeit noch aufgeteilt zwischen Preußen, Russland und Österreich-Ungarn. Der Pole Walter Kumięga, Ururgroßvater des nach ihm benannten 21-jährigen Walter Kumięga IV., beschließt, den alten Kontinent Europa zu verlassen und nach Amerika auszuwandern. Er verspricht sich – wie so viele andere – eine bessere Zukunft für seine Familie und ein Leben in Freiheit. Im US-Bundesstaat Maine gründet er eine Hühnerfarm, die die nächsten Jahre die Lebensgrundlage der Familie werden soll. »Irgendwann wurde aus der Hühnerfarm eine Teppichreinigung, die bis heute von meinem Opa betrieben wird«, erzählt der stolze Enkel, der Internationale Beziehungen an der University of Maine studiert. Mehr, mehr, mehr

Dez 2016 hastuPAUSE Heft Nr. 69 0

Andere Länder, andere Filme

Seit 2004 ist Polen in der Europäischen Union – und von vielen noch unentdeckt. Wir wagen den Versuch, Euch ein kleines Stück davon näher zu bringen: durch die bemerkenswerten polnischen Filme der letzten Jahre. Erst 2013 gab es für das Drama »Ida« den Oscar als besten fremdsprachigen Film.

Viele polnische Filme haben ihre eigene Ästhetik. Das drückt sich zum Beispiel im starken Realismus aus: Alles soll so wie in Wirklichkeit aussehen, auch die Emotionen, weshalb die Schauspieler ihre Figuren oft mit Method Acting verkörpern. Besonders Geschichtsfilme nehmen im polnischen Kino einen großen Platz ein. Neben der Unterhaltung scheint dies eine Art zu sein, die eigene Geschichte und Identität darzustellen und zu verarbeiten.

Tadeusz und Rose genießen zusammen einen ruhigen Moment Foto: Monolith Films

Tadeusz und Rose genießen zusammen einen ruhigen Moment
Foto: Monolith Films

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Dez 2016 hastuUNI Heft Nr. 69 0

Zwischen den Polen

Zwei Studentinnen wollen mit folgendem Plädoyer ein für allemal klären, warum sie tun, was sie eben tun, sich nämlich mit Polen beschäftigen – besser gesagt: Polenstudien studieren.

Das alternative Viertel Krakaus befindet sich im ehemaligen jüdischen Viertel und wird immer beliebter. Foto: Lena Schraml

Für alle, die sich jetzt denken, dass dieser Text bestimmt nur da ist, um Seiten zu füllen, da der Grund für eine Beschäftigung mit Polen ja ganz logisch sei – tja, falsch gedacht. Dafür müssen wir uns zu oft verteidigen, wenn wir das Objekt unseres Studiums nennen. Natürlich sind wir nicht die Einzigen, die sich für ihre Studienwahl erklären müssen. Das geht vermutlich den meisten so, die sich mit etwas Exotischerem, vor allem aus dem Bereich der Geisteswissenschaften, beschäftigen. Aber Polen ist unser direkter Nachbar! Sollte es nicht langsam selbstverständlich sein, sich auch mit diesem auseinanderzusetzen, ihm die Gartentür zu öffnen und ihn auf einen kawka czy herbatka (»Kaffeechen oder Teechen«) einzuladen? Mehr, mehr, mehr

Jan 2015 hastuUNI Nr. 58 1

Das Rätsel in Rosa

Polnische und deutsche Studierende entdecken auf einer Exkursion, wie Architektur die Identität einer Stadt bestimmt

Foto: Patrick Ulm

Foto: Patrick Ulm

Ein Schloss wird gebaut, hoch über der Stadt, mit Wehrtürmen und Zinnen, Schlosstor und Balustraden. Im 21. Jahrhundert. Die Farbe: Bonbonrosa. Wer macht denn so was? Und vor allem: Warum bloß? Zwanzig Studierende aus Halle begeben sich auf die Suche nach Antworten und reisen in die westpolnische Stadt Posen.

Karsten Holste steht auf dem Marktplatz von Posen und spricht gegen den Wind an, der durch die Stadt pfeift. Er zeigt auf die schmalen, hohen Häuser, die den Platz umschließen. Hübsch sind sie, mit ihren farbigen Fassaden, den Giebel­dächern und Holzfenstern. In den Erdgeschossen der Häuser befinden sich kleine Läden und Cafés, Piroggen-Bars und Kneipen, darüber Privatwohnungen und Büros. Auf den ersten Blick stehen hier renovierte Krämerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. »Aber«, sagt Holste und hält inne. Die Studierenden aus Halle halten die Luft an. Sie wissen: Jetzt kommt der Holste-Tricoire-Moment. Mehr, mehr, mehr

Okt 2014 hastuPAUSE Nr. 56 0

Mit Zug und IAESTE durch Polen

Ein durch IAESTE vermitteltes Praktikum begleitet von unaussprechlichen polnischen Städten, tunesisch-indischen Sichtweisen auf Deutschland und internationaler Unterstützung für das Nationalteam.

Foto: Tobias Hoffmann

Foto: Tobias Hoffmann

Den Sommer kann man durchaus vielfältig verbringen. In der Hotelanlage auf den Balearen, arbeitend für kommende Semesterausgaben, bei den Eltern in der Heimatstadt und in Halle sowieso. Oder man verbringt den Sommer mit einem IAESTE-Praktikum im Ausland.

Letzteres kann zum Beispiel bedeuten, für zwei Monate in ein Studentenwohnheim in Gdańsk (in deutschen Gefilden bekannt als Danzig) zu ziehen und sich dort mit einem Tunesier den Raum zu teilen und Sichtweisen über internationale Konflikte und polnische Küche auszutauschen. Mehr, mehr, mehr

Apr 2013 hastuINTERESSE Nr. 47 0

Eine Zeitreise ohne Zeit

Wrocław, Breslau, Blume Europas und Stadt der Begegnung – viele Namen, eine Geschichte. Die Hauptstadt des ehemaligen Schlesien und ihre Suche nach Identität.

»Verdrängungen und Aneignungen« war der Titel eines Übungsseminars, in dem sich eine Gruppe von Geschichtsstudenten unter der Leitung von Dr. Karsten Holste und Claudia Schneider mit der Stadtgeschichte Breslaus/Wrocławs auseinandersetzte. Ziel der gemeinsamen Freitage im Institut am Hohen Weg war die Erstellung einer historischen Stadtführung durch die polnische Oder-Metropole. Doch eine solche Führung ist mit vielen Fragen verbunden. Wie soll man so eine Tour gestalten? Wie hat sich die Stadt über die Jahrhunderte verändert? Welche Denkmäler erinnern noch an die reichhaltige, multinationale Geschichte der Stadt? Um sich bei der Beantwortung dieser Fragen nicht in chauvinistische Widersprüche zu verstricken, muss man weit über die normale Abspulung von Geschichtsdaten hinausgehen. Mehr, mehr, mehr

Aug 2010 hastuPAUSE Nr. 33 0

Andere Länder, andere Sitten

Einheimische und ausländische Studenten berichten von ihren Erfahrungen als Austauschstudis in weltweit unterschiedlichen Hochschullandschaften. Teil 2: Wie es sich lebt in Studentenwohnheimen in Halle und Opole

Freiheit. Das wollte ich immer haben. Zwar bin ich schon alt genug, aber wenn man noch bei den Eltern wohnt und von ihnen finanziell abhängig ist, kann von richtiger Freiheit keine Rede sein. Ich wollte eine andere Lebensweise kennen lernen. So habe ich mich für das Erasmusprogramm entschieden. Mehr, mehr, mehr