Texte mit Tags ‘Personalrat’

Jun 2017 hastuUNI Online 2

Von sinkenden Schiffen und überraschenden Wendungen

Am Mittwochvormittag trafen sich einige Studierende beim Löwengebäude, um vor und während der Personalversammlung der MLU gegen die Personalsituation am Germanistischen Institut zu demonstrieren. Die Überraschung kam in Form des Vorsitzenden vom Personalrat, der kurzerhand die Studierenden in die Aula zur Personalversammlung bat.

Foto: Paula Götze

Foto: Paula Götze

Gestern riefen der Fachschaftsrat der Neuphilologien und die IG Germanistik zum »Protest gegen die Personalsituation am Germanistischen Institut« auf. Auch der Stura veröffentlichte vorgestern den Appell: »Für eine gute Lehre! Solidarität mit den Germanist*innen!«.

Anlass des Protests war das Ablaufen der befristeten Arbeitsverträge einiger Lehrkräfte des Germanistischen Instituts, was zu essenziellen Problemen bei der Lehre in den jeweiligen Bereichen führen könnte (genauere Informationen dazu in der Veranstaltung, im Stura-Text und auf noch folgenden PowerPoint-Folien). Man protestierte aber auch ganz allgemein gegen die vielen Kürzungen, welche die Lehre an den Universitäten bedrohen. Mehr, mehr, mehr

Dez 2012 hastuUNI Nr. 45 0

Proteste vor der Weihnachtspause

Konkrete Pläne zur Stellenstreichung an der Uni sollen noch in diesem Jahr vorliegen. Unterdessen wirbt das »Aktionsbündnis MLU« um Unterstützung in der Kommunal- und Landespolitik.

Nach Stand des Redaktionsschlusses plant das Rektorat, dem Senat auf einer Sondersitzung am 19. Dezember konkrete Kürzungspläne vorzustellen. Bis 2019 sollen über 100 Stellen abgebaut werden, über etwa die Hälfte soll die Universität sich schon jetzt einig werden. Wie in hastuzeit Nr. 44 berichtet, hat die Universität ein jährliches Haushaltsdefizit von gut 6 Millionen Euro identifiziert und will Handlungsfähigkeit beweisen.

Aus Sicht des Rektorats ist diese Liste der vorläufig nicht wiederzubesetzenden Stellen keineswegs als Kürzungsvorschlag, sondern als »Worst-Case-Szenario« zu betrachten, gar als mögliches Druckmittel bei Verhandlungen mit dem Land Sachsen-Anhalt um die neuen Zielvereinbarungen. Doch Studierende und Personal innerhalb wie außerhalb des Senats teilen diese Hoffnung nicht; auch unter den Professoren macht sich Skepsis breit, ob diese Strategie wirklich sinnvoll ist – am lautesten freilich unter denjenigen, deren Fakultäten oder Institute gerüchteweise vom Stellenabbau betroffen sein könnten. Mehr, mehr, mehr

Dez 2012 hastuUNI Nr. 44 0

„Vorauseilende Kürzungen»

Um das millionenschwere Defizit der MLU in den Griff zu bekommen, plant das Rektorat Stellenstreichungen. Dagegen hat sich ein Aktionsbündnis aus Studierenden und Mitarbeitern gebildet.

Großer Andrang bei der Senatssitzung. Foto: Dr. Rolf Sommer

Als die Sondersitzung im Hallischen Saal beginnen sollte, stauten sich die Besucherinnen und Besucher noch bis ins Treppenhaus hinein. Lange war keine Sitzung des Akademischen Senats auf so viel Interesse bei Studierenden und Beschäftigten der Uni gestoßen wie am 10. Oktober. Was war geschehen?

Dass die Martin-Luther-Universität finanziell kaum über die Runden kommt, ist kein Geheimnis und zeigt sich an vielen Instituten auch im Lehrbetrieb, wo Mitarbeiterstellen und studentische Hilfskraftstellen halbiert und gevierteilt werden. Oft sind diese Beschäfti­gungs­verhältnisse semesterweise befristet, mitunter werden sie gar erst nach Beginn der Vorlesungszeit vergeben. Als weiterer Notnagel werden Lehraufträge erteilt, eine Art akademischer Scheinselbständigkeit.

Für die Verteilung der Stellen und Mittel in den Fakultäten sind die Dekane verantwortlich, und diese wandten sich Anfang Juli in einem gemeinsamen, sichtbar empörten Brief an Rektor Udo Sträter: „Substantiell unterfinanziert» seien die Fakultäten. Nach über einem Jahr der Diskussionen liege immer noch kein Konzept zur Umstrukturierung der Uni­versität vor, zugleich würden aber „im Zentralen Bereich der MLU massiv Einstellungen vorgenommen, die … zu Lasten von Lehre und Forschung, insbesondere zu Lasten der Studierenden gehen.» Mehr, mehr, mehr