Texte mit Tags ‘Medien’

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Jul 2017 hastuUNI Heft Nr. 73 0

Neue Farben braucht das Land

Jamaika, R2G oder doch Groko? Auf allen Kanälen kämpfen die Kandidaten um Stimmen. Um den medialen Wahlkampf zu durchschauen, lauschte die hastuzeit einem Vortrag des Journalisten Markus Decker.

Foto: Vinzenz Schindler

»Zum Regieren brauch ich nur BILD, BamS und Glotze!« grummelte Gerhard Schröder einst. Dass der Umgang mit den Medien zur Wiederwahl oft wichtiger ist als die eigentliche Politik, hatte er gut erkannt und sich zu Nutze gemacht. 1998 schaffte er es als erster, rot-grüner Regierungschef zu werden. 2002 wurde er nach einer herausragenden Inszenierung als Krisenkanzler beim Elbe-Hochwasser wiedergewählt. Die Rolle der Medien hat seither weiter an Bedeutung für die Politik gewonnen. Ohne sie zu regieren scheint schier unmöglich; die Parteien versuchen sich darauf einzustellen. Mehr, mehr, mehr

Dez 2016 hastuINTERESSE Heft Nr. 69 0

Welcome to Hallewood

Dass Halle das »einzige salzproduzierende Museum Deutschlands« beherbergt, wissen alle, die regelmäßig Straßenbahn fahren. Doch unsere Saalestadt hat noch viel mehr zu bieten als Salz, den Roten Turm und den Bergzoo: Sie ist nicht nur eine Medienstadt, sondern auch Drehort einiger bekannter Filme. Der Stadtrundgang »Von Zorn bis Hallewood« gibt eine kleine Kostprobe davon, wie viel Potenzial in Halle steckt.

Illustration: Katja Elena Karras

Es ist ein später Nachmittag Ende Oktober, draußen ist es dunkel, und es regnet in Strömen. Ein Tag, an dem die meisten wahrscheinlich zu Hause auf der Couch sitzen, ein gutes Buch lesen oder einen Film schauen. Auch ich sehne mich in diesem Moment sehr nach meiner Wohnung und einer heißen Tasse Tee, doch das Gefühl verschwindet schnell, als ich am Stadtbad ankomme. Ich habe mich für die Stadtführung »Von Zorn bis Hallewood« angemeldet und bin nun sehr gespannt, was ich heute alles über die berühmten Zorn-Verfilmungen und auch über andere Filme, die in Halle entstanden sind, erfahren werde. Im Durchgang zum Stadtbad, geschützt vom Regen, stehen bereits die Stadtführerin und ungefähr zehn weitere interessierte Zuhörer. Es herrscht eine angenehme, freundliche Stimmung, trotz des Wetters. Denn es gibt schließlich gar kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung, betont unsere fröhliche Stadtführerin gleich zu Beginn. Sie hat ein großes Tablet dabei, mit dem sie uns während der Führung ab und zu Filmausschnitte oder kleine Beiträge zeigt, die das Erklärte noch anschaulicher gestalten. Mehr, mehr, mehr

Jan 2016 hastuPAUSE Heft Nr. 63 0

Fernseher? Brauch ich nicht.

Welche Medien nutzen Studierende in ihrer Freizeit, woher beschaffen sie sich Informationen über aktuelle Geschehnisse, und was halten sie von der medialen Gestaltung der Vorlesungen? In einer Befragung auf dem Uniplatz haben uns einige Studierende ihre Sicht erklärt.

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Illustration: Anne Walther

Die Medienlandschaft verändert sich stetig. Der Trend geht zu immer moderneren Techniken, mit denen man Informationen präzise und in Echtzeit an den Konsumenten bringt. Nirgendwo tauchen die Schlagzeilen der Nachrichtenportale schneller auf als in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook. Diese Plattformen werden auch von einem Großteil aller Studierenden an der MLU genutzt. Es stellt sich die Frage: wie sieht eigentlich das Medienverhalten des durchschnittlichen Studierenden aus?
Nachrichtensendungen im Fernsehen genießen offensichtlich nach wie vor einen großen Stellenwert – und sei es in der Mediathek im Netz. »Es ist angenehmer, alle wichtigen Informationen kompakt aufgezeigt zu bekommen. Wenn ich mir die Inhalte hingegen selbst zusammensuchen muss, zum Beispiel im Internet, dauert das länger und ist aufwendiger«, meint eine Medizinstudentin. Bemängelt an »alten« Medien wie dem Fernsehen wird allerdings der festgelegte Zeitrahmen des Programms, der wenig Platz für individuelle Bedürfnisse lasse. Die Studentin weiter: »Wenn ich fünf Minuten nach Beginn der Tagesschau einschalte, habe ich die wichtigsten Ereignisse des Tages bereits versäumt.«

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Okt 2013 hastuPAUSE Nr. 50 0

MediA=H

Was weiß man heute über Russland? Was möchte man wissen?

Besuch einer deutsch-russischen Fotoausstellung in Archangelsk

Besuch einer deutsch-russischen Fotoausstellung in Archangelsk

Foto: MediA=H

Marie und Leonore saßen im Jahr 2010 in einem Russischkurs. Eine Studentin bat um Aufmerksamkeit und erzählte von einem neuen Austauschprojekt nach Russland. So erschien Marie am Anfang des Jahres 2010 in der gleichen Woche noch im Projektbüro, wo gerade die Workshopvorbereitungen liefen. Sie wurde sofort miteingebunden und konnte im nächsten Jahr nach Archangelsk mitgefahren. Leonore kam ein Jahr später dazu. Und nun sind die beiden Studentinnen nicht nur Teilnehmerinnen, sondern auch die Mitorganisatorinnen der Gruppe MediA=H.

Geschichte des Projekts

Zuerst haben die Germanistik-Institute der Archangelsker und der hallischen Universitäten kooperiert. Es gab schon zu DDR-Zeiten einen akademischen Austausch. Einige Studenten sind bereits als Sprachassistenten mitgefahren. So haben diese sich zusammengesetzt, um ein Austauschprojekt für die Studenten zu schaffen, das sowohl für Kulturtransfer als auch für Spaß sorgt.

Das dadurch entstandene Medienprojekt Halle-Archangelsk (MediA=H) bezweckt einen interkulturellen Austausch, Völkerverständigung, Vertiefung von Sprachkenntnissen und dient sicherlich zum Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten. Dazu treffen sich jedes Jahr russische und deutsche Studenten, um einen Film nach dem Themenmotto des Jahres zu produzieren. Mehr, mehr, mehr

Jan 2012 hastuINTERESSE Nr. 40 0

Erinnerungskulturen

Jeder Mensch, jede Gruppe und jede Kultur hat es: ein Gedächtnis. Man unterscheidet es in drei Dimensionen. Diese wandeln sich stetig vor allem auch durch die Einführung immer neuerer Medien und Techniken.

Medien, wie etwa das Internet und das Buch, haben nicht nur die Informationsverbreitung beschleunigt, sondern ebenso den Gebrauch des Gedächtnisses verändert. Wissen muss nun nicht mehr nur mündlich weitergegeben werden, sondern kann in schriftlicher wie digitaler Form über den Kulturkreis hinaus verbreitet werden. So entwickelten sich aus einst oralen Stämmen Schriftkulturen mit einem starken Hang zur Aufzeichnung wichtiger Informationen. Mythen, Sagen und Gesänge sind folglich nicht mehr nur an die Anwesenheit eines Schamanen oder einer anderen ranghohen Person gebunden, so dass auch anderen Mitgliedern der Gemeinschaft ein Zugang dazu möglich ist. Mehr, mehr, mehr

Aug 2011 hastuUNI 4

The medium is the massage

Egal ob Print, Radio oder TV: An der Uni Halle gibt es für jeden Bereich die passende ASQ.

Für einen Medienberuf qualifizieren, das wollen viele Studienangebote. Meist vermitteln Dozenten an Unis aber nur theoretisches Wissen über verschiedene Gattungen oder Stilformen. Die (Medien)Praxis, normale Redaktionsarbeit und komplett eigenständiges Arbeiten bleiben dabei auf der Strecke. Genau deshalb gibt es an der MLU gleich drei ASQ-Module, von Studenten organisiert, die Euch Einblicke in die verschiedenen Facetten des Journalismus gewinnen lassen. Ihr lernt nicht nur, wie eine Print-, Radio- oder TV-Redaktion von innen aussieht, sondern könnt sogar nebenbei noch CreditPoints sammeln. Mehr, mehr, mehr

Jul 2011 hastuUNI Nr. 37 0

Kulturschock in Eigenproduktion

Die studentische Initiative MediAH organisiert seit sieben Jahren deutsch-russischen Kulturaustausch.

Wenn aus den Fenstern des ehemaligen Instituts für Landwirtschaft in der LuWu ein buntes Stimmengewirr zu vernehmen ist, dann hält MediAH eine Sitzung ab. In diesem Moment wird vielleicht diskutiert, wer die Reisepässe zum russischen Konsulat bringt, ob die Flugbestätigung schon eingetroffen ist, der letzte Antrag auf Fördermittel angenommen wurde oder das Programm für die Workshopwoche in Kooperation mit den russischen Projektteilnehmern seine finale Gestalt annimmt. Jeder übernimmt selbstständig nach besten Wissen und Gewissen bestimmte Aufgaben, egal ob unbedarfter Ersti oder erfahrener Langzeitstudent. Das interkulturelle Medienprojekt MediAH lebt durch seine Mitglieder, Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen (Germanistik, Slawistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, IKEAS und andere) in Deutschland und Russland. Mehr, mehr, mehr

Feb 2011 hastuINTERESSE Nr. 35 0

Wir alle spielen Theater

Durch die Etablierung der neuen Medien wie Internet und Fernsehen sind Millionen Menschen weltweit miteinander verbunden. Durch die Vernetzung bietet sich uns ein weiter Raum zur Selbstinszenierung.

Foto: Bruno Cordioli (Creative Commons)

Foto: Bruno Cordioli (Creative Commons)

Niemand besitzt eine einheitliche Identität, denn jeder von uns nimmt täglich die verschiedensten Rollen ein. Man ist Student, Freund, Pauschalkraft, um das Studium zu finanzieren, Fan von etwas. Die Rollen wählen wir uns zum Teil selbst, zum Teil werden sie uns zugeschrieben. »In diesen Rollen erkennen wir einander; in diesen Rollen erkennen wir uns selbst«, schrieb der amerikanische Soziologe Erving Goffman 1959 in seinem Werk Wir alle spielen Theater. Nach Goffman wird die Vorstellung von unserer Rolle zu einer Art zweiter Natur und einem wesentlichen Bestandteil unserer Persönlichkeit. Mehr, mehr, mehr

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