Texte mit Tags ‘Magdeburg’

Jul 2017 hastuINTERESSE Heft Nr. 73 0

In Abneigung geeint

In Magdeburg ist man stolz, Landeshauptstadt zu sein. In Halle ist man stolz, nicht Magdeburg zu sein. Die Geschichte zweier Städte, die sich einfach nicht mögen wollen.

Foto: Alexander Kullick

Nun also auch noch Google Earth. Die Software, die ein gutes Jahrzehnt nach ihrer Bereitstellung von niemandem mehr genutzt wird, soll eine Mitschuld tragen am schier ewig schwelenden Konflikt zweier mitteldeutscher Städte. Sicher, die Streitigkeiten zwischen Halle und der 100 Kilometer nordwestlich befindlichen Landeshauptstadt Magdeburg haben die Grenze ins Lächerliche schon so manches Mal touchiert, wenn nicht gar überschritten. In diesem Fall aber kann man konkret die Minderwertigkeitskomplexe erkennen, die viele Hallenser zu plagen scheinen. Grund für den Ärger, der schon einige Jahre zurückreicht, sind Satellitenfotos, welche Google für Magdeburg einerseits und für die Saalestadt andererseits nutzte. Einem Gerücht zufolge seien die Bilder von Halle im Frühjahr gemacht worden, die Magdeburgs hingegen im grünen Sommer. Halle wirke dadurch kahl und unattraktiv, während die Bördestadt schon alleine wegen der vielen grünen Flächen einen Charme ausstrahle, den Halle aufgrund der jahreszeitlichen Benachteiligung gar nicht erwecken könne. Mehr, mehr, mehr

Mai 2014 hastuUNI 0

»Das halte ich für verfassungswidrig!«

Der Magdeburger Landtag, welcher derzeit in der Johanniskirche zusammentritt. Foto: Markus Kowalski

Der Magdeburger Landtag, welcher derzeit in der Johanniskirche zusammentritt

Die Abgeordneten des Landtags diskutierten über die Zukunft der Hochschulen. Begleitet wurde die Sitzung von Bildungsstreik-Protesten der Magdeburger Studierenden, sie wollten Minister Möllring „wegbassen».

Über die Kürzungspläne der Landesregierung wurde am vergangenen Donnerstag im Landtag debattiert. Zur Landtagssitzung hatte die Fraktion »Die Linke« einen Antrag gestellt. Darin fordert die Fraktion unter anderem, dass die Landesregierung keinen »aktiven Abbau von Studienplätzen« betreiben und die »Entscheidungsrechte der demokratischen Hochschulgremien« nicht einschränken solle. Dabei beruft sie sich auf einen Beschluss des Landtags vom Juli 2013 und fordert die Landesregierung auf, diese Mehrheitsentscheidung umzusetzen und nicht die Richtlinien zu durchbrechen. Mehr, mehr, mehr

Feb 2014 hastuUNI Nr. 52 0

Mit Rasseln und Kerzen

Kurz vor der Verabschiedung des Haushalts wurde vor dem Landtag in Magdeburg noch einmal demonstriert.

Foto: Johannes Filter, Stura OvGU Magdeburg

Foto: Johannes Filter, Stura OvGU Magdeburg

Am 11. Dezember 2013 wurde endlich der Landeshaushaltsplan für 2014 in Magdeburg beschlossen. Ursprünglich war die Sitzung für den 12. Dezember 2013 geplant gewesen, doch wurde sie um einen Tag vorverlegt. Auf viele Demonstranten wirkte dies wie eine Flucht vor der geplanten Protestaktion.

Tatsächlich hatte der Stura der MLU Busse und Plakate für den späteren Termin vorbereitet. Trotzdem fanden mehrere hundert Demonstranten aus Kultur, Sozialeinrichtungen und Bildung ihren Weg zum Landtag. Doch waren von den Veranstaltern viel mehr Menschen erwartet worden. Die Gründe dürften vielfältig sein. So konnte jener Bus, der Demonstranten aus Halle und Merseburg abholen sollte, in Merseburg keine Leute auffinden. Aus Halle waren keine Kulturschaffenden dabei, weil sie an einer 48-stündigen »Besetzung« der Kulturinsel teilnahmen. So kamen nur eine Handvoll Studenten und Mitarbeiter der Uni Halle mit nach Magdeburg. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuUNI 0

100 + X = ?

Protest vor dem Landtag in Magdeburg. Rund 100 Studierende aus Halle beteiligten sich an landesweiter Demonstration für mehr Geld und Demokratie an den Hochschulen.

100 + X Protest in Magdeburg am 10.12.2009Unter dem Motto 100 + X machten sich am 10. Dezember rund 100 Studierende der Martin-Luther-Universität auf den Weg nach Magdeburg. Die Zahl 100 stand für die Forderung der hundertprozentigen Ausfinanzierung der Hochschulen. Das X für die Summe, die nach Ansicht der Demonstrierenden nötig ist, um eine soziale und demokratische Bildungspolitik zu ermöglichen. Insgesamt kamen in Magdeburg rund 1700 Studierende zusammen, um gegen geplante Finanzkürzungen im Bildungssektor zu protestieren. Mehr, mehr, mehr