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Mai 2017 hastuUNI Heft Nr. 72 0

Letzte Hoffnung Aussetzung?

Der Studiengang Japanologie bleibt erhalten. Das Ergebnis der Senatssitzung sieht grundsätzlich kein Auslaufen des gesamten Studienprogramms vor. Bei der teils heftigen und sehr emotional geführten Debatte standen sich Studierende und Senat gegenüber, um die anstehende Immatrikulationspause zu diskutieren.

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Prof. Dr. Oberländer
Foto: Katja Elena Karras

Die Senatssitzung am 3. Mai stand ganz im Zeichen des Protests der Studierenden der Japanologie. Thema war die Aussetzung der Immatrikulation für die kommenden zwei Semester. Entsprechend sollte der Senat über Punkt sechs der Tagesordnung abstimmen.
Vorab behandelte Themen waren unter anderem die Erfolgsquote der FH-Absolventen und Promotionen, der Streit über die Absenkung oder erneute Aufstockung der Lehramtskapazitäten sowie die Einstellung des Masterstudiengangs Biomedical Engineering, der mehr oder weniger ein Schattendasein führt.
Die Auseinandersetzung mit der seit 2004 feststehenden Kürzung auf eine Professorenstelle in der Japanologie brachte nach einer zweistündigen Diskussion und abschließender geheimer Abstimmung ein klares Ergebnis hervor. Vorausgegangen war die Frage, wie die Stelle weiterhin effizient organisiert werden könnte und vor allem, mit welcher Struktur. Seitens der Senatsmitglieder wurde immer wieder verlautet, dass seit nunmehr zweieinhalb Jahren kein gültiges Konzept für eine solche Fortführung vorliege. Man versprach »keine Schließung, sondern eine Pause.« Zudem sei es momentan wichtig, dass bereits Immatrikulierte ihren Abschluss machen können und dürfen. Mehr, mehr, mehr

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Einschreibung in Bachelorstudiengang Japanologie setzt erst einmal aus

Zahlreiche Proteste seitens der Studierenden bestimmten die vergangene Sitzung des Senats. Punkt 6 der Tagesordnung sieht vor, die Immatrikulation für das Wintersemester 17/18 und Sommersemester 18 auszusetzen. Offen bleibt weiterhin die Frage, wie die wegfallende Professur strukturell wiederaufgenommen werden kann. Seit 2004 ist der folgende Notstand in der Lehre bekannt. In den kommenden zwei Semestern soll, nach Vorliegen eines geeigneten Konzeptes, die Fakultät über eine Wiederaufnahme der Einschreibungen entscheiden. Der Senat bekräftigte »Keine Schließung, sondern eine Pause.« Die anwesenden Studenten durften sich durch kurze Stellungnahmen ebenfalls zur Thematik äußern. Auf ihrer Seite liege ein Konzept zur Weiterführung durchaus vor. Der Aussetzung dürfe deshalb nicht stattgegeben werden, weil dadurch auch die Qualität der Lehre schaden nehme. Des Weiteren wurden die außergewöhnlichen Leistungen des Fachs für die Universität hervorgehoben. Abschließend sahen die Betroffenen die Drittmittelförderung in Gefahr. Dadurch könnte Interessierten der Weg an die Uni ins Ausland verwehrt bleiben. Die Abstimmung für die Aussetzung der Einschreibung im Fach Japanologie fand schließlich geheim statt. Mit 16 Jastimmen und 6 Neinstimmen wurde dem Antrag auf Aussetzung stattgegeben. Ausführlicheres dazu findet Ihr im kommenden Heft der hastuzeit.

  • Hier findet ihr einen Bericht der MZ
  • Es gibt eine Online-Petition vom MA-Student Michael Dietrich