Texte mit Tags ‘Interview’

Okt 2018 hastuUNI Heft Nr. 80 0

Mit dem Rektor auf der Couch

Die MLU hat einen neuen Rektor! Wir haben Prof. Dr. Tietje zum Interview getroffen und – unter anderem – nach seinen Plänen für die Uni, Meinungen zu hochschulpolitischen Themen und Details aus seinem eigenen Studium gefragt.

Foto: Paula Götze

»Mehr geht nicht!« – So die Nachricht eines Freundes von Prof. Dr. Tietje nach dessen Wahl zum Rektor. Christian Tietje arbeitet seit 17 Jahren als Professor der Juristischen Fakultät an der Martin-Luther-Universität. Im Laufe dieser Zeit lehnte er einige Angebote anderer Unis ab. Der Grund: In Halle fühle er sich sehr wohl. »Insofern ist die Karriere hier. Und auf einer Leiter der Karriere geht dann tatsächlich nicht mehr als Rektor, aber das reicht auch völlig im Augenblick«, äußert er in Bezug auf seine Zukunftspläne. Mehr, mehr, mehr

Apr 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 77 0

Feuer im Eis

Ilona Kröselberg ist Filialleiterin der beiden Janny’s-Eisdielen in Halle. Sie wirkt selbstbewusst und strahlt Dominanz aus. Jedes Kind, welches den Laden betritt, wird mit Vornamen angesprochen, die Lieblingseissorten ihrer Stammkunden kennt sie auswendig, und für einen kleinen Plausch ist sie immer zu haben. Sie leitet mit Erfolg ein Kleinunternehmen und wirkt doch immer gelassen. Wir fragen uns: Wie schafft sie das?

Foto: Katharina Jannes und Thibault Xhonneux

Wie haben Sie als Kleinunternehmerin angefangen?
Ich habe Drogistin beziehungsweise Einzelhandelskauffrau gelernt und habe dann 41 Jahre lang im Handel bei »Ihr Platz« als Bezirksleiterin in NRW gearbeitet. »Ihr Platz« eine Drogeriemarktkette, wurde von »Schlecker« gekauft und ist pleitegegangen. Dann musste ich mir mit 54 Jahren etwas anderes suchen. Ich habe durch Zufall gehört, dass die Eisdiele in Halle zu übernehmen wäre, und habe es dann einfach gemacht.

Welche Pläne haben Sie für sich und das Geschäft?
Ich habe die Eisdielen jetzt schon seit 4 Jahren und es macht mir immer noch Spaß. Am Anfang habe ich mir Sorgen gemacht: Habe ich alles richtig gemacht? Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich für diesen Job geboren bin. Drei Jahre muss ich jetzt noch arbeiten und würde dann pünktlich mit 63 Jahren in Rente gehen, weil ich denke, dass die Zeit gekommen ist. Ich suche bis dahin eine/n entsprechenden Nachfolger/in, die das Geschäft mit genauso viel Herzblut betreibt. Wenn es gut läuft, würde ich meinem Nachfolger/in gerne noch 2 Jahre unterstützend zur Seite stehen, sodass man auch nicht den Kontakt verliert zu den Kindern und jungen Menschen, die doch überwiegend hierher zu uns kommen. Mehr, mehr, mehr

Apr 2018 hastuUNI Heft Nr. 77 0

Die Gesichter des Stura

Wilhelm Dargel ist 25 Jahre alt, hat im Wintersemester 2017/18 seine zweite Amtszeit im Stura angetreten und übernimmt dort das Amt des Sozialsprechers. Weiterhin ist sein Leben von einem abwechslungsreichen Studium sowie der Sorge um die Spezies »Aythya fuligula« geprägt.

Wilhelm und keine Aythya fuligula (Reiherente)
Foto: Jonas Leonhardt

Wer bist du?
Ich bin Wilhelm Dargel, ich komme ursprünglich aus Gannerwinkel, einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide, in der Nähe von Wolfsburg und Altmark. Ich studiere hier seit 2011, damals habe ich erfolgreich Philosophie abgebrochen. Seit 2012 studiere ich Wirtschaftswissenschaften und Psychologie, worin ich dieses Jahr meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Vor 2 Jahren habe ich mich noch in Agrarwissenschaften eingeschrieben, was mir sehr viel Freude bereitet und wo ich im nächsten Jahr meinen Abschluss machen werde. Mehr, mehr, mehr

Feb 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 76 0

Alles eine Frage der Zeit …

In der letzten Ausgabe hat die hastuzeit Euch schon Fragen zur Zeit gestellt. Oft lautete die Antwort auf dem Campus: »Keine Zeit.« – Unsere Finger fliegen selbstsicher im Sekundentakt über den Touchscreen unseres Handys, und unter deren nervös rhythmischem Tippen flirren diese neun Buchstaben immer öfter hin und her. Manchmal werden wir kreativ und haben auch »keine Lust«, aber sonst ist »keine Zeit« wohl die häufigste und einfachste Ausrede. Haben wir denn wirklich Besseres zu tun? Oder Angst vor Langeweile? Mehr, mehr, mehr

Jan 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 76 Rubrik 0

»Wir sind dazu berufen, frei zu sein«

Kinderarbeit, Zwangsprostitution, wirtschaftliche Ausbeutung: Sklaverei hat viele Gesichter und ist auch heute, mit schätzungsweise 40 Millionen Betroffenen, noch viel präsenter, als so manch einer denkt; auch in Deutschland. Um etwas gegen diese Missstände zu unternehmen, veranstaltete eine Gruppe von Studierenden Anfang Dezember die »Gala gegen Menschenhandel«. Wie es dazu kam und wie sich die Umsetzung gestaltete, erzählt Initiatorin Sabina Lipp im Interview.

Das Orgateam: von links Sabina Lipp, Caroline Höber, Anna Krause, Melli Händel (es fehlt Jana Henning)
Foto: Helge Eisenberg

»I am no victim, I live with a vision«: Das von zwei Studierenden vorgeführte Lied der amerikanischen Sängerin Kristene DiMarco befreite die Besucher der »Gala gegen Menschenhandel« aus ihrer Schockstarre und ließ zweifellos einige mit Gänsehaut zurück. Zuvor hatte durch den abgedunkelten Kirchenraum der St.-Georgen-Kirche eine Stimme aus dem Off getönt, welche sehr mitreißend die Geschichte einer durch Menschenhändler in die Prostitution getriebenen Frau erzählte. Mehr, mehr, mehr

Jan 2018 hastuUNI Heft Nr. 76 0

Die Gesichter des Stura

Mimi Fischer kommt aus Schwerin und absolvierte ihren Bachelor in vier Semestern. Nun macht sie an der MLU ihren Master und findet sich jeden zweiten Montag in der Sturasitzung ein, obwohl sie kein Stimmrecht besitzt. Denn Mimi ist Referentin für Hochschulsport und Gesundheit.

Foto: Jonas Leonhardt

Wie lange bist du schon im Stura?
Seit Oktober 2016. Lustigerweise war mein erster Tag in Halle auch mein erster Tag im Stura.

Wie geht das denn?
Ich war vorher in Rostock schon Kultur- und Sportreferentin, und ich habe mir überlegt, wie ich mein Leben finanziere. Dass es hier nur ein paar Euro für den Posten gibt, hatte mich nicht abgeschreckt. Denn der Stura ist auch ein super Anlaufpunkt für den Anschluss in der Studierendenschaft, außerdem war es das Sportreferat. Mein erster Tag war ein Montag, da war direkt Sturasitzung.

War das Referat hart umkämpft?
Die Woche davor war die Ersti-Einführung, und da wurde viel Werbung für das Sportreferat betrieben. Es war schon länger vakant und in der Vergangenheit nicht unbedingt gut besetzt, also waren dann noch fünf weitere Erstis da. Es tat mir auch ein bisschen leid, weil sie sich für jemanden entschieden haben, der schon in dem Bereich gearbeitet hat. Aber einige von denen arbeiten jetzt auch in Arbeitskreisen. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuINTERESSE Heft Nr. 75 0

Es hat sich ausgekickert

Die Schließung des La Bim ist beschlossen. Der Vereinsvorsitzende des Plan 3 e. V. Christian Schunke erläutert im Interview die Ursachen für diese weitreichende Entscheidung.

Foto: Lisa-Marie Müller

Nun steht es fest, der Plan 3 e. V. wird zum 31.12.2017 das Gelände des La Bim räumen. Nach über 25 Jahren erfolgreichen Wirkens mitten in der Innenstadt von Halle hat dies nun ein Ende. Zu unsicher ist ihnen ihre Zukunft mit dem bisherigen Standort.

Diese Entscheidung trifft nicht nur die Mitglieder des Vereins, sondern auch sehr viele Menschen, die im Laufe der Jahre immer wieder ein Teil des Ganzen gewesen sind. Von manchen als bloße Partylocation abgestempelt, hat das La Bim noch weitaus mehr zu bieten. So betreibt es zum Beispiel ein Kino, jeden Donnerstag findet das Kickercafé statt, und diverse andere Veranstaltungen wie Flohmärkte und Ausstellungen können besucht werden. Doch auch außerhalb der Mauern des La Bim ist der Plan 3 e. V. aktiv. Besonders bekannt ist das Filmfestival »Monstronale«, welches seit 2013 jeden Sommer stattfindet und letztes Jahr 3472 internationale Einsendungen nachweisen konnte. Auch 2018 wird es wieder verschiedene Workshops und Wettbewerbe geben. So hat vor kurzem die Anmeldung für Filme begonnen, die dann in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet werden. Die Planung ist also in vollem Gange. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuUNI Heft Nr. 75 0

Die Gesichter des Stura

Emanuel Stuve stammt aus Braunschweig, ist Mitglied bei der FDP sowie Ansprechpartner der Friedrich-Naumann-Stiftung in Halle. Außerdem studiert er im 3. Semester Jura und nahm am 30.10.2017 an seiner ersten Stura-Sitzung als eines von vier gewählten Mitgliedern der Liberalen Hochschulgruppe teil. Nach der ersten Sitzung haben wir ihn zum Gespräch eingeladen.

Foto: Jonas Leonhardt

Wie hat es dich nach Halle verschlagen?
Zum einen, weil mich Berlin nicht genommen hat (herzliches Lachen)  und weil das Juridicum meiner Meinung nach eines der bestausgestatteten in Deutschland ist, und man wohnt hier natürlich auch sehr günstig. Ich wohne hier in der Nähe der Uni, in anderen Städten müsste ich bestimmt eine Weile mit der Bahn zum Campus fahren.

Warum studierst du Jura?
Gute Frage. Ich glaube, die einfachste Antwort ist, dass ich gerne diskutiere, und das ist es auch, was mir an der Politik gefällt.

Ist das also der Grund, warum du dich in den Stura hast wählen lassen?
Das war auf jeden Fall eine Motivation, aber auch um die Qualität des Studiums für mich und alle Studenten insgesamt zu verbessern. Mehr, mehr, mehr