Texte mit Tags ‘Hochschulpolitik’

Dez 2009 hastuUNI 0

100 + X = ?

Protest vor dem Landtag in Magdeburg. Rund 100 Studierende aus Halle beteiligten sich an landesweiter Demonstration für mehr Geld und Demokratie an den Hochschulen.

100 + X Protest in Magdeburg am 10.12.2009Unter dem Motto 100 + X machten sich am 10. Dezember rund 100 Studierende der Martin-Luther-Universität auf den Weg nach Magdeburg. Die Zahl 100 stand für die Forderung der hundertprozentigen Ausfinanzierung der Hochschulen. Das X für die Summe, die nach Ansicht der Demonstrierenden nötig ist, um eine soziale und demokratische Bildungspolitik zu ermöglichen. Insgesamt kamen in Magdeburg rund 1700 Studierende zusammen, um gegen geplante Finanzkürzungen im Bildungssektor zu protestieren. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuINTERESSE Nr. 30 0

Die Erfolgsgeschichte

10 Jahre Bologna-Erklärung. Voraussetzung, Durchsetzung und Fortsetzung der europäischen Hochschulreform.

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»Wir folgen bisher viel zu sehr dem Modell, zuerst viel Reformdruck aufzustauen, der sich dann im Erdbeben einer Großreform entlädt, um anschließend wieder innovationsunwillig jeder Neuerung zu trotzen. […] Unser Bildungssystem war einst ein Modell für die ganze Welt. Aber es muß weiterentwickelt werden. […] Machen wir es zu einem Modell für das 21. Jahrhundert! Schaffen wir ein Bildungswesen, das Leistung fördert, keinen ausschließt, Freude am Lernen vermittelt und selbst als lernendes System kreativ und entwicklungsfähig ist. […] Entlassen wir unser Bildungssystem in die Freiheit.« (Roman Herzog 1997)

Mit diesen Worten, die Roman Herzog beim Berliner Bildungsforum 1997 sprach, wagte er sich nach eigener Aussage auf ein »vermintes Gelände«. Deutschland steckte, allein auf die Hochschulbildung bezogen, in einem tiefen Reformstau fest. Aus heutiger Sicht scheint die Erklärung, die am 19. Juni 1999 im italienischen Bologna unterzeichnet wurde, als Verwirklichung und Lösung von Problemen und Forderungen der damaligen Zeit. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuUNI Nr. 30 0

Die Situation der Privatdozenten

Eine Habilitation kann die Professur bedeuten. Sie kann aber auch in eine Sackgasse führen. Zwei Privatdozenten der MLU berichten.

Unbezahltes Seminar: Björn Seidel-Dreffke im Gespräch

Unbezahltes Seminar: Björn Seidel-Dreffke im Gespräch

Den Titel »PrivatdozentIn« (PD) erlangt man über die Habilitation. Er befugt zu Lehre und stellt demnach eine Vorraussetzung für eine Professur dar. Um den Titel zu halten, sind PrivatdozentInnen verpflichtet, eine Mindestanzahl an Stunden zu lehren. Ein habilitierter Wissenschaftler mit dem Titel PrivatdozentIn kann das Glück haben, dabei in einem Dienstverhältnis mit der Universität zu stehen, zum Beispiel als wissenschaftlicher Mitarbeiter, und ein Gehalt zu bekommen. Das Recht auf eine Stelle hat er aber nicht. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuUNI 0

Statistiken zum Hochschulstandort

Bericht zum Hochschulstandort Deutschland vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht

Einmal pro Jahr zieht das Statistische Bundesamt Bilanz. Dann veröffentlichen die Statistiker aus Wiesbaden ihren Jahresbericht zum Hochschulstandort Deutschland. Die Zahlen sind besonders in Hinsicht auf die aktuelle Bildungsdiskussion interessant. Sie sind Indikator für die Auswirkungen der neuen Studiensysteme und anderer Reformen, wie zum Beispiel der Einführung von Studiengebühren. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuUNI Pinnwand 0

Interview: »Man hat uns die Lehrfreiheit genommen«

Der Vorsitzende des Hochschulverbandes wirft der Politik schwere Fehler bei der Bologna-Reform vor.

Bernhard Kempen, Vorsitzender des deutschen Hochschulverbandes hat in einem Interview mit SPIEGEL-online die Politiker auf Bundes- und Länderebene scharf kritisiert. Diese seien vor allem für die »Bachelor-Misere« verantwortlich. Die Professoren seien bei der Umgestaltung der Studiengänge auf das BA-/MA-System lediglich »Hilfsarbeiter« gewesen:

»Wir waren die Hilfsarbeiter. Wir hatten das auszuführen, was die gesagt haben. Deswegen müssen Kultusminister, Akkreditierungsrat sowie die Hochschulrektoren aufhören, den Schwarzen Peter hin- und herzuschieben.« (SPIEGEL-online)

Das gesamte Interview mit Bernhard Kempen gibt es bei SPIEGEL-online zu lesen.

Dez 2009 hastuUNI Nr. 30 0

Wessen Bildung?

Funken aus Österreich haben das Feuer der Proteste auch in Halle neu entfacht

hastuzeit_foto_hrk_demoNach der bundesweiten Bildungsstreikwoche im Juni waren die Stimmen um die Bildungspolitik in Halle ruhiger geworden. In Wien besetzen Studierende seit dem 22. Oktober das Audimax der Akademie der bildenden Künste, um gegen die bestehende Bildungsmisere anzukämpfen. Damit wurde das Interesse der Medien wieder geweckt und die Nachricht weltweit verbreitet. Die Folge: Über 30 Besetzungen rund um den Globus, vor allem deutschlandweit. Doch in Halle war es weiterhin eher still. Am 28. Oktober brachten einige hallische Studierende Transparente an, um ihre Solidarität mit Österreich zu bekunden. Eine Reaktion im großen Rahmen ließ jedoch fast einen weiteren Monat auf sich warten. Mehr, mehr, mehr

Nov 2009 hastuUNI 0

Es gibt mehr Geld

Finanzminister Bullerjahn hat ein Einsehen. In einem MZ-Gespräch sichert er den Hochschulen finanzielle Zuwendungen zu.

Finanzminister Jens Bullerjahn (Foto: www.spd.de)

Finanzminister Jens Bullerjahn (Foto: www.spd.de)

Lange Zeit sah es schlecht um die finanzielle Zukunft der Hochschulen in Sachsen-Anhalt aus. Mit zwölf Millionen bezifferte MLU-Kanzler Martin Hecht das Defizit seiner Universität. Mehr, mehr, mehr

Nov 2009 Allgemein hastuUNI 0

Erste Reaktionen auf die Besetzungswelle

Nachdem in der letzten Woche viele Unis besetzt wurden, melden sich Politiker und Hochschulverantwortliche zu Wort.

Nachdem sich seit Beginn der Besetzungen mehrere Universitätsleitungen unmissverständlich mit den Räumungen von Hörsälen zu dem Protest der Studierenden in Deutschland geäußert haben (u.a. in Bielefeld und Tübingen), melden sich nun auch die obersten Instanzen der Hochschulbildung zu Wort. Mehr, mehr, mehr