Texte mit Tags ‘Hochschulpolitik’

Jan 2012 hastuUNI Nr 40 1

So viel Zukunft, so wenig Zeit

Für den Wissenschaftsrat gibt sich die Martin-Luther-Universität auf die Schnelle ein Profil.

»Das Ganze eilt furchtbar. Wir bitten euch dringend um eure Ideen und Mithilfe«, schrieben die studentischen Senatoren und der Studierendenrat der MLU am 28. November in einer E-Mail an alle Studierenden. Etwas entspannter liest sich eine neue Mail acht Wochen später, in welcher der Stura interessierte Studierende dazu einlädt, ihre Ideen zu den Themen Hochschullehre, Beschäftigungsverhältnisse und Campus-Infrastruktur beizutragen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2011 hastuUNI Nr. 36 0

Auslastung: 3125%

Studenten, die in Vorlesungen auf die Treppenstufen ausweichen müssen, schlechte Lernbedingungen und genervte Dozenten: Überfüllte Hörsäle findet man vermutlich an jeder Uni. Aber wie sieht’s im Allgemeinen mit der Auslastung der MLU aus?

»Mist, ich muss zur Vorlesung«, murmelt meine Freundin plötzlich und räumt hektisch ihre Sachen zusammen. Wie oft schon gab es diese Situation, wenn wir uns in der wenigen gemeinsamen freien Zeit zwischen zwei Veranstaltungen mal zu einem Kaffee zusammenfinden konnten. Oftmals habe ich dann auf die Uhr geschaut, registriert, dass bis Vorlesungsbeginn noch 35 Minuten Zeit waren, wir uns meist in einem nur 100 Meter Luftlinie vom Audimax entfernten Café befanden und sie gefragt, was um alles in der Welt sie dazu bewegen könnte, eine halbe Stunde vor Vorlesungsbeginn im Hörsaal aufzutauchen. Mehr, mehr, mehr

Apr 2011 hastuINTERESSE Nr. 36 0

Wirtschaftspolitiker denken anders

In Sachsen-Anhalt gibt es seit April ein neues Ministerium. In ihm sind die Ressorts für Wissenschaft und Wirtschaft vereint. Die neue Ministerin will das als Chance begreifen. Kritiker warnen vor einer Ökonomisierung der Wissenschaft.

Stephan Dorger­loh, Bir­git­ta Wolff, Ar­min Wil­ling­mann und Udo Strä­ter (v. l. n. r.) vor der Dis­kus­sion im Ge­spräch (Foto: En­ri­co Sep­pelt, halleforum.de)

Am Morgen des 13. April war es dann klar. In den Koa­li­tions­ver­hand­lun­gen zwi­schen CDU und SPD wur­de auch das Kul­tus­mi­nis­te­rium neu zu­ge­schnit­ten und hat den Be­reich »Wis­sen­schaft« an das Wirt­schafts­mi­nis­te­rium ab­ge­geben. Die Podiums­dis­kus­sion am sel­ben Abend, zu der das Spre­cher­kol­le­gium des Stu­die­ren­den­ra­tes der Martin-Luther-Uni­ver­si­tät Halle-Wit­ten­berg (MLU) und der Ar­beits­kreis Bil­dungs­poli­tik des Stu­die­ren­den­ra­tes der MLU ein­ge­la­den hat­ten, kam al­so ge­nau rich­tig. Doch auf dem Po­dium wuss­te auch nie­mand wirk­lich ge­nau, wie es zu dieser Ent­schei­dung kam, da­bei wa­ren wich­ti­ge Ak­teu­re an­we­send. Mehr, mehr, mehr

Apr 2011 hastuUNI 0

Wissenschaft ist Sache der Wirtschaft

KuMi_wolff

Bald Wirtschafts- und Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff?

Zumindest klingt es derzeit danach, wenn man sich die vereinzelten Informationen zu den Koalitionsverhandlungen in Sachsen-Anhalt anschaut: Es ist offenbar geplant, das Ressort Wissenschaft aus dem Kultusministerium herauszugliedern und ins Wirtschaftsministerium zu verlegen. Neue Wirtschaftsministerin soll diesem Plan zufolge Prof. Dr. Birgitta Wolff (CDU) werden, derzeit noch die Kultusministerin des Landes Sachsen-Anhalt. Für oder wider das Vorhaben gibt es viele mehr oder weniger gute Argumente, die bisher vor allem im stillen Kämmerlein ausgetauscht worden sind. Mehr, mehr, mehr

Feb 2011 hastuUNI Nr. 35 1

Parteien zur Wahl

Am 20. März fin­den in Sach­sen-An­halt Land­tags­wah­len statt. ha­stu­zeit woll­te mehr über die hoch­schul­po­li­ti­schen Po­si­tio­nen der Par­tei­en er­fahren.

Habt Ihr Euch schon ent­schie­den, bei we­lcher Par­tei Eu­re Zweit­stim­me am bes­ten auf­ge­ho­ben ist? Wir ha­ben den hoch­schul­po­li­ti­schen Spre­che­rin­nen und Spre­chern ei­ni­ge Fra­gen ge­schickt und hof­fen, dass ih­re Ant­wor­ten Euch bei der Ent­schei­dung hel­fen. Na­tür­lich las­sen sich die The­men auf dem be­grenz­ten Platz un­se­res Hef­tes nicht er­schöp­fend be­han­deln – fragt also für ge­nau­e­re In­for­ma­tio­nen ru­hig selbst bei den Par­tei­en nach. Mehr, mehr, mehr

Jan 2011 Allgemein hastuUNI 0

»Noch nicht im Schlaraffenland«

Der akademische Senat der Martin-Luther-Universität ver­sam­mel­te sich am 12. Ja­nu­ar zu ei­ner Son­der­sit­zung. Ei­gent­lich wol­lte man sich so früh im Jahr noch nicht tref­fen, weil über die Weih­nachts­pau­se we­nig Dis­kus­sions­wür­di­ges pas­siert. 2010/11 ist das je­doch an­ders. In den letz­ten Ta­gen des al­ten und in den ers­ten Ta­gen des neu­en Jah­res wur­den in zahl­rei­chen Sitzun­gen die For­mu­lie­run­gen der Ziel­ver­ein­ba­run­gen ver­han­delt. Die­se hät­ten be­reits An­fang 2010 fer­tig sein sol­len (hastuzeit berichtete).

»Wir sind schon sehr weit«, ver­kün­de­te Rek­tor Udo Sträter nun im Be­zug auf den Fort­schritt der bi­late­ra­len Ver­hand­lun­gen zwi­schen der MLU und dem Kul­tus­mi­nis­te­ri­um. Mehr, mehr, mehr

Dez 2010 Allgemein hastuUNI 1

Revolution mit Hindernissen

Das Deutschlandstipendium soll die Hochschulfinanzierung revolutionieren. Vor allem von Unternehmen und Privatpersonen wird ein verstärktes Engagement gefordert. Doch die Zurückhaltung ist groß, was vor allem für die Hochschulen zum Problem wird.

Illustration: Susanne Wohlfahrt.

Es ist kalt und Christian wartet bereits. Seine Kapuze hat er tief ins Gesicht gezogen, weswegen man sein rot-blondes Haar nicht erkennt. Durch seine Brille schaut er sich interessiert um. Obwohl er schon neun Semester in Halle studiert, hat er den Universitätsplatz noch nie gesehen. »Ich bin immer am Campus Heide-Süd, weil dort mein Institut ist«, erklärt er. Christian Herschbach ist 24 Jahre alt und studiert Physik. Von den etwa 50 Kommilitonen, mit denen er seinen Bachelor begann, waren am Ende noch 14 übrig und er ist einer der besten von ihnen. Seine Abschlussarbeit bestand er mit 1,0. Sie führte ihn auch in eine Forschungsgruppe, in der er neben seinem Masterstudium den Spin-Hall-Effekt untersucht. Mehr, mehr, mehr

Dez 2010 hastuUNI 0

Pinkwarts letzter Triumph

Das Deutschlandstipendium hat einen langen Entstehungsweg hinter sich. hastuzeit empfindet ihn nach. Eine Geschichte des Deutschlandstipendium, kommentiert von den politischen Parteien.

Demo gegen Studiengebühren in Düsseldorf: Andreas Pinkwart ist das Gesicht des Deutschlandstipnediums. Für die Studierenden in NRW war er aber auch das Gesicht der Studiengebühren. Auch um diese Belastung abzufangen, rief Pinkwart das nationale Stipendienprogramm ins Leben. (Foto: mediaparker)

Die Geschichte des Deutschlandstipendium ist eng mit einer Person verknüpft: Andreas Pinkwart. Ohne den FDP-Politiker würde es das Deutschlandstipendium heute nicht geben. Als Wissenschaftsminister in Nordrhein-Westfalen hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, ein Stipendienprogramm nicht nur in seinem Land, sondern auch bundesweit zu etablieren. Es soll ihm glücken, allerdings erst in letzter Sekunde.

Bereits im November 2007 tritt Pinkwart mit der Forderung nach einem Bund-Länder-Programm an die Öffentlichkeit: Mehr, mehr, mehr