Texte mit Tags ‘Hochschulpolitik’
So viel Zukunft, so wenig Zeit
Für den Wissenschaftsrat gibt sich die Martin-Luther-Universität auf die Schnelle ein Profil.
»Das Ganze eilt furchtbar. Wir bitten euch dringend um eure Ideen und Mithilfe«, schrieben die studentischen Senatoren und der Studierendenrat der MLU am 28. November in einer E-Mail an alle Studierenden. Etwas entspannter liest sich eine neue Mail acht Wochen später, in welcher der Stura interessierte Studierende dazu einlädt, ihre Ideen zu den Themen Hochschullehre, Beschäftigungsverhältnisse und Campus-Infrastruktur beizutragen. Mehr, mehr, mehr
Auslastung: 3125%
Studenten, die in Vorlesungen auf die Treppenstufen ausweichen müssen, schlechte Lernbedingungen und genervte Dozenten: Überfüllte Hörsäle findet man vermutlich an jeder Uni. Aber wie sieht’s im Allgemeinen mit der Auslastung der MLU aus?
»Mist, ich muss zur Vorlesung«, murmelt meine Freundin plötzlich und räumt hektisch ihre Sachen zusammen. Wie oft schon gab es diese Situation, wenn wir uns in der wenigen gemeinsamen freien Zeit zwischen zwei Veranstaltungen mal zu einem Kaffee zusammenfinden konnten. Oftmals habe ich dann auf die Uhr geschaut, registriert, dass bis Vorlesungsbeginn noch 35 Minuten Zeit waren, wir uns meist in einem nur 100 Meter Luftlinie vom Audimax entfernten Café befanden und sie gefragt, was um alles in der Welt sie dazu bewegen könnte, eine halbe Stunde vor Vorlesungsbeginn im Hörsaal aufzutauchen. Mehr, mehr, mehr
Wirtschaftspolitiker denken anders
In Sachsen-Anhalt gibt es seit April ein neues Ministerium. In ihm sind die Ressorts für Wissenschaft und Wirtschaft vereint. Die neue Ministerin will das als Chance begreifen. Kritiker warnen vor einer Ökonomisierung der Wissenschaft.

Stephan Dorgerloh, Birgitta Wolff, Armin Willingmann und Udo Sträter (v. l. n. r.) vor der Diskussion im Gespräch (Foto: Enrico Seppelt, halleforum.de)
Am Morgen des 13. April war es dann klar. In den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD wurde auch das Kultusministerium neu zugeschnitten und hat den Bereich »Wissenschaft« an das Wirtschaftsministerium abgegeben. Die Podiumsdiskussion am selben Abend, zu der das Sprecherkollegium des Studierendenrates der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Arbeitskreis Bildungspolitik des Studierendenrates der MLU eingeladen hatten, kam also genau richtig. Doch auf dem Podium wusste auch niemand wirklich genau, wie es zu dieser Entscheidung kam, dabei waren wichtige Akteure anwesend. Mehr, mehr, mehr
Wissenschaft ist Sache der Wirtschaft
Zumindest klingt es derzeit danach, wenn man sich die vereinzelten Informationen zu den Koalitionsverhandlungen in Sachsen-Anhalt anschaut: Es ist offenbar geplant, das Ressort Wissenschaft aus dem Kultusministerium herauszugliedern und ins Wirtschaftsministerium zu verlegen. Neue Wirtschaftsministerin soll diesem Plan zufolge Prof. Dr. Birgitta Wolff (CDU) werden, derzeit noch die Kultusministerin des Landes Sachsen-Anhalt. Für oder wider das Vorhaben gibt es viele mehr oder weniger gute Argumente, die bisher vor allem im stillen Kämmerlein ausgetauscht worden sind. Mehr, mehr, mehrRevolution mit Hindernissen
Das Deutschlandstipendium soll die Hochschulfinanzierung revolutionieren. Vor allem von Unternehmen und Privatpersonen wird ein verstärktes Engagement gefordert. Doch die Zurückhaltung ist groß, was vor allem für die Hochschulen zum Problem wird.
Es ist kalt und Christian wartet bereits. Seine Kapuze hat er tief ins Gesicht gezogen, weswegen man sein rot-blondes Haar nicht erkennt. Durch seine Brille schaut er sich interessiert um. Obwohl er schon neun Semester in Halle studiert, hat er den Universitätsplatz noch nie gesehen. »Ich bin immer am Campus Heide-Süd, weil dort mein Institut ist«, erklärt er. Christian Herschbach ist 24 Jahre alt und studiert Physik. Von den etwa 50 Kommilitonen, mit denen er seinen Bachelor begann, waren am Ende noch 14 übrig und er ist einer der besten von ihnen. Seine Abschlussarbeit bestand er mit 1,0. Sie führte ihn auch in eine Forschungsgruppe, in der er neben seinem Masterstudium den Spin-Hall-Effekt untersucht. Mehr, mehr, mehr
Pinkwarts letzter Triumph
Das Deutschlandstipendium hat einen langen Entstehungsweg hinter sich. hastuzeit empfindet ihn nach. Eine Geschichte des Deutschlandstipendium, kommentiert von den politischen Parteien.

Demo gegen Studiengebühren in Düsseldorf: Andreas Pinkwart ist das Gesicht des Deutschlandstipnediums. Für die Studierenden in NRW war er aber auch das Gesicht der Studiengebühren. Auch um diese Belastung abzufangen, rief Pinkwart das nationale Stipendienprogramm ins Leben. (Foto: mediaparker)
Die Geschichte des Deutschlandstipendium ist eng mit einer Person verknüpft: Andreas Pinkwart. Ohne den FDP-Politiker würde es das Deutschlandstipendium heute nicht geben. Als Wissenschaftsminister in Nordrhein-Westfalen hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, ein Stipendienprogramm nicht nur in seinem Land, sondern auch bundesweit zu etablieren. Es soll ihm glücken, allerdings erst in letzter Sekunde.
Bereits im November 2007 tritt Pinkwart mit der Forderung nach einem Bund-Länder-Programm an die Öffentlichkeit: Mehr, mehr, mehr


Fantasie als Lernmethode
Offen für Neues
Das Gedächtnis als Fotoalbum
Zum Lernen gemacht
Erinnerungskulturen
Anterograde Amnesie – ein Leben ohne Zukunft
Vom Leerstand zum Wohlstand
Literaturrecherche auf dem Laufband
Der virtuelle Kampf gegen die Angst
Königsdisziplinen des Studierens
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