Texte mit Tags ‘Hochschulgruppen’

Mai 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 78 0

Nicht nur die eigenen Rechte zählen

»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.« So heißt es bei den Vereinten Nationen. Für die weltweite Einhaltung der Menschenrechte tritt Amnesty International ein. Ein Besuch bei der lokalen Hochschulgruppe.

Foto: Bastian Raabe

Als ich an dem lauen Dienstagabend die Treppe des Reformhauses in der Großen Klausstraße, auf halber Strecke zwischen Hallmarkt und dem hallischen Dom, emporsteige, bin ich schon gespannt, was mich heute hier erwartet. Im dritten Stock angekommen, prangt an der Tür die Aufschrift »Versammlungsraum Reformhaus e. V.«, mehrere kleine Plakate kleben daneben, unter anderem eines der Amnesty-International-Hochschulgruppe Halle. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuUNI Online 0

Der Löwe und das Sofa

Auch dieses Jahr stellten die hochschulpolitischen Vertreter sich und ihr Programm im Zuge der anstehenden Hochschulwahlen (10. Mai) bei der „Löwenrunde“ vor. Ein Kommentar zum Spektakel rund um Plüschtier-Tukane und Mauern aus Rednerpulten zum Nachlesen.

Foto: Paula Götze

Foto: Paula Götze

Die alljährlichen Hochschulwahlen stehen vor der Tür und somit veranstaltete der Stura auch wieder eine »Löwenrunde«, bei der Vertreter der Hochschulgruppen die Gelegenheit bekamen, sich vorzustellen. Beim Betreten des Hörsaals, in dem die Veranstaltung stattfand, kam der Eindruck auf, die »Löwenrunde« würde unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden – nur jeder vierte Platz im Hörsaal XIV des Löwengebäudes war besetzt, eingeschlossen die aktiven Teilnehmer der Veranstaltung. Auf Anfrage bestätigte Friederike Schröer (Moderatorin der Veranstaltung und Referentin für Äußere Hochschulpolitik im Stura), dass von den rund 100 Anwesenden 50 bis 70% selbst aus dem hochschulpolitischen Bereich stammten. Angesichts der Tatsache, dass Hochschulpolitik letzten Endes nicht nur die betrifft, die sie mitgestalten, eine ernüchternde Aussage. Mehr, mehr, mehr

Aug 2016 hastuUNI Heft Nr. 66 0

Hochschulpolitisches Fehdewesen

Auf dem Steintorcampus steht ein Denkmal und erinnert an im preußisch-französischen Krieg gefallene Landwirte. Der SDS.DieLinke wollte mit der Abrissbirne anrücken. Dem RCDS taugte es daraufhin als Kulisse für ein Gruppenfoto. Alles beim Alten belassen oder totaler Kahlschlag – dazwischen liegen unendlich viele Alternativen. Eine Überlegung.

Sinnvoller Umgang mit kriegerischer Vergangenheit? Plakat der MLU- Hochschulgruppe SDS.Die Linke

Sinnvoller Umgang mit kriegerischer Vergangenheit? Plakat der MLU-
Hochschulgruppe SDS.Die Linke

Hinter friedlich grinsenden christlich-demokratischen Gesichtern blickt Germania auf die konservativen Kräfte der Hochschulpolitik. Aber ist es überhaupt Germania, als Inbegriff des Deutschen? Natürlich, wer Germania sucht, wird sie finden. Schaut man aber genauer hin, erkennt man Griffel und Papyrusrolle als Kennzeichen der Klio, Muse der Heldendichtung, Geschichtsschreibung und obendrein Schutzpatronin der Historiker.
Diese Statue nun, einst 1872 zum Gedenken an die in den Kriegen mit Frankreich gefallenen Landwirte aus Halle geschaffen, ist also Zentrum einer hochschulpolitischen Fehde. Der Versuch, Geschichte auszulöschen (Abrissbirne), unkommentiert zu lassen oder sich gar zu eigen zu machen (Facebook-Gruppenfoto), mag als Provokation funktionieren. In Zeiten eines Studiums, das zu Kreativität und Reflexion anregen sollte, denken kluge Köpfe aber weiter. Als Symbol für Frieden und Harmonie scheint eine intensive Bepflanzung das Denkmal bei gleichzeitigem Erhalt positiv umzuwerten: Das lebende Grün gegen kalten, toten Stein. Mehr, mehr, mehr

Aug 2016 hastuUNI Heft Nr. 66 0

Erdrutsch-Sieg oder Erdrutsch-Niederlage

Am 18. Mai 2016 war es wieder so weit: Die Hochschulwahl rief zum politischen Aktivismus auf. Der Senat, die Fakultätsräte, der Fachschafts- und der Studierendenrat suchten nach neuen Leitlinien, Vertretern und Gesichtern. Eine neue Hochschulgruppe war auch dabei …

Da eine Auflistung der Ergebnisse online abrufbar ist, wird die Wahl an dieser Stelle aus der Sicht einer viel diskutierten und womöglich leicht prekären Perspektive beleuchtet: Gemeint ist die der angetretenen Personen von »Die Liste«.
Als Person mit journalistischer Absicht sieht man sich mit dem Ideal der Neutralität konfrontiert. Den Lesern soll eine rein objektive und sachliche Meinungsbildung ermöglicht werden. Beim Interview mit den Mitgliedern von »Die Liste« wähnt sich dieses Gebot in Gefahr. Entweder man solidarisiert sich mit den »Sackträgern« (Steven Sundermann hat keinen Platz im Stura erlangen können) oder man baut von Anfang an eine hohe Mauer aus Unverständnis und Missachtung auf. Wo soll man die fünf frech-frivolen, aber doch friedvollen Freidenker interviewen? Natürlich in einer Bar. Nach wenigen gewechselten Worten wird klar: Es besteht ein schmaler Grat zwischen Seriosität und Nihilismus, zwischen waschechter Politik und Plattitüden. Mehr, mehr, mehr

Mai 2016 hastuINTERESSE Heft Nr. 65 0

Es ist kompliziert

Mehr aktive Mitarbeit erhofft sich der Studierendenrat von seinem neuen Wahlsystem. Neuerungen und Altbekanntes zu den Hochschulwahlen am 18. Mai 2016.

Arno Grabolle_Wahl

Grafik: Arno Grabolle

Bald ist es wieder so weit: Wie jedes Jahr im Mai können Studierende der MLU auf vier Stimmzetteln wählen, wer für ein Jahr ihre Interessen vertreten soll. Dabei wird der Stura-Wahlzettel anders aussehen als bisher.

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Mai 2016 hastuINTERESSE Nr. 65 0

Die Hochschulgruppen 2016

Am 18. Mai sind Hochschul- wahlen. Wir haben mit Studierenden gesprochen, die sich für die Wahl aufstellen wollen. Als Kandidat*in kannst auch Du unsere Website nutzen, um Dich vorzustellen: http://hastuzeit.de/wahlvorstellung/

Fotograf_ Johannes Mennicke

Foto: Johannes Mennicke

D. C. Universe
Politikstudent Raik Fischer und Physikstudent Maximilian Paleschke sind Gründungsmitglieder der D. C. Universe und treten beide bei der Wahl für einen Platz im Senat an.

Wie seid ihr auf den Namen gekommen ?
Raik: Wir wollten einen Namen wählen, der im Gedächtnis bleibt, der nicht politisch klingt und nicht etwas verspricht, was er nicht halten kann. Deswegen haben wir einfach gesagt, dass unsere fachliche diversity die Uni gerade im Senat und in der Vertretung der Studierendeninteressen verändern kann. Dass wir quasi unabhängig sind und sagen können, unsere Vielfältigkeit ermöglicht uns, die Dinge konkret anzugehen, weil wir diversity changes university  sind.

Wie sieht eure Arbeit im Senat aus ?
Max: Wir haben es so gemacht, dass wir uns die Senatsverantwortung aufteilen. Wir switchen da mittlerweile so ein bisschen durch.
Raik: Es entsteht kein Informationsstau bei einer Person. Das ist bei uns besser verteilt als bei einer Gruppe, die das ganze Jahr über einen Senator schickt, und wenn er weg ist, ist er weg. Die Leute fangen danach wieder bei null an.

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Mai 2014 hastuUNI 0

Programme zur Hochschulwahl 2014

Illustration: Eva Feuchter

Illustration: Eva Feuchter


Am Mittwoch, den 14. Mai 2014, finden an der MLU von 9.00 bis 17.00 Uhr Hochschulwahlen statt. Viele der Kandidatinnen und Kandidaten treten dabei auf spontan gebildeten Wahlvorschlägen oder gemeinsamen Wahlvorschlägen der gesamten Fachschaft an. Doch daneben gibt es bei uns auch die politischen Hochschulgruppen, deren Kandidat(inn)en sich auf ein gemeinsames Wahlprogramm geeinigt haben. Hier eine kleine Übersicht. Mehr, mehr, mehr

Apr 2014 hastuINTERESSE 0

Der Aluhut gegen die Verschwörung

Die »Montagsdemo« ist nun auch in Halle angekommen. Ein breites Bündnis der Hochschulgruppen organisierte am Montag eine Gegendemo, linke Jugendliche störten den Protest.

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Linke Gegendemonstranten drängten in die Menge der Montagsdemo.

Die Protestwelle aus Berlin, die »Montagsdemo«, ist in Halle angekommen. Besorgte Bürger demonstrierten am Montagabend auf dem Marktplatz für Frieden, eine ehrliche Presse und soziale Gerechtigkeit. Bereits in anderen Städten, darunter zuletzt Leipzig, hatten die Montagsdemos für kontroverse Diskussionen gesorgt. Der Grund dafür ist die Annahme, dass rechtsradikale Gruppen die friedlichen Proteste instrumentalisierten und damit einen strukturellen Antisemitismus verbreiteten.

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Fotos: Markus Kowalski

Nachdem die Facebook-Seite der Montagsdemo mit über 1000 Likes die Veranstaltung angekündigt hatte, rief ein breites Bündnis kurzerhand zur Gegendemo auf. Die fünf Hochschulgruppen RCDS, Jusos, Liberale, GHG und SDS sowie die hallischen Jugend-Parteiorganisationen Junge Union, Jusos, Grüne Jugend, Junge Liberale und solid-Linksjugend waren mit ca. 50 Personen an der Gegendemo beteiligt. Unter dem Motto »Frieden ohne Aluhut« trugen einige Studenten aus Alufolie gebastelte Hüte auf dem Kopf. Der Aluhut steht laut dem Bündnis symbolisch für Verschwörungstheorien. Inhaltlich mahnten die Studierenden die rund 200 Montagsdemonstranten mit Flugblättern, nicht »mit vereinfachten Lösungen nach Sündenböcken« zu suchen. Mehr, mehr, mehr