Texte mit Tags ‘Haushalt’

Dez 2017 hastuUNI Online 0

Noch ’ne Runde Schnaps?

Die dritte Sitzung des 28. Studierendenrates zog sich ermüdend in die Länge, da es viel Diskussionsbedarf, Streitpunkte und „Fragezeichen“ gab, die über den Köpfen der Sturamitglieder schwebten. Insbesondere der Haushaltsplan für 2018 erhitzte die Gemüter, weil eine Art Haushaltslücke von 60000 Euro ermittelt wurde.

Foto: Sophie Ritter

Sitzungsleiter Kai Krause (LHG) eröffnete die Sitzung am Montag, den 27.11.2017 (fast) pünktlich um 19:07 Uhr. Gleich zu Beginn war die volle Aufmerksamkeit gefordert: zusammen mit dem AK Uni im Kontext beantragte der AK-Protest einen Nachtragshaushalt für 2017 und stellte dann noch einen Antrag auf Mittelfreigabe. Danach wurde noch ein Antrag auf Förderung von selbstorganisiertem Sport besprochen, für den sich auch schnell zwei Sturamitglieder von der OLLi fanden (Lukas Wanke und Caroline Banasiewcz), die ihn offiziell stellten. Danach belief sich die Diskussion allerdings vor allem auf die Frage, ob dies nun als externer oder interner Antrag zu behandeln sei und wer überhaupt Anträge stellen dürfe, bis dieser von der Tagesordnung genommen wurde. Nach den üblichen Tagespunkten, wie den Angestelltenbelangen, folgten die Anliegen der Referenten. Mimi Fischer (OLLi), Referentin für Sport, stellte etwas ausführlicher vor, was eigentlich ihre Aufgaben sind und erzählte, warum sie manchmal meckere. Mehr, mehr, mehr

Feb 2013 hastuUNI Nr. 46 0

Nicht die Pferde scheu machen

Am Ende des Semesters haben sich die Wogen um die geplanten Stellenstreichungen geglättet. Dabei hat sich an der Lage nichts geändert.

Mit einer Mischung aus Staunen und Erheiterung blättern Daniel Möbus und Clemens Wagner durch die elektronischen Fotoalben vergangener Tage. Gerade schauen sich die beiden vorsitzenden Stura-Sprecher Bilder von der Streikwoche im Dezember 2003 an: Damals haben die Protestierenden im Melanchthonianum ein »Orga-Büro« eingerichtet, auf Tischen liegen Reader mit Hintergrundinformationen bereit, eine große Tafel informiert über die Veranstaltungen des Tages: öffentliche Vorlesungen, Diskussionen, ein Trommel-Workshop. In der Stadt putzen Studierende Schuhe, jonglieren, betteln um Geld für die Uni. Demonstranten füllen den Uniplatz, ziehen durch die Straßen, hinter ihnen ein Tross von Traktoren: damals stand auch die Landwirtschaftliche Fakultät auf der Kippe. Viele bunte, mehr oder weniger launige Transparente sind zu sehen, eines raunzt in Anspielung auf den damaligen Rektor: »Das Rektorat hat Grecksch am Stecken!«, ein anderes beklagt »Bildungs-Kastration«, eines warnt: »Keine Ingenieure – keine Industrie«. Mehr, mehr, mehr

Dez 2012 hastuUNI Nr. 44 0

„Sehr gute Studienbedingungen»

Jens Bullerjahn ist gebürtiger Hallenser und seit 1989 für die SPD tätig. 1990 wurde er Mitglied im Landtag von Sachsen-Anhalt. Seit 2006 ist er als stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister aktiv. Mit der hastuzeit sprach er über die geplanten Kürzungen an der MLU.

Finanzminister Jens Bullerjahn ist der Meinung, dass die Studienbedingungen in Sachsen-Anhalt sehr gut sind.
Foto: Johanna Sommer

Welche Ziele haben Sie sich vorgenommen, als Sie das Amt des Finanzministers angetreten haben, und welche haben Sie bis jetzt erreicht?

Das erste Ziel war, in Sachsen-Anhalt einen ausgeglichenen Landeshaushalt zu schaffen, ohne neue Schulden. Wir wollten für Zeiten vorsorgen, in denen das Wirtschaftswachstum schwächer wird, und dabei eine Investitionsplanung vornehmen, die beinhaltet, dass wir in den öffentlichen Strukturen bis 2020 eine grundsätzliche Sanierung abgeschlossen haben.

Bis jetzt hatten wir schon mehrere Haushalte ohne Schulden erreicht. Wir haben Strukturanpassungen beim Personal vorgenommen und Programme wie STARK III begonnen. Außerdem haben wir mit den Kommunen über neue Finanzierungsstrukturen für die Hochschulen gesprochen. Die jetzige Schuldenlast von Sachsen-Anhalt liegt bei rund 21 Milliarden. Das Geld des Haushaltes wandert grob gesagt zu 1/4 in das Personal, 1/12 geht in die Zinsen, 25 % erhalten die Kommunen, und es wird für Investitionen verwendet. Rund 530 Millionen gehen in die Hochschulen und Kliniken.

Denken Sie, dass die Studenten an der MLU unter guten Bedingungen studieren?

Ich denke, dass wir sehr gute Studienbedingungen haben. Es wird eine permanente Diskussion zwischen der Wirtschaft, den Fachhochschulen und Universitäten bleiben: Wie viel kriegt jeder Bereich? Viele haben den Anspruch, immer mehr zu bekommen, aber da kann ich nur darauf hinweisen, dass das immer eine Frage der Schwerpunktsetzung ist. Ich würde mir wünschen, dass mehr Studierende anschließend auch hier im Land bleiben, wo die Bedingungen in der Wirtschaft und bei den Arbeitsplätzen besser werden. Mehr, mehr, mehr

Dez 2012 hastuUNI Nr. 45 0

Proteste vor der Weihnachtspause

Konkrete Pläne zur Stellenstreichung an der Uni sollen noch in diesem Jahr vorliegen. Unterdessen wirbt das »Aktionsbündnis MLU« um Unterstützung in der Kommunal- und Landespolitik.

Nach Stand des Redaktionsschlusses plant das Rektorat, dem Senat auf einer Sondersitzung am 19. Dezember konkrete Kürzungspläne vorzustellen. Bis 2019 sollen über 100 Stellen abgebaut werden, über etwa die Hälfte soll die Universität sich schon jetzt einig werden. Wie in hastuzeit Nr. 44 berichtet, hat die Universität ein jährliches Haushaltsdefizit von gut 6 Millionen Euro identifiziert und will Handlungsfähigkeit beweisen.

Aus Sicht des Rektorats ist diese Liste der vorläufig nicht wiederzubesetzenden Stellen keineswegs als Kürzungsvorschlag, sondern als »Worst-Case-Szenario« zu betrachten, gar als mögliches Druckmittel bei Verhandlungen mit dem Land Sachsen-Anhalt um die neuen Zielvereinbarungen. Doch Studierende und Personal innerhalb wie außerhalb des Senats teilen diese Hoffnung nicht; auch unter den Professoren macht sich Skepsis breit, ob diese Strategie wirklich sinnvoll ist – am lautesten freilich unter denjenigen, deren Fakultäten oder Institute gerüchteweise vom Stellenabbau betroffen sein könnten. Mehr, mehr, mehr

Dez 2012 hastuUNI Nr. 44 0

„Vorauseilende Kürzungen»

Um das millionenschwere Defizit der MLU in den Griff zu bekommen, plant das Rektorat Stellenstreichungen. Dagegen hat sich ein Aktionsbündnis aus Studierenden und Mitarbeitern gebildet.

Großer Andrang bei der Senatssitzung. Foto: Dr. Rolf Sommer

Als die Sondersitzung im Hallischen Saal beginnen sollte, stauten sich die Besucherinnen und Besucher noch bis ins Treppenhaus hinein. Lange war keine Sitzung des Akademischen Senats auf so viel Interesse bei Studierenden und Beschäftigten der Uni gestoßen wie am 10. Oktober. Was war geschehen?

Dass die Martin-Luther-Universität finanziell kaum über die Runden kommt, ist kein Geheimnis und zeigt sich an vielen Instituten auch im Lehrbetrieb, wo Mitarbeiterstellen und studentische Hilfskraftstellen halbiert und gevierteilt werden. Oft sind diese Beschäfti­gungs­verhältnisse semesterweise befristet, mitunter werden sie gar erst nach Beginn der Vorlesungszeit vergeben. Als weiterer Notnagel werden Lehraufträge erteilt, eine Art akademischer Scheinselbständigkeit.

Für die Verteilung der Stellen und Mittel in den Fakultäten sind die Dekane verantwortlich, und diese wandten sich Anfang Juli in einem gemeinsamen, sichtbar empörten Brief an Rektor Udo Sträter: „Substantiell unterfinanziert» seien die Fakultäten. Nach über einem Jahr der Diskussionen liege immer noch kein Konzept zur Umstrukturierung der Uni­versität vor, zugleich würden aber „im Zentralen Bereich der MLU massiv Einstellungen vorgenommen, die … zu Lasten von Lehre und Forschung, insbesondere zu Lasten der Studierenden gehen.» Mehr, mehr, mehr

Apr 2011 hastuUNI 0

Neues aus dem Senat

Unihaushalt für 2011 beschlossen - Psychologie im Nebenfach bekommt wieder NC - Ordnung für Deutschlandstipendium verabschiedet

Gestern tagte der akademische Senat der Uni Halle zum zweiten Mal in diesem Turnus. Neben einem Resumee zur Vorrunde der Bundesexzellenzinitiative, bei der die MLU mit einer Graduiertenschule weitergekommen ist, und zu OpenUniverCity wurden unter anderem folgende Punkte besprochen: Mehr, mehr, mehr

Feb 2010 hastuUNI 2

„So kann es nicht weitergehen»

Zentrales Thema der Senatssitzung am 10. Februar war der Haushalt. Das Fazit: ein Altbekanntes.

Noch ein gutes halbes Jahr bleibt der Senat in seiner heutigen Form bestehen, dann konstiuiert er sich neu. Auf der Februarsitzung musste nichtsdestotrotz ein heikles Thema angegangen werden. Der Haushalt für das Jahr 2010 wurde besprochen beziehungsweise die Schätzungen der eingesetzten Kommission. Mehr, mehr, mehr