Texte mit Tags ‘gastbeitrag’

Dez 2018 English hastuUNI Heft Nr. 81 0

Grievance Studies

A critical look at the current state of academia in light of the increasing rates of controversy and gender-related turmoil at Western universities. Guest Commentary

Illustration: Lisa Kollien

«God is dead.« What is often miscon­strued about this most unfortunate quotation is the assumption that its originator basked in his finding. A fierce critic of religion, Nietzsche how­ever never meant for this statement to have any comforting qualities. What he described was a world left in shambles, with people yearning for meaning in the void. This is not meant to be a pamphlet for the values of religiosity, either. Yet, religious vigor rears its head. In a public announcement released in November 2018, the MLU proudly announced satisfaction with its efforts concerning equality and diversity goals.

What is more, the university announced with childlike glee that it would use enormous amounts of money to promote these efforts in the years to come. On the surface this seems noble in intent and hopeful in concept. The skeptic reader will however notice one tendency rather quickly: While the university claims that all its energy is aimed at improving equality, equity is what they really describe. Mehr, mehr, mehr

Okt 2015 hastuPAUSE Heft Nr. 62 Rubrik Zusammenarbeit mit anderen Unizeitungen 0

Flucht ohne Ende

Auch in Heidelberg bestimmt das Thema Flüchtlinge die Tagespolitik – und die Berichterstattung der Heidelberger Studentenzeitung Ruprecht. Von dort erreicht uns der folgende Gastbeitrag.

Mitte August feierte man ein »Begegnungsfest« in der Flüchtlingsunterkunft im Heidelberger Stadtteil Kirchheim. Die Bundesfamilienministerin, Manuela Schwesig, war dafür angereist. Sie lobte die Aufnahmebereitschaft der Heidelberger und hob die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für die Flüchtlingsintegration hervor. Ein kurzer Moment »heile Welt«.

Die gibt es nicht immer: Seit Monaten befindet sich die Stadt im Streit mit dem Bundesland. Es geht um die Anzahl der aufzunehmenden Flüchtlinge. Nach dem derzeitigen Schlüssel soll Heidelberg 1,5 Prozent der Asylbewerber in Baden-Württemberg unterbringen. Das sind etwa 600 Kontingentflüchtlinge; das sind jene, welche dauerhaft hier bleiben werden. Untergebracht sind sie in drei über verschiedene Stadtteile verteilten Einrichtungen. Außerdem befindet sich in der ehemaligen US-Wohnsiedlung »Patrick Henry Village« eine Erstaufnahmeeinrichtung: Statt der vorgesehenen 1000 leben dort jedoch über 2600 Asylbewerber. Im früheren Kasino reiht sich Feldbett an Feldbett, es gibt kein fließendes Wasser und keine Duschen oder Toiletten. Und auch die Zimmer in den einstigen Mannschaftsheimen der US-Armee sind überbelegt.

Foto: Daniel Chatard

Foto: Daniel Chatard

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Apr 2014 hastuUNI Heft Nr. 53 0

»Schon lange vermutet, dass was im Busch ist«

Stell dir vor, drei Professoren gehen in den Ruhestand, und kein Nachfolger kommt! Für die Medien- und Kommunikationswissenschaften wird das ab kommendem Wintersemester bittere Wahrheit. Gerhard Lampe, Professor im Department für Medien und Kommunikation, spricht im Interview über die verwaisten Stellen seines Instituts und bemerkenswerte historische Parallelen zu 1933.

Es bedurfte keiner Einstiegsfrage, um den Gesprächstrieb von Professor Lampe zu entfachen:

Möglicherweise wird es das zweite Mal sein, dass ein Rektorat ein Institut für Medienwissenschaft schließt, denn 1933 ist das Institut für Zeitungswissenschaft, gegründet in den zwanziger Jahren, im Zuge der sogenannten Wiederherstellung des Berufsbeamtentums abgeschafft worden.

Kann man dann sagen, dass Sie zur heutigen Zeit Parallelen sehen?

Es ist sicher keine historische Parallele, aber man muss sich das einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, dass die zweite Gründung eines medienwissenschaftlichen Instituts, aus anderen Gründen als 1933, eliminiert werden soll. Und das allein ist bemerkenswert. Der Rektor hat geäußert, man könne uns abschaffen, weil wir ja nicht so in die Universität inte­griert seien wie vielleicht andere Fächer. Die alte Tradition, die wir hätten haben können, die ist durch die Nazis unterbunden worden. Mehr, mehr, mehr