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Dez 2017 hastuPAUSE Heft Nr. 75 0

Zukunft oder Fiktion?

»Etwas zu wissen ist gut, aber alles zu wissen ist besser.« So lautet der Slogan des »Circle« in Buch und Film und wirft damit viele hochaktuelle Fragen nach moralischen Einstellungen in Bezug auf die Datenspeicherung auf. Wird sich das private Leben eines Menschen zukünfig in der Öffentlichkeit abspielen oder ist das nur reine Spekulation?

Bailey (Tom Hanks)

Der auf dem gleichnamigen Buch basierende Film »The Circle« kam im September 2017 auf die deutschen Kinoleinwände und warf einige ungeklärte Fragen auf. Der Regisseur dieses US-amerikanischen Science-Fiction-Thrillers ist James Ponsoldt, der sich auch für die Produktion und das Drehbuch verantwortlich sah. Der Film handelt von der jungen Mae Holland (Emma Watson), die einen neuen Job in einem weltweit angesehenen Social-Media-Unternehmen ergattert. Der »Circle« ist ein Internetkonzern und arbeitet mit mehr oder weniger legalen Methoden an Technologien, die der Gesellschaft eine bessere Welt ermöglichen sollen. Das Ziel ist es, die User durch ein allgemeingültiges Passwort virtuell zu verknüpfen und somit vollkommene Transparenz zu schaffen. Mae nimmt die Herausforderung der überwältigenden Umgebung zunächst an, um ihre Eltern finanziell unterstützen zu können, verliert sich jedoch immer mehr in ihr. Als einer der Firmengründer, Eamon Bailey (Tom Hanks), das Modell einer »SeeChange«-Kamera vorstellt, meldet sich Mae nach einem einschneidenden Erlebnis als erste Probandin und lässt ihr Privatleben live an die Öffentlichkeit übertragen. Dieser Schritt nimmt allerdings nicht den erwarteten Verlauf und lässt Mae schnell die Folgen ihrer Entscheidung spüren. Hinzu kommt, dass der mysteriöse Ty (John Boyega) sie vor den Machenschaften des Unternehmens warnt. Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 hastuINTERESSE Nr. 31 0

»Die Zukunft sah früher auch mal besser aus«

Zumindest tat sie das in den Augen Karl Valentins. Betrachtet man heute die Utopien vergangener Zeiten, kann man mit Recht sagen, dass wir nicht so weit gekommen sind, wie wir uns vorgenommen haben.

Und dabei begann alles so hoffnungsvoll: Thomas Morus schrieb 1516 einen revolutionären Roman namens »Utopia«. In ihm beschreibt er ein zukünftiges Ideal menschlichen Zusammenlebens. Seine Theorie von einer klassenlosen Gesellschaft, die auf dem Gemeinschaftsprinzip basiert, war Nährboden für eine Reihe von Sozialutopien. Karl Marx und Friedrich Engels überschritten die Grenze der Fiktion, indem sie mit ihrem Kommunistischen Manifest das Streben nach einer idealen Gesellschaft in der Art eines politischen Programms ausformulierten.

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