Texte mit Tags ‘Deutschlandstipendium’

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Jun 2017 hastuUNI Heft Nr. 73 Online 0

Anwesenheitsproblem im Stura? – Die Fortsetzung

Panisches Zählen, angespanntes Lachen, unterdrückte Aufregung: Die Stura-Sitzung am 12. Juni startet alles andere als reibungslos. Für ungefähr zehn Minuten steht nicht einmal fest, ob die Sitzung überhaupt stattfinden kann – für die Beschlussfähigkeit fehlt genau ein Mitglied.

Ein Bild von der vorletzten Sitzung am 29. Mai. Foto: Alexander Kullick

Hektisch werden die Anwesenden wieder und wieder gezählt und durch den Raum ruft Kai Krause (LHG) von der Sitzungsleitung: »Habt ihr euch auch alle in die Liste eingetragen?« Handys werden gezückt, verzweifelt nicht-anwesenden Mitgliedern hinterhertelefoniert. Anscheinend sind die Abmeldungen zu kurzfristig und nicht gesammelt eingegangen, so dass auch keine Stellvertreter ernannt wurden. Mehr, mehr, mehr

Mai 2011 hastuUNI Nr. 36 0

»Ein ganz anderes Verständnis«

Das US-amerikanische Hochschulwesen gilt in Deutschland als vorbildhaft, vor allem, was die Finanzierung anbelangt. Dr. Michael Kolkmann vom Institut für Politikwissenschaft der Uni Halle kennt das System aus eigener Erfahrung.

Herr Kolkmann, sie haben teilweise in den USA studiert und waren später zwei Mal als Fellow dort. Nur zur Erklärung: Was versteht man unter einem »Fellow«?

Als ich das einer Angestellten der Arbeitsagentur erklären wollte, landeten wir am Ende immer wieder bei Praktikant. Aber genau das ist ein Fellow nicht. Ein Fellowship ist ein finanzierter Forschungsaufenthalt, der von Institutionen wie Universitäten oder Instituten ausgeschrieben wird.

Sie kennen also die Lehr- und Forschungslandschaft der USA aus eigener Erfahrung. Ganz allgemein: Wie ist das Wissenschafts- und Hochschulsystem der USA organisiert?

Sehr dezentral, also ähnlich wie viele andere Politikbereiche. Es kann große Unterschiede zwischen den Bundesstaaten geben, aber auch zwischen staatlichen und privat organisierten Hochschulen. Letztere sind darauf angewiesen, eigene Finanzmittel einzuwerben. Das macht sie sehr serviceorientiert, was dazu führt, dass die Studierenden als Kunden verstanden und die Unis zu Wissenschaftsdienstleistern werden.

Und für diese Dienstleistung bezahlt ein Student dann richtig viel Geld.

Ja, das stimmt. In Harvard, einer der bekanntesten privaten Universitäten, zahlt man derzeit jährlich 47 000 US-Dollar. Mehr, mehr, mehr

Feb 2011 hastuUNI Nr. 35 1

Revolution mit Hindernissen (2)

Das Deutschlandstipendium soll die Studienfinanzierung revolutionieren. Vor allem von Unternehmen und Privatpersonen wird ein verstärktes Engagement gefordert. Doch die Zurückhaltung ist groß, was vor allem für die Hochschulen zum Problem wird

Es ist kalt, und Christian wartet bereits. Seine Kapuze hat er tief ins Gesicht gezogen, weswegen man sein rotblondes Haar nicht erkennt. Durch seine Brille schaut er sich interessiert um. Obwohl er schon neun Semester in Halle studiert, hat er den Universitätsplatz noch nie gesehen. »Ich bin immer am Campus Heide-Süd, weil dort mein Institut ist«, erklärt er. Christian Herschbach ist 24 Jahre alt und studiert Physik. Von den etwa 50 Kommilitonen, mit denen er seinen Bachelor begann, waren am Ende noch 14 übrig, und er ist einer der besten von ihnen. Mehr, mehr, mehr

Jan 2011 hastuUNI 0

Deutschlandstipendium: hastuzeit zu Gast bei Unimono

Am Montag Abend war die hasuzeit bei Unimono, der Universitätsradiosendung der MLU zu Gast und hat von den Recherchen zum Deutschlandstipendium erzählt. Das Interview zum nachhören findet ihr unter:

Deutschlandstipendium: hastuzeit zu Gast bei Unimono

Jan 2011 hastuUNI 0

»Erst einmal anfangen«

Diana Kränzel, Mitarbeiterin im Dezernat Kommunikation und Marketing der Hochschule Harz, nahm im Dezember vergangenen Jahres an einer dreitägigen Schulung zum Deutschland-Stipendium in Stuttgart teil. Für hastuzeit gab sie ihre Eindrücke zu Protokoll.

Diana Kränzel ist eigentlich für die Ehemaligenarbeit verantwortlich. Im Dezember war sie jedoch zu einer Akquiseschulung in Stuttgart. Foto: http://www.hs-harz.de/alumni.html.

Eine Zugfahrt aus dem Harz nach Stuttgart dauert knapp 7 Stunden – darum reise ich schon einen Tag früher, am 7. Dezember 2010 an. Es wurden zwar auch Schulungen in den nähergelegenen Städten Leipzig, Hannover und Frankfurt/Main angeboten, diese konnte ich aber aus terminlichen Gründen nicht wahrnehmen. Das Tagungshotel liegt etwas abseits des Stuttgarter Zentrums und als ich dort ankomme ist es bereits Abend.

An der kleinsten Hochschule des Landes Sachsen-Anhalt bin ich für die Alumni-Betreuung zuständig. Zusätzlich fungiere ich seit Oktober als Ansprechpartnerin für das Deutsch-land-Stipendium. Meine Aufgabe besteht darin, das Stipendium-Programm an der Hoch-schule Harz anzuschieben und erste Schritte einzuleiten. Allerdings herrschte bis jetzt ein gewisses Informationsdefizit; die Schulungs-Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) kam deswegen genau zum richtigen Zeitpunkt. Mehr, mehr, mehr

Jan 2011 hastuUNI 0

Die Universität Halle wird Probleme haben

An den Hochschulen Sachsen-Anhalts laufen die Vorbereitungen für das Deutschlandstipendium. Professor Armin Willingmann ist Rektor der Hochschule Harz und zudem Präsident der Landesrektorenkonferenz. Hastzuzeit sprach mit ihm über die zurückhaltende Industrie und einen spendablen Fliesenleger.

Professor Armin Willingmann kapituliert vor den Vorgaben. Als Präsident der LRK und Rektor der HS Harz ist er mit den Problemen der Hochschulen gut vertraut.

Herr Willingmann, zum Sommersemester startet das Deutschlandstipendium. An der Hochschule Harz fängt man schon Anfang März wieder an zu studieren. Wie viele Stipendien haben Sie denn schon zusammen?

Ganz fest zurzeit nur wenige, aber wie viele es zu Beginn des Sommersemesters 2011 sein werden, kann man momentan noch nicht sagen. Nach entsprechender Schulung wird unsere dafür vorgesehene Mitarbeiterin jetzt im Januar ihre Aktivitäten starten, um Mittel zu akquirieren. Ich denke aber, dass wir in der ersten ‚Verteilungs-Runde« im Sommersemester eine knappe zweistellige Zahl schaffen könnten – vielleicht ein Dutzend. Mehr, mehr, mehr

Dez 2010 hastuUNI 1

Revolution mit Hindernissen

Das Deutschlandstipendium soll die Hochschulfinanzierung revolutionieren. Vor allem von Unternehmen und Privatpersonen wird ein verstärktes Engagement gefordert. Doch die Zurückhaltung ist groß, was vor allem für die Hochschulen zum Problem wird.

Illustration: Susanne Wohlfahrt.

Es ist kalt und Christian wartet bereits. Seine Kapuze hat er tief ins Gesicht gezogen, weswegen man sein rot-blondes Haar nicht erkennt. Durch seine Brille schaut er sich interessiert um. Obwohl er schon neun Semester in Halle studiert, hat er den Universitätsplatz noch nie gesehen. »Ich bin immer am Campus Heide-Süd, weil dort mein Institut ist«, erklärt er. Christian Herschbach ist 24 Jahre alt und studiert Physik. Von den etwa 50 Kommilitonen, mit denen er seinen Bachelor begann, waren am Ende noch 14 übrig und er ist einer der besten von ihnen. Seine Abschlussarbeit bestand er mit 1,0. Sie führte ihn auch in eine Forschungsgruppe, in der er neben seinem Masterstudium den Spin-Hall-Effekt untersucht. Mehr, mehr, mehr

Dez 2010 hastuUNI 0

»Die Bedingungen müssen besser werden«

An der Finanzierung des Deutschlandstipendium sollen sich auch Unternehmen beteiligen. Im Süden Sachsen-Anhalts ist die Industrie- und Handelsammer Halle-Dessau die Interessenvertretung der Wirtschaft. hastuzeit sprach mit Dr. Simone Danek, der Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung der IHK.

Simone Danek im Gespräch (Foto: Tom Leonhardt)

Frau Dr. Danek, die Industrie- und Handelskammern Halle-Dessau und Magdeburg haben seit 2009 eine gemeinsame Stipendieninitiative für Sachsen-Anhalt. Was soll damit erreicht werden?

Wir wollen Unternehmen und Studierende oder Studieninteressierte zusammenbringen. Auf der Online-Plattform kann man sich direkt bei einem Unternehmen bewerben. Wenn man seine Studienrichtung eingibt, bekommt man Kontakt zu Stipendiumsgebern und kann sich dann mit ihnen in Verbindung setzen. Für die Unternehmen ist es natürlich gut, um Nachwuchs zu werben. Der Stipendiat muss sich nämlich nach dem Studium zwei Jahre an das Unternehmen binden. Er wird allerdings auch die ganze Zeit unterstützt und hat zudem einen Arbeitsplatz sicher. Mehr, mehr, mehr

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