Texte mit Tags ‘BAföG’

12

Okt 2017 hastuINTERESSE Heft Nr. 74 0

Neu hier?

Aller Anfang ist schwer, vor allem, wenn man auf einmal Student in einer neuen Stadt ist. Da heißt es plötzlich auf eigenen Beinen stehen. Aber womit fängt man an? Ein kleiner Überblick über das, was Euch in Halle erwartet und was Ihr braucht, wann Ihr es braucht und wo Ihr es findet. Seid willkommen!

Illustration: Katja Elena Karras

WG-Casting oder Studentenwohnheim? Partyhungrig oder doch in die Kneipe? Zwei wichtige Fragen gleich zu Beginn. Denn auch diese bestimmen in Zukunft Euer Leben in einer neuen Stadt, mit neuen Herausforderungen und vor allem auch neuen Problemen rund um die Organisation Eures studentischen Alltags.

Wohnen

Solltet Ihr schon ein lauschiges Plätzchen zum Wohnen gefunden haben, ob nun alleine oder mit mehreren unter einem Dach, ist die erste Hürde schon gemeistert. Falls nicht, solltet Ihr Euch ans Studentenwerk oder die gängigen »Biete-WGZimmer«-Seiten im Internet wenden. Habt Ihr einen Unterschlupf in einem der vielen Wohnheime der Stadt ergattert, dann solltet Ihr noch folgendes beachten: Bewahrt alle wichtigen Dokumente auf ! Mietvertrag, Internetvertrag und andere Nachweise! Zudem solltet Ihr ohnehin Euren Wohnsitz in Halle anmelden. Schließlich verbringt Ihr nun sicher die meiste Zeit eures Studentenlebens hier. Tun könnt Ihr das im Bürgeramt am Markt. Kaum zu übersehen, dieses triste, graue Gebäude. Schließlich fällt nun auch für Euch der Rundfunkbeitrag an, außer Ihr bekommt BAföG. Dazu aber später mehr. Ist das alles erledigt, habt Ihr eine Basis, ein eigenes Reich, wenn Ihr so wollt, von dem aus Ihr in den Dschungel von Bürokratie, Mensaessen und öffentlichen Verkehrsmitteln aufbrechen könnt. Erfolgreich studieren, das ist Euer Ziel. In Regelstudienzeit oder nicht, das bleibt nur Euch allein überlassen. Ohnehin habt Ihr für solche Gedanken erstmal keine Zeit. Ihr braucht einen Stundenplan, denn schließlich geht bald das Semester los, und Ihr wollt noch einen Platz in Eurer Lieblings- beziehungsweise Pflichtveranstaltung bekommen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuUNI 0

Rektor Sträter ist brüskiert und muss nun Farbe bekennen

Ein Kommentar zu Möllrings neuen Plänen

akut

Akut ist die Sparkrankheit wie nie – chronisch dagegen die Bildungsfeindlichkeit der Landesregierung.

Foto: Tobias Grasse (CC BY-NC-SA)

Vor ein paar Monaten haben die Uni-Rektoren und die Regierung von Sachsen-Anhalt Frieden geschlossen. Zugegeben, die Formulierung „Bernburger Frieden» kam damals aus den Medien, dennoch erschien es damals, als seien die Rektoren sehr zufrieden mit dem erzielten Kompromiss. Der Rektor der Universität Prof. Dr. Sträter sagte damals im hastuzeit-Interview, das Ergebnis sei die „Eröffnung neuer Verhandlungen».

Diese Verhandlungen scheinen nun grandios gescheitert zu sein. Wie sonst ist der Vorstoß von Wissenschaftsminister Möllring, der nun öffentlich wurde, zu erklären? Da soll nun der Landtag über Strukturen an den Universitäten entscheiden können. Der Senat der Universität soll nicht mehr gefragt werden. Wo gekürzt würde, entschiede dann das Land bzw. der Minister, nicht mehr die Universität selbst. Rektor Sträter und sein Magdeburger Kollege sind brüskiert. Sie werden entmachtet, das Land möchte nicht mehr auf universitäre Strukturen Rücksicht nehmen. Dies zeigt einerseits, dass der Druck auf die Landesregierung zunimmt, man möchte endlich kürzen. Dafür ist man sogar bereit das Gesetz zu ändern. Es zeigt aber auch, dass Möllring und die Landesregierung die Universitäten und Rektoren nicht als Verhandlungspartner ernst zu nehmen scheinen. Dies kann den Rektoren nicht gefallen. Möllring scheint zu glauben, dass er die Rektoren nicht mehr braucht.
Aber der Vorgang zeigt noch etwas: Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuUNI Nr. 55 0

Das ist unser Geld! – Aufruf zur Demo

Durch die BAföG-Reform im Bund stehen Sachsen-Anhalt 30 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Dieses Geld muss komplett an Universitäten investiert werden.

Illustration: Han Le (modifiziert)

Illustration: Han Le (modifiziert)

Nun also doch. Die Rufe aus ganz Deutschland aus den verschiedensten Institutionen scheinen in Berlin Gehör gefunden zu haben. Es fließt so – zumindest indirekt – Geld an die Länder zurück. Ab nächstem Jahr übernimmt der Bund die Ausgaben für das komplette BAföG. Bisher hatten auch die Länder 35 % davon aufbringen müssen. Berlin sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass damit die Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern in der Hochschulfinanzierung vom Tisch ist, dennoch ist diese Reform ein erster Schritt.

Für Sachsen-Anhalt bedeutet die Änderung, dass mit einem Mal 30 Millionen Euro jährlich für die Universitäten frei werden. Aus Berlin heißt es die Länder seien aufgerufen dieses Geld in die Bildung und speziell die Hochschulen zu investieren. Wer nun aber die sachsen-anhaltinische Landesregierung im letzten Jahr erlebt hat, kann leicht auf den Gedanken kommen, dass man dieses Geld lieber einbehalten würde. Das aber darf keinesfalls passieren. Die Magdeburger Große Koalition hat mehrfach bewiesen, dass Zukunft und Hochschulen bei Bullerjahn und Haseloff nicht hoch im Kurs stehen, trotzdem und gerade deswegen:

Dieses Geld gehört uns! Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuUNI 0

BAföG-Mittel entzünden Debatte

Im Landtag wurde am Donnerstag die Umfinanzierung des BAföG besprochen. Ein Streit innerhalb der Regierungskoalition zeichnet sich ab


landtag_juni_web_1b

Im Landtag wurde am Donnerstag über die finanziellen Folgen der BAföG-Reform heftig debattiert. Im ihrem Antrag forderte die Linksfraktion, die freiwerdenden Mittel vollständig für Bildung und den Wissenschaftsbereich einzusetzen. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuUNI Nr. 55 0

»Keinen Zwang zum Kürzen mehr«

Hendrik Lange ist im Landtag als hochschulpolitischer Sprecher der Linksfraktion Möllrings größter Kontrahent in der Kürzungsdebatte. Im hastuzeit-Interview spricht er über die BAföG-Reform, die erfolglosen Proteste vor zehn Jahren und die Wasserpistolenaktion.

Im Gespräch (von links nach rechts):  Rektor Udo Sträter, Minister Hartmut Möllring, MdL Hendrik Lange. Foto: Markus Kowalski

Im Gespräch (von links nach rechts):
Rektor Udo Sträter, Minister Hartmut Möllring, MdL Hendrik Lange.

Foto: Markus Kowalski

Herr Lange, beim Sturageburtstag Anfang Juni haben Sie sich vor dem Festakt im Löwengebäude nett mit Rektor Sträter unterhalten, Minister Möllring stand stumm daneben. Wie gut verstehen Sie sich denn mit beiden?

Mit Herrn Sträter komme ich ausgesprochen gut klar. Wir haben ein freundliches Verhältnis zueinander. Das ist schon auf Kooperation ausgelegt, dass ich versuche, die Belange der Universität durch den Rektor zu kennen und in dem Sinne auch Politik zu machen. Mehr, mehr, mehr

Okt 2013 hastuINTERESSE Nr. 50 0

Bachelorarbeit – der Weg dorthin

Vielleicht ist das Erstsemester nicht die beste Zeit, sich Gedanken über die Bachelorarbeit zu machen, aber früher oder später kommt sie ja doch …

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Und dann gilt es vorbereitet zu sein, denn der Weg zur eigenen Bachelorarbeit ist lang und verworren. Er bedeutet vor allen Dingen erst einmal Laufarbeit und Zeitmanagement, wie eigentlich das gesamte Studium.

Was also muss man für Vorbereitungen treffen, um seine Bachelorarbeit schreiben zu können?

Die Suche

Dies ist von Studiengang zu Studiengang unterschiedlich. Zunächst müssen natürlich das Thema und die Betreuungsdozenten feststehen. Bereits hier gibt es die ersten Unterschiede: Während in den naturwissenschaftlichen Fächern das Thema von den Dozenten vorgeschlagen oder gleich komplett vorgegeben wird, müssen Geisteswissenschaftler selbst ein Thema auswählen.
Generell ist es hier hilfreich, es sich nicht unnötig schwer zu machen. Selbst die originellste Idee kann am Ende gar nicht zum Fach passen. So gehören die Erzählmuster von Computerspielen nun einmal in die Medien- und Kommunikationswissenschaft, so interessant sie auch für den Literaturstudenten sein mögen, und englische Autoren gehen auch nicht, wenn man gerade zufällig Germanistik studiert.

Um sich nicht in waghalsigen Träumen zu verlieren, ist es generell hilfreich, sich einen Dozenten zu suchen, bei dem man schon einmal ein interessantes Fach durchgenommen hat, und das Thema entsprechend darauf abzustimmen. Einen originellen Eigenpart kann man dann immer noch einbringen. Generell sollten aber die gleichen Muster eingeflochten werden, wie sie auch bei Hausarbeiten üblich sind: Fragestellung, Methodik, Material und Sekundärliteratur sollten immer beachtet werden. Mehr, mehr, mehr

Sep 2013 hastuUNI Nr. 50 0

Fritzchen versteht nur BAföG …

Die BAföG-Beratung des Studierendenrates erhellt so manchen Ahnungslosen

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Fritzchen schämt sich. Er studiert nun seit zwei Semestern in Halle. Irgendwie sind die Inhalte ihm aber zu komplex und überfordernd. Am liebsten würde er wechseln. Allerdings hat er die letzten beiden Semester ein bisschen getrödelt, zwei Prüfungen nicht mitgeschrieben. Jetzt hat Fritzchen Angst: Er ist auf die BAföG-Zahlungen angewiesen, doch wie wirkt sich da ein Wechsel des Studienfaches aus? Was, wenn das Amt merkt, dass seine Motivation seit dem letzten Semester Urlaub macht? Was soll er nur tun? Also beliest sich Fritzchen im Netz, die 68 Paragraphen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes sind dort problemlos einzusehen. Fritzchen versteht leider nur jedes dritte Wort. Ein Kumpel gibt ihm einen Tipp: »Geh doch mal zur BAföG-Beratung des SturaMehr, mehr, mehr

Jun 2013 hastuUNI Nr. 48 1

»Bis jetzt ist noch kein Cent geflossen«

Auch in Halle sind syrische Studierende durch den Bürgerkrieg in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das Landesinnenministerium versucht ihnen Zugang zu BAföG- und Sozialleistungen zu gewähren, doch an der Umsetzung hapert es noch.

Ein Doktorandenehepaar aus Syrien: Serhad und Haiffa Hussen mit ihrem Sohn. Foto: Sabine Netz

Ein Doktorandenehepaar aus Syrien: Serhad und Haiffa Hussen mit ihrem Sohn.
Foto: Sabine Netz

Sie haben es, im wahrsten Sinne des Wortes, weit gebracht. Sie sind gebildet, studieren fern ihrer syrischen Heimat in einer fremden Sprache. Doch der Bürgerkrieg, der seit 2011 ihr Land in Schutt und Asche legt, hinterlässt seine Spuren in den Seelen und in den Geldbeuteln der rund 2000 syrischen Studierenden Deutschlands.

Neben durch den Krieg ausgelösten Traumata, der Ungewissheit und der Angst um Eltern und Geschwister haben syrische Studierende hierzulande immer mehr finanzielle Probleme bekommen. Der Bankverkehr nach Syrien wurde durch internationale Sanktionen gestoppt, die Stipendien der syrischen Regierung wurden nicht mehr ausgezahlt. Oder die Eltern verloren als eine Folge des Krieges ihre Arbeit und mussten fliehen, so dass sie kein Geld mehr überweisen konnten.

Hinzu kommt, dass viele der aus Syrien stammenden StudentInnen in Deutschland, wenn überhaupt, nur eine Arbeitserlaubnis von vier Monaten pro Jahr haben. Um jedoch weiter im Land zu bleiben und ihre Aufenthaltserlaubnis zu verlängern, mussten viele von ihnen, wie alle Nicht-EU-BürgerInnen, vorweisen, dass sie monatlich über mindestens 643 Euro verfügen. Auch viele der circa 80 SyrerInnen an der Universität in Halle waren von diesen plötzlich eintretenden finanziellen Schwierigkeiten betroffen.

Einer von ihnen ist Serhad Hussen, Doktorand in den Altertumswissenschaften. Er lebt seit fünf Jahren in Halle. Seine Frau Haiffa kam vor drei Jahren aus Syrien nach und promoviert in französischer Literatur. Gemeinsam haben sie einen 8 Monate alten Sohn. »Zum letzten Mal wurde mein Stipendium im April 2012 ausgezahlt«, erzählt Serhad Hussen. »Seit einem Jahr haben wir nichts aus Syrien bekommen – wir haben momentan finanzielle Probleme. Erst einmal habe ich mich an die Evangelische Studentengemeinde und den DAAD gewendet. Von ihnen haben wir Hilfe bekommen. Aber das waren vorläufige Lösungen, die nicht dauerhaft sind.« Mehr, mehr, mehr

12