Texte mit Tags ‘Auslandssemester’

Okt 2017 hastuPAUSE Nr. 74 0

Back to the (Polish) roots

In einem Auslandssemester in Krakau kann man junge Studierende aus der ganzen Welt kennenlernen. Viele davon sind in das Land gekommen, aus dem ihre Vorfahren vor vielen Jahren ausgewandert oder geflohen sind. Für diese galt Amerika als Land der Zukunft, für sie selbst nun ist Europa »the place to be«.

Foto: Lena Schraml

Man schreibt das Jahr 1913, kurz vor dem ersten großen, weltverändernden Krieg. Polen ist zu dieser Zeit noch aufgeteilt zwischen Preußen, Russland und Österreich-Ungarn. Der Pole Walter Kumięga, Ururgroßvater des nach ihm benannten 21-jährigen Walter Kumięga IV., beschließt, den alten Kontinent Europa zu verlassen und nach Amerika auszuwandern. Er verspricht sich – wie so viele andere – eine bessere Zukunft für seine Familie und ein Leben in Freiheit. Im US-Bundesstaat Maine gründet er eine Hühnerfarm, die die nächsten Jahre die Lebensgrundlage der Familie werden soll. »Irgendwann wurde aus der Hühnerfarm eine Teppichreinigung, die bis heute von meinem Opa betrieben wird«, erzählt der stolze Enkel, der Internationale Beziehungen an der University of Maine studiert. Mehr, mehr, mehr

Dez 2014 hastuPAUSE Nr. 57 0

Reif für die Insel?

Friederike und Nobert sind Lehramtsstudenten an der MLU und waren acht Monate in England für den Pädagogischen Austauschdienst als Fremdsprachenassistenten an Schulen tätig.

Foto: Norbert Herbstreit

Foto: Norbert Herbstreit

Maidstone Grammar School

Es war zehn Minuten vor zwei, als ich den langen Korridor zum Lehrerzimmer durchschritt. Das Meer der Schüler teilte sich vor mir wie von selbst. Es waren der Anzug und der Ausweis, der in einer Plastikhülle von meinem Gürtel baumelte und mit jedem schnellen Schritt gegen mein Bein schlug. Insignien der Macht, Insignien, die aus einem Studenten im Ausland einen Lehrer an einer britischen Grammar School machten.

Im Lehrerzimmer angekommen verstaute ich die Utensilien eines Vormittages im Kampf für die Grammatik und rückte im Spiegel nervös meine Krawatte zurecht. Der Job als Lehrer, das hatte ich in sechs Monaten an einer britischen Schule gelernt, war nicht nur ein Teil Pädagoge, ein Teil Experte, ein Teil Didaktiker und ein Teil Psychologe. Er war vor allem auch ein Teil Schauspieler und ich hatte noch genau sieben Minuten und den Weg bis zum Dramakabinett Zeit, um die Gelassenheit in Person zu werden. Mehr, mehr, mehr

Jul 2013 hastuINTERESSE Nr. 49 0

Zurück vom Auslandssemester – was bleibt?

Ein Rückblick auf meine Entscheidung, nach England zu gehen. Was war gut, was weniger, und was würde ich beim nächsten Mal anders machen?

Foto: Caroline Bünning

Pünktlich zum Sommersemester habe ich mich wieder in Halle eingefunden, mit vielen wunderbaren Erfahrungen, Eindrücken und Erinnerungsstücken sowie erfolgreich bestandenen Modulen von der Uni Newcastle im Gepäck.

Dass mir diese Module in Halle angerechnet werden sollten, hatte ich mir vorab extra noch formlos unterschreiben lassen, insbesondere für das Fach, über das die Erasmus-Partnerschaft nicht läuft. Ein bisschen Arbeit habe ich dann vor Ort auch in meine Essays und die Vorbereitung auf die Prüfungen gesteckt. Und nun werden die Module doch nicht angerechnet, und ich muss wegen zehn Leistungspunkten ein Semester länger studieren.

Was man so häufig über mit Auslandsaufenthalten verbundene Probleme hört, hat sich also auch für mich bewahrheitet, nachdem bis dahin wirklich alles super gelaufen war.

Viele haben mich dann gefragt, ob die Entscheidung, ins Ausland zu gehen, denn nun trotzdem noch richtig war, oder ob ich mein Auslandssemester jetzt als verlorene Zeit sehe. Mehr, mehr, mehr

Nov 2011 hastuINTERESSE Nr. 38 0

Unterschreiben Sie hier, dann nur noch Koffer packen

Interkulturelle Kompetenz. Eine einmalige Erfahrung. Und nie wieder im Leben so einfach. Mehr, mehr, mehr

Feb 2011 hastuPAUSE Nr. 35 0

Andere Länder, andere Sitten

Einheimische und ausländische Studenten berichten von ihren Erfahrungen als Austauschstudis in weltweit unterschiedlichen Hochschullandschaften. Teil 4: Der Unialltag in La Plata und Halle

Anne aus Halle

Anne aus Halle

Die Uni in Argentinien ist so eine Sache für sich: prinzipiell darf erst mal jeder kostenlos an der nationalen Universität studieren. Dementsprechend überfüllt sind dann auch die Vorlesungsräume, sowohl mit rauchenden Studenten als auch mit Hunden (in Argentinien darf wirklich JEDER studieren). Ein- bis zweimal pro Vorlesung kommt ein Bettler rein, unterbricht den Professor, um seine Leidensgeschichte vorzutragen, und bittet die Studenten um etwas Geld, welches diese auch bereitwillig geben. Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 hastuPAUSE Nr. 31 0

E-Mail aus Neu Delhi

Wie oft sehnt man sich danach, mal »raus zu kommen« und Neues zu erleben. Was man während eines Auslandssemesters Witziges, Skurriles, Trauriges – kurz: großartig Anderes erleben kann.

Foto: Emanuel-Philipp Kleine

Wer sich denkt, nichts leichter als das, wird in Indien eines besseren belehrt. Denn um beispielsweise ein Ticket am Bahnhof zu ergattern, muss man sich durch eine Ansammlung von indischen Mitkäufern, unter Zuhilfenahme jeglicher Gliedmaßen, zum Schalter durchkämpfen. Zählt man sich zu einem der Glücklichen und hält ein Ticket oder besser ein Stück Papier in der Hand, kann man sich dann weiter zum »ticket inspector« durchschlagen. Dabei wird man die ganze Zeit von herumstreifenden Dealern, die einem ein Monate zuvor reserviertes Ticket zu Wucherpreisen andrehen wollen, belästigt. Mehr, mehr, mehr