Texte mit Tags ‘Architektur’

Okt 2010 hastuPAUSE Nr. 34 0

Goldene Rose erblüht wieder

Der ehemalige Gasthof »Goldene Rose« gilt als ältester Gasthof Halles. Seit Jahrzehnten stand er leer und war vom Verfall bedroht. Doch nun wird er durch den Verein »Haushalten Halle e. V.« als Künstlerhaus wieder belebt.

Durch die vielen Sofas in der Bar hat Schirrmeister einen echten Wohnzimmer-Ersatz geschaffen. Foto: Antje Winkler

Lange Zeit haben die Häuser an der Haltestelle Franckeplatz trist und traurig gewirkt. So auch die Goldene Rose. Die Fenster mit Plakaten verklebt, keine Luft zum Atmen, wartete sie nur noch auf ihren Verfall. Doch dank Stephan Schirrmeister zieht nun wieder Leben in den alten Gasthof ein. Mehr, mehr, mehr

Aug 2010 hastuUNI Nr. 33 0

Irre am Weinberg

Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole hat die Archive durchforstet und stellt in einer Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Letzter Teil: Der Weinberg-Campus

Zahlreiche Weinberge und Weingärten zogen sich seit dem 13. Jahrhundert durch das Gebiet zwischen Heide und Saale. Die gesamte Weinanbaufläche betrug um 1700 etwa 100 Morgen, ging aber ab 1750 stark zurück, als die Weinberge in Obstplantagen umgewandelt wurden. Der Nietlebener Weinberg des Aufklärers und Philosophen Dr. Carl Friedrich Bahrdt zog im 18. Jahrhundert immer wieder Studenten, Akademiker sowie Offiziere und Halloren an. Hier fanden Volksfeste, Trinkgelage und Vorlesungen statt. Bahrdt war mehrere Jahre Privatdozent und fesselte mit seinen Gesprächen und Deputationen teilweise bis zu 900 Zuhörer. Bis 1834 wechselten die privaten Besitzer des Weinberges, bis dann die Landesheilanstalt Nietleben den Platz nutzte. Mehr, mehr, mehr

Apr 2010 hastuUNI Nr. 32 0

Zur Miete bei den Freimaurern

Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole hat die Archive durchforstet und stellt in einer Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Teil 5: Die Seminare für Südasienwissenschaften und Indogermanistik

Das Freimaurer Logenhaus - heute das Indogermanistische Gebäude (Quelle: Peter Pollandt)

Goethe, Chaplin, Che Guevara, Churchill und der hallische Medizinprofessor Reil. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass diese Persönlichkeiten nicht viel gemein haben. Von bekannten Politikern über berühmte Musiker und Dichter bis hin zu vielen Schauspielern – die Liste ist nahezu endlos. Doch eine Sache verbindet all diese Männer: Sie waren Freimaurer. So auch Guntram Seidler, der Chronist der hallischen Logengeschichte. hastuzeit hat mit ihm über das Haus seiner Loge und über die Freimaurerei in Halle gesprochen. Mehr, mehr, mehr

Jan 2010 hastuUNI Nr. 31 0

Tod auf dem Campus

Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole Kirbach hat die Archive durchforstet und stellt in einer Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Teil 4: Die Burg Giebichenstein

Burg Giebichenstein um 1750, Ausschnitt aus einem Kupferstich von Gründler

Die Geschichte der Burg beginnt im 10. Jahrhundert. Die noch nicht sesshaften Ungarn, die Magyaren, überfielen viele Städte in Mitteleuropa. Heinrich I. konnte im Jahr 926 einen wichtigen Fürsten von ihnen gefangen nehmen und dadurch einen zehnjährigen Waffenstillstand aushandeln. Diese Zeit nutzte er und ließ Burgen errichten, um die Reichsgrenze zu schützen – unter anderem auch die Burg Giebichenstein, die älteste Burg an der Saale. Mehr, mehr, mehr

Dez 2009 hastuUNI Nr. 30 0

Vorlesungen à la carte

Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole hat die Archive durchforstet und stellt in einer Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Teil 3: Die Wirtschaftswissenschaften

Ansicht von Nordosten, um 1855

Ansicht von Nordosten, um 1855

Wenn du nach Halle gehst,
Dann geh nach Hamburg,
Wenn du von gutem Leben was verstehst.

So beginnt das Gedicht »Brief auf Hotelpapier« von Joachim Ringelnatz, der mit bürgerlichem Namen Hans Bötticher hieß. Er war deutscher Schriftsteller, Kabarettist sowie Maler und verfasste mehrere Gedichtbände, Romane, Bühnenstücke, Erzählungen und Märchen für Kinder. Seine größten Erfolge waren die »Turngedichte« und die Lieder vom Seemann »Kuttel Daddeldu«. Mehr, mehr, mehr

Nov 2009 hastuUNI Nr. 29 0

Halles Tor zur Welt

Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole Kirbach hat die Archive durchforstet und stellt in einer Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Teil 2: Die Franckeschen Stiftungen

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Blick vom Historischen Waisenhaus über den Lindenhof zum Pädagogium der Franckeschen Stiftung, Stich, ca. 1750

Fast zur gleichen Zeit wie die hallische Universität entstand auf Initiative von August Hermann Francke vor den Toren der Stadt ein Waisenhaus- und Schulkomplex. Francke war damals Pastor in der Amtsstadt Glaucha und wollte den sozialen Missständen in seiner Gemeinde Abhilfe schaffen. Aufgrund einer Spende konnte er 1695 eine Armenschule errichten, in der nach kurzer Zeit 50 Schüler regelmäßig unterrichtet wurden. Außerdem wurde ein Waisenhaus erbaut, in dem zu Beginn neun Schüler versorgt wurden. Mehr, mehr, mehr

Okt 2009 hastuUNI Nr. 28 0

Gestern beten, heute büffeln

Unsere Lehrgebäude haben alle eine Geschichte. Nicole Kirbach hat die Archive durchforstet und stellt in einer neuen Reihe ihre Recherche-Ergebnisse vor. Teil 1: Das Löwengebäude

Uni_Gebäude_MLUUm 1224 ließen Franziskaner an der Stadtmauer einen weitläufigen Klosterkomplex rings um den heutigen Campus errichten. Doch während der Reformation ging das Kloster unter, die letzten Mönche mussten 1564 die Stadt verlassen. Die leerstehenden Gebäude samt Gotteshaus mussten vom Rat der Stadt auf Befehl des Magdeburger Landesherren, des Erzbischofs Sigismund, übernommen werden und sollten als höhere Schule genutzt werden. Mehr, mehr, mehr