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Jan 2017 hastuPAUSE Nr. 70 0

Von Gadsen und Atomocado

Als Jodel vor über zwei Jahren gegründet wurde, verstand es sich als eine Art »digitale Uni-Klowand«. Was erst einmal wenig ansprechend anmutet, entpuppte sich schnell als überaus erfolgreich – auch in Halle.

Jodel2Wer kennt sie nicht: Zahllose Flachwitze, Katzenbilder (gerne auch mal als »Gadsen« unterwegs), Witze mit Bezug zum Lörres (gemeint ist das männliche Geschlechtsteil) oder Storys über das berühmte Racingteam der Havag. Zugegeben, diese kleine Auswahl an Running Gags wird der studentischen App »Jodel« nicht ganz gerecht. Dennoch sind es vor allem solche oder ähnliche Beiträge, die die Applikation so erfolgreich machen. In Halle und Umgebung hat eine vier-, vielleicht auch fünfstellige Anzahl an vornehmlich jungen Menschen die kostenfreie Anwendung auf dem Smartphone installiert, genaue Zahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Für diejenigen, die Jodel nicht kennen, soll an dieser Stelle eine knappe Beschreibung folgen. Es ist nicht nötig, sich für die Nutzung zu registrieren, wodurch die App komplett anonym gehalten wird. Die Anwendung arbeitet mit GPS und einer Reichweite von zehn Kilometern, in denen den Nutzern Inhalte angezeigt werden. User können Posts (ebenfalls als »Jodel« bezeichnet) schreiben, die dann von anderen hoch- oder runtergevoted werden, und diese auch kommentieren. Die Summe der positiven und negativen Votes steht neben einem jeden Beitrag, wodurch eine Rangliste entsteht. Ganz oben in dieser Liste finden sich die Jodel, welche am beliebtesten sind. Sollte ein Jodel minus fünf Punkte erhalten, wird er automatisch gelöscht. Mehr, mehr, mehr