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Nov 2018 hastuUNI Online 0

Mobil um jeden Preis

177,40€ allein für das Semesterticket? Was angesichts der aktuellen 118,50€ schlicht nach Wucher klingt, könnte im Wintersemester 24/25 zur Realität werden, wenn die knapp 20.500 Studierenden der MLU sich mehrheitlich für das MDV-Vollticket entscheiden. Eindrücke der Infoveranstaltung am 05. November im Audimax.

Foto: Sophie Ritter

Der Hörsaal XXII im Audimax ist an diesem Montagabend um 18 Uhr nur mäßig gefüllt, gerade mal um die 40 Menschen haben vor der Delegation des Sturas, dem Studentenwerk und der HAVAG Platz genommen. Doch es handelt sich nicht um eine schweigende Mehrheit, ganz im Gegenteil: Während Lukas Wanke (OLLi) kurz und knapp in etwa fünf Minuten alle Eckpunkte über die Abstimmung zum MDV-Vollticket erläutert, dauert die anschließende Diskussion mit dem Publikum mehr als eine Stunde. Die Fronten hierbei sind schnell geklärt – vorne am Rednerpult die Fürsprecher des Ticktes, in den Reihen des Publikums kritische Stimmen. Denn was der eine als »Errungenschaft« betrachtet, findet der andere schlicht und ergreifend ungerecht. Mehr, mehr, mehr

Mai 2014 hastuINTERESSE Nr. 54 1

Mimimi

Die »größte Verbrecheruni«, Geheule und unsere lieben Kommilitonen – eine Polemik

Illustration: Eva Feuchter

Illustration: Eva Feuchter

Universitäten sollen bilden und Wissen vermitteln. Dass nun aber Studenten – oft entgegen der eigenen Selbstwahrnehmung – im Bezug auf Bildung und Abstrahieren nicht zwangsläufig zum vordersten Drittel der Gesamtbevölkerung zählen müssen, ist bekannt. Zur Schau gestellt wurde dies zuletzt auf jenen Seiten in den sozialen Netzwerken, die den Ausgang der Abstimmung zum Semesterticket verkündeten. Etwa 66 Prozent sprachen sich für das Ticket aus, doch Gehör verschafften sich zumeist die Unterlegenen. Scharfe und vermeintlich gut durchdachte Vorwürfe an Stura und Kommilitonen erschallten in die Weiten des Internets.

NSA und Quoren

Spontan wollte man Mitleid haben mit jenen Schnüfflern von nah und fern, die den ganzen Schlunz zum Wohle
unseres oder ihres Landes auszuwerten hatten. Da wurden Fachtermini wie »Quorum« eingebracht, andere zeigten wohlfeil auf, weshalb denn der Begriff einer »Zweidrittelmehrheit« der Studierenden falsch gewählt sei, es hätten doch nur 45 Prozent abgestimmt. Es bleibt zu hoffen, dass jene Studenten demnächst derartige Quoren nicht auch bei ähnlichen Wahlbeteiligungen bei Europa- und Kommunalwahl einfordern. Es könnte sonst sein, dass wir ohne Ministerpräsidenten, Stadtrat oder gar Bürgermeister dastehen. Aber bestimmt interessieren sich diese Kommilitonen
überdurchschnittlich für Politik und sind sogar politisch aktiv. Wer sich mit derartigen Feinheiten der Demokratie auskennt, der muss einfach ein engagierter Bürger sein.

Stura und wallender Patriotismus

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