Dez 2017 hastuINTERESSE Heft Nr. 75 0

Hammer, Winkel und Schwert

Sekte, Kirche, magischer Zirkel, Geheimbund oder nichts davon? Über die Freimaurerei existieren viele Gerüchte und Verschwörungstheorien. Die hastuzeit sprach mit Freimaurern über ihre Logen.

Foto: Johanna Sommer

Jedes Jahr feiern die Freimaurer den 24. Juni als den Beginn der »modernen« Freimaurerei, denn an diesem Tag wurde in London im Jahre 1717 die erste Großloge gegründet. Auch Studierende in Halle interessierten sich für die Freimaurerei und gründeten beispielsweise 1765 die Loge »Zu den drei Degen«, die bis 1934 bestand. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde die Freimaurerei jedoch verboten, Freimaurer wurden verfolgt, da sie laut der NS-Ideologie die Weltherrschaft an sich reißen wollten, und auch während der DDR blieb die Freimaurerei verboten. In den Logenhäusern wurde viel zerstört oder im Inneren umgebaut. Ein Beispiel dafür ist das ehemalige Logenhaus »Zu den drei Degen«, wo heute die Leopoldina, die nationale Akademie der Wissenschaften, residiert. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuINTERESSE Heft Nr. 75 0

Das Rote Elend

Einst mordeten hier die Nazis, dann folterte die Stasi. Die JVA Halle I, besser bekannt als »Roter Ochse«, wurde im Laufe des vergangenen Jahrhunderts zu einem Symbol für staatliche Willkür in Deutschland. Noch heute prägen negative Schlagzeilen die Berichterstattung über das Gefängnis – das es bald gar nicht mehr geben soll.

Foto: Sophie Ritter

Was macht ein Gefängnis, rein optisch betrachtet, aus? Sind es die hohen Mauern, die unüberwindbar wirken und gerne noch mit Stacheldraht gekrönt sind? Sind es die häufig kleinen, vergitterten Fenster, die den Blick aus den tristen Zellen auf den noch tristeren Innenhof eröffnen? Sind es die langen und finsteren Schatten, die die Wachtürme werfen? Oder ist es einfach die immer gleiche Farbe, an allen Wänden, oftmals dunkel und lähmend? Wenn man all diese Eigenschaften als Maßstab für ein gutes Gefängnis anlegt, dann ist der »Rote Ochse« ein solches. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuINTERESSE Heft Nr. 75 0

Es hat sich ausgekickert

Die Schließung des La Bim ist beschlossen. Der Vereinsvorsitzende des Plan 3 e. V. Christian Schunke erläutert im Interview die Ursachen für diese weitreichende Entscheidung.

Foto: Lisa-Marie Müller

Nun steht es fest, der Plan 3 e. V. wird zum 31.12.2017 das Gelände des La Bim räumen. Nach über 25 Jahren erfolgreichen Wirkens mitten in der Innenstadt von Halle hat dies nun ein Ende. Zu unsicher ist ihnen ihre Zukunft mit dem bisherigen Standort.

Diese Entscheidung trifft nicht nur die Mitglieder des Vereins, sondern auch sehr viele Menschen, die im Laufe der Jahre immer wieder ein Teil des Ganzen gewesen sind. Von manchen als bloße Partylocation abgestempelt, hat das La Bim noch weitaus mehr zu bieten. So betreibt es zum Beispiel ein Kino, jeden Donnerstag findet das Kickercafé statt, und diverse andere Veranstaltungen wie Flohmärkte und Ausstellungen können besucht werden. Doch auch außerhalb der Mauern des La Bim ist der Plan 3 e. V. aktiv. Besonders bekannt ist das Filmfestival »Monstronale«, welches seit 2013 jeden Sommer stattfindet und letztes Jahr 3472 internationale Einsendungen nachweisen konnte. Auch 2018 wird es wieder verschiedene Workshops und Wettbewerbe geben. So hat vor kurzem die Anmeldung für Filme begonnen, die dann in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet werden. Die Planung ist also in vollem Gange. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuINTERESSE Heft Nr. 75 0

Neue Nachbarn

Eine Infoveranstaltung über die neue Nachbarschaft? Eher ungewöhnlich. Nicht im Falle des »identitären Hausprojekts« neben dem Steintorcampus: die Podiumsdiskussion »Identitäre Bewegung – Wie umgehen mit dem neuen Rechtsextremismus?« erhielt großen Zulauf.

Acht Angriffe in drei Monaten und ein offener Brief der Anwohner mit über 120 Unterschriften gegen ihre Anwesenheit: das ist die Bilanz der »Kontrakultur Halle« seit dem Start ihres »identitären Hausprojekts«. Während der hallische Ableger der Identitären Bewegung fleißig auf sozialen Kanälen wie Facebook agiert, hat sich die MLU bisher eher sporadisch zu Wort gemeldet.

Foto: Sophie Ritter

Wer allerdings langes Anstehen, Einlasskontrolle, eine Anmeldung im Vorfeld und die erneute Preisgabe persönlicher Daten wie Name und Adresse vor Ort hinnahm, der durfte am Mittwoch, den 18. Oktober um kurz nach 19 Uhr Prof. Dr. Johannes Varwick und seinen Gästen lauschen. Über 250 Besucher scheuten dies alles nicht, um Antworten auf die brennende Frage zu erhalten, wie man sich gegenüber den neuen Bewohnern der Adam-Kuckhoff-Straße 16 verhalten sollte – jenseits von Beschmutzungen der Fassade, gewalttätigen Angriffen auf die Identitären (und deren Autos) oder anderen rechtswidrigen Aktionen. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuUNI Heft Nr. 75 0

Eltern mit Zweitjob Student

Die Uni möchte »familienfreundliche Hochschule« sein. Wie das Leben als studierendes Elternteil an der MLU aussieht, kann unsere Autorin aus erster Hand berichten.

In den Köpfen mancher Nicht-Studierender geistert die Vorstellung herum, man habe als Hochschüler ein leichtes Leben und sehr viel Freizeit. Nun, für einige Kommilitonen mag das zutreffen, allerdings wird die Mehrheit widersprechen. Denn wer sein Studium ernst nimmt, hat sicher kein leichtes Leben.

Foto: Katja Elena Karras

Diese Ernsthaftigkeit verstärkt sich erst recht, wenn man während dieser Zeit ein Kind bekommt. Man will allen Erwartungen gerecht werden: zuallererst natürlich denen des Nachwuchses, dann denen der Uni, denen der Verwandtschaft und selbstverständlich seinen eigenen. Diese Ansprüche zu erfüllen ist nicht immer einfach. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuUNI Heft Nr. 75 0

Die Gesichter des Stura

Emanuel Stuve stammt aus Braunschweig, ist Mitglied bei der FDP sowie Ansprechpartner der Friedrich-Naumann-Stiftung in Halle. Außerdem studiert er im 3. Semester Jura und nahm am 30.10.2017 an seiner ersten Stura-Sitzung als eines von vier gewählten Mitgliedern der Liberalen Hochschulgruppe teil. Nach der ersten Sitzung haben wir ihn zum Gespräch eingeladen.

Foto: Jonas Leonhardt

Wie hat es dich nach Halle verschlagen?
Zum einen, weil mich Berlin nicht genommen hat (herzliches Lachen)  und weil das Juridicum meiner Meinung nach eines der bestausgestatteten in Deutschland ist, und man wohnt hier natürlich auch sehr günstig. Ich wohne hier in der Nähe der Uni, in anderen Städten müsste ich bestimmt eine Weile mit der Bahn zum Campus fahren.

Warum studierst du Jura?
Gute Frage. Ich glaube, die einfachste Antwort ist, dass ich gerne diskutiere, und das ist es auch, was mir an der Politik gefällt.

Ist das also der Grund, warum du dich in den Stura hast wählen lassen?
Das war auf jeden Fall eine Motivation, aber auch um die Qualität des Studiums für mich und alle Studenten insgesamt zu verbessern. Mehr, mehr, mehr

Dez 2017 hastuUNI Heft Nr. 75 0

Nächste Station: Eigener Boss

Der Traum eines eigenen Unternehmens, sei es ein kleiner Laden oder ein Imperium, wächst und gedeiht in einigen Köpfen jeden Tag mehr. Der Wunsch, einmal sein eigener Chef zu sein, ist jedoch nicht immer einfach umzusetzen. Aber keine Sorge, es gibt Hilfe. Die hastuzeit hat sich für euch bei der »Gründerwoche« umgesehen und sprach außerdem mit Dagmar Kleemann, einer erfolgreichen Gründerin.

Foto: Helena Heimbürge

Wer in Halle beispielsweise ein Unternehmen gründen möchte, kann hier viele Angebote und Anlaufstellen finden, die einem behilflich sind. Auch die Uni hat eine eigene Abteilung, die sich auf das Thema »Gründen« spezialisiert hat: der MLU Gründerservice berät die Selbständigen oder die noch Werdenden mit Hochschul-Hintergrund. Die Gründerberater helfen den Ratsuchenden durch den gesamten Prozess der Gründung, sei es bei der Verifizierung der Idee, bei der Ausarbeitung von Geschäftsmodellen, beim Schreiben von Business- und Finanzplänen oder bei der Fördermittelberatung. Das Angebot ist kostenlos. Mehr, mehr, mehr

Nov 2017 hastuUNI Online 0

Wählen und Zählen

Die zweite Sitzung des neuen Sturas ist geprägt von den beiden Wahlen zu den Referaten der inneren und äußeren Hochschulpolitik sowie von den Finanzplänen und Rechenschaftsberichten aus den Arbeitskreisen.

Dieses Gruppenbild wurde am 16.10. während der konstituierenden Sitzung aufgenommen. Foto: Martin Lohmann

Die Zeiten hektischen Zählens unmittelbar vor Beginn einer jeden Sturasitzung sind erst einmal vorbei. Während noch vor wenigen Wochen, während der Semesterferien, bis kurz nach 19 Uhr unklar war, ob überhaupt genügend Mitglieder für das Abhalten einer regulären Sitzung anwesend sind, so besticht der seit einigen Wochen amtierende Stura bisher durch rege Teilnahme. 28 gewählte Vertreter der Studierendenschaft sind es an diesem Montag, dem 13. November, die sich wie üblich im Hallischen Saal über der Tulpe versammelt haben. Mehr, mehr, mehr