Jun 2013 Termine 0

Fête de la Musique

Donnerstag, 20. Juni 2013, ab 18.00 Uhr, Stadthof Glaucha, Böllberger Weg 5
Freitag, 21. Juni 2013, ab 14.00 Uhr, Freiraumgalerie, im Bereich der Landsberger Straße

Fête de la Musique

Die „Fête de la Musique» ist ein jährliches Musikfest an öffentlichen Orten. Laien und Profis aller musikalischen Richtungen treten kostenlos auf. Ihren Ursprung hat die Fête de la Musique in Paris, heute ist sie an vielen Orten der Welt zu einer festen Tradition geworden, auch in Halle, wo sie von Postkult e.V. organisiert wird.

Unterstützt wird das Musikfest unter anderem vom Studierendenrat der Martin-Luther-Universität und dem Fachschaftsrat der Neuphilologien.

Zum Auftakt spielen am Abend des 20. Juni im Stadthof um 18.00 Uhr Tim McMillan & Friends (Metal Goblin Folk) und um
20.30 Uhr die Kapelle Böllberg (Reggae/Ska/Punk). Am 21. Juni treten dann ab 14 Uhr zahlreiche Bands auf vier Bühnen in der Freiraumgalerie auf. Neben dem offiziellen Programm können „kleine, unverstärkte Akustiksets im Straßenraum» der Freiraumgalerie ohne vorherige Anmeldung aufspielen.

Jun 2013 Termine 0

Ungarn: völkisches Krisenmanagement

Mittwoch, 26. Juni 2013, 19.00 Uhr, Melanchthonianum, Uniplatz

Ungarn – Hetze, Gewalt und völkisches Krisenmanagement
Karl Pfeifer, Journalist, Wien

Eine Veranstaltung des Alternativen Vorlesungsverzeichnisses, eines Arbeitskreises des Studierendenrats der Martin-Luther-Universität

Ging es in den Medien um das NATO- und EU-Mitglied Ungarn, waren es zuletzt in den seltensten Fällen „positive» Nachrichten. Gleichzeitig hat hierzulande kaum jemand eine umfassende Vorstellung davon, was für ein Klima in Ungarn momentan herrscht und in was für eine katastrophale Situation die christdemokratische Fidesz-Regierung das Land gebracht hat. Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus sind in Ungarn Teil der Propaganda des politischen Establishments, ebenso Nationalismus und völkisch-„antikapitalistische» Demagogie und abgrundtiefer Haß gegen Linke und Linksliberale. Es kommt immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen rechter Milizen, insbesondere auf Roma.
Der österreichische Journalist und Ungarnexperte Karl Pfeifer wird in seinem Vortrag die ungarischen Zustände ausführlich schildern und dabei auch darauf eingehen, ob und wenn ja in welcher Form in Ungarn Widerstand gegen die Regierung(spolitik) und die rechte Gewalt auf den Straßen entsteht.

Jun 2013 Termine 0

Rohingya in Myanmar

Freitag, 21. Juni 2013, 18.00 Uhr, Hörsaal XVIII, Melanchthonianum, Uniplatz

Vergessene Konflikte in der Welt: Rohingya in Myanmar
Kaan Orhon, Islamwissenschaftler, B.A., Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen

Veranstaltet von der Muslimischen Hochschulgemeinde Halle (Saale) und dem Rat muslimischer Studierender und Akademiker

Aus dem Veranstaltertext:

Die Rohingya – muslimische Volksgruppe in Myanmar (Birma) – werden von den Vereinten Nationen als die „am meisten verfolgte Minderheit der Welt» eingestuft. Wer sind sie, und warum werden sie verfolgt?

Jun 2013 hastuINTERESSE Nr. 48 0

Der Zusammenhalt fehlt

Die Stadt Halle lässt keine klare Position erkennen. Ein Kommentar

Sehr geehrter Leser oder Leserin,

angesichts der Kürzungspläne des Landes in vielen Bereichen sollten wir zusammenhalten. Wenn wir untereinander anfangen zu streiten, wer die Kürzungen tragen oder wer seinen Job niederlegen soll, dann haben wir kein Zeichen gegen die aktuelle Politik von Bullerjahn und Haseloff gesetzt. Dann nehmen sie uns nicht mehr ernst, und wir hätten uns die Demonstrationen sparen können sowie die Petitionen. Ich bitte also auch Euch um Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, die von den Kürzungen betroffen sind.

Doch dieser Zusammenhalt fehlt in der Stadt Halle. Der Stadtrat ist sich uneins, und vom OB kommen keine eindeutigen Signale. Davon wird sich die Landesregierung kaum beeindrucken lassen.

Nehmen wir beispielsweise den Konflikt zwischen Oberbürgermeister Wiegand und dem Geschäftsführer der Theater, Oper und Orchester GmbH Rolf Stiska. Ende Mai meldete HalleSpektrum, dass Stiska seinen Posten nun räumen will: »Wiegand hatte Stiska in der Beigeordnetenkonferenz, einer städtischen Pressekonferenz, beim Abschlusskonzert des Generalmusikdirektors und letztmalig am Mittwoch in der Stadtratssitzung scharf angegriffen.«

Wie wirken wohl diese Streitereien zwischen Dr. Wiegand und Stiska auf die Politiker Bullerjahn und Haseloff? Es wirkt so, als ob deren Plan aufgeht: Dass wir uns nun selber gegeneinander ausspielen! Genau solche Artikel drucken die im Finanzministerium in Magdeburg aus und rahmen sie sich ein. Denn das ist ein Beweis dafür, dass sie gewinnen und nicht wir. Aber wir wollen doch, dass unsere Wirtschaft, unsere Universität und die jungen Menschen in dieser Stadt Halle/Saale bleiben. Deshalb müssen wir darauf achten, wie wir miteinander reden und miteinander umgehen. Die Medien, wie Zeitungen und Fernsehen, um die wir Studenten uns kräftig bemühen, nutzen wir, um zu zeigen, wie stark wir alle gegen die Kürzungen sind. Mehr, mehr, mehr

Jun 2013 hastuPAUSE Nr. 48 0

MLU – We Burlesque!

Seit Anfang des Sommersemesters 2013 lädt das Unisportzentrum alle ein, die schon immer nach dem besonderen Pfiff in ihrem Tanzkurs gesucht haben.

Foto: Johanna Sommer

Foto: Johanna Sommer

Wir haben für Euch Turnhalle, Trainerin und Tanz ganz genau unter die Lupe genommen und uns dabei sogar selbst aufs heiße Pflaster begeben. Circa 15 studierende Exemplare haben den Schritt in den heiß diskutierten Kurs gewagt und sich gesagt: »We burlesque!« Aber wie beim Tanzen gilt auch hier: ein Schritt nach dem anderen. Hier die wichtigsten Punkte zur sexy Sportart an der MLU.

Die Trainerin

Ihr Künstlername ist Honey Bell. Wer denkt, diese Frau wurde mit Burlesque im Blut geboren, irrt. Zuerst schlug ihr Herz für RnB und Hip Hop, doch Film, Fernsehen und vor allem Hollywood machen, wie wir bereits von Frau Aguilera wissen, nicht vor RnB-Girls halt. So war der Eindruck dieser Szene mit ihrem Glitzer und dem puren Reiz von Weiblichkeit auf sie so groß, dass sie nicht anders konnte, als ans burlesque Ufer zu tanzen und diesen Kurs ins Leben zu rufen. Die neue Herausforderung als Trainerin des Burlesque-Kurses kam für Honey Bell wie gerufen.

Das Täschchen

Noch nie wurde sich in einem Tanzkurs so sehr die Frage gestellt: »Was bringe ich zum Kurs mit?« Wenn man sich Dita von Teese vorstellt, wie sie zum Kurs geht, dann kommt die Vermutung auf, dass sie keine große Tasche bräuchte. Doch weit gefehlt. Zunächst einmal gibt es keine Kleidungsvorschrift, das heißt, jeder darf und sollte die Kleidung mitbringen, in denen er / sie sich wohl fühlt. Mehr, mehr, mehr

Jun 2013 hastuINTERESSE Nr. 48 1

Keine leichte Entscheidung

Kommentar zur Haushaltslage des Landes

Ministerpräsident Haseloff hat ohne Frage einen schweren Stand. Die Sparmaßnahmen stießen wie zu erwarten auf heftige Kritik. Vielleicht sogar mehr als er erwartet hatte. Die Stimmung innerhalb der Koalition beginnt zu bröckeln, immerhin entließ Haseloff sogar eine Ministerin. Das Vertrauen vieler Bürger und Studenten in die Landesregierung ist dahin. Von Lügen und Verrat ist da die Rede, teilweise wurden sogar schlimmere Anschuldigungen geäußert. Die einmal getroffene Entscheidung soll nun ein ehemaliger Finanzminister aus Niedersachsen durchdrücken. Ein Sparkommissar, wie seine Kritiker ihn verächtlich nennen.

Dabei steht es außer Frage, dass Sachsen-Anhalt sparen muss. Das Land steht einem enormen Schuldenberg gegenüber. Hinzu kommt, dass die Steuereinnahmen laut einer neuen Schätzung weiter sinken werden. Auch aus den Zuschüssen der EU sowie dem Solidarpakt II sind weniger Einnahmen zu erwarten. Weitere Schulden dürfen die Länder unter normalen Bedingungen nicht mehr machen. Wo also ansetzen?

Die Frage muss zumindest erlaubt sein, ob ein Land mit knapp über zwei Millionen Einwohnern zwei Volluniversitäten benötigt. Fast alle Regierungsbezirke im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen haben mehr Einwohner. Nur einer davon verfügt über zwei Universitätskliniken, der Bezirk Düsseldorf mit über 5 Millionen Einwohnern. Natürlich ist Sachsen-Anhalt ein Flächenland, und man kann wohl kaum erwarten, dass die gesamte Versorgung durch einen Standort gewährleistet werden kann. Doch schon in Leipzig befindet sich, im Freistaat Sachsen gelegen, ein weiteres Universitätsklinikum. Mehr, mehr, mehr

Jun 2013 Termine 0

Stipendien

Mittwoch, 19. Juni 2013, 18.00 Uhr, HS XXII, Audimax, Universitätsplatz

Infoabend zu Stipendien

Auf der Suche nach einem Studien- oder Promotionsstipendium? Informationen aus erster Hand bekommt Ihr am kommenden Mittwochabend. Stipendiatinnen und Stipendiaten aus acht Förderwerken stellen sich und ihre Stiftungen vor. Die (materielle und ideelle) Förderung richtet sich nicht nur an die „Besten», sondern auch an besonders engagierte Studierende. An diesem Abend erfahrt Ihr Wissenswertes zu Bewerbung, den unterschiedlichen Profilen der Stiftungen sowie Erfahrungen mit den Förderprogrammen.

Folgende Stiftungen werden vorgestellt:

  • Studienstiftung des deutschen Volkes
  • Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Hans-Böckler-Stiftung
  • Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Evangelisches Studienwerk e.V. Villigst
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • Stiftung der Deutschen Wirtschaft
  • Friedrich-Naumann-Stiftung

Jun 2013 hastuINTERESSE Nr. 48 0

»Wir sind für alle da«

»Halle bleibt!« will nicht nur für die Belange der eigenen Medizin streiten.

Foto: Johanna Sommer

Foto: Johanna Sommer

Als der bunte Demonstrationszug auf dem Markt in Halle eintrifft, brandet Applaus auf. Der riesige Marktplatz im Zentrum der Stadt ist nun komplett mit Menschen gefüllt. Die Polizei spricht von circa 7000 Teilnehmern, die Medien werden im Nachhinein sogar von einer der größten Versammlungen in der Geschichte Sachsen-Anhalts sprechen.

Mit bunten Plakaten und Bannern waren die Protestler am 30. April durch die Innenstadt von Halle gezogen, um für den Erhalt ihrer Universitätsmedizin zu kämpfen. Viele waren in weißen Laborkitteln erschienen, doch einfache Straßenkleidung bei der Mehrzahl der Demonstranten deutete an, dass hier nicht nur Medizinstudenten und Professoren für ihre eigene Fakultät demonstrierten. So auch die drei Abiturienten Tom Hölzler, Robert Sperfeld und Konrad Mrozik, denen es auch um ihre Zukunft geht. Tom Hölzler erklärt seine Motivation: »Wir haben die Ereignisse mitverfolgt und möchten gemeinsam für die Hochschulen im Land kämpfen.« Was der Uniklinik passiere, könne in Zukunft auch anderen passieren.
So wird aus dem Protest gegen die Schließungspläne auch eine Demonstration für den Wert der Bildung. »Halle muss als Universitätsstandort erhalten bleiben«, erklärt Stefan Dorl, studentischer Senator, der an der Philosophischen Fakultät I Politikwissenschaften studiert. Er hofft, dass durch die Demonstration ein Zeichen nach Magdeburg gesendet wird und sich die Landesregierung einige der Argumente mitnimmt.

Schock und breite Unterstützung

Zuvor waren die Nachricht, dass möglicherweise die Universitätsklinik in Halle geschlossen werden könnte, und die Entlassung der Wirtschafts- und Wissenschaftsministerin Wolff in naher Folge bekannt geworden. Für Nadine Schäfer aus dem Fachschaftsrat Medizin waren diese Meldungen ein Schock. Zwar kämen Kürzungsdiskussionen gefühlt jedes Jahr wieder neu auf, aber die Entlassung der Ministerin gab der Angelegenheit für Nadine eine völlig neue Brisanz.

Doch der Schock wurde schnell in Aktivität umgemünzt. Bereits wenige Tage später gründete sich das Aktionsbündnis »Halle bleibt«, mit dem Nadine und weitere engagierte Studenten und Betroffene versuchen, auf die Geschehnisse Einfluss zu nehmen und ihren Protest kundzutun. Die Demonstration war nur ein Teil der Aktionen, die gestartet wurden. Mehr, mehr, mehr