Mai 2017 hastuUNI Heft Nr. 72 0

Letzte Hoffnung Aussetzung?

Der Studiengang Japanologie bleibt erhalten. Das Ergebnis der Senatssitzung sieht grundsätzlich kein Auslaufen des gesamten Studienprogramms vor. Bei der teils heftigen und sehr emotional geführten Debatte standen sich Studierende und Senat gegenüber, um die anstehende Immatrikulationspause zu diskutieren.

_MG_7055

Prof. Dr. Oberländer
Foto: Katja Elena Karras

Die Senatssitzung am 3. Mai stand ganz im Zeichen des Protests der Studierenden der Japanologie. Thema war die Aussetzung der Immatrikulation für die kommenden zwei Semester. Entsprechend sollte der Senat über Punkt sechs der Tagesordnung abstimmen.
Vorab behandelte Themen waren unter anderem die Erfolgsquote der FH-Absolventen und Promotionen, der Streit über die Absenkung oder erneute Aufstockung der Lehramtskapazitäten sowie die Einstellung des Masterstudiengangs Biomedical Engineering, der mehr oder weniger ein Schattendasein führt.
Die Auseinandersetzung mit der seit 2004 feststehenden Kürzung auf eine Professorenstelle in der Japanologie brachte nach einer zweistündigen Diskussion und abschließender geheimer Abstimmung ein klares Ergebnis hervor. Vorausgegangen war die Frage, wie die Stelle weiterhin effizient organisiert werden könnte und vor allem, mit welcher Struktur. Seitens der Senatsmitglieder wurde immer wieder verlautet, dass seit nunmehr zweieinhalb Jahren kein gültiges Konzept für eine solche Fortführung vorliege. Man versprach »keine Schließung, sondern eine Pause.« Zudem sei es momentan wichtig, dass bereits Immatrikulierte ihren Abschluss machen können und dürfen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuUNI Heft Nr. 72 0

Party auf dem Appellplatz

In anderen Universitätsstädten ist es längst eine etablierte Sache; in Halle aber warteten die rund zwanzigtausend Studierenden bisher vergeblich auf ein Event dieser Größenordnung. Dieses Jahr ist es so weit: Erstmals findet in Halle ein Campusfest statt.

Fotomontage: Konrad Dieterich Foto: Alexander Kullick, Grafik: campuskultur halle GmbH

Fotomontage: Konrad Dieterich
Foto: Alexander Kullick, Grafik: campuskultur halle GmbH

Der  Von-Seckendorff-Platz in der Heide wirkt mit seiner Größe fast ein bisschen einschüchternd. Man darf wohl annehmen, dass das auch die Absicht der Architekten war, die diesen einst als militärisches Gelände genutzten Komplex in den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts entwarfen. In der jüngeren Vergangenheit kennt man diesen Ort vor allem als Parkplatz und Standort verschiedener universitärer Einrichtungen. Am 14. und 15. Juni dieses Jahres wird die Geschichte des Platzes um eine Ergänzung reicher: Halles erstes Campusfest wird dort stattfinden.
Maßgeblich beteiligt an der Organisation ist der Studierendenrat der Uni, welcher durch die eigens gegründete campuskultur halle GmbH unterstützt wird. Geführt wird sie durch Claudia Wagner, die das Campusfest in Leipzig schon einige Male miterlebt hat, und Robert Lucka. Seitens des Sturas sind Axel Knapp (RCDS und einer der Vorsitzenden des Sprecherkollegiums des Sturas) und Öffentlichkeitsreferent Martin Lohmann Mitglieder des Organisationsteams. Einige Wochen vor den Festivitäten traf sich die hastuzeit mit ihnen zum Interview. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuUNI Online 0

Anwesenheitsproblem

Wieder einmal Sturasitzung und dieses Mal mit AK-Sprechstunde, also müssten neben den Antragstellern auch AK-Vertreter in den Zuschauerreihen sitzen. Abwarten.

Tagesordnung aus der Tischvorlage

Tagesordnung aus der Tischvorlage

Bevor die Sitzung am 15. Mai startete, machte die Sitzungsleitung, Kai Krause (LHG), darauf aufmerksam, dass Sturamitglieder die nicht mehr regelmäßig zu den Sitzungen kommen können, doch bitte ihren Platz abgeben sollen, damit die Nachrücker aufsteigen können.

Die Sitzung wurde eröffnet, alle 27 anwesenden Sturamitglieder wirkten konzentriert und die Büroleiterin des Sturas, Elke Lopens, legt im ersten Tagesordnungspunkt (TOP) mit den Angestelltenbelangen los. Die Videokamera, über die der Stura verfügt, sei nicht mehr vermietbar, da sie rund 10 Jahre alt sei. »Die Wiedergabetechnik ist mit neuen Geräten nicht kompatibel.« Weiterhin bat sie den Stura für den neuen gewählten Stura eine Klausurtagung zu planen und ihm die Möglichkeit einer Probesitzung zu geben. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuPAUSE Online 0

Der gehobene Zeigefinger

Bunt und quirlig wie ein gut gepflegter Gemischtwarenladen legt sich diese Kolumne ihrem erprobten Leserauge zu Füßen. Frei von den zwängenden Fesseln einer thematischen Beständigkeit, eines übergeordneten Gesamtkonzepts, wird hier nüchtern allerhand Gedachtes geteilt. Thema heute: Klimaschutz.

United Nations Development Programme, Mr. Rohan Chakravarty (CC BY-NC-ND 2.0) https://www.flickr.com/photos/unitednationsdevelopmentprogramme/7090419453/

United Nations Development Programme, Mr. Rohan Chakravarty (CC BY-NC-ND 2.0) https://www.flickr.com/photos/unitednationsdevelopmentprogramme/7090419453/

Vor einigen Tagen, liebe Leserinnen und Leser, da stieg mir Zornesröte ins Gesicht. Genau vor mir lief eine Frau mit brauner Papiertüte an der Hand über die Straße. »Der Natur zuliebe«, stand da drauf. Der Natur zuliebe. Das ich nicht lache!
Niemand tut freiwillig irgendwem irgendwas zuliebe. – Ich übertreibe: So ist der Mensch. Erst recht tut keiner nix für die Natur oder »zukünftige Generationen«. Diese blumige Zwei-Wort Phrase ist schon der nächste Grund laut loszulachen. »zukünftige Generationen«, Ha! An der Kasse gab’s keine Plastetüten mehr. So sieht’s doch aus. Diese Frau wurde zum Rechten gezwungen. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuUNI Nr. 72 Online 0

Linksruck im Stura?

Die OLLi ist eindeutiger Wahlsieger der Hochschulwahlen 2017; der RCDS verliert am meisten Plätze. Wie lässt sich diese Tendenz der Wahlergebnisse gen links erklären und was heißt das jetzt genau für die künftige Arbeit im Studierendenrat? Wir haben uns auf der Wahlparty umgehört und einige Stimmen und Meinungen von Kandidaten der Hochschulgruppen eingefangen.

Mitglieder von Die LISTE Foto: Sophie Ritter

Foto: Sophie Ritter

Der große Raum in der Drushba war voll bei der Wahlparty am Donnerstag (11. Mai), als die vorläufigen Ergebnisse der Hochschulwahlen bekannt gegeben wurden. Viele der Leute, die sich für die unterschiedlichen Uni-Gremien zur Wahl gestellt haben, waren sichtlich aufgeregt, vermutlich die wenigsten von ihnen noch nüchtern. Nachdem die Mitglieder von Die LISTE von der kleinen Bühne mit den Sofas vertrieben wurden, über denen die Präsentation mit den Wahlergebnissen projiziert werden sollte, konnte es losgehen. Hinter dem DJ Pult stand RCDS-Mitglied Axel Knapp (auch bekannt als DJ Le Bauski) und startete die Präsentation, die darauf ohne Kommentierung durchlief. Die Stimmung war recht locker, immer wieder wurde geklatscht und gejohlt (vor allem von Vertretern von Die LISTE); gelegentlich auch gebuht. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuUNI Online 0

Kampfabstimmung im Stura

Noch ist es 21 Uhr, am Montag dem 24. April. Die Stura-Sitzung läuft seit zwei Stunden, als zwei Studentinnen einen Finanzantrag einbringen. Schon vor der Sitzung ist klar – das wird keine leichte Kost.

Foto: Henrik Merker

Foto: Henrik Merker

Thema ist das Austauschprogramm MEDI≡AH, das seit zwölf Jahren Studierende aus dem russischen Archangelsk und Halle zusammenbringt. Die Reise nach Russland vom 02. bis 11. Mai ist organisiert, die Teilnehmenden stehen fest. Eingeplant sind die beantragten 750€ als Aufwandsentschädigung für Gastfamilien. Formular, Begründung und Kostenaufstellung sind beim Stura eingereicht. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuUNI Online 0

Der Löwe und das Sofa

Auch dieses Jahr stellten die hochschulpolitischen Vertreter sich und ihr Programm im Zuge der anstehenden Hochschulwahlen (10. Mai) bei der „Löwenrunde“ vor. Ein Kommentar zum Spektakel rund um Plüschtier-Tukane und Mauern aus Rednerpulten zum Nachlesen.

Foto: Paula Götze

Foto: Paula Götze

Die alljährlichen Hochschulwahlen stehen vor der Tür und somit veranstaltete der Stura auch wieder eine »Löwenrunde«, bei der Vertreter der Hochschulgruppen die Gelegenheit bekamen, sich vorzustellen. Beim Betreten des Hörsaals, in dem die Veranstaltung stattfand, kam der Eindruck auf, die »Löwenrunde« würde unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden – nur jeder vierte Platz im Hörsaal XIV des Löwengebäudes war besetzt, eingeschlossen die aktiven Teilnehmer der Veranstaltung. Auf Anfrage bestätigte Friederike Schröer (Moderatorin der Veranstaltung und Referentin für Äußere Hochschulpolitik im Stura), dass von den rund 100 Anwesenden 50 bis 70% selbst aus dem hochschulpolitischen Bereich stammten. Angesichts der Tatsache, dass Hochschulpolitik letzten Endes nicht nur die betrifft, die sie mitgestalten, eine ernüchternde Aussage. Mehr, mehr, mehr

Mai 2017 hastuUNI Online 0

Kandidaten für den Stura 2017

Illustration: Eva Feuchter

Illustration: Eva Feuchter

Mehr, mehr, mehr