Apr 2014 hastuINTERESSE Nr. 53 0

Brauchen wir das Semester-Vollticket?

Per Online-Abstimmung soll entschieden werden, ob ein MDV-Vollticket verpflichtend für alle Studierenden eingeführt wird.

»Vom 11. bis zum 17. April kannst du als Studierender der MLU im Löwenportal über das zukünftige Semesterticket abstimmen. Dazu musst du dich lediglich im Löwenportal einloggen und dann links in der Navigation ›Urabstimmung zum Semesterticket‹ anklicken. Dann kannst du dich für eine der beiden Ticket-Optionen entscheiden. Wenn du einmal im Löwenportal abgestimmt hast, kannst du dich nicht mehr umentscheiden.«
Auszug aus: www.semesterticket-halle.de

Fakten

Bisheriges Sockelmodell:

Alle zahlen verpflichtend 20 Euro, die im Semesterbeitrag enthalten sind, und können wochentags 19 bis 5 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen ganztägig inklusive kostenloser Fahrradmitnahme Straßenbahn, Bus, S-Bahn und Zug in ganz Halle (Tarifzone 210) nutzen.
Optional ist der Kauf des Semestertickets Plus (86,50 Euro) oder des Semesterticket Plus + eine weitere Zone (221, 222, 223, 224, 225 oder 233) für 125 Euro. Diese Tickets ermöglichen die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel rund um die Uhr.

Neues MDV-Vollticket:

Alle zahlen verpflichtend 99 Euro und können dafür die Verkehrsmittel im gesamten MDV-Gebiet täglich rund um die Uhr nutzen. Auch hier kann man das Fahrrad kostenfrei mitnehmen von 19 bis 5 Uhr sowie den ganzen Tag am Wochenende und Feiertagen in Bahn und Bus und ganztägig in Nahverkehrszügen. Mehr, mehr, mehr

Apr 2014 hastuPAUSE Nr. 53 0

»Dezentrale, unorganisierte Rapcrew«

Eine hallesche Hiphop-Crew, die sich gerne montagabends zum Rappen trifft.

Der Probenraum für Graffiti und zum Proben.

Der Probenraum für Graffiti und zum Proben.

An diesem Freitagabend (21. März) ist die Spontanität der Montagsmaler gefragt, da bei ihrem Auftritt auf der 7. Jubiläumsfeier des Postkult-Vereins zunächst die Technik noch nicht aufgebaut ist. Kein Problem für die Jungs – sie überbrücken die Wartezeit auf der Bühne einfach mit einer zwanzigminütigen Freestyle-Einlage, bis der »Beatmacher« und seine Technik schließlich bereit sind, die einstudierten Tracks musikalisch zu begleiten. Die Jungs der Hip-Hop-Gruppe aus der Landsberger Straße 16 bezeichnen sich selbst als »dezentrale, unorganisierte Rapcrew« und meinen damit ihre spontane, oft chaotische Art zu musizieren. Doch nicht nur Rappen, Freestylen und Beatboxen gehören zum Programm der Montagsmaler. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2014 hastuUNI Nr. 53 0

Streichliste bekanntgegeben

Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) stellte am Mittag des 28. März ein offizielles Papier aus seinem Ministerium der Presse vor.

Die »Hochschulstrukturplanung des Landes Sachsen-Anhalt, Fassung 27/03/2014« (PDF-Link) ist 36 Seiten stark und enthält konkrete Einsparmaßnahmen an einzelnen Hochschulen bis 2025.

»Derzeit geht das Land davon aus«, dass die Martin-Luther-Universität die Medien- und Kommunikationswissenschaften, Geowissenschaften, Sportwissenschaften, Psychologie (teilweise), Informatik (teilweise) und das Studienkolleg (Vorbereitungskurse für internationale Studierende) schließen soll. Kürzungen in nicht genau bestimmten Umfang sind an sogenannten Kleinen Fächern (darunter fallen beispielsweise Sprechwissenschaften, Indologie und Medizinische Physik) und der Lehramtsausbildung vorgesehen, indem die Martin-Luther-Universität mit den Universitäten in Jena und Leipzig kooperiert. Zudem ist im Papier ohne nähere Erläuterung von einer stärkeren Profilierung in den Natur- (Material- und Bio-) wissenschaften und in der Hochschulmedizin die Rede.

Von den Streichungen an der Uni Halle verspricht sich das Land 9,3 Millionen Euro des jährlichen Budgets einzusparen, womit das stukturelle Defizit der MLU und weitere Kürzungen um 2,55 Millionen Euro gedeckt werden. An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg will das Land 9,78 Millionen Euro streichen, hauptsächlich durch die Schließung der Fakultät für Humanwissenschaften, wobei einzelne Fächer erhalten bleiben sollen. Die Zahlen entsprechen einem Kompromiss zwischen Land und Hochschulrektoren, dem sogenannten »Bernburger Frieden« vom November 2013. Ursprünglich wollte die schwarz-rote Landesregierung noch stärker kürzen, stieß aber auf massiven Protest von Demonstranten, gesellschaftlichen Akteuren, Städten und auch aus den eigenen Landtagsfraktionen. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2014 hastuINTERESSE Nr. 52 0

Was esse ich bloß?

Diese Frage stellen sich viele tausend Studenten jeden Tag. Mitunter sogar mehrmals am Tag. Doch wie sehen sie aus, die Essgewohnheiten in den halleschen WGs und anderen studentischen Unterkünften?

Foto: Christian Schoen

Foto: Christian Schoen

Da wäre zunächst Anlaufstelle Nummer eins, wenn man mittags, ohne zu viel Zeit zu verlieren, auf der Suche nach einer warmen Mahlzeit ist: die Mensa.
Abgesehen von teilweise ziemlich langen Schlangen zu den Stoßzeiten bekommt man dort relativ schnell Essen zum kleinen Preis. Ein Blick in die Speisepläne der Mensen Harz, Tulpe, Weinberg sowie der neu errichteten Heidemensa lässt mir aufgrund des vielfältigen Angebots durchaus das Wasser im Munde zusammenlaufen. Von Pizza über Nudeln hin zu Cordon Bleu oder vegetarischem Chili-Burger dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Bis auf zwei exquisite Ausnahmen in Form von »Gemüse-Hähnchen- Pfanne mit Aprikosen und Cashewkernen dazu Couscous« für 3,10 € in der Mensa Harz und »Seelachs provenzalisch auf Bandnudeln dazu Blattsalat mit Orangen-Joghurt-Dressing« für 3,30 € in der Heidemensa bezahlt man auch für kein Essen mehr als drei Euro. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Lucky Lindy hops the Atlantic

Wir befinden uns im New York der Zwanzigerjahre. Anlasslich des ersten Non-Stop-Flugs von New York nach Paris feiern die Menschen im Savoy Ballroom den Piloten Charles Lindbergh.

Auf der ausgelassenen Feier zu Ehren des Atlantiküberquerers ist auch George »Shorty George« Snowden anwesend, der an diesem Tag eine ungewöhnliche und neue Art zu tanzen zeigt. Auf Nachfrage der Journalisten nach dessen Tanzstil antwortet dieser: »I«m doin« the Hop … the Lindy Hop!« So oder so ähnlich kam es wohl zu dem Namen »Lindy Hop«, wobei diese Geschichte die Lieblingsvariante der 34-jährigen Johanna, Leiterin des Unisportkurses Lindy Hop, ist. Gemeinsam mit Tobias, 38, bringt sie seit zwei Semestern tanzbegeisterten Studenten den Lindy Hop bei. Als Weiterentwicklung des Charleston und Vorstufe des Rock «n« Roll verbindet Lindy Hop tänzerische und akrobatische Elemente zu fetziger Swing-Musik. Tobias, der schon mehrere Jahre der Tanzpartner von Johanna ist und schon vor Lindy Hop viele Jahre tänzerische Erfahrungen gesammelt hat, erklärt uns gleich zu Anfang, dass es sich bei Lindy Hop um einen »social dance« handelt. Lindy Hop ist eine Tanzrichtung, die Spaß und Sport optimal vereint. Die zwei Hauptelemente des Tanzes, Körperspannung und Führung, sind dabei unabdingbar und bieten eine solide Grundlage zum Tanzerfolg. Aufbauend auf die Grundschritte führt der Unisportkurs bis hin zu den sogenannten »Aerials« (akrobatische Figuren während des Tanzes). Johanna begeistert am Lindy Hop vor allem das Miteinander sowie das aufeinander Abstimmen, was führen und geführt werden betrifft. Sie kann ganz bei sich selbst sein und fühlt sich wohl, was wiederum sicherlich über die Dauer der Tanzstunde hinaus geht. Wer nun Lust bekommen hat, das Tanzbein zu schwingen oder dies zu lernen, sollte sich den zu Unrecht viel zu unbekannten Lindy Hop auf jeden Fall für das nächste Semester vormerken.
Beim Sportlerball am 24. Januar war neben vielen anderen Tanzkursen vom Orientalischen Tanz bis Hip Hop auch der Lindy Hop-Kurs beim Programm dabei.

Mrz 2014 hastuINTERESSE Nr. 52 0

Studiengeflüster I

263 Studiengänge an 10 Fakultäten bietet die MLU, eine beinahe unübersichtliche Anzahl. In unserer neuen Rubrik ≫Studiengeflüster≪ stellen unsere Autoren kurz und knapp interessante Aspekte ihres eigenen Studiums vor, die sie gern einmal mit euch teilen möchten. Teil 1: Was heißt eigentlich ≫krebserregend≪?

Teil 1: Was heißt eigentlich ≫krebserregend≪?

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Sätze, die man jeden Sommer auf der Peißnitz hört: »Du isst das angebrannte Würstchen noch?!? Das ist doch krebserregend.« – Der Versuch einer Erklärung. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Absurd und nichtig

Albert Camus’ ≫Der Fremde≪: Ein schlichter Roman, der auch mehr als siebzig Jahre nach Erscheinen seine Tiefen und Zeitlosigkeit beweist.

Illustration: Marcel Wiessler

Illustration: Marcel Wiessler

»Heute ist Mama gestorben.« So beginnt »Der Fremde«. Ein junger Algerier französischer Herkunft ohne Vornamen hört auf den Namen Meursault. Den Tod der eigenen Mutter behandelt er wie irgendein anderes unbedeutendes Alltagserlebnis, und so ganz sicher ist er sich auch nicht, ob sie wirklich heute oder gestern verstorben ist.
Er erzählt sein Leben wie in Momentaufnahmen, ohne gestern und morgen. Er nimmt es so, wie es eben kommt. Immer mit einer Gleichgültigkeit, die dem leidenschaftlicheren Leser schnell auf den Magen schlägt, aber auch seltsam fasziniert. Die höchste Gefühlsregung ist zeitweise eine gewisse Gereiztheit, so etwa bei der Beerdigung der eigenen Mutter, aber auch diese wird rasch wieder von Gleichgültigkeit abgelöst. Mehr, mehr, mehr

Mrz 2014 hastuPAUSE Nr. 52 0

Shrek – Ein Buch-Film-Vergleich

Viele werden sicher nicht wissen, dass Dreamworks’ vierteiliges Franchise auf einem sehr dünnen Kinderbilderbuch gleichen Namens basiert, das von dem bekannten amerikanischen Cartoonzeichner William Steig (1907–2003) verfasst wurde

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

In Deutschland 1991 erschienen, ist das Buch heute vergriffen und nur mehr in Bibliotheken zu finden. Umso wichtiger ist es vielleicht, einen Blick darauf zu werfen, falls man für die Kinder einmal nach einem alternativen Bilderbuch sucht.

≫Und wie deine Schweinsauglein nach mir schielen≪

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