Jun 2014 hastuPAUSE Nr. 54 0

Ich will so bleiben, wie ich bin

Bei vielen neurologischen Erkrankungen verspricht die Tiefe Hirnstimulation Heilung. Als eine Nebenwirkung kann sich aber die Persönlichkeit des Patienten verändern. Welchen Preis wollen wir für unsere Gesundheit zahlen?

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

Wer sich eine Erkältung einfängt, muss womöglich einige Tage im Bett liegen. Das ist nicht angenehm, aber zumindest nur vorübergehend. Auch andere Erkrankungen, die durch Bakterien oder Viren verursacht werden, sind häufig durch Medikamente kurierbar. Neurologische Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie, Zwangsstörungen, das Tourette-Syndrom oder Depressionen sind medikamentös jedoch häufig nicht gut therapierbar. Elektroden im Gehirn sollen nun dabei helfen, die verschiedensten Beschwerden zu mindern und auch zu beheben. Diese Methode nennt man »Tiefe Hirnstimulation«. Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuPAUSE Nr. 54 0

Klitzekleine Alltagsflucht

Texte für die Uni zu schreiben kann manchmal ganz schön nervig sein. Ein Rezept, um hartnäckige Blockaden im Kopf zu lösen: Fahrrad, Freunde, Sonnenbrille und raus in die Natur! Wir haben es ausprobiert und sind den Saaleradweg entlanggeradelt.

Foto: Chris Schön

Foto: Chris Schön

»Ihr habt noch nie eine Radtour hier in der Umgebung gemacht?« fragt uns der Mitarbeiter des Fahrradladens erstaunt. »Ihr müsst unbedingt den Saaleradweg fahren, da gibt es richtig viel zu sehen!« empfiehlt er uns, und seine Augen fangen an zu leuchten. Schnell zückt er eine reiß- und wasserfeste Radwanderkarte, auf der er mit seinem Zeigefinger schon mal imaginär die Route entlangfährt. An manchen Stellen macht er Halt, und seine Mundwinkel formen sich zu einem Lächeln. Wir lauschen seinen Erzählungen über Orte, um die sich zahlreiche persönliche Geschichten ranken. Ungefähr 40 Kilometer misst die Strecke von Halle nach Wettin. »Wenn ihr zügig fahrt, braucht ihr anderthalb Stunden jeweils für die Hin- und Rückfahrt.« Mehr, mehr, mehr

Jun 2014 hastuUNI 0

Minister mit Protesten empfangen

Der Stura-Geburtstag am Dienstag wurde von Protesten begleitet. Das »Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten« hatte die Studierenden dazu aufgerufen, den Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) mit sichtbaren Protesten zu empfangen. Dieser war zum offiziellen Festakt in der Aula des Löwengebäudes geladen.

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„Wenn ihr kürzt, bin ich weg»

Auf dem Weg in das Löwengebäude standen rund 100 Studierende im Spalier. Sie alle trugen Schilder mit der Aufschrift: „Wenn ihr kürzt, bin ich weg». An dem stummen Protest ging Möllring schließlich kommentarlos vorbei.

Nach dem Festakt setzte das Aktionsbündnis auf der Treppe vor dem Löwengebäude mit einem Flashmob ein Zeichen. Dabei ließen sich die Studierenden gleichzeitig auf den Boden fallen und lagen regungslos da. Möllring musste über die Studierenden hinübersteigen, trat schließlich einem Studenten auf die Hand und entschuldigte sich. Mehr, mehr, mehr

Mai 2014 hastuINTERESSE Nr. 54 0

Entscheidergeneration

Was passiert, wenn Angela Merkel eine Bildungsrepublik fordert. Gedanken über die fehlende Wertschätzung von Bildung und Jugend.

Illustration: Han Le

Illustration: Han Le

»Wir müssen die Bildungsrepublik Deutschland werden.« Diesen Satz sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel im Juni 2008. Einige Jahre später drohen in Halle Studienplätze in Informatik, Geo-, Sport-, Medien- und Kommunikationswissenschaften und Teile der Psychologie ganz oder teilweise wegzufallen. Die Komplettrasur, der die Medizin zum Opfer fallen sollte, wurde nach massiven Protesten abgewendet. In Leipzig trifft es Theaterwissenschaften, Pharmazie und Archäologie. Jena bietet massenhaft Stellenstreichungen der Lehrenden auf. Die Traditionsuniversitäten bluten. Doch nicht sie allein. Die Universität Magdeburg verliert laut Planungen ihre Humanwissenschaften. Was wohl die Namenspatrone Luther, Schiller oder Guericke von solchen Plänen hielten? Heute fragt man sich: Was ist dieser Gesellschaft ihre Bildung noch wert? Doch diese Frage lenkt ab vom eigentlichen Hintergrund.

Nicht der Wert der Bildung steht in Frage, sondern der der Jugend

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Mai 2014 hastuPAUSE 0

»Ein Held sein«

Am Dienstag, den 27.5.2014 konnten sich alle von 10 bis 18 Uhr im Hallischen Saal über der Tulpe für eine Knochenmarkspende registrieren lassen. Unter anderem war auch Jeff Klemm dabei.

Jeff Klemm

Jeff studiert im 8. Semester an der MLU Politik und Wirtschaftswissenschaften, betreibt regelmäßig Unisport, wie Floorball und Volleyball. Foto: Johanna Sommer

Spendest du generell Blut, Blutplasma oder nur Knochenmark?

Meine erste Sache war in meiner Heimat die Blutspende. Seit Ende des ersten Semesters gehe ich alle zwei Wochen zum Blutplasmaservice in Halle.

Ist das für dich körperlich belastend, oder bist du daran gewöhnt, so dass sie alles abzapfen können, was sie wollen?

Eigentlich können sie wirklich alles abzapfen, was sie möchten. Die machen bei mir auch die maximale Menge aufgrund meiner Größe und meines Gewichtes. Ich habe damit auch keine Probleme. Besonders die Blutplasmaspende ist sehr schonend. Da sollte man höchstens mal kurz ein paar Minuten innehalten, man trinkt vielleicht etwas, aber man kann sofort wieder nach Hause gehen. Dass man sich irgendwie müde fühlt oder sowas, das ist dann mehr bei der Blutspende der Fall, weil dann bestimmte Stoffe entzogen werden, die dann erst mal kompensiert werden müssen in derselben Zeit.

Was spendest du denn am liebsten?

Blutplasma, weil man das regelmäßiger machen kann.

Und dann kommt auf Platz Zwei die Knochenmarkspende und dann zuletzt die Blutspende?

Wenn man das jetzt platzieren möchte, würde ich natürlich sagen, dass eher die Knochenmarkspende Platz eins hat. Einfach nur, weil man damit wirklich weiß, dass man damit direkt einem Menschen helfen kann. Bei dem Plasmaservice weiß man nie, wofür es genau verwendet wird. Als letztes sag ich mal die Blutspende, weil man es nur alle acht Wochen ungefähr machen darf. Mehr, mehr, mehr

Mai 2014 hastuUNI 0

Mehr Mut und Solidarität

Am Dienstagabend diskutierten Vertreter der Hochschulgruppen mit Rektor Udo Sträter und Personalrat Rainer Herter über die Kürzungspolitik der Landesregierung.

Zur Diskussionsrunde war das Audimax gut besucht.

Zur Diskussionsrunde war das Audimax gut besucht.

Aus Protest gegen den Hochschulstrukturplan der Landesregierung hatte das Aktionsbündnis seit dem Morgen des 20. Mai das Audimax-Gebäude besetzt. Am selben Abend stellten sich dort Hochschulrektor Udo Sträter, Maria Genschorek, Senatorin der Grünen Hochschulgruppe, Rainer Herter, Mitglied des Personalrats, sowie Daniel Möbus von der SDS-Hochschulgruppe einer Podiumsdiskussion. Zum Einstieg spielte das Aktionsbündnis eine Audio-Botschaft über die Wünsche der Studenten und die aktuellen Studienverhältnisse vor. Hier wurde vor allem mehr Mitbestimmung der Studenten gefordert und die Intensivierung der Lerninhalte, die durch die Kürzungspläne gefährdet oder gar nicht mehr existent sind. Mehr, mehr, mehr

Mai 2014 hastuUNI Rubrik 0

Audimax immer noch besetzt

Gestern Abend sollte um 20 Uhr die Besetzung ein Ende finden, jedoch streiken einige Studenten heute weiter, die mit dem »Aktionsbündnis MLU-Perspektiven gestalten« nichts zu tun haben.

Foto: Johanna Sommer

Foto: Johanna Sommer

Sie schufen weitere Plakate, machten mit Musik auf sich aufmerksam und übernachteten sogar in ihren Schlafsäcken im Audimax. Manche fühlten sich vom Aktionsbündnis nicht unterstützt, andere fanden die Arbeitsweise des Aktionsbündnisses nicht gut. Mehr, mehr, mehr

Mai 2014 hastuUNI 0

Audimax besetzt

Am heutigen Dienstagmorgen versammelten sich rund 200 Studenten zur Besetzung des Audimax unter dem Aufruf des Aktionsbündnisses.

IMG_2236_web Anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Bildungsstreik 2014« rief das „Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten» am Dienstag zu einer ganztägigen Besetzung des Audimax auf. Ab 9.30 Uhr wurden alternative Vorlesungen im Rahmen der Protestes angeboten. In ihrem Aufruf am Morgen stellte Franziska Ofiera als Referentin des Bündnisses klar, dass es bei der Besetzung des Audimax-Gebäudes nicht nur ums Blockieren, sondern auch ums Diskutieren gehe. Ihr Kollege Jan Bruno Gerkens forderte das am Morgen nicht sonderlich große, aber aufmerksame Publikum zur aktiven Beteiligung an den Vorträgen auf.  Mehr, mehr, mehr