Okt 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 80 0

Vom Umgang mit dem Wasser

Der diesjährige Sommer hat sich in die Liste der Extremsommer eingereiht. Die lange Dürreperiode hat mit ihren Folgen für die Natur und unsere Landwirtschaft gezeigt, wie wichtig Wasser für unser aller Leben ist. Doch wie umsichtig gehen wir mit dieser Ressource um?

Foto: pixnio.com

Wasser ist ein lebenswichtiges, wenn nicht das lebenswichtige Element. Es bedeckt mit circa 71 Prozent den Großteil der Erdoberfläche. Jedoch sind davon 97 Prozent Salzwasser, welches nur in geringem Umfang vom Menschen verwendet werden kann. Das für uns nutzbare Süßwasser fällt mit nur rund einem Prozent eher knapp aus. Durch die Sonnenenergie wird der Wasserkreislauf angetrieben. Dieser sorgt dafür,dass das Wasser auf der Erde verteilt wird und für Mensch und Natur verfügbar ist. Durch seine außergewöhnlichen Eigenschaften ist es überall vorhanden – auch der menschliche Körper besteht je nach Alter zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser – und stellt so ein wichtiges Bindeglied zwischen den verschiedenen Teilen des Erdsystems dar. Mehr, mehr, mehr

Okt 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 80 0

Studieren damals und heute

Früher war alles … besser? Nein. Aber anders, auch das Studium an den Universitäten und Hochschulen. Rüdiger Gland ging von 1960 bis 1965 auf die neu gegründete Hochschule in Merseburg, arbeitete bis zur Rente im Buna-Werk und lebt noch heute im Stadtteil Neustadt. An einem Sommernachmittag im August erzählte er von seinem Studium und dem Alltag mit Frau und Kind.

Foto: Lisa Kollien

Rüdiger Gland, geboren 1939, ist ein wenig geschockt, als er auf dem Wohnheimgelände der Hochschule Merse-burg University of Applied Science (HoMe) steht. Denn das Gebäude, in dem er sich während des Studiums mit zwei weiteren Kommilitonen das Zimmer teilte, steht nicht mehr. Stattdessen ist dort heute eine Wiese. »Von hier aus konnte ich immer sehen, ob im Hauptgebäude das Licht brannte oder nicht. Im letzteren Fall bedeute das, dass wir ausschlafen konnten, denn der Strom war mal wieder ausgefallen.« 1960/61 begann Gland sein Studium an der HoMe, die damals noch »Technische Hochschule für Chemie Leuna-Merseburg Carl Schorlemmer« hieß. Mit circa 240 Kommilitonen und Kommilitoninnen bildeten sie den ersten Studiengang für Verfahrenstechnik mit dem Abschluss Diplomingenieur für Verfahrenstechnik. Mehr, mehr, mehr

Okt 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 80 0

In anmutiger Einsamkeit

Wer in einer Großstadt auf der Suche nach Ruhe und Natur ist, sucht in erster Linie Parks auf – oder verlässt die Stadt ganz. Dabei gibt es eine oft vernachlässigte Alternative: Friedhöfe wie der Gertraudenfriedhof in Halles Norden oder der Südfriedhof locken mit viel Grün, Stille und Einsamkeit.

Foto: Alexander Kullick

»Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein.« Es fällt schwer, einem Schriftsteller vom Profile eines Mark Twain zu widersprechen. Doch hin und wieder ist genau das nötig, nämlich dann, wenn selbst dieser große amerikanische Erzähler einem offensichtlichen Irrtum erlegen ist.

Konkret angezweifelt werden müssen auch nur die letzten sieben Worte des genannten Zitats – zudem ist zu beachten, dass Twain bereits 1910 gestorben ist und somit keine Gelegenheit mehr erhalten sollte, den Gertraudenfriedhof in Halle zu besuchen. Andernfalls hätte er diese törichte Aussage wohl kaum treffen können. Twain hätte nur ein paar Jahre älter werden müssen, um theoretisch noch eine Chance haben zu können, den frisch errichteten Gertraudenfriedhof in Halles Stadtviertel Landrain einmal zu sehen. Mehr, mehr, mehr

Okt 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 80 0

Neu hier? Kein Problem

Aller Anfang ist schwer, vor allem, wenn man in einer neuen Stadt studiert. Wenn es plötzlich heißt, auf eigenen Beinen zu stehen. Aber womit fängt man an? Ein kleiner Überblick über das, was Euch in Halle erwartet, was Ihr braucht, wann Ihr es braucht und wo Ihr es findet. Seid willkommen!

Illustration: Sophie Ritter

Partyhungrig oder doch in die Kneipe? Zwei wichtige Fragen gleich zu Beginn. Denn auch diese bestimmen in Zukunft Euer Leben in Halle, mit neuen Herausforderungen und vor allem auch neuen Problemen rund um die Organisation Eures studentischen Alltags. Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 79 0

Das Menschenrecht auf Verhütung

Verhütung kostet Geld. Doch was, wenn die finanziellen Mittel gerade nicht ausreichen, um Pille, Spirale und Co. selbst zu bezahlen? Dem Problem will Pro Familia entgegenwirken und hat für sieben Städte bundesweit ein Modellprojekt entwickelt, um längerfristig allen Frauen den Zugang zu Verhütungsmitteln zu ermöglichen. Halle ist auch mit dabei.

Illustration: Irene Schulz

Pille (sechs Monate): je nach Präparat zwischen 23,45 und 77,75 Euro.

Verhütungsring (drei Monate): ca. 48 Euro.

Hormonspirale (fünf Jahre): je nach Hersteller und Packungsgröße zwischen 138,08 und 191,96 Euro plus 300 bis 400 Euro fürs Einsetzen.

Kupferkette (fünf Jahre): 129 Euro plus 300 bis 350 Euro fürs Einsetzen plus bis zu 40 Euro jährlich für die Ultraschallkontrolle.

Das sind nur einige wenige der Empfängnisverhütungsmittel samt ihrer Kosten, die der Medizinische Arbeitskreis Pro Familia NRW auflistet. Hieraus geht bereits hervor: Verhütung kann eine ganz schön teure Angelegenheit werden. Spätestens ab Vollendung des 20. Lebensjahres müssen Frauen (und so gegebenenfalls auch Partner, die sich an den Kosten beteiligen) die vollen Kosten für ihre Verhütung übernehmen. Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuINTERESSE Heft Nr. 79 0

SOS – Helft den Bienen!

Sie sind klein, sie summen, und sie produzieren das flüssige Gold. Schon unsere Vorfahren haben sich die Bienen zu Nutze gemacht und den Honig in luftiger Höhe aus Felsspalten geerntet. Unser gemeinsamer Weg ist lang. Doch nun scheint er in Gefahr zu sein, denn die Bienen werden zunehmend weniger. Woran liegt das, und wie können wir helfen?

Honigbiene
Foto: Anne Ost

Es ist kein Geheimnis, dass die Zahl der Insekten in Deutschland in den letzten Jahrzehnten rapide gesunken ist. Der Entomologische Verein Krefeld hat in einer Langzeitstudie nachgewiesen, dass innerhalb von 27 Jahren über 75 Prozent der Fluginsekten verlorengegangen sind. Insbesondere über das Bienensterben und die damit verbundenen Konsequenzen für uns Menschen gab es in den vergangenen Jahren vermehrt Meldungen. Immerhin sind 80 Prozent unserer heimischen Pflanzenarten auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, und gerade die Bienen spielen dabei eine große Rolle. Es gibt jedoch nicht die eine Biene. In erster Linie muss zwischen den Honigbienen, welche von Imkern und Imkerinnen gehalten werden, und den Wildbienen unterschieden werden. Tatsächlich sind es die Wildbienen, von denen etwa die Hälfte der rund 550 in Deutschland lebenden Arten auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht. Der Bienenexperte Professor Dr. Robert Paxton von der MLU spricht von einem Artenverlust um die 15 Prozent in den letzten 25 Jahren allein in Sachsen-Anhalt. Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 79 0

Mit Strich und Sternchen zur Gleichberechtigung?

»Frauenbeauftragte will Nationalhymne ändern«, schrie(b) die BILD Anfang März. Daraufhin wurde auch bei mir im Freundeskreis wieder einmal die Diskussion über eine geschlechtergerechte Sprache angefacht.

Illustration: Emilia Peters

Um jetzt die allbekannte Polemik der BILD etwas zu relativieren: Worum geht es? Am 8. März – dem Internationalen Frauentag – äußerte die Gleichstellungsbeauftragte des Familienministeriums Kristin Rose-Möhring in einem Rundbrief an ebendieses Ministerium den Vorschlag, einige Textpassagen der Nationalhymne zu ändern. Dies ist keine völlig neue Idee: In Österreich wurden Formulierungen wie »Heimat bist du großer Söhne« durch »Heimat großer Töchter und Söhne« ersetzt, und auch in Kanada wurde kürzlich eine Änderung der Nationalhymne beschlossen. Dort wurde die zweite Zeile der Hymne »O Canada« von »True patriot love in all thy sons command« zu »in all of us command« umgeschrieben. Nun findet die Debatte über eine Textänderung der Nationalhymne also auch in Deutschland statt. Aus »Vaterland« könnte »Heimatland« werden, die Zeile »brüderlich mit Herz und Hand« soll durch »couragiert mit Herz und Hand« ersetzt werden. Mehr, mehr, mehr

Jul 2018 hastuPAUSE Heft Nr. 79 1

Wenn Selfies in den Tod führen

In ihrer Novelle »Das pathologische Leiden der Bella Jolie« beschreibt Ramona Raabe den Tod der jungen Janina Ast, die sich selbst Bella Jolie nennt. Sie ist süchtig nach Selfies, süchtig nach sich selbst, süchtig nach dem Moment. Am Ende bleiben nur ihre Bilder zurück. Und Paul Wachter.

Ramona Raabe: Das pathologische Leiden der Bella Jolie. Novelle. 2018 im Dittrich Verlag. 14,95€.

»Er weiß, dass sie schön ist, bevor er ihr Gesicht zu sehen bekommt. Beinahe ist es so, als könne er es ihrem Kopf ansehen. Oder den blassen Armen, die leblos von ihren Schultern hängen. Die fragilen Finger, von denen manche noch sanft das Gerät berühren, das sie in der Hand hält.« Mehr, mehr, mehr